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Pfraume

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
3 in 3 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Pfraume f.

Bd. 1, Sp. 855
Pflaume, Pfraume f.: 1. 'Pflaume (Prunum)', Plaum, Ploum, Plaam, Plaameʳ, Pflaum, Praum, Praumel, Proum, Praam, Pfraum, s. F.; zur Verbr. s. K. 43. Die jüngere Gener, bes. in den Städten, gebraucht dafür vielfach die Bez. Quetsche, oder genauer friehe Quetsche (Pl.). KR.: Des isch de Daume, der schillt (schüttelt) die Plaume, der hebt se uf, der traacht se hääm, der Klenne eßt se ganz allääⁿ [BZ-Annw, verbr.]; derselbe KR. mit Praume [FR-Tiefth, verbr.]. Variante: Das is der Daume, der ißt gern Pflaume, der saacht: woher nemme? Der saacht: fun's Herr Parrs Gaard. Der saacht: wann er kummt, gibt's Brichel (Prügel) genung [GH-Hatzbühl]. Ach, was gure Praume, de Schitz is net dehaume (daheim), dabei machen die Kinder Handbewegungen, die das Pflaumenbrechen andeuten [KU-Schmittw/O]. Weitere VR. s. Großvater, Mutter, Schütz. Zs.: Griechen-, Quetschen-, Rot-, Samt-, Schleh-, Wasserpflaume. — 2. 'Mirabelle', die weiß Plaum [PS-Fischb], die weiß Praum [PS-H'mühlb Donsied Erfw], die wiß Prumm [HB-Seyw Eschring], die gel (gelbe) Praum [KU-Miesau], 's geel Praimel [LA-Herxh GH-Hay]. Zs.: Scheiß-, Weißpfraume. — 3. 'Beere' in der Zs. Heckenpflaume. — F.: Der Kons. im Anlaut ist unbehauchte Lenis, phonetisch also mit b wiederzugeben. Der Vokal ist in der WPf und nördl. VPf durchweg -auⁿ-: brauⁿm bzw. blauⁿm. In der südl. VPf erscheint neben -au- (Heeger Südostpf. 12) zumindest in einigen Fällen -āuⁿ-: brāuⁿm, so z. B. in BZ-Nd'horb GH-Jockgr Neubg. In der mittl. VPf gelten nach Bertram 84/85 zumeist -ąuⁿ- und -auⁿ-; LA-Edh Mart haben -uⁿ-. In Ploum und Proum, s. K. 43, ist der Diphthong fast durchweg -ǫuⁿ-: blǫuⁿm bzw. brǫuⁿm; für LU-Altr ist blouⁿm anzusetzen, vgl. Bertram a. a. O. Plaam und Praam sind fast allg. blm bzw. brm. In der nördl. VPf wird der Vokal dumpfer; für FR-Kindh gilt blməʳ. Der Wandel von mhd. ū > ā (und weiter ō) ist für unser Gebiet eine Ausnahmeerscheinung. — Die Formen brauⁿm, brām usw. bewahren das -r- des lat. Herkunftswortes prunum. Wenn auch der Ersatz von -r- durch -l- bei uns nicht so selten anzutreffen ist (balweere 'barbieren', stottele 'stottern' u. a.), so ist die Form blauⁿm doch wohl kaum ursp. pfälzisch; sie dürfte unter schriftsprachlichem Einfluß, der in der VPf besonders stark ist, aufgekommen sein. Das Gebiet südl. von Landau weist (wie in anderen Fällen) die ältere Form mit -r- auf. An der pfälzisch-elsässischen Grenze erscheint wieder die Form mit -l-. Elsässischer Einfluß? Weiteres zur Etym. s. bei Kluge-Mitzka17. — Rhein. VI 1080ff. Praum; Saarbr. 158; Lothr. 67 Prum; Els. II 145 Pflume; Bad. I 208/09; Hess.-Nass. II 616.
2632 Zeichen · 81 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    pfraumef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    pfraume , f. , mit wahrung des ursprünglichen r, was pflaume, prunum ( ahd. phrûma, mhd. pfrûme, nnl. pruim): pfraum Alb…

  2. modern
    Dialekt
    Pfraume

    Bayerisches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Pfraume Band 2, Spalte 2,621f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfraume

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Ableitung von pfraume

pfraumen + -e

pfraume leitet sich vom Lemma pfraumen ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Keine Komposita gefunden — pfraume kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.