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Pott

ae. bis sprichw. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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17 in 15 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Pott Pl.

Bd. 5, Sp. 557
Wossidia Pott Pl. Pött m. Topf; aus dem Holsteinischen stammt die Form Putt: Grapen, Putt un Pann (1887) HaHagenow@RedefinRed; se hebben nich Putt noch Pann (1887) RoRostock@RibnitzRibn; das Huhn sagt: Willn 'n Putt Putt Putt Putt verköpen (HaHagenow@BesitzBes) Wo. V. 2, 480. 1. irdener oder metallener Topf als Küchengerät a. der irdene Topf: testa 'Erdenfatt edder Pott' Chytr. 418; als Trinkgefäß: 'Du scholt dine munt ok myt mathen, Wen du drinkest, in den pot lathen' Dischtucht 8; 'n Pott vull Suerfleisch wurde den Austern sonnabends mit aufs Feld gegeben Wi; zum Nachbringen des Essens diente bes. der duwwelt Pott, s. duwwelt (Bd. 2, 639), Abb. bei Hängelpott (Bd. 3, 446); 'n tweeührschen Pott (Topf mit zwei Henkeln) Wo. Sag. 1, 63; Pött mit Water wurden gegen Mäusefraß in einem um die Kornmiete gezogenen Graben eingegraben allgem.; im Beispielsprw.: hadd' 'ck gor nich dacht, dat 'n Pott ut so väl enzelt Stücken maakt wir, hadd' de oll Fru seggt, donn hadd' se em hensmäten GüGüstrow@BützowBütz; bildl.: dor ward 'n Pott ut daraus wird etwas, die Sache kriegt ihren Schick: Bri. 3, 110; zu einem, der sich durch große Beredsamkeit verdächtig macht: wenn din Pott heel wir, denn klappert he nich so Zand. Bill. 95; dei Pott is intwei die Freundschaft ist zerbrochen SchwSchwerin@PampowPamp; H. Schröd. Buerh. 3, 90; Reut. 1, 295; Denn is de ganze Pott entwei (dann ist alles umsonst, nützt alles nichts) 2, 19; ähnl.: nu is ... de Pott so gründlich in Schören Bri. 5, 57; von einer plötzlichen Freundschaft, die zu heftig anmutet: se süllen den Pott man œwerknüppen, dat he hollen ded' GüGüstrow@SchwaanSchwaan; dat is 'n dicken Pott eine überaus enge Freundschaft Schö Schönberg@SchlagsdorfSchlagsd; et gift in allen Ständen terbrackene Pötte allenthalben giebt es Mängel und Gebrechen Mantz. Ruh. 20, 32; 'ock werden tho brakene POette ... offt gefunden' Gry. Lb. 1, P 2b; so auch von schlechten Dienststellen WaWaren@EldenburgEld; vom leicht Erregbaren: dat is grad', as wenn man an 'n räten Pott stött RoRostock@BentwischBentw; iron. zum Klügling: büst 'n klaukes Kind, hest all eins 'n nigen Pott seihn, wenn hei ok räten wir GüGüstrow@GülzowGülz; Verliebtheit drückt aus: sei kickt in em as in 'n vergüllten Pott Wa; von einem, der von der Fremde zu viel erwartet: hei denkt, dor sünd noch gollen Pött Wo. Sa.; die listige Frau hett Lachen un Weinen in einen Pott Ratz. Mitt. 4, 2, 13; der Überhebliche wird zurechtgewiesen: wi hebben all' in einen Pott stippt haben aus einer Suppenschüssel gegessen WaWaren@MarihnMar; von der Kirmes in Holland gesagt, wo alle Standesunterschiede fallen: denn drinken sei all' ut einen Pott RoRostock@DändorfDänd; ganz ut 'n Pott sin gänzlich aus dem Häuschen sein MaMalchin@DargunDarg; im Vergleich vom verdrießlich, mürrisch Dreinschauenden: dei maakt 'n Gesicht as 'n Pott vull Müs' SchwSchwerin@PampowPamp; utseihn ...: Mantz. Ruh. 5, 39; Reut. 6, 488; Schill. Kr. 3, 8b; im Sprw. von zwei minderwertigen Eheleuten, die sich gefunden haben, auch von einem liederlichen Freundespaar oder einem heruntergekommenen Herrn und seinem Knecht: et iß keen Pott so scheef, et findt sick noch wol eene Stülpe darup Mantz. Ruh. 5, 39; Bri. Volkssp. 23; verkürzt: sönn' Pott, sönn' Stülp Latend. Agr. 224; as dei Pott so dei Stülp GüGüstrow@KobrowKobr; gekoppelt: wat dei in dei Fingern kreg, dat wir liewert mit Klott un Pott (ganz und gar) Zier. Plaugf. 60; von enger Freundschaft: dat is een Pott, een Schapen SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; in der Parodie auf den Kirchengesang 'In allen meinen Taten': Ick heff nich Pott noch Grapen WiWismar@NeuklosterNKlost; vom Gleichgültigen: Denn' is 't ganz egal, Is Pott oder Schal RoRostock@KlockenhagenKlock. b. bes. der Kochtopf: 'den poth ... tho fre setten' Gry. Both. Jon. G 6b; ick kem bi 'n Pott wurde Kocksmaat auf dem Schiff RoRostock@RibnitzRibn; stabend: de Bumeister liefert dat Schipp af mit Pott un Pann (mit allem Zubehör, seeklar) Wo. Seem. 2, 87; im Tanzreim: Wenn hier ein Pott mit Bohnen steiht Un dor ein Pott mit Bri allgem.; wenn die Arbeiter auf dem Felde nahe beim Bauernhof arbeiten, heißt es: hüt kœnen sei uns in 'n Pott kiken Ha Hagenow@BelschBelsch; von Frau und Liebhaber: dei hett em in 'n Pott kiken laten hat ihn ganz bezaubert, in sich verliebt gemacht Wa; vom Neugierigen: dee hett de Näs' in all' Frugens ehr Pött Ro Rostock@RibnitzRibn; der Kluge hett 't in sick as Fik Maaks ehr swart Pött WaWaren@MalchowMalch; die Frau zum Manne auf die Frage wat hest du hüt? O, hüt Middag ward ein Pott in 'n annern sett't Wa; sprw.: lütt Pött kaakt licht œwer (kleine Menschen geraten leicht in Zorn) Ratz. Mitt. 5, 11; dei dicken Frugens kamen nich von Gott, dei kamen ut 'n Pott GüGüstrow@KlueßKlueß; ut 'n Pott äten gifft dick Backen RoRostock@BörgerendeBörg; bi denn' hollen dei Pött nich lang' heißt es vom Armen, weil er die Töpfe so gründlich auskratzen muß HaHagenow@BelschBelsch; einen in den Pott haugen jem. verderben, vernichten, töten: Gry. Paw. L 1a; 'andere ... ynt Solt unde in den Poth tho houwende' Lb. 1, Dd 1b; zu einem, dessen Liebeswerben abgewiesen wird, sagt man tröstend: üm ein Räuw' steiht de Pott noch nich leddig Pa; im Vergleich: dat Hüs'schen is so dicht un so wahrm as een Pott Land. Ann. 1822, S. 33; Satzform: wat gifft 't tau äten? Hack un Plück un Krup-in-'n-Pott Wo. Sa. 2. Nachttopf, Nachtgeschirr; im Tanzreim Ollsch mit de Lücht: Kann den Pott nich finnen Wo. Sa.; Rdaa.: einen (mächtig) tau Pott bringen, setten jem. zurechtweisen, hart anfahren: Tarn. Burrk. 4, 94; allgem.; die beherzte Frau bringt sogor den Düwel up 'n Pott Schw; einen up 'n Pott setten ihn in eine üble Lage bringen RoRostock@KlockenhagenKlock; tau Pott kamen mit etwas zurechtkommen, fertig werden allgem.; enger: ick künn gistern abend gor nich tau Pott kamen konnte nicht einschlafen Wa; derbe Abfertigung: schit bi de Pött SchöSchönberg@DemernDem; ... dat di dee nich ümfallen WiWismar@NeuklosterNKlost; von der engen Freundschaft einer zweifelhaften Gesellschaft heißt es: dee schiten all' in einen Pott Ro Rostock@KlockenhagenKlock. 3. 'pott des gelückes' der Glückshafen für die Lose der 1519 mit Genehmigung des Rates auf dem Rostocker Pfingstmarkt ausgespielten Lotterie, einer der ersten in Deutschland; genaue Beschreibung 'van deme potte des geluckes unde den klenodien to Rozstock' (1518) Anz. f. Kunde d. dt. Vorzeit N. F. 3, 233; 276; Abb. der Gewinne und der Auslosung Beitr. Rost. 21, 36; erneuert 1523 für Mariae Himmelfahrt 1524 Rost. Nachr. 1752, S. 193; Pott allgem. im Spiel das Gefäß mit dem Einsatz und auch der Einsatz selbst Schmidt Gad. 3, 111; Denn winn 'k dat Spill mit Settels un mit Pott Seem. Bew. 180; der Einsatz ward up 'n Pott sett't Pa; zu einem, der noch nicht gesetzt hat: du mööst noch tau Pott WaWaren@PenzlinPenzl; man mahnt den mit seinem Einsatz Säumigen: de Pott kann nich vör sick snacken, dei möt sin Recht hebben HaHagenow@RedefinRed; ist beim Kartenspiel durch einzelne ausgezahlte Gewinne der gesamte Einsatz ausgeschüttet, heißt es: dei Pott is af Schmidt Gad. 3, 111; gern im übertr. Sinne gebraucht: mit den ull' arm Kierl is dei Pott nu ok woll af er wird wohl bald sterben ebda; un dormit is dei Pott af (dann ist es genug, damit basta) Wagtsm. Dörp. 2, 94; Camm. Tid. 9; züh, dor is de Pott mit af es ist zu Ende damit Wi; SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; ... mit vörbi HaHagenow@BrahlstorfBrahlst; ähnl. zunächst den Verlust beim (Karten)spiel bezeichnend: nu bün 'ck wedder üm all' min Pött MaMalchin@SchwinkendorfSchwink, dann übertr. alle meine Aussichten sind vernichtet, alle Habe verloren allgem.; Reut. 2, 20; einen üm de Pött bringen HaHagenow@LankLank; die Vorstellung von Pott 1 spielt dabei mit; Pott Name der Grube beim Kugelspiel Ha; Schö; das größere Loch abseits für die Marmelkugeln beim Nägenlockspiel, wenn das Mittelloch bei großer Spielschar zu klein ist PaParchim@LübzLübz; das Loch in der Mitte beim Kulsœg'spiel Gü; Pa; ran an 'n Pott! ein Hüpfspiel Sporn; Pott spälen Syn. von Prauwball Wo. Sa. 4. bes. und übertr. Bedeutungen: Pott Name des Braugefäßes, sonst Brug'fatt, -küben; die Achsenbuchse des Wagenrades, Syn. s. Buss (Bd. 2, 156); oll Pott allgem. Spottname für ein altes Schiff; Pott wickeln in der Weberei die vom Treckeltüg genommene Kette, indem man das Gangkreuz festhält, topfartig um die Hand wickeln Wi; ungedeutet die Rda. im Lehrerseminar für eine schlechte Leistung: hei hett 'n Pott krägen Wi Wismar@NeuklosterNKlost; HaHagenow@LankLank; so auch vom Kapitän, der von der Reederei entlassen wurde Wo. Seem. 1, 116. 5. a. altes Flüssigkeitsmaß Mi 64b; galt bis zur Einführung des Litermaßes 1872: 'das hier im Lande durch die Verordnung vom 22. August 1752 vorgeschriebene Lübecker Kannen- und Pottmaß, welches dem Hamburger gleich ist ... Danach soll die Kanne 91¼ und der Pott 45⅝ französische Kubikzoll halten' Arch. Landesk. 2, 17; der Mecklenburger Pott sollte nach Bekanntmachung von 1869 0,9253 Liter halten, hielt aber meist weniger Hans. Geschbl. 22, 167; 1514 hielt die Biertonne 128 Pott Kühl 312; so auch noch 1833 Ro Bierbrauord.; 1 Pott enthielt 2 Planken (s. Plank3), Ößel (s. d.) oder Stück (s. d.); syn. gebraucht Quartier, -ee- Leng. Landw. 1, 28; Arch. Landesk. 3, 320; 'der mecklenburgische Pott wird im gewöhnlichen Leben zu ⅘ preußische Quart gerechnet' (als Milchmaß) 4, 780; auch Stop (s. d.), doch war dieser zeitweilig größer (Wi um 1500) Crull Goldschm. 31; vgl. ferner Ahm2 (Bd. 1, 233), Anker2 (Bd. 1, 332), Kann 2 a (Bd. 4, 87); 'kregen se eynen groten pot half vul (Öl)' Slagg. 151; 'eine Siepkannen mit bier von 10 pötten' (1560) Kern Hof. 1, 202; 'sollen Krancken zu ihrer Nothdurft ein Pott Bier oder Wein nicht geweigert werden' (1562) Bär. Ges. 4, 1, 43; (RoRostock@RibnitzRibn 1617) Kühl 221; 'befehlen ... das unser Hoffgesinde morgens zur Suppen auf jegliche Persohn zwei micken (Brötchen, Semmel) und ein Pott bier, zu den Malzeiten notturftig bier und im gleichen nach geendigter mittagsmalzeitt wie auch nach dem abendeßen jedes mahl ein Pott bier ... gegeben ... werden' (um 1600) Kern Hof. 1, 255; der Ausschank von Bier geschah in Wi bei Kannen oder Pott, 1 Pott brachte 1734 4 Dreilinge Hans. Geschbl. 22, 171; 'nach welchem ein gemeiner Soldat täglich 3 Pott oder Stob TaffelBier haben solte' D. Schröd. Wism. 475; '14 Pott reinen Honig ... 1 Rtl.' Nützl. Beitr. 1765, S. 45a; 'Milch in ... Satten ..., die ... 4 Pott oder zwo Kannen halten' Eng. Landw. singlecolPott 6 (Heimatmuseum Waren) 1, 220; 'eine Kuh ist noch holländermäßig, und der Pächter darf noch nicht Klage führen, wenn sie einen Pott — ungefähr ¾ Quart — Milch gibt' Land. Ann. 1819, S. 499; 'Öl ... in Fässern und einzelnen Pötten' N. Strel. Anz. 1820, S. 651a; de Rostocksch Schäpfohrt, dat is as ne melkend Koh, mennigmal viertig Pott Bri. 2, 183. b. der Pott als bes. geformtes, meist zinnernes Trinkgefäß war von eimerartiger oder einem Blumentopfe ähnlicher Gestalt; er kam, mit und ohne Deckel, bis Ende des 16. Jh. vor Crull Goldschm. 31; später vereinzelt Trinkgefäß mit Inhalt im weitesten Sinne; im Vergleich: he kümmt so uht aß jenne Mann mit sienem Gode: he stödde den letzten Pott Beer mit den Föten üm Mantz. Ruh. 20, 33; vom Säufer heißt es: dei möt 'n Handstock hebben, dei 'n Pott dreggt GüGüstrow@Groß LantowGLant. 6. der alte Kacheltopf, Ofenkachel, wegen der ursprünglich topfartigen Form so benannt; s. Abb.; Sachliches s. ob. Kachel (Bd. 4, 6); '12 ß vor potte to de kachelaven' (1472) Beitr. Rost. 4, 2, 3; '½ fl. vor potte to deme aven' (1520) 1, 3, 95; 'I fl. III ß vor potte thom kacheloven' (WaWaren@WredenhagenWred 1551) Jb. 14, 349; 'ein Kachelofen von erden Pötten' (RoRostock@MüritzMür 1599) Baumg.-Bentz. 146; 'vor de Potte tho de aven 8 ß' (1642) Warncke Schönb. Bürg. 32. 7. Dim. 'ein Pötten affstecken up Annemäten ehre Gesundheit' (ein Töpfchen leeren) Laur. Nd. Jb. 3, 100; een Pöttken Mantz. Ruh. 5, 39; Pöttchen Mi 46b. 8. von den Zss. bezeichnet das Bestimmungswort den Inhalt des Topfes: Asch-, Äten-, Black-, Blaumen-, Bohnen-, Botter-, Farw-, Fett-, Fleisch-, Füer-, Gold-, Greeben-, Grütt-, Honnig-, Kaffe-, Kahlen-, Kliester-, Krut-, Lim-, Maddicken-, Mähl-, Mäuschen-, Maus-, Melk-, Middags-, Punsch-, Rohm-, Sand-, Schü-, Semp-, Sirups-, Smolt-, Suer-, Suppen-, Swartsuer-, Tee-, Water-, Winpott; Quarters-, Stoweken-, Stückpott; seinen Verwendungszweck: Drinkel-, Fladder-, Kack-, Kak-, Pinkel-, Piß-, Rummel-, Schit-, Smur-, Spor-, Stink-, Struntpott; seine Beschaffenheit: Draht-, Hängel-, Häng'-, Hank-, Henkel-, Seilpott; Spott- und Scherzbezeichnungen: Bankerotts-, Gedanken-, Klöten-, Krus-, Licke-, Slenkerpott; Schelten: Blarr-, Drœhn-, Gnägel-, Gnarr-, Grœl-, Kaller-, Klarr-, Klœn-, Kohl-, Kräkel-, Murr-, Nœl-, Plapper-, Quäl-, Quarr-, Ques'-, Rangel-, Sau-, Seiwer-, Smäußel-, Smer-, Smuddel-, Sœl-, Wramp-, Wrante-, Wrœgel-, Zawwelpott; sonstige Zss.: Dopels-, Duft-, Glücks-, Hummel-, Kamer-, Kees'-, Pennig-, Reseda-, Schillings-, Schimmel-, Sorg'-, Sößlings-, Sund-, Zirrerpott. — Mnd. pot. — Br. Wb. 3, 355; Dä. 357b; Da. 159b; Kü. 2, 589; Me. 3, 1150; Schu. 17; Teu. 1, 158.
12532 Zeichen · 267 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    pottst. M. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    pott , st. M. (a) nhd. Topf Hw.: vgl. an. pottr, afries. pott E.: germ. *putta, Sb., Topf; s. lat. *pottus, mlat.-kelt. …

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    pott

    Althochdeutsches Wörterbuch

    pott , potun Gl 4,130,65. 2,116,28 s. boto.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pott

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Pott , des -es, plur. die -e, ein nur in Nieder-Deutschland übliches Wort, welches einen Topf bedeutet, und daselbst…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pott

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Pott , Aug. Friedr., geb. 1802 zu Nettelrede (im Hannöverschen), seit 1833 Professor der allgemeinen Sprachwissenschaft …

  5. modern
    Dialekt
    Pott

    Schweizerisches Idiotikon · +4 Parallelbelege

    Pott Band 4, Spalte 1906 Pott (II) 4,1906

  6. Sprichwörter
    Pott

    Wander (Sprichwörter)

    Pott 1. Dar is kên Pott (Topf) so schêf, dar passt nog wol 'n Stulpen (Deckel) up. ( Oldenburg. ) – Frommann, II, 535, 1…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pott

282 Bildungen · 258 Erstglied · 22 Zweitglied · 2 Ableitungen

pott‑ als Erstglied (30 von 258)

Pottasche

SHW

Pott-asche Band 1, Spalte 1047-1048

potteln

SHW

pott-eln Band 1, Spalte 1049-1050

pottern

SHW

pott-ern Band 1, Spalte 1049-1050

Pottfisch

SHW

Pott-fisch Band 1, Spalte 1049-1050

Potthammel

SHW

Pott-hammel Band 1, Spalte 1051-1052

Pottaal

MeckWB

pott·aal

Pottaal m. Gericht von gekochtem Aal: De Pottahl, Brahtahl, Nudln un watt sonn Fischers eeten Babst Pet. 10; ehn Teller mit Pottahl Fest 9; …

Pottaalsupp

MeckWB

Pottaalsupp f. Suppe von gekochten Aalstücken mit Pflaumen und Klößen Ro Warn . Zs. Wittpottaalsupp .

pottab

RhWB

pott-ab -af  Mörs-Orsoy Adj. präd.: hei ös p. nicht mehr gut angesehen, beliebt.

Pottäten

MeckWB

pot·taeten

Pottäten n. 'Essen aus dem Topf'; zur Erntezeit wurde den Arbeitern mittags zusammengekochtes Essen in einem braunen tweiührschen Pott aufs …

pottagie

KöblerMnd

pottagie , F. Vw.: s. potāsie

pottagy

KöblerMnd

pottagy , F. Vw.: s. potāsie

Pottappel

MeckWB

pott·appel

Pottappel m. eine große Apfelsorte: malum pulmoneum 'Pottappel, sehr grote Appel' Chytr. 478.

Pottasch

MeckWB

pott·asch

Pottasch f. Pottasche, chemisch Kaliumkarbonat; sie wurde früher häufiger als heute im Hauswesen gebraucht, bes. bei der Pfeffernuß- und Kuc…

Pottaschbrenner

PfWB

pottasch·brenner

 Pottasch-brenner m. : ' wer berufsmäßig Pottasche brennt '. 1657 bittet Lorenz Rosenzweig, ein Pottasch- und Harzbrenner aus Hagenau, den …

pottasche

DWB

pott·asche

pottasche , potasche , f. ein aus pflanzenasche ausgelaugtes alkalisches salz, so ( oder kesselasche) genannt, weil das sieden der lauge in …

Pottaschfaß

Campe

pottasch·fass

Das Pottaschfaß , — sses, Mz. — fässer , in den Pottaschsiedereien, ein Faß, worin Pottasche geschlemmt oder ausgelauget wird.

Pottaschhütte

PfWB

pottasch·huette

 Pottasch-hütte f. : ' Feldhütte, in der Pottasche gebrannt wurde '. a. 1731: Die acht Morgen (Aussenfelder) ... am Schweinsthal, nechst an…

Pottaschsieder

Campe

pottasch·sieder

Der Pottaschsieder , — s, Mz . gl. derjenige, der ein Geschäfte daraus macht, Pottasche zu bereiten.

Pottaschtal

PfWB

pottasch·tal

Pottasch-tal n. : FlN in PS-Herschbg Wesbg Hermbg; in den amtlichen Flurplänen mit Potaschtal wiedergegeben, in PS-Herschbg im Volksmund ent…

pottauf

RhWB

pott·auf

pott-auf -op  MGladb Adv.: ech dreff (trieb) om p. jagte ihn weg.

Pott, Aug. Friedr

DWBQVZ

Pott, Aug. Friedr. *1802 Nettelrede/Hannover †1887 Halle.

Pott, August Friedrich

Meyers

Pott, August Friedrich , Sprachforscher, geb. 14. Nov. 1802 zu Nettelrede in Hannover, gest. 5. Juli 1887 in Halle, vorgebildet in Hannover,…

Pottawatomie

Meyers

Pottawatomie , Indianerstamm der Algonkin, galten als Urbewohner des Landes am Michigansee und wurden auch » fire keepers « (Feuerbewahrer) …

Pottbäcker

RhWB

pott·baecker

Pott-bäcker Eup , SNfrk; -tən- Klevld (veralt.) [südl. Düppenbäcker ] m.: 1. Töpfer. S. technische Ausdrücke bei Pott-, Bruch-, Pipenerde, E…

Pottball

MeckWB

pott·ball

Pottball m. ein Ballspiel. Beschrieben bei Kü. 2, 591.

Pottbank

RhWB

pott·bank

Pott-bank Aach , SNfrk, Geld , Mörs , Düss-Stdt [ pǫbaŋk Geilk-Beggend ] f.: B., Gestell für Töpfe, Küchenanrichte.

pott als Zweitglied (22 von 22)

allpott

Idiotikon

all·pott

allpott Band 4, Spalte 1898 allpott 4,1898 M.

Almosenpott

DRW

almosen·pott

Almosenpott mnl. aelmispot, elmispot Almosenbehälter vgl. Almosenhafen, Almosenkorb VerdamHWB. 7

Chinde(n)spott

Idiotikon

Chinde(n)spott Band 10, Spalte 620 Chinde(n)spott 10,620

Chinderspott

Idiotikon

Chinderspott Band 10, Spalte 620 Chinderspott 10,620

Diebe(n)spott

Idiotikon

Diebe(n)spott Band 10, Spalte 621 Diebe(n)spott 10,621

Folkspott

Wander

folk·spott

Folkspott Alles es gued in 'n Folkspot 1 , mär 2 niene 3 witte Fiksebounen 4 , hadde de gneädige Frau saght. ( Hagen. ) – Frommann, III, 263…

Fürpott

Idiotikon

Fürpott Band 4, Spalte 1901 Fürpott 4,1901

Fǖrpott

Idiotikon

Fǖrpott Band 4, Spalte 1885 Fǖrpott 4,1885

Gnurrpott

MeckWBN

Wossidia Gnurrpott m. mürrischer, verdrossener, knurrender Mensch: hei is 'n ollen Gnurrpott Wa.

Kackpott

Wander

kack·pott

Kackpott Ick bin ôk ne ut 'n Kackpott kroapen, söä' Tante Bohls. – Schlingmann, 103.

Korⁿspott

Idiotikon

Korⁿspott Band 10, Spalte 620 Korⁿspott 10,620

Mitenpott

MeckWBN

miten·pott

Wossidia Mitenpott m. Topf vor der Kornmiete zum Mäusefangen: üm dei Mit wir 'n Lopgraben mit Mitenpött, wo dei Müs' in 't Water fallen süll…

Pißpott

Campe

piss·pott

† Der Pißpott , es, Mz. — pötte , ein Pißtopf, Nachttopf, Nachtgeschirr. Uneigentlich heißen in der Schifffahrt Pißpotten die beiden Taue, w…

poͤlkepott

KöblerMnd

poͤlkepott , M. Vw.: s. pölkepot

Schîtpott

Wander

schit·pott

Schîtpott Wenn ut'n Schîtpott en Bratpott ward, denn stinket he doch noch. ( Braunschweig. )

Sīde(n)pott

Idiotikon

Sīde(n)pott Band 4, Spalte 1888 Sīde(n)pott 4,1888

vorpott

DWB

vor·pott

vorpott , n. , schweiz., ankündigung, besonders greller glockenklang schweiz. idiot. 4, 1901; fürpott, gerichtliche vorladung ebda, s. fürbo…

Ableitungen von pott (2 von 2)

bepotten

KöblerMnd

bepotten , sw. V. Vw.: s. bepōten

potte

DWB

potte , f. , rhein. auge an den weinreben, blütenknospe Kehrein volkspr. in Nassau 1, 311 . vgl. butte , hagebutte und potze 2.