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Kachel

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
19 in 15 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
68
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57

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Kachel f.

Bd. 4, Sp. 6
Wossidia Kachel f. die irdenen und glasierten Stücke, aus denen die Öfen gesetzt werden; ein hd. Wort, ahd. chachala, obd. Kachel f. irdener Topf, das aus vulgärlat. *cac(c)alus, -a für *caccabellus Kochgeschirr stammt, s. Frings Germ. Rom. 127; Kluge-M.17 336b 1. ursprünglich waren die Öfen aus Ziegeln gemauert; in Oberdeutschland verwendete man seit dem 13. Jahrh. statt der Mauersteine Kacheln in der Form von viereckig gedrückten unglasierten Töpfen, welche den heutigen Schmelztiegeln gleich waren. Diese Töpfe wurden am Ofen in Lehm aufgebaut, so daß die obere offene Seite nach dem Gemach, der Boden nach dem Heizraum gekehrt war. Diese Kacheln hießen in Norddeutschland Pötte (Belege s. Kachelaben) oder Kachelpötte. Im 16. Jahrh. wurde die offene Seite dieser Pötte durch eine mehr oder minder reich verzierte Platte geschlossen und der Boden geöffnet, und so entstand nach und nach die flache, tafelförmige Ofenkachel. Zur Sache Moriz Heyne Hausaltertümer 1, 240; Jb. 39, 172. Auch in unserer Heimat wurde die Fabrikation solcher Kacheln bereits im Anfang des 16. Jahrh. eifrig betrieben, vor allem in Wi. Die hier hergestellten Kacheln waren glasiert, von grüner Farbe und mit Bildwerk geschmückt. Form und Bestimmung der Kacheln erläutert eine Töpferrechnung von 1566 Jb. 39, 172. Weitere Zeugnisse bieten Jb. 7, 167; 13, 391; 14, 349; 15, 278; 39, 157; 42, 146; 44, 89; 'in der Stube ein Kachelofen von grünen Kacheln' (1625) Inv. Barth 117a; s. Kachelaben. Die schwarzen Kacheln kamen mit dem Anfang des 17. Jahrh. in Mode Jb. 44, 90. 2. Redewendungen; als Maß, das dem Ofen abgesehen war: de Wust för den Paster möt söß Kacheln lang sin un so dick as de Fru Pasturin ehr Arm RoRostock@TessinTess; in Übertragungen öft. im Anklang an die alte, plumpe Topfform: olle Kachel dickes schwerfälliges Weib Schill. Nachl.; 'Da kommt der alte Ackersmann Mit seinen großen Kacheln (Stiefeln) an' Wo. V. 3, 463. — Br. Wb. 2, 713; Dä. 213a; Kü. 2, 60; Me. 3, 8; Schu. 21; Teu. 1, 126.
1978 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kachelstswf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    kachele , kachel stswf. BMZ irdenes gefäss, geschirr. er machet daʒ licht in eine kachelen Vet. b. 48,16. kachlen, häfen…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kachelF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    kachel , F. nhd. Kachel, irdenes Gefäß, gebranntes Tongefäß, Ofenkachel Hw.: vgl. mhd. kachele, mnl. cakel E.: s. ahd. k…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Káchel

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Die Káchel , plur. die -n. 1) * Überhaupt, ein jedes hohles Behältniß, ein Gefäß oder Geschirr, in welcher weitesten abe…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kachel

    Goethe-Wörterbuch

    Kachel glasierte Platte aus gebranntem Ton B49,59,20 FFHKüstner 6.9.31 A(Gr5,175) 24.9.01 [Protokoll LKruse] Armin Giese…

  5. modern
    Dialekt
    Kachelf.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Kachel [khàəl fast allg. ] f. 1. viereckiges Stück gebrannter Erde zur Herstellung von Kachelöfen. — 2. (scherzh.) alte…

  6. Sprichwörter
    Kachel

    Wander (Sprichwörter)

    Kachel 1. Besser eine alte Kachel als gar keinen Ofen, sagte der Töpfer, als er sich eine funfzigjährige geheirathet hat…

  7. Spezial
    Kachel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ka|chel f. (-,-n) platina (de teracöta) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kachel

62 Bildungen · 54 Erstglied · 7 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von kachel 2 Komponenten

kac+hel

kachel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kachel‑ als Erstglied (30 von 54)

Kachelberg

SHW

Kachel-berg Band 3, Spalte 1019-1020

Kachelofen

SHW

Kachel-ofen Band 3, Spalte 1019-1020

Kachelaben

MeckWB

kache·laben

Kachelaben m. Kachelofen 1. zur Sache s. Aben (1, 21 f.); Kachel; B. Schier Hauslandschaft. u. Kulturbeweg. im östl. Mitteleuropa 225; 274; …

Kachelchen

PfWB

kachel·chen

Kachelchen n. : ' Spielkugel ', Kachelche [Zweibr]. Syn. s. Schießklicker .

Kachel(che)ns

PfWB

Kachel(che)ns , Kächelchens n. : 1. 'Spiel, bei dem die Klicker aus einer Entfernung von etwa 2 m in die Kachel 1 e geworfen werden', Kachel…

kacheldich

LothWB

kachel·dich

kacheldich [khaəldiχ Bo. ] adj. bröckelig. — vgl. baier. 1, 1218 Kach, Kachen Riß, Sprung; hd. Kachel irdnes Gefäß; kacheln einen hohlen To…

kacheldörnse

MNWB

kacheldörnse , f. , Zimmer mit Kachelofen .

kacheldörnse

KöblerMnd

kacheldörnse , F. nhd. Zimmer mit Kachelofen E.: s. kachel, dörnse L.: MndHwb 2, 500 (kacheldörnse)

kachelen

MNWB

kach·elen

kachelōven , -āven(t) (-ofen) (kachgel- , kag[h]el- , kaggel- , kachchel- , kakel-) , kachelen- , m. , Stubenofen der mit Kacheln belegt ist…

kachelenōven

KöblerMnd

kachelenōven , M. nhd. Kachelofen, Ofen aus Kacheln, Stubenofen der mit Kacheln belegt ist Hw.: s. kachelōven E.: s. kachel, ōven (1) W.: vg…

Kacheleoªwen

WWB

Kachele-oªwen m. [verstr.] Kachelofen. — 1. gusseiserner Ofen. — 2. gemauerter, mit Kacheln belegter Ofen.

kacheler

Lexer

kache·ler

kacheler stm. töpfer Mone z. 16,331. kacheler, kecheler Frankf. baumstb. >f.">1475 f. 45 b . 62 b .

Kachelfritz

Wander

kachel·fritz

Kachelfritz Hei öss e Kachelfrötsch. – Frischbier 2 , 1842. In allgemeinen ein Freund des warmen Ofens, insbesondere ein Einwohner des Kirch…

Kachelgeschirrtrager

Idiotikon

Kachelgeschirrtrager Band 14, Spalte 590 Kachelgeschirrtrager 14,590

kachelig

Idiotikon

kachelig Band 3, Spalte 118 kachelig -ä- 3,118

Kachel II

RhWBN

Kachel II f.: 2. d. zweiteiliger Essnapf der Arbeiter Kobl-Kesselh , May-Kaan Naunh .

Kachelke

WWB

Kachelke m. ewig lachende Person ( Mes Br).

kachelloch

DWB

kachel·loch

kachelloch , n. loch im kachelofen, Peter Lewe läszt zwei mägde durchs kachelloch beichten, s. weim. jahrb. 6, 438.

kachel als Zweitglied (7 von 7)

Abenkachel

MeckWBN

aben·kachel

Wossidia Abenkachel f. Ofenkachel: ne Wust (als Abgabe) so lang as ne Abenkachel un so dick as de Kösterfru ehr Arm Pa Parchim@Suckow Suck .

Êckkáchel

Adelung

eck·kachel

Die Êckkáchel , plur. die -n, nach einem Winkel gebogene Kacheln, welche die Ecken des Ofens bilden.

gesimskachel

DWB

gesims·kachel

gesimskachel , f. mit gliedern verzierte ofenkachel, die zum fusz- oder zum hauptgesims eines ofens genommen wird. Jacobsson a. a. o. Ehrenb…

kriuzekachel

Lexer

kriuze·kachel

kriuze-kachel swf. eine art ofenkachel. 11 β 1 hall. fur funfzig crûzekacheln in des zuchtigers hûs, die kachel fur 2 hl. Frankf. baumstb. 1…

ofenkachel

DWB

ofen·kachel

ofenkachel , f. kachel zu den stubenöfen Rädlein 685 b : ( der teufel ) stiesz ein ofen-kachel ausz. H. Sachs 5, 123, 16 ; der teufel .. sti…

simskachel

DWB

sims·kachel

simskachel , f. kachel, die zum gesims der stubenöfen gebraucht wird. Jacobsson 4, 178 b .

īskachel

KöblerMhd

īskachel , st. M., st. F., sw. F. nhd. Eiszapfen ÜG.: lat. stiria Gl Q.: Gl, Vät (1275-1300) E.: s. īskache W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 1459…

Ableitungen von kachel (1 von 1)

KACHELE

BMZ

KACHELE , KACHEL stf. topf, irdenes geschirr. cacabus voc. o. 7,15. sumerl. 26,13. Diefenb. gl. 124. vgl. Schmellet 2,277. Stalder 2,80. Fri…