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Káchel

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
19 in 15 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
52
Verweise raus
39

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Káchel

Bd. 2, Sp. 1459
Die Káchel, plur. die -n. 1) * Überhaupt, ein jedes hohles Behältniß, ein Gefäß oder Geschirr, in welcher weitesten aber veralteten Bedeutung es das Diminut. von Kag, Kach, zu seyn scheinet, welches noch in andern Sprachen üblich ist. Im Schwed. ist Kagge ein Fäßchen von zwey oder drey Kannen, im Engl. Cag, im Franz. Caque. Das Wallisische Cawg bedeutet ein Becken, das mittlere Lat. Caucus, bey dem Papias, ist eine Art eines Gefäßes, das mittlere Griech. καυκα eine Schale, und das mittlere Lat. Caucellus ein kleines Gefäß. S. Kag, Kajüte und Kaue. 2) * In engerer Bedeutung, ein irdenes Geschirr; eine gleichfalls veraltete Bedeutung, in welcher nur noch zuweilen in der niedrigen Sprechart der Nachttopf eine Brunzkachel genannt wird. In den alten Bibel-Übersetzungen vor Luthern kommt Kachel mehrmahls für einen Topf vor, so wie im mittlern Lat. Cocula. Im Niedersächsischen ist die Kachel ein aus gebrannten Steinen aufgesetzter Stubenofen, daher einkacheln in den gemeinen Mundarten für stark einheitzen gebraucht wird. 3) In der engsten gewöhnlichsten Bedeutung, ein napfförmiges vierecktes Stück von gebrannter Erde, woraus die davon benannten Kachelöfen zusammen gesetzet werden; die Ofenkachel, im mittlern Lat. Cugnolis, im Ital. Coccia, im Schwed. Kakel, im Pohln. Kachel, im Böhm. Kachljk. Im Bergbaue ist, vermuthlich wegen einiger Ähnlichkeit,[] die Kachel ein Werkstück über dem Vorherde, vorne an dem Gestelle eines hohen Ofens. Anm. Wachter leitet es von dem Griech. κοχλειν, drehen, her, weil das thönerne Geschirr vermittelst des Drehens verfertiget wird. Junius von dem Lat. Cacabus, welches doch nur ein Seitenverwandter von Kachel ist, andere von coquere, kochen, und erklären es durch ein gebranntes Gefäß. Allein aus der ersten Bedeutung erhellet, daß es von einem viel weitern Umfange der Bedeutung ist, und nicht bloß auf ein irdenes Geschirr allein eingeschränket werden könne.
1934 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kachelstswf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    kachele , kachel stswf. BMZ irdenes gefäss, geschirr. er machet daʒ licht in eine kachelen Vet. b. 48,16. kachlen, häfen…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kachelF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    kachel , F. nhd. Kachel, irdenes Gefäß, gebranntes Tongefäß, Ofenkachel Hw.: vgl. mhd. kachele, mnl. cakel E.: s. ahd. k…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Káchel

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Die Káchel , plur. die -n. 1) * Überhaupt, ein jedes hohles Behältniß, ein Gefäß oder Geschirr, in welcher weitesten abe…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kachel

    Goethe-Wörterbuch

    Kachel glasierte Platte aus gebranntem Ton B49,59,20 FFHKüstner 6.9.31 A(Gr5,175) 24.9.01 [Protokoll LKruse] Armin Giese…

  5. modern
    Dialekt
    Kachelf.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Kachel [khàəl fast allg. ] f. 1. viereckiges Stück gebrannter Erde zur Herstellung von Kachelöfen. — 2. (scherzh.) alte…

  6. Sprichwörter
    Kachel

    Wander (Sprichwörter)

    Kachel 1. Besser eine alte Kachel als gar keinen Ofen, sagte der Töpfer, als er sich eine funfzigjährige geheirathet hat…

  7. Spezial
    Kachel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ka|chel f. (-,-n) platina (de teracöta) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kachel

62 Bildungen · 54 Erstglied · 7 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von kachel 2 Komponenten

kac+hel

kachel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kachel‑ als Erstglied (30 von 54)

Kachelberg

SHW

Kachel-berg Band 3, Spalte 1019-1020

Kachelofen

SHW

Kachel-ofen Band 3, Spalte 1019-1020

Kachelaben

MeckWB

kache·laben

Kachelaben m. Kachelofen 1. zur Sache s. Aben (1, 21 f.); Kachel; B. Schier Hauslandschaft. u. Kulturbeweg. im östl. Mitteleuropa 225; 274; …

Kachelchen

PfWB

kachel·chen

Kachelchen n. : ' Spielkugel ', Kachelche [Zweibr]. Syn. s. Schießklicker .

Kachel(che)ns

PfWB

Kachel(che)ns , Kächelchens n. : 1. 'Spiel, bei dem die Klicker aus einer Entfernung von etwa 2 m in die Kachel 1 e geworfen werden', Kachel…

kacheldich

LothWB

kachel·dich

kacheldich [khaəldiχ Bo. ] adj. bröckelig. — vgl. baier. 1, 1218 Kach, Kachen Riß, Sprung; hd. Kachel irdnes Gefäß; kacheln einen hohlen To…

kacheldörnse

MNWB

kacheldörnse , f. , Zimmer mit Kachelofen .

kacheldörnse

KöblerMnd

kacheldörnse , F. nhd. Zimmer mit Kachelofen E.: s. kachel, dörnse L.: MndHwb 2, 500 (kacheldörnse)

kachelen

MNWB

kach·elen

kachelōven , -āven(t) (-ofen) (kachgel- , kag[h]el- , kaggel- , kachchel- , kakel-) , kachelen- , m. , Stubenofen der mit Kacheln belegt ist…

kachelenōven

KöblerMnd

kachelenōven , M. nhd. Kachelofen, Ofen aus Kacheln, Stubenofen der mit Kacheln belegt ist Hw.: s. kachelōven E.: s. kachel, ōven (1) W.: vg…

Kacheleoªwen

WWB

Kachele-oªwen m. [verstr.] Kachelofen. — 1. gusseiserner Ofen. — 2. gemauerter, mit Kacheln belegter Ofen.

kacheler

Lexer

kache·ler

kacheler stm. töpfer Mone z. 16,331. kacheler, kecheler Frankf. baumstb. >f.">1475 f. 45 b . 62 b .

Kachelfritz

Wander

kachel·fritz

Kachelfritz Hei öss e Kachelfrötsch. – Frischbier 2 , 1842. In allgemeinen ein Freund des warmen Ofens, insbesondere ein Einwohner des Kirch…

Kachelgeschirrtrager

Idiotikon

Kachelgeschirrtrager Band 14, Spalte 590 Kachelgeschirrtrager 14,590

kachelig

Idiotikon

kachelig Band 3, Spalte 118 kachelig -ä- 3,118

Kachel II

RhWB

Kachel II -əl, Pl. -əln, –ələ m., f.: 1. kaxəl m. Kachelofen; achter de K.ə hinter dem Ofen (im Geb. des niedersächs. Bauernhauses) Geld , M…

Kachelke

WWB

Kachelke m. ewig lachende Person ( Mes Br).

kachelloch

DWB

kachel·loch

kachelloch , n. loch im kachelofen, Peter Lewe läszt zwei mägde durchs kachelloch beichten, s. weim. jahrb. 6, 438.

kachel als Zweitglied (7 von 7)

Abenkachel

MeckWBN

aben·kachel

Wossidia Abenkachel f. Ofenkachel: ne Wust (als Abgabe) so lang as ne Abenkachel un so dick as de Kösterfru ehr Arm Pa Parchim@Suckow Suck .

Êckkáchel

Adelung

eck·kachel

Die Êckkáchel , plur. die -n, nach einem Winkel gebogene Kacheln, welche die Ecken des Ofens bilden.

gesimskachel

DWB

gesims·kachel

gesimskachel , f. mit gliedern verzierte ofenkachel, die zum fusz- oder zum hauptgesims eines ofens genommen wird. Jacobsson a. a. o. Ehrenb…

kriuzekachel

Lexer

kriuze·kachel

kriuze-kachel swf. eine art ofenkachel. 11 β 1 hall. fur funfzig crûzekacheln in des zuchtigers hûs, die kachel fur 2 hl. Frankf. baumstb. 1…

ofenkachel

DWB

ofen·kachel

ofenkachel , f. kachel zu den stubenöfen Rädlein 685 b : ( der teufel ) stiesz ein ofen-kachel ausz. H. Sachs 5, 123, 16 ; der teufel .. sti…

simskachel

DWB

sims·kachel

simskachel , f. kachel, die zum gesims der stubenöfen gebraucht wird. Jacobsson 4, 178 b .

īskachel

KöblerMhd

īskachel , st. M., st. F., sw. F. nhd. Eiszapfen ÜG.: lat. stiria Gl Q.: Gl, Vät (1275-1300) E.: s. īskache W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 1459…

Ableitungen von kachel (1 von 1)

KACHELE

BMZ

KACHELE , KACHEL stf. topf, irdenes geschirr. cacabus voc. o. 7,15. sumerl. 26,13. Diefenb. gl. 124. vgl. Schmellet 2,277. Stalder 2,80. Fri…