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furz

ahd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

furz m.

Bd. 4, Sp. 950
furz, m. ein bauchwind, flatus, ventris crepitus. hochd., nicht vor dem 12. jh. nachweisbar, furz, mhd. vurz, furz, mnl. bei Kilian vort, nd. furt (brem. wb. 1, 470), fort (Dähnert 136a. Danneil 56a. Schambach 277b). es ist dem pl. praet. des ahd. wurzelverbs fërzan (s.farzen) entsprossen und stimmt der lautverschiebung gemäsz und auch selbst in seinem vocal mit dem gleichbedeutenden gr. πορδή. daneben aber zeigt sich, ebenfalls im 12. jahrh., einmal ein dem praes. entsprossenes firz (Graff 3, 705), das in seinem vocal mit ags. feort, engl. fart, altn. frëtr, schwed. fjert, n. fjert, fjärt, stimmt und lit. pirdis, perdis, pirdá, lett. pirdens, lat. peditum (s.farz) entspricht. nhd. kommt im 15. und 16. jh. neben furz die der volkssprache Mitteldeutschlands entnommene form forz (s. d.) vor, die einwirkung der niederdeutschen, senkung des u zu o zeigenden fort (Schambach 277b. Danneil 56a) ist. sie findet sich in Luthers schriften, die einzige unten angeführte stelle tischr. 199a ausgenommen; aber sie verliert sich bald wieder und bleibt dann blosz mundartlich. dagegen scheint ein früheres farz (s. d.) erst von dem verbum farzen abgeleitet. am geläufigsten von allen dreien ist furz. truntz, furtz, trulla. voc. theut. 1482 hh ija. bombus, ein furtz oder scheysz. vocab. gemma-gemmar. (Straszb. 1505) c 6c. crepitus, ein knall, don, furtz. Dasypodius 44b und danach Serranus f 1a. furtz, crepitus ventris. Alberus KK ija. furz, scheisz, crepitus. Frischlin nomencl. 46. bei Henisch 1315 der sg. fürtz und furtz. furtz. Hulsius. Schottelius 1321. Wilhelmi. Rädlein. Dentzler 1, 175b. Weismann. Kirsch. Ludwig. Aler. Steinbach. Matthiä. furz. Stieler 435. Frisch. Nieremberger. Moerbeek. Weber deutschlat. universalwb., Adelung u. s. w. eintheilung und beschreibung der fürtze enthält die abhandlung de peditu in den facet. facetiarum s. 74—98), und vom Schlaraffenland heiszt es ein furtz gilt einen Binger haller. H. Sachs I, 544c; er hat ein stimlin nach der kürtz, wie ein esel bricht die fürtz. Murner luther. narr 2870; mein hertz (spricht des bauern tochter) steckt gen jm liebe vol, geleich wie ein esel mit fürtzen, bitt, wölst die heyrat nit verkürtzen. II. 2, 39a (29b); hat man doch nur eins furtzs gelacht. Fischart Garg. 137a (1608 Q 7b), = über einen f.; botz hinden und fornen, dise gebratnen kästen mit newem wein eingenommen seind gute compositores und modelgiesser der fürtz. 1608 Gg 1a; ob sie (die fürstin, an der ein lobender arzt alles als fürstlich preist) dann auch einen fürstlichen furtz liesse? Zinkgreff apophth. 1, 145. ein stillschweigender furz, der nicht hörbar ist: so liesz er (Eulenspiegel) ein stillschweigenden furz schleichen, daz er zumal ubel stank. Eulenspiegel nr. 15. ein schleichender, verbiszener (= unterdrückter) furz. Stieler 450, vgl. nachher einen furz verkrümen bei Fischart. ein starker, knallender haubtfurz. ebenda. ein lauter furz (Rädlein), überhaupt der hörbar ist: einen lauten furz lassen, dasz die ziegel davon auf dem tach gezittert. franz. Simpliciss. 1, 47. ein groszer furz, von starkem schalle: mhd. daʒ sint guote würze für die grôʒen fürze. gute speise nr. 54. Haupt 5, 15. Môrolt wart die stat zu kurz, ër lieʒ vor dër kunigin ein grôʒen furz. Morolt 1280, in Eschenburgs handschr., die dem 15. jh. angehört und in mitteldeutscher sprache geschrieben ist, forz wie vorher korz. nhd. und liess einn grossen furcz, sam e (wie vorher). ring 38a, 13; da liesz der pfaff einen grossen furz. Eulenspiegel nr. 12; unnd liesz einen grossen furtz. Frey gartengesellschaft 63b. ein guter furz, in demselben sinne: sun, thu ein guten trunk auf die wurz, so wirstu davon laszen ein guten furz. fastnachtsp. 64, 30. ein übler oder sauerer furz, ein übel riechender: wilt du ubel fürz lassen, so gang us der stuben in den hof. Eulenspiegel nr. 52; Ulenspiegel ... gedacht: ein bös pfligt das ander zuo verdreiben und liesz so ein suren furz, das der meister mit seiner frawen muosten die nasen zuo halten. ebenda. ein stinkender furz. Stieler a. a. o. ein dreckichter furz. ebenda. ein schnöder furz, den man mit verwünschung und verachtung nennt, ein schlechter: verfluochet sî dër snœde furz, ër macht mich zeinem affen (zu einem dem spotte preisgegebenen menschen). Kolmarer meisterlieder nr. 72, 39. einen furz verkrümmen, ihn unterdrücken: wer die fürtz verkrümmen will, den grimmen sie herwider viel. lasz rauschen was nicht bleiben will. Fischart Garg. 161b (1608 T 7a). einen furz lassen, elliptisch für fahren lassen. schon in den meisten der eben angeführten stellen, aber überhaupt gewöhnlich: daʒ ër nie keinen furz gelieʒe offenbâr. Kolmarer meisterlieder nr. 72, 28; des wolt sey (sie) sich do puken, die floh ze tot ertruken: secht, do ward ir dhaut ze kurcz, ir geschach nicht recht, sey liess einn furcz. ring 38a, 3; es gat von mir ein böser gschmack und han ein furz in dkilchen glan. Etter Heini 541; der pfarrer liesz vor angst ein furtz. Gengenbach 286, 938; als mich bedunckt, so hastu ein furtz gelassen. S. Brant bei Steinhöwel 146b; das pferdtlin auch ein furtz hat gelassen. Pauli schimpf 76a; der wirt ... liesz einen furz und uf der stet noch einen. Eulenspiegel nr. 79. einen furz lassen. Rädlein. Ludwig. Steinbach. Hederich. Nieremberger. Weber deutschlat. universalwb. zutritt eines weitern verbums bei lassen zeigt sich in stieben lassen: lasz fürz in die luft hin stieben. grobianus D 3. einen furz streichen lassen, züchtiger elliptisch einen streichen lassen. dann einen furz vor lassen traben. Hellbach grobianus 229b. mit einem verbum, das wie lassen steht: einen furz umher gehen heiszen, andere zur nachfolge auffordern, der reihe nach auch einen zu lassen, bis diese wieder an den ersten kommt: oder wie das frawenzimmer desz ulmischen fartzenden legaten lacht, da er den furz hiesz herumbher gehn: jhr finds in Bebels bibel. Fischart Garg. 156b (1608 T ija), s. Bebel facetiarum libri tres (Lips. 1602) s. 112, wo die begebenheit erzählt ist. einen furz schleichen lassen, s. vorhin die stelle aus Eulenspiegel nr. 15. zu einem andern verbum gefügt: einen furz riechen. hör, Juvenal, stosz den hund ausz, wer hat so gefeust, was? kanstu kein hundsfurtz riechen, so solt du kein wildpret fressen. Fischart Garg. 87b (1608 K 7a). andere verbindungen mit verben sind ein furz entfährt, entrinnt, entwischt: entfuor jr ob dem disch eyn furtz. Brant narrensch. 110a, 142; ichn weiʒ wie jr geschach daʒ ir ein furz entran ... »nu ist mir einr entrunnen gar ân argen wân.« Kolmarer meisterlieder nr. 72, 2. 7; ich lachet das (dasz) mir ein furtz entwust. Berner fastnachtsp. von 1522 C 7a = N. Manuel fastnachtsp. 372. derber witz liegt in dann ein knopff an eim furtz sah ich nie machen. Fischart Garg. 286b (1608 Ll 6a). noch heute hört man in gemeiner derber sprache einen knopf in einen furz machen, diesen aufhalten dasz er nicht weiter kann, ihn im weiterfahren hemmen. vgl. knopfet fist 3, 1691. livländ. hört man in gemeiner rede ein furz mit einem stengel, dem etwas koth nachfolgt. Gutzeit 1, 302a. in beziehung auf vollen schall, wie die voll austönende stimme des mannes, der schall des hornes, das bellen des hundes, gilt auch der furz als bestimmung oder masz der raumweite. dies in dem rechte des vormals dem bischof zu Würzburg gehörigen Salzforstes, wenn es heiszt ëʒ sol ouch nîman kein wilt jagen in sînem (nemlich des Salzforstes) îngange noch in sînem ûʒgange dës sëlben waldes in dër banmîle: und daʒ ist eins hornes geschelle, eines hundes gebelle, eines hamers wurf und eins schalkes furz. monum. boica 39, 278, d. h. als die raumweite beträgt, in der der schall eines hornes, ferner der schall vom bellen eines hundes gehört wird, von da an der wurf mit dem hammer abreicht und endlich noch der schall von dem furz eines knechtes hörbar ist. sonst wird der furz als derbes zeichen verächtlicher abweisung, auch mit verachtung gepaarten hohnes, überhaupt tiefer verachtung angesehen: wenn (bei erscheinung und anfechtung des teufels) das argument nicht hilfft, quod christianus est sine lege et supra legem, so weise man jn flugs mit einem furtz ab. Luther tischr. 199a; was? beutst du beschnittenen juden den hohnfurz? Voss Horaz (1821) sat. 1, 9, 70. tiefe verachtung drückt sich auch aus in der redensart einem mit fürzen ausläuten, ihn, anstatt mit ehrendem feierlichem glockengeläute, mit fürzen, d. h. schimpflich, beerdigen: darumb tritt ich in mein fürnemmen, zubeschreiben die bcher de peste mit seinen anhangenden früchten, und wirt mich der gegentheil mit jhrem maulgeschwetz und erhalten wöllen der alten schrifften nit bekümmern ... . darumb wirt mich jhr keiner abrennen: viel drewen sie, aber der vom drewen stirbt, dem leutet man mit fürtzen ausz. Paracelsus (1589) 3, 150. dies ist denn auch sprichwörtlich, doch findet sich nicht immer die nemliche fassung: altbairisch wer vom drohen stirbt, den soll man mit fürzen begraben. Delling 1, 190, früher wer von dröwen stirbt, den soll man mit fürtzen begraben (verlaiten). Henisch 1315, 48, wo aber durch einen druckfehler fürwitzen steht. so angewandt in du tröwest mir vil und wilt mich haben, mit fürtzen mst man mich begraben, wann ich von deinem treuwen stürb. Murner luther. narr 3471. wer von dreuen stirbt, dem soll man mit fürtzen zu grabe läuten. Steinbach 1, 532. noch verächtlicher und schimpflicher wird der ausdruck hier, wenn mit eselsfürzen statt mit fürzen gesetzt ist, wie die stellen von Nasus im Nasenesel 26b, dann von Gartnerus und Gryphius unter eselsfurz 3, 1152 haben, wobei auch ausläuten 1, 905 zu vergleichen ist. andere derbe sprichwörtliche redensarten und sprichwörter mit furz sind: schlesisch besser ein furz entrannt, als ein dorf abgebrannt. Weinhold 24b. ehemals wetterauisch wann der furz fort ist, batt (battet, hilft, nützt) kein arschklemmens mehr, wenn etwas geschehen ist, läszt es sich nicht mehr verhindern oder gar ungeschehen machen. eigene fürze riechen wohl. Simrock 2956. alte fürze stinken. 2957. ein furz in der weiten welt ist besser als in dem engen bauch. nd. bei Danneil 59b. auffahren wie ein furz im bade, eine mehr in Sachsen vorkommende redensart. fährt auff als ein furtz im bad. facetiae facetiarum (1645) 486; ich hätte mirs nimmermehr eingebildet, dasz ihr eines wortes wegen so auffahren solltet, wie ein forz im bade. Stoppe Parnasz 525. er fährt umme wie ne furz in der laterne, ist zu unstet. aus den solothurnischen dörfern Grenchen, Bettlach und Salzach bei Schild der groszätti s. 81 nr. 277. s. auch Frommann 5, 37, 99. bey einem tauben ein (einen) furtz lassen, in beziehung auf jemand gesagt der unempfindlich ist, bei jemand etwas thun das vergeblich ist. Henisch 1315, 39. 42. man kann keinen ruhigen furz lassen, ist zu beschäftigt oder durch andere sehr geniert. s. Wander 1, 1294, 14. aus einem furz einen donnerschlag machen, zunächst wie wir auch sagen »aus einer mücke einen elephanten machen«, etwas in ungemeszner übertreibung vergröszern, dann so viel als aus ganz geringem viel wesens machen, weiter so viel als grosz thun wo doch nichts ist. du wilt ausz einem furtz ein donnerschlag machen. Henisch 1315, 44, wo donnerschlag durch büchsensschosz erklärt wird, das in klammern beigesetzt ist, das volk aber meint einen wirklichen donnerschlag und Stieler 435 hat ausdrücklich die fassung den furz zum donner machen, was selbst siebenbürgisch-sächsich vorkommt. Frommann 5, 37, 98. dasz der wirkliche donner zu verstehn ist, ergibt sich auch aus einen furz mit dem donner vergleichen, eine mücke mit einem elephanten. s. Steinbach 1, 532, und vgl. hierbei donnerschlag 3. besser ein furtz dann ein aug ausz. grobianus E iijb, besser ein kleines übel, als ein sehr groszes. ihm kommt jeder furz in die quere, er ist über alles verdrieszlich. Frischbier preusz. sprichw. 75, 1031. wenn ihm ein furz in die quere kommt oder, wie man anderwärts sagt, quer liegt (= wenn ihm nur das allergeringste fehlt), so ist er krank. 1032. er ist auf den furz gepfropft, es ist aus mit ihm. 1030. er will aus einem furz zwei fiste machen, er ist ein erzknauser. nd. bei Dähnert 136. sprichwörtlich scheinen: sawr heisz gewürtz, bringt saur heisz fürtz. Fischart Garg. 57a (1608 G 1a). heisse lieb gibt heisse fürtz. 271b (Kk 1a). ein sprichwörtlich gebrauchter witz aber scheint he he bäszlein Trein, röste mir disz biszlein zum wein, pa po geröst fürtz in der schaffschellen. L 8b (Scheible 171). züchtiger ist auf die frage was essen wir? die die speise verschweigende ehemalige wetterauische antwort gedörrte flöhzungen und eingebeizte kellerthüren. Endlich scheint furz auch als schelte gebraucht zu sein. Blöckabalzer. ein hundsfott spricht, dasz ich euch einen forz geheissen habe. Mählcasper. je nu! ist es doch schon gut. wenn ihr mich keinen forz geheissen habt, so sind wir wieder gute freunde wie zuvor. Stoppe Parnasz 523. doch diese äuszerungen knüpfen sich an die vorhin aus Stoppes Parnasz angeführte sprichwörtliche stelle an.
13073 Zeichen · 304 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    furzst. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    furz st. m. , mhd. vurz, nhd. furz; mnd. mnl. vort. — Graff III, 705. Alle Belege nom. sg. furz: Gl 3,253,61 ( SH a 2 ).…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    furzst. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    furz , st. M. Vw.: s. vurz

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Furz

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    † Der Furz , des -es, plur. die Fürze, Diminut. das Fürzchen, Oberd. Fürzlein, in den niedrigen Sprecharten, eine Benenn…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Furz

    Goethe-Wörterbuch

    Furz als zu erschließendes Reimwort Wir wissen alles, mach’ es kurz! | Am jüngsten Tag ist’s nur ein .. .. 5 1 ,141 ZXen…

  5. modern
    Dialekt
    Furz

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Furz [Fùrts Horbg. U.; Pfùrts Ruf. Horbg. — Pl. Ferts allg. — Demin. Fertsl Hf. ] m. Wind aus dem Unterleib. E herter F.…

  6. Sprichwörter
    Furz

    Wander (Sprichwörter)

    Furz 1. Alte Fürze 1 stinken. – Simrock, 2957. 1 ) Zur Verhüllung hat man die scherzhafte Bezeichnung »Darmstädter« dafü…

  7. Spezial
    Furz

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Furz m. (-es, Fürze) 1 pët (pëc) m. 2 vësc (vësc) m. 3 (Kindersprache) puto (puti) m. ▬ einen Furz lassen trá n pët; aus…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit furz

93 Bildungen · 75 Erstglied · 15 Zweitglied · 3 Ableitungen

furz‑ als Erstglied (30 von 75)

Furzel

SHW

Furz-el Band 2, Spalte 1019-1020

furzeln

SHW

furz-eln Band 2, Spalte 1019-1020

Furzkasten

SHW

Furz-kasten Band 2, Spalte 1021-1022

Furzkaute

SHW

Furz-kaute Band 2, Spalte 1021-1022

Furzkiste

SHW

Furz-kiste Band 2, Spalte 1021-1022

Furzklopfer

SHW

Furz-klopfer Band 2, Spalte 1021-1022

Furzknickel

SHW

Furz-knickel Band 2, Spalte 1021-1022

Furzkorb

SHW

Furz-korb Band 2, Spalte 1021-1022

furzlang

SHW

furz-lang Band 2, Spalte 1021-1022

Furzlänge

SHW

Furz-länge Band 2, Spalte 1021-1022

Furztasche

SHW

Furz-tasche Band 2, Spalte 1021-1022

furztrocken

SHW

furz-trocken Band 2, Spalte 1021-1022

Furzwibbel

SHW

Furz-wibbel Band 2, Spalte 1021-1022

Furzader

RhWBN

furz·ader

Furz-ader f.: noch die RA.: Der wöll alles aus der F. eraus wessen ist sehr neugierig Trier-Schleidw .

Furzagnes

RhWB

furz·agnes

Furz-agnes futsaŋənī:s Köln f.: 1. hellege F. wenn ein Mädchen nur einen Wind lässt u. dabei doch ein unschuldiges Gesicht macht, um sich ni…

Furzarsch

RhWB

furz·arsch

Furz-arsch Allg. m.: Schimpfw. für einen, der viel furzt, auch Kosew. für ein kleines Kind.

furzauflese

DWB

furzauflese , m. einer der fürze aufliest oder sammelt, einer der sich für überklug haltend nichtige kunst treibt: darnach befragt sich Ehre…

Furzberg

RhWB

furz·berg

Furz-berg Prüm-Ihren , Sieg-NDollend m.: im Rätsel: Zihn Zenzerlenzen ziegen zwo (2) Zotzerlotzen de F. erop man zieht die Strümpfe an.

Furzbeutel

PfWB

furz·beutel

Furz-beutel , Fürze-beutel m. : 'Angeber', Foʳzbeidl [ GH-Max'au ], Feʳz- [Zweibr LU-Opp ]. Syn. s. Prahlhans . Rhein. II 926 and. Bed. —

Furzbirne

RhWB

furz·birne

Furz-birne (s. S.) f.: 1. Holzbirne Malm-Emmels . — 2. Hagebutte Altk-Biersd Daaden ; Frucht des Weissdorns Altk-Weitef .

Furzbock

RhWB

furz·bock

Furz-bock -ūətsə- Saarbg-Borg m.: F. schlohn Purzelbaum.

furzdwang

KöblerAhd

furz·dwang

furzdwang , st. M. (a) nhd. Blähung ne. wind (N.) Q.: Gl (13. Jh.) E.: s. furz, dwang

furzen

DWB

fur·zen

furzen , was farzen, pedere. zuerst in der ersten hälfte des 15. jh. auftauchend, in welcher ein vocabular. ex quo von 1440 furczen ( Diefen…

furz als Zweitglied (15 von 15)

Chnodeⁿfurz

Idiotikon

Chnodeⁿfurz Band 1, Spalte 1046 Chnodeⁿfurz 1,1046

Dunneⁿfurz

Idiotikon

Dunneⁿfurz Band 1, Spalte 1047 Dunneⁿfurz 1,1047

eselsfurz

DWB

esel·s·furz

eselsfurz , m. crepitus asini und dann eine von dem esel aufgesuchte distelart, die beim fressen kracht, onopordum acanthium, lat. crepitus …

Geniefurz

Wander

genie·furz

Geniefurz Das ist ein Geniefurz. Aus Schwaben ohne Beispiele der Anwendung; wol ohne Zweifel vom Volkswitz in der Periode des Geniewesens (h…

Henne(n)furz

Idiotikon

Henne(n)furz Band 1, Spalte 1046 Henne(n)furz 1,1046

hundsfurz

DWB

hunds·furz

hundsfurz , m. : 'hör Juvenal, stosz den hund ausz, wer hat so gefeust?' was? kanst du kein hundsfurz riechen, so solst du kein wildpret fre…

Jude(n)furz

Idiotikon

Jude(n)furz Band 1, Spalte 1046 Jude(n)furz 1,1046

Kalbfurz

Wander

kalb·furz

Kalbfurz Einen Kalbfurz braten. Wer einen Blick in die Apotheke des Volks gethan hat, weiss, zu welch seltsamen Mitteln dieses oft greift, u…

kleienfurz

DWB

kleien·furz

kleienfurz , m. so wird bei H. Sachs der ' ungeschaffene ( häszliche ) Esopus ' genannt ( s. kleienköker): er ist ein rechter kleienfurz. 5,…

nonnenfurz

DWB

nonnen·furz

nonnenfurz , m. 1 1) flatus monachae, s. nonnenarsch . deminutiv nonnenfürzlein. s. jungfraufürzlein. 2 2) besonders das deminutiv nonnenfür…

Sū(w)furz

Idiotikon

Sū(w)furz Band 1, Spalte 1047 Sū(w)furz 1,1047

Tǖfelsfurz

Idiotikon

Tǖfelsfurz Band 1, Spalte 1047 Tǖfelsfurz 1,1047

Wolfeⁿfurz

Idiotikon

Wolfeⁿfurz Band 1, Spalte 1047 Wolfeⁿfurz 1,1047

Ableitungen von furz (3 von 3)

befurzen

RhWB

be-furzen: RA.: Gott sen (segen), Nies-che, befurz dei Himmche (Hemd) net! May-Trimbs .

Gefurz

ElsWB

G e furz n. 1. wiederholtes, häufiges Farzen Katzent. Dü. 2. schlechte Musik mit Blasinstrumenten Katzent.

verfurzen

LothWB

ver-furze n tr. v. Sbg. u. s. wie hd. verfurzen: du hasch dine Hose ganz verfurzt.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „furz". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/furz/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „furz". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/furz/dwb. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „furz". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/furz/dwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_furz_2026,
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