verschneiden,
verb. durch schneiden kürzen, verletzen, vernichten, hinwegnehmen, ahd. farsnîdan Graff 6, 842,
mhd. versnîden Lexer
handwb. 3, 239
f., mnd. (
zuweilen auch md.) vorsniden Schiller-Lübben 4, 451
b,
niederl. versnyden,
disscindere, dissecare, conscindere, resecare, et castrare, emasculare, evirare Kilian,
nnd. versniden
brem. wb. 4, 890. Dähnert 527
a. Schütze 4, 142. ten Doornkaat Koolman 1, 465
a. 11)
durch schneiden kürzer machen: resecare, verkürtzen, verschneiden Corvinus
fons latinit. 1, 581
a; etwas mit dem messer verschneiden,
aliquid cultro praesecare Steinbbch 2, 480. 1@aa) sich die nägel, die haare verschneiden Adelung; die nägel verschneiden,
ungues resecare Steinbach 2, 480; der nagel empfindet niht, wenn man in versneit. Megenberg 21, 18; die haare verschneiden,
comas recidere Steinbach
a. a. o.; ir heubt sollen sie nicht bescheren, und sollen auch nicht die har frey wachsen lassen, sondern sollen die har umbher verschneiten.
Hesek. 44, 20; nu es aber ubel stehet, das ein weib verschnitten har habe, oder beschoren sey.
1 Cor. 11, 6; der mensch belugte mich von dem verschnittenen haarschedel den polnischen rock herab bis auf die schariwari. Seume
werke (1826) 2, 50; einem huhn die flügel verschneiden. Adelung;
incidere pennas, die flügel verschneiden. Cobvinus
fons lat. 1, 102
b;
praetendere pinnas Steinbach
a. a. o.; ein vetich wart dir versniten.
Helmbrecht 607;
so auch pennen fersnîden,
schreibfedern aufs neue anschneiden, zuspitzen. ten Doornkaat Koolman 1, 465
a;
auch von anderen gliedern: und verbietent die ärtzt, daʒ man eʒ niht versneid noch gar absneid, wan sô stürb der mensch. Megenberg 17, 7; dein nabel, da du geborn wurdest, ist nicht verschnitten.
Hesek. 16, 4;
in der älteren sprache auch von der vorhaut für beschneiden:
preputiare .. versniden Dief.
gloss. 456
a; gleich den verschnittnen jüden. Günther 1088.
bildlich: ir sult ouch uowern muont unde uowere zungen vorsnieden, uf daʒ sie niht enligen noch entrigen noch aftersprache sprechen. Schönbach
altd. pred. 1, 188, 33;
bei pflanzen: die äste verschneiden,
ramos praescindere Steinbach 2, 480; die bäume verschneiden,
arbores amputare. ebenda; nd. bömen versnîden,
zustutzen, beschneiden. ten Doornkaat Koolman 1, 465
a;
in allen diesen verbindungen ist jetzt beschneiden,
bez. abschneiden
u. ähnl. das üblichere. schon Frisch 2, 214
a bemerkt: das haar verschneiden, sagt man nicht wohl, besser ist abschneiden,
recidere comam. 1@bb)
häufig finden sich im mhd. übertragene gebrauchsweisen, die von dieser bedeutung ausgehen, '
beschränken, schwächen, verkürzen': doch sîn wir niht sô gar versniten an guote und an den êren. Konr. v. Würzburg
troj. kr. 18386; sô wart der tiuvel offenbar von Criste drî stunt überstriten, und an dem sige sô versniten.
Silvester 3768; er mûʒ ie dran sîn versniten an sumelîcher hômût.
pass. 127, 86
Köpke; swâ man den bœsen stiuret baʒ .. wan einen, der mit reiner tât hât lobes vil erstriten, dâ wæn ich, daʒ der vürsten rât in witzen sî versniten. Frauenlob 333, 22;
auch einen verkürzen, betrügen, täuschen: ô wi, grimmiger snit, waʒ dû manigen hâst versniten, der wol mit êrlîchen siten die himels krône solde haben und ist leider nû begraben in der helle grunde.
pass. 442, 45
Köpke; mit den getriuwen alten siten ist man nû zer welte versniten (
kommt man zu kurz. mhd. wb. 2, 2, 441
a). Walther v.
d. Vogelweide 90, 28. 22)
durch schneiden in eine form bringen, zurechtschneiden, zuschneiden, zustutzen. 2@aa)
bei gelbgieszern und metallarbeitern die gegossenen sachen ausputzen, vertiefungen mit dem grabstichel glatt streichen und hervorragende spitzen und unebenheiten wegschneiden. Jacobsson 4, 527
b. 2@bb)
bei schneidern zeug zu kleidern verschneiden: die gräfin bezeichnete .. die kleider aus der garderobe, welche dazu (
zu einem antiken rock) verschnitten werden sollten. Göthe 18, 277;
ähnlich von andern stoffen: ein geistlicher .. erhielt .. ahnsehnliche stücke marmor von der insel Paros. diese wurden hier zu musterstücken verschnitten. 27, 233;
bildlich: eine fähigkeit, nach sitten und theaterconventionen und nach aufgeflickten statuten natur und wahr heit zu verschneiden und einzugleichen. 33, 281. 33)
zerschneiden, in stücke schneiden, durch schneiden verderben, aufbrauchen u. s. w. 3@aa) verschneiden,
et zerschneiden,
deruncinare, intercidere, dissecare, concidere Stieler 1899;
vgl. Hunziker 83;
nd. fersnîden,
zum gebrauch in stücke schneiden. Dähnert 527
a;
zerschneiden, kaput schneiden. ten Doornkaat Koolman 1, 465
a;
im kampfe: dâ wart manc schœne tjost geriten und vil manc harnaschrinc versniten. Ulr. v. Liechtenstein 491, 2;
durchschneiden, im bilde: das aber geht nicht an, dasz man der ehrsucht gifft vom hertzen sondern kan wo sie gewurtzelt ist. sie wird unendlich wütten, bisz mit den adern ihr die wurtzel wird verschnitten. Lohenstein
Agrippina 1, 260;
überhaupt, beschädigen, verderben: glîcherwîs als mîn kleit sich in der brunst nicht versneit.
pass. 617, 18
Köpke. 3@bb)
als mittelalterliche modetracht versniten gewant,
das zur zierde aufgeschnitten ist, um durch die schlitze und öffnungen die farbigen unterkleider sehen zu lassen, vgl. Lexer
handwb. 3, 239. Schm. 2, 570. Kehrein 1, 430; sô hôhvertent etelîche mit wæhem gewande .. ir herren einhalp mit versnitem gewande. Berth. v. Regensrurg 1, 527, 15;
auch aus verschiedenfarbigen stoffen zusammensetzen, wofür mhd. gewöhnlicher undersnîden: (
wie) die röck' um die brust oben gemützert und geflützert und vorn aufgeschlitzt wurden bis an den gürtel, oder sie lange röcke trugen .. auch kugeln (
kapuzen), die hatten vorn ein lappen und hinten ein lappen, die waren verschnitten und gezattelt.
Limb. chron. bei Herder 25, 459
Suphan; diz (
gezelt) was versniten, daʒ was val. Heinr. v. Neustadt
Apollon. 3740. 3@cc)
durch schneiden aufbrauchen: der schneider hat alles tuch, der häckselschneider alles stroh verschnitten. viel brot verschneiden. Adelung;
bildlich: der zeug (
zur hamburgischen dramaturgie) ist schon verschnitten: ich werde einflicken oder recken müssen. Lessing 7, 447. 3@dd)
so bei krämern, tuch, leinwand verschneiden,
im kleinen verkaufen Adelung;
vgl. mhd. wb. 2, 2, 440
b: eʒ ist auch gewonhait, daʒ chain gewandhinsneider chain gewand hie versneiden sol, dan zu den rechten tullden und margten; samchaufs mag er es wol verchaufen.
Freisinger stadtb. von 1359
bei Schm. 2, 568; eʒ sol auch after diu chain gast chain gewant pei der ellen nicht versneiden, aver stucher und pei dem leinein daʒ hundert verchauffen.
tirol. weisth. 4, 380, 3; und wen dat ledder den so rein gemaket is .. so schal dat nemand vorschniden noch vorarbeiden, idt si den erst besehen.
quelle bei Schiller-Lübben 5, 451
b. 44)
ähnlich in bezug auf den menschen, durch schneiden entstellen oder verderben, so besonders mhd. 4@aa)
töten mit schneidenden waffen: der Beier herzoc Ludewîc, .. der forhte smorgens niht ein hâr den tôt, den er des âbents leit do in der stecher versneit. Lamprecht v. Regensburg
Francisken leben 567;
so auch: wie mir daʒ leben wirt versniten.
pass. 685, 13 (
von der königin, die hingerichtet wird);
freier, töten, verderben überhaupt, im bilde: din zornec swert sie versneit mit ubergênder sintvlût. 2, 24; ê in des tôdes nôt versneit. 57, 18. 4@bb)
mit scharfen waffen treffen, verwunden: wie die scharfen sensen in hêten jêmerlich vorsnîten. Heinr. v. Freiberg
Tristan 2825; sô loufe iegelîcher dar zû dem bloche listeclich und vorsnîde selbe sich. 2882; daz üns alliu not vermide noch kein wafen nit verschnide. Uhland
volksl.2 642 (309
B, 3); sand Peter hêt nur ains (
schwert) berait, dâ er den juden mit versnait. Osw. v. Wolkenstein 26, 150. 4@cc)
daran schlieszen sich mannigfache bildliche verwendungen: swâ er indert versniten wêre von den sunden.
pass. 318, 62
Köpke; vgl. 590, 84; wie er mit nôt was versniten. 527, 67; gotes wort was dô scharf, wand êʒ mit rechter wârheit ir aller herze alsô versneit daʒ si geloubeten an
got. 661, 48; das laid sy baid verschnaid. Cl. Hätzlerin 1, 1, 45;
besonders in der minnedichtung von liebeswunden: wan ir schœne was behuot sô vaste, daʒ der herre guot nie mohte an ir gestillen sîns wunden herzen willen, daʒ nâch ir minne lac versniten. Konr. v. Würzburg
herzemäre 67; und wie mîn herze sî versniten nâch ir vil süeʒen minne. 316; vil ougen sich an ir versneit, dat an sentlîchen leit die dumme herzen quâmen. Berthold v. Holle
Crane 1661;
vgl. auch: und ob dir einer etwaʒ von der mine seit, und der nicht rechte mine kan, ja der wirt dich verschneiden, er wird dein freinde und auch dich besweren.
Neithart Fuchs 1849 (Bobertag
narrenb. 217). 55)
während alle diese bedeutungen ausschlieszlich der älteren sprache angehören, ist jetzt sehr gewöhnlich eine speziellere verwendung, nämlich einen mann oder ein männliches thier seiner mannheit berauben, verstümmeln, castrieren. 5@aa) verschneyden,
evirare, castrare, evirare corpus, emasculare, execrare, eunuchare, eunuchisare Maaler 429
d;
alicui virilitatem adimere Steinbach 2, 480;
vgl. öcon. lex. 2996; Jacobsson 8, 80
b: denn es sind etliche verschnitten, die sind aus mutterleibe also geborn, und sind etliche verschnitten, die von menschen verschnitten sind, und sind etliche verschnitten, die sich selbs verschnitten haben, umb des himelreichs willen.
Matth. 19, 12,
vgl. Luther 2, 163
a; denn sie wissen selbs wol, das sie nicht so viel sewheiler haben können, das sie alle pfaffen verschnitten. 5, 299
a; item wann ainer ain phar (
farren, stier) hat dreu jar, so sol er in verschneiden.
tirol. weisth. 1, 223, 9; das er aim jungen knaben vom adel, so bei im in dem frauwenzimmer gewesen, selbs verschnitten hab.
Zimm. chr.2 2, 413, 17
Barack. 5@bb)
auch bildlich in beziehung auf die eben angeführte bibelstelle: die dritten aber, die sich selbs umb des himelreichs willen verschnitten haben, das sind andere verschnitten, die nicht euszerlich am leibe, und doch im hertzen oder geistlich, und nicht nach weltlicher weise, sondern .. zum himelreich verschnitten heiszen. Luther 5, 380
b; wenn das hertz beschlossen hat, on ehe keusch zu leben, .. so hat es sich selbs verschnitten zum himelreich, und darff kein glied euszerlich am leibe verletzen, summa, es ist solch verschneiten und ausreiszen, das nicht die faust oder der hencker thut, sondern gottes wort im hertzen. 381
a; sich selbst verschneiden, erklärt Paulus: wenn sich jemand fest vornimmt, .. seine jungfrauschaft so bleiben zu lassen. Hamann 7, 230. 5@cc)
das particip wird häufig als nomen gebraucht: verrschnitten oder verschnittner, ein halber mann,
semivir, semimas, castratus, eviratus, spado, emasculatus, virilitatis ademptae homo. verschnittner von jugend auff, einer dem auszgehauwen ist, den weybern ein unliebliche kurtzweyl, oder ein unwerder gast,
eunuchus. verschnittner äber,
verres. verschnittner wider,
vervex Maaler 429
d; ein heilbock ist ein verschnittener ziegenbock. Comen.
sprachenth. 183;
vervex .. ein schöps, verschnittener widder, castraun. Corvinus
fons latin. 1, 724
b; verschnittener
semivir, eunuchus Stieler 1901. Steinbach 2, 480; es sol kein zestoszener noch verschnittener in die gemeine des hern komen.
5 Mose 23, 1; und der verschnitten sol nicht sagen, sihe ich bin ein dürrer bawm.
Jes. 56, 3; (
der reiche) ist wie ein verschnittener, der bey einer jungfrawen ligt, und seuffzet.
Sirach 30, 21; darumb auch lag die hauptstat Pessinus, in welcher ein groszer stift und closter was, geweicht in den êren der mueter aller götter und helden; die münch, so all verschnitten waren, hieszen si ir brüeder. Aventin
chron. 1, 466, 18; dan ... war Narses ain verschnitner (kriechisch 'eunuchus' genent) ... es muesten solch verschnitten leut der frauen hofmaister, cämerling, köch und dergleichen diener sein. 2, 54, 7
ff.; darnach bey den jungen frawen wie ein verschnittener seufftzen ligen.
Garg. 62
b; wenn man entweder die kirchenmusik unserer kolonisten zum muster der vergleichung, oder die schwärmerische stimme welscher verschnittenen zur schiedsrichterin der harmonie machen will. Hamann 2, 148; die verschnittenen der Ottomannischen pforte. 7, 127; Truffaldin aufseher der verschnittenen. Schiller
Turand. personenverz. 5@dd)
auch von weiblichen thieren, sie zur begattung untauglich machen, ihnen die gebärmutter ausschneiden, vgl. nonnen machen,
theil 7, 882 (2,
b): nunnen machen! ir herren, die meid kan ich versneiden.
fastn. sp. 375, 23. 793, 32;
doch ein mädchen verschneiden
auch in anderem sinne: er hat mir mein kind verschniten (das hiet ich lieber selber geliten) und hat sey pracht in schandt.
nachl. 257, 27. 66)
die bedeutung '
durch schneiden schädigen oder verschlechtern'
liegt auch anderen gebrauchweisen zu grunde, in denen indes der begriff des schneidens ganz aufgegeben ist. 6@aa) einen an der ehre verschneiden
oder verschneiden
allein, in schlechten ruf bringen, verklatschen. theilweise ausgehend von der bedeutung 4,
b, während andere stellen von 1,
b auszugehen scheinen: einen beym andern verschneiden,
apud aliquem de laude alicujus detrahere Steinbach 2, 480; nu besorge ich, dasz ich min ere möcht darinne verschniden, das getruwe ich doch dim herren nit, dasz sie daʒ begeren; so wuirdest du mir auch geloben, daʒ du mir min ere hie nit verschnidest.
quelle bei Scherz-Oberlin 1770; es wäre schlimm, wenn alles im gleise ginge. man hätte nichts sich zu verwundern, nichts die köpfe zusammen zu stoszen, nichts in gesellschaft zu verschneiden. Göthe 10, 95; er ist gefüege, swer den man mit guoter rede versniden kan.
meier Helmbr. 1010; bestecht der mutter hertz mit gold und schmeicheley, geht brüdern um das maul, verschneidet bessre freyer. Günther 536. 6@bb)
bei den weinhändlern wein verschneiden,
guten wein mit schlechterem mischen, so nd., brem. wb. 4, 890. Schütze 4, 142; spiritus, wîn fersnîden,
mit wasser versetzen. ten Doornkaat Koolman 1, 465
a. 77)
durch schneiden hinwegnehmen, wegschneiden, abschneiden; selten eigentlich: in dem jare hir vor schach, dat greven Hinrikes man van Anehalt dem abbede Gernande van Nienborch de ogen utbreken und de tungen vorsneden.
städtechr. 7, 148, 6; dat ende des mantels vorsniden (
oram chlamydis praecidere). 1
Sam. 24, 5
bei Schiller-Lübben 5, 451
b (
vgl. 1,
a);
auch bohnen
u. dergl. verschneiden,
abschneiden, schneiden: sie ist drüben im garten und verschneidet bohnen. Gutzkow
Liesli 22 (1, 1).
vgl. auch: item wer den andern versneitet oder übermeet, lat er gras oder korn ligen, er ist nicht verfallen.
tirol. weisth. 1, 247, 41;
bildlich: einem den weg verschneiden,
abschneiden, verlegen: dô dirre keiser vil gemeit ... biʒ an die porten quam, dâ Cristus în was geriten, dô wart im der wec versniten ... die mûre sich zûsamne slûc sô, daʒ dâ nieman sach ein tor.
pass. 282, 30
Köpke; dem, der zu vielen naschen geht, wird endlich aller pasz verschnitten. Günther 440;
vgl. Steinbach 2, 480;
in anderen wendungen: dô ouch Flaccus gesach, daʒ im sîn wille was versniten.
pass. 298, 29
Köpke; dô grünet uns der anger der selicheit die uns versneit die slange mit yren gifften. Muscatblüt 14, 41; sonst hab ich gstrenge penitentz gethan in harter abstinentz, all weltlich leben gar vermitten, und umbs himelreichs willn verschnitten. B. Waldis
Esop 4, 69, 138;
so auch (?): der leidige anstand in Frankreich hat den naturmenschen verschnitten. Schiller 2, 344. 88)
endlich kann verschneiden
auch bedeuten '
unrecht, verkehrt schneiden',
s. Dähnert 527
a; bômen fersnîden,
bäume falsch und fehlerhaft schneiden ten Doornkaat Koolman 1, 465
a.
in gewöhnlicher rede ganz üblich, oft mit übergang in die bedeutung 3,
a. hierher gehört wol auch sich verschneiden,
sich irren, woneben indes auch sich schneiden. Schöpf 639.
doch kann es auch einfach bedeuten '
sich verletzen, sich schaden thun' (
zu 4,
b),
vgl.: adversum stimulum calces, die hend in die kol schlahen, sich verschneiden. Aventin
werke 1, 456, 28. 99)
mundartlich, einen unerlaubten gewinn machen Schmidt 309; da giebts was zu verschneiden. Klein 2, 218 (
Pfalz);
auch von essen und trinken: watt göbts ello zou verschneide? Schmidt
a. a. o.