Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
bî
‚nahe‘und präp. (mit gen.
dat. akk. instr.): (räumlich)
‚(nahe) bei, neben,; (zeitlich)
mit, auf der Seite, an, längs, auf, gegen, in, zu,
um‘
‚um, innerhalb, binnen, wäh-; (kausal)
rend, in, zu, bei, nach‘
‚wegen, um –; (modal)
willen, von, über‘
‚an, in Beziehung; (instr.)
auf, betreffend, verglichen mit, für, anstatt,
gemäß‘
‚durch‘;
‚ad, pro, prope, de‘
u. a. 〈Var.: pi, zweimal pii, dazu pe, be, zwei-
mal pa, einmal ba〉. Hierher gehört auch ahd.
biAWB in seiner Funktion als betontes Präfix zur
Bildung von Nominalzss. sowie als unbetontes
Präfix zur Bildung von Verbalzss. (s. Ahd.
Wb. I, 953). – Im Mhd. setzt sich ahd. bî als
bî, md. auch bîe fort; betontes Präfix bí- in
Nominalzss. kann als bi- bewahrt werden, wie
in bífilde
‚Begräbnis‘, bíziune
‚eingezäuntes; unbetontes bi- in Verbalzss. wird
Grundstück‘
zu be- (schon durchweg bei Notker und gele-
gentlich früher), wie in bevélhen
‚begraben‘,
bescháffen; gelegentlich geht beides nebenein-
ander her, wie in bígraft und begráft, bíderbe
und bedérbe (s. Paul, Mhd. Gr.23 § 59, 6). –
Nhd. gelten bei für Adv. und Präp., be- (auch
bei-) für das Präfix.