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Hand

as. bis spez. · 23 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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28 in 23 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Hand f.

Bd. 3, Sp. 51
Hand f. [allg.] 1. Hand (Körperteil mit fünf Fingern). De Hand doon die Hand geben, schütteln (WmWb). De Hant gïem’m (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). In’e Hänne klapp’m applaudieren (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Se häbbt alls met de Hände verdeent durch schwere Arbeit (WmWb). Ūt’e Hänne glīn (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Hand vom Sack, ’t ies Hawer drin! Zuruf an einen allzu Neugierigen (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). Hant van’e Bueter! nicht anrühren! (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De Hant wäch! (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Phras.Vbdg.: Ne stramme Hand strenge Erziehung (WmWb). — Paarformel: Hand in Hand sich gut ergänzend (Kr. AhausAhs St): Hant in Hant arbǟin (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl); dat mott Hand in Hand gauhn (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || mehrf.). Met Henn’n un Bäine mit vielen Gesten (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). Hand un Hülpe (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). Hand un Feot häbben gut durchdacht sein (Kr. HalleHal Kr. Halle@BerghausenBn || mehrf.). Hä wīeget nit Hant of Faut rührt sich nicht (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: Sinne rächte Hant sein bester Mitarbeiter (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Hīe es minne Hant! sagt man zur Bekräftigung (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De linke Hand kümmt van Hiärten Entschuldigung, wenn man die linke Hand zur Begrüßung reicht (Kr. BürenBür Kr. Büren@GrundsteinheimGr). Däm sitt ’e Hant loss er zögert nicht, Ohrfeigen zu verteilen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.). Eäm sint de Hänne bi de Arbǟit im Wēäge er ist sehr ungeschickt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Irm wät noch ens de Hand ut’n Grabe wassen er hat einen falschen Eid geschworen (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BündeBü || mehrf.). Hant op’t Heät! Aufforderung, die Meinung ehrlich zu sagen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Se häbbt alle Hande vull te doon sie sind sehr beschäftigt (WmWb || mehrf.). Wenn di dä de Hand gedruch hiät, dann tell mä foattens de Finger noah! er neigt zum Stehlen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@GevelsbergGb). De Hant drop gïem’m etwas versprechen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De höllt de Hand wall up ist für (finanzielle) Zuwendungen empfänglich (WmWb). Ne laosse Hand häbben nicht zögern zuzuschlagen (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). De Hant im Spïel hemm’m bei etwas heimlich beteiligt sein (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De Hänne in’n Schaut leggen sich ausruhen, sich untätig verhalten (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). He schlött de Hande öwwer’n Kopp tesaamen ist sehr überrascht (WmWb || mehrf.). Man konne nich Hand vô Äogen soein es war sehr dunkel (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo || mehrf.). Se häff de Hande daor nich nao staon dafür ist sie nicht geeignet (WmWb). Wasch dee de Hänne! sagt man, wenn jmd. beim Skat ein schlechtes Blatt hat (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh). De Hänne in Unschult waschen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Ne gieweske Hand hebben freigiebig sein (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). Hä hïet klēäwerige Hänne neigt zum Stehlen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Ne hoale Hant māken Geld haben wollen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De hätt twee linke Hänne ist sehr ungeschickt, unbeholfen (oder faul) (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh || mehrf.). Ne uopene Hand hebben freigiebig sein (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch Al). — Wat achter de Hand häbbn im Versteck haben (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — An’e Hant daun vorlügen, aufbinden (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl), ans Herz legen, versprechen (WmWb). Dat doo wi em an de Hand überlassen wir ihm (z.B. zur Reparatur) (WmWb). An de Hand gohn einem anderen bei der Arbeit behilflich sein; Pflege des Viehs zur Steigerung der Leistung (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). Ännen an der Hand hewwen einen Liebhaber, Verehrer haben (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa || mehrf.). — Beī der Hant hawwen (griff-)bereit haben (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh || mehrf.): Ik häbb de Tange wall bi de Hand (WmWb). Bi der Hant sinn bereit, zur Stelle sein; pünktlich sein (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl): Daor is he gau met bi de Hand das macht er sofort (WmWb). — Et gaff wat döör de Hande von dem Lehrer mit dem Stock (WmWb). — Dat geht em fix vönne Hand er arbeitet schnell (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || mehrf.). Öhne geuht olles van der Hand os Peck er ist sehr ungeschickt (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Vanne Hand innen Mund läwen ohne Vorrat, ohne Vorsorge (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Se lerwt van de Hand in’n Tand (in’ne Mule) ist sehr arm (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh || mehrf.). Mster is wīt van de Hāt Münster ist weit entfernt (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). Wat von de Hand schlaun sich einer Sache schnell entledigen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — Vüöär der Hand einstweilen, vorläufig (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa || mehrf.): Föä de Hant sall dat sau blīm’m (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Vor de Hand häbben (den ganzen Tag) vor sich haben (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — Emm’m wat in’e Hant drücken jmdn. bestechen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). In’e Hant gïem’m ermächtigen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). He heff sick in de Hande kackt packt bei schwerer Arbeit nicht ernsthaft zu (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). Dat was eäm in’e Hant gesnīen das passte ihm (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). In de Hänn spiggen (spucken) sich anstrengen (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh || mehrf.). — Wat soi medden Hännen don hät, dat smuit’t soi medde Mäse ümme sie arbeitet zu ungestüm, zu unüberlegt, stellt sich unbeholfen an (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || ähnl. mehrf.). Met’e ǟine Hant gïet hä ’t, met ’e annere nïemet hä’t (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Met’e Hänne kǖen’n gestikulierend reden (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Met de Hande schnieden sägen (WmWb). Met līege Hänne ohne eine Gabe mitzubringen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Nå der Hant nachher, später (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh || mehrf.). Nao de Hand gaon helfen, zur Hand gehen (WmWb). — To Hannen gon durch Handreichungen helfen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Ter ehner Hand sitten Witwe sein (Ennepe-Ruhr-KreisEnr WWB-Source:126:HolthausHolthaus). — Üm de Hand van de Dochter anhollen (bidden) den Eltern der Braut einen Heiratsantrag machen (WmWb). Ümme Hand hebben eine Arbeit, eine Beschäftigung haben (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.): Ik mott jümmer wuot ümme de Hant hawwen ich muss immer etwas zu tun haben (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh). — Unner der Hand allmählich; heimlich, im Stillen (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa || mehrf.): He häf no wat unner de Hand kaofft (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Ik häbb in’n Oogenblick nix under de Hande nichts in Arbeit (WmWb). — Op Hänne drēägen verwöhnen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Up de Hand liggen offenkundig sein (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr || mehrf.). Up sine egene Hand sitten gohn seine eigene Haushaltung anfangen (Ravensbg Weddigen). — Sä friet’t ut de Hand sie tut, was von ihr erwartet wird, ist zahm (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh || mehrf.): Hai es sou tahm, at hai out de Hand friettet (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). Et löpp em uut de Hand missglückt ihm (WmWb). He konn ’t Wark nich uut de Hande quiet weern war langsam bei der Arbeit (WmWb). Wat ut de Hand stellen etwas beiseite stellen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Iude drüdden Hand „aus der dritten Hand (aus dem Rechtsleben)“, gebraucht, nicht neu (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — Sprichw.: Wat me nit in’e Hant hïet, dat kümme ok nit hollen Entschuldigung für einen Furz (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || ähnl. mehrf.). Hänne innen Schaut giff kain Braut (Kr. HalleHal Kr. Halle@BerghausenBn || mehrf.). Äine Hand wasket de anderen (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa || mehrf.); Ergänzung: ... un bäide tehaupe dat Gesicht (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Viel Hänne māket lichte Arbaet (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef). Kaolde Hande, warme Lewde (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). — Sagw.: Man mott watt ümme de Hand häbben, hadde jenne Fruwwe säggt, os se mett’er Hand an’en Schondpohl schlotten was (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd || mehrf.). — 2. Arm („häufig“) (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb). — 3. Handschrift. Eegen Hand eigenhändige Unterschrift (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Hä schrīwet ne schäüne Hant (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: Doup giwe eck dui Hand un Siegel das sichere ich dir fest zu (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). — 4.1. Seite (WWB-Source:325:WoeNWoeN). Luchter Hand links (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). — 4.2. Seite bei Pferdedoppelgespannen (da die Angaben variieren, ist im Folgenden nach Häufigkeit zugeordnet worden): rechts: fan der Hand, füᵉr der ; links: na der sowie seltener an der , bī der , tō¹ der , up der . Nen Giul op der Hand un van der Hand das linke bzw. das rechte Gespannpferd (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@RüthenRü). In Kombination mit→ Piᵉrd: Biederhands Piärd linkes Gespannpferd (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). — 5.1. Griff zum Anfassen mit der Hand; Handgriff am Zuber und dergleichen (WWB-Source:325:WoeNWoeN); Griff am Stiel der Sense [verstr.]. — Phras.Vbdg.: Kaule Hand Eisenhaken (zum Abnehmen des Kessels vom Kesselhaken): Mit de kaulen Hand neimp me den Kiädel af (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@HambürenHb). Ieserne Hand dass. (WmWb). — 5.2. federndes Eisenstück an der Kette zum Festhalten des Eimers oder ein Ring, durch den ein am Eimer befestigter Knebel gesteckt wurde (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). — 6. (beim Kartenspiel): Vorhand, Position des Spielers, der zuerst ausspielt (scherzh.). Hä hiet ’e Hant derfoä (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). ⟨Pl.: Hände [verstr. bes. Münsterl], Hänne [verbr.], Hänge [Kr. WarburgWbg Kr. MeschedeMes Kr. BrilonBri Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Wolfhagen (niederdeutscher Teil)Wol Olp], Hande [WMünsterl Kr. SteinfurtStf Tek, verstr. Kr. CoesfeldKos Kr. MünsterMün Rek], Hanne [Bor, verstr. Kr. CoesfeldKos Rek], Handen [Kr. AhausAhs Kos, verstr. Kr. SteinfurtStf Mün], Hannen [Kr. AhausAhs Kr. SteinfurtStf Kos]⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 3,188: Hand; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 5,905: Hand. Zus.:→ Blāgen~, Dō²den~, Dokters~, Frūen-lǖden~, Goªdes~, Īser~, Kinder~, Kus~, Link~, Lucht~, Mans~, Mensken~, Middel~, Narren~, Pūp~, Wakker~.
7988 Zeichen · 174 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    handst. F. (u)

    Köbler Anfrk. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    hand , st. F. (u) nhd. Hand ne. hand (N.) ÜG.: lat. (dextera) LW, manus MNPs, LW Vw.: s. -repus* Hw.: vgl. as. hand, ahd…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    hand

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    hand- s. hant-.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hand

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Hand , plur. die Hände, Diminut. das Händchen, Oberd. Händlein. 1. Eigentlich. Dasjenige Gliedmaß der Menschen und T…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hand

    Goethe-Wörterbuch

    Hand vereinzelt (eigenh) Kleinschr in (frühen) Br; Pl auch: Händ(’), in (verfestigten) Vbdgn Dat u Akk auch: Handen (zB …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hand

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Hand (manus) , der unterste Theil der obern Extremität, mit einer gewölbten äußern Fläche, Rückenfläche, und einer conca…

  6. modern
    Dialekt
    Hand

    Elsässisches Wb. · +10 Parallelbelege

    Hand [Hànt Banzenh. Steinb. Su. Co. Katzent. Dü. Bf. Str. Z. Han. Betschd. Dehli. ; Hà Liebsd. Pfetterhsn. ; Ha Mb. ( …

  7. Sprichwörter
    Hand

    Wander (Sprichwörter)

    Hand 1. Alle Händ' voll to dohne, seggt de ol Zahlmann 1 , on heft man êne. ( Insterburg. ) – Frischbier 2 , 1469. 1 ) D…

  8. Spezial
    Hand

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hand f. (-, Hände) 1 ‹anat› (Körperteil) man (-s) f. 2 (Handvoll) man (-s) f. , jomela (-les) f. 3 (Maßangabe) man (-s) …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hand

2.290 Bildungen · 2.172 Erstglied · 108 Zweitglied · 10 Ableitungen

hand‑ als Erstglied (30 von 2.172)

hand 150 und häufiger

KöblerAfries

hand 150 und häufiger , st. F. (u) nhd. Hand, Schutz, Obhut, Gewalt, Macht, Besitzer, Eideshelfer, Täter, Mensch, Erbe (M.) ne. hand (N.), p…

Handball

SHW

Hand-ball Band 3, Spalte 89-90

Handbauf

SHW

Hand-bauf Band 3, Spalte 89-90

Handbeil

SHW

Hand-beil Band 3, Spalte 89-90

Handbesem

SHW

Hand-besem Band 3, Spalte 89-90

Handbesen

SHW

Hand-besen Band 3, Spalte 89-90

handbreit

SHW

hand-breit Band 3, Spalte 89-90

handfest

SHW

hand-fest Band 3, Spalte 93-94

Handfett

SHW

Hand-fett Band 3, Spalte 93-94

handfromm

SHW

hand-fromm Band 3, Spalte 93-94

Handgaul

SHW

Hand-gaul Band 3, Spalte 93-94

Handgeld

SHW

Hand-geld Band 3, Spalte 93-94

hand als Zweitglied (30 von 108)

līthand

KöblerAs

*līthand , (Part. Präs.=)st. M. (nd) nhd. Fahrer, Fahrender ne. driver (M.) Vw.: s. lagu-*, sêo-*, wâg-* Hw.: vgl. ahd. *līdant? (nt?, a?) S…

Kusshand

RDWB1

Kusshand f (kein Bezug zu "рука") воздушный поцелуй

Oberhand

RDWB1

Oberhand f die Oberhand gewinnen idiom. - одержать верх идиом. , победить, одержать победу устойч. , возобладать

Treuhand

RDWB1

Treuhand f управление чужим имуществом по поручению доверителя, опека

allerderhand

Idiotikon

allerderhand Band 2, Spalte 1392 allerderhand 2,1392 u.

allerhand

DWB

aller·hand

allerhand , omnis generis, mhd. aller hende, aller hande ( Ben. 1, 630 ), aus dem zusammenrücken dieser genitive entsprungen, daher unveränd…

altohand

MNWB

alto·hand

altohand ” (Voc. Strals. ed. Damme 467), „ So gah vnd hael edt vpper stundt ” (Schausp. 123); — up dat/upt êrste fürs erste, zuerst, „ et sa…

Amtshand

DRW

amts·hand

Amtshand amtliche Unterschrift vgl. Amtshandschrift unter beglaubigter amtshand 1775 KurhessSonderR. 175

Chind(s)hand

Idiotikon

Chind(s)hand Band 2, Spalte 1394 Chind(s)hand 2,1394

Chinde(n)hand

Idiotikon

Chinde(n)hand Band 2, Spalte 1394 Chinde(n)hand 2,1394

Chirsig(e)schand

Idiotikon

Chirsig(e)schand Band 8, Spalte 881 Chirsig(e)schand 8,881

Dalphand

Idiotikon

Dalphand Band 2, Spalte 1395 Dalphand 2,1395

diebshand

DWB

dieb·s·hand

diebshand , f. 1 1. manus furax. diebshand harpyia, uncae manus Stieler 752 . dän. tyvehaand. s. diebsfinger. diebsnägel. das hat eine diebs…

Drëckhand

Idiotikon

Drëckhand Band 2, Spalte 1395 Drëckhand 2,1395

Eideshand

Wander

eide·s·hand

Eideshand Eideshand muss Eideshand lösen. – Graf, 468, 578; Michelsen, Der ehemalige Oberhof zu Lübeck, 336, 251.

Einshand

Wander

eins·hand

Einshand Einshand löst Einshand. – Graf, 468, 579; Normann, Rugianischer Landbrauch, 38. Im altdeutschen Recht, wo der Eid als Gottesurtheil…

Erbhand

Idiotikon

erb·hand

Erbhand Band 2, Spalte 1394 Erbhand 2,1394

frauenhand

DWB

frau·n·hand

frauenhand , f. manus feminae, die link frawenhand. chiromanzei durch Joannem Indagine. Straszb. 1523 fol. bl. 2. frauenhand, feine, weiblic…

g(e)hand

Idiotikon

g(e)hand Band 2, Spalte 1396 g(e)hand 2,1396

G(e)schand

Idiotikon

G(e)schand Band 8, Spalte 881 G(e)schand 8,881

gesammthand

DWB

gesammt·hand

gesammthand , f. wie gesammte hand 2, b, β . γ : gesammthand erbt einer auf den andern, aber nicht auf die erben. Graf-Dietherr rechtssprich…

Gibhand

Wander

Gibhand 1. Die Gibhand hat vier, die Nimmhand sechs Finger. 2. Wo sich eine Gibhand aufthut, bewegen sich zehn Nimmhände. »Niemand wird müde…

Gottsërdeⁿschand

Idiotikon

Gottsërdeⁿschand Band 8, Spalte 875 Gottsërdeⁿschand 8,875

Herrenhand

Campe

herren·hand

Х Die Herrenhand , d. Mz . ungew. die Hand d. h. die Macht, Gewalt eines Herren. Herrenhand geht durchs ganze Land.

Ableitungen von hand (10 von 10)

behande

MNWB

behande s. behende, bei der Hand, gegenwärtig , vorhanden, sogleich; geschickt, fein.

behanden

DWB

behanden , behänden , einhändigen, zur hand stellen: euer lieb schreiben, des datum stehet zu Augsburg am 25 tag oct., und uns am 19 nov. du…

behandung

DWB

behandung , f. was behändigung. Möser patr. ph. 4, 332 .

enthanden

MNWB

enthanden , swv. , abhanden bringen, entreißen .

gehand

DWB

gehand , adv. ein schweiz. wort von wert und alter. 1 1) ghand 16. jh.: wie da selbst ( act. 8) stat, es hat ouch Simon ggloubt, muosz doch …

HANDE

BMZ

HANDE swv. schneide, haue. vgl. Stalder 2,19. hande in ente füeʒe Hadl. 20, 2,7 und Ettmüller.

unhand

DWB

unhand , f.; nhd. nur in der verbindung zu unhanden werden ' verloren gehen ' ( niederöst. weist. 1, 102, 4) bezeugt. vgl. Graff 4, 971 ; H.…

unhandlich

DWB

unhandlich , adj. adv. , gth. v. handlich. unhantlîh Graff 4, 971 , unhandeliche Diefenbach gl. 305 c , mnl. onhandelijc wb. 5, 765, alle fü…

verhanden

DWB

verhanden , zusammengeschoben in ähnlicher weise wie oben vergut aus vor (vür) handen ( dat. plur. zu hand). mhd. doch nur im ausgehenden mi…