af ab ⟨Meistens ›af‹; nur im NW ›of‹, nämlich (in den meisten Orten des Kr. Asd, im nördlichen Teil des Kr. Mep, in der Niedergrafschaft Kr. Grafschaft BentheimBen (
s. hs. Karte 84 zu WWB-Source:234:RakersMBRakersMB) bis einschließlich Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BrandlechtBr Kr. Grafschaft Bentheim@HesepeHe Kr. Grafschaft Bentheim@HestrupHp, aber ohne
die Stadt Nordhorn; im nördlichen Teil des Kr. Bbr, in Kr. CloppenburgKlo Kr. Cloppenburg@AmbührenAm Kr. Cloppenburg@ElbergenEb Kr. Cloppenburg@OstEf Kr. Cloppenburg@EhrenEh Kr. Cloppenburg@GroßengingGg Kr. Cloppenburg@ThüleTü, in Kr. VechtaVch Kr. Vechta@BakumBa Kr. Vechta@RechterfeldRf, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@AlstätteAl Kr. Ahaus@GronauGr); besondere Formen: ›āf-‹ →
Afsīd; ›ap-‹ nur in hd. Lehnwörtern → afschǖelik,
~sunders. In vielen Gegenden, besonders im S wird das f vor unbetontem Vokal > w, so in af un an, af un tō¹ → B. I. 1. und im
Part. Prät. „abge-“⟩ Gliederung: A. Präp. — I. vor Subst. — II. mit vorgesetztem dar, d’r, war — B.
Adv. — I. (Bewegung) — 1. von etwas weg — 2. an etwas herunter, abwärts — II. (Zustand) — 1. getrennt, nicht mehr daran — 2. entfernt — 3. abhold — 4. abgespannt, erschöpft; seelisch gebrochen — III. überflüssiges af — C. Vorsilbe — D. Subst. A. (Präp.) I. vor Subst.: ’von ... herab’ in dem Rätsel vom Ei Äppelken, Päppelken up de Bank, Äppelken, Päppelken af de Bank ... (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@ReckeRe || Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@RhedaRh) →
Ei; ’von ... weg’ in afhanden und afhands (Kr. BeckumBek WWB-Source:2:AbelerAbeler); →
heraf. — II. mit vorhergehendem Pronominaladverb dar, d’r, war: 1. (Trennung) Kuëm d’r af komm herab (vom Balken, Wagen, von der Leiter) (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). He stua d’r nich af er fiel nicht herunter (vom Pferd) Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh. „Door is noch geneene af fallen“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NordhornNo = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 694). ... man et kummt’r noch wǟr of (der Scheffel wird wohl auf den Hausboden gestellt), aber er kommt noch wieder herunter Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu (Sinn →
Schiᵉpel). „... harr ’nen Pannekooken in de Hāⁿt, woor em de Botter af lööp“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NordhornNo = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 553). Et kann d’r nich of ich kann es nicht bezahlen, es ist mir zu teuer (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi). — 2. (Ursprung) Dar wǟrd niks af daraus wird nichts (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). — 3. (von, etwas betreffend) Ik wëit ’er niks af Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || (Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@HagenNh →
Sundag), Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh, (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). Se wuss t’r wat af sie konnte tüchtig schimpfen Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh. Wat’r af etwelche (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@GescherGe). B. (
Adv.) I. (Bewegung) 1. von etwas weg. Dät Glükk es runt, ät lopet dem ēnen af, dem annern tau (WWB-Source:126:HolthausHolthaus). Imperativisch ohne Verb: Hals (s sth.) af! (Kr. SoestSos Kr. Soest@SoestSo); Kop af! (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl), dat is nīn Kopp of von dem bißchen Arbeit brauchst du nicht solch ein Aufhebens zu machen Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu; Haut (Hut) af! moarn es Sunndach (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl); beim Handel: half af un dann wat recht es! (WWB-Source:126:HolthausHolthaus). Kwāterkunterigge! Hīr op mīne Diälle wǟt nit wīer gesungen un damet aw un derfan (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). Huir fon af un da up teo! kommen wir zur Sache (auch beim Abschied gesagt) (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Kuakken kann se, dafan af das bestreite ich nicht Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh, Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe; darfan af sagt man, wenn man ein Gespräch abbrechen will, und setzt dann wohl hinzu asse en Fǖrstēn (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön); → auch
alaf,
knatsaf,
kurtaf. — Mit vorhergehendem fan: (das Eichhörnchen) sprank fam Telgen af sprang vom Zweig herunter (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@IstrupIs). Ik mott fan ’n Bäinen af ich bin müde, muß mich setzen (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu). Ane Tuchthius kümmt hai d’r nit fan af (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@AnröchteAn). Häi mosse medd ’n widd’n Stokke dofan af (wenn ein Bauer arm von seinem Hofe herunter mußte) (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@GellershagenGh). — Zusammen mit andern Adverbien: up af (Ziel, Absicht ausdrückend). He gëit drup af (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe); wo well haei up af? (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh); af un an ⟨af un an (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@WestickWs, Kr. HalleHal Kr. Halle@HalleHa, Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@TwiehausenTw, Kr. MindenMin Kr. Minden@HartumHm), af un ān Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@SchwelmSw, afundan (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh, Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi, Kr. LingenLin WWB-Source:154:KösterBKösterB), af en an (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@SchröttinghausenSh Kr. Lübbecke@SundernSu), „owendann“ (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@KühlsenKü), afentant (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön →
Hand)⟩ zuweilen Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh, (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe, Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh, Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa); (räumlich) af un an gaun gehen und kommen (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). — Fan ... af an: fan nū af an von jetzt an (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu) || Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe, (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@GildehausGh Kr. Grafschaft Bentheim@LaarLr Kr. Grafschaft Bentheim@NeuenhausNh Kr. Grafschaft Bentheim@NeuringeNr); fön klëin af an schon von Kindsbeinen an (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — af un ›tō¹‹ ⟨awuntau Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh Kr. Iserlohn@IserlohnIs, Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@MüschedeMü, (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr, Kr. BürenBür Kr. Büren@AttelnAt, Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@RüthenRü, Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@BockholteBc), avnt’ Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo ä., af en ›tō¹‹ (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@SchwaneySw, Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@HeepenHe, Kr. HerfordHfd Kr. Herford@DünneDü Kr. Herford@SchwenningdorfSd, Kr. MindenMin Kr. Minden@DehmeDe Kr. Minden@MöllbergenMb, Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@DestelDe Kr. Lübbecke@NettelstedtNe Kr. Lübbecke@SchröttinghausenSh, Kr. LingenLin Kr. Lingen@LingenLi), „awwentau“ (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@WesternbödefeldWb), amtau Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@BoyerBo (Gb)⟩ zuweilen; selten räumlich: af un tǫu gan kommen und gehen Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal WWB-Source:17:BauerCBauerC || (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). 2. an etwas herunter, abwärts: De Biëke af bachabwärts (WWB-Source:325:WoeNWoeN) →
biᵉke-af, beªrg-af. Hai es de Trappe af fallen (WWB-Source:325:WoeNWoeN). Up (op) un af auf und ab Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@DingdenDi, (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HerdeckeHd, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl), Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh, (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe); de Möppel (Kinn) gait em up un af Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh; Knu’ddenka’ff / fanne Bü’en’n u’p un a’f / frä’tt mu’ine Kä’o Abzählreim aus der Gegend von Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BündeBü = WWB-Source:262:SchonFGSchonFG 29; — besser und schlechter bei Kranken: dat is fan up un fan of sein Befinden wechselt ständig (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu); et gēit op un af as ’n Flōu im Hiëmd scherzhafte Antwort auf die Frage, wie es einem gehe (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). II. (Zustand, → auch älteres
āwe) 1. getrennt, nicht mehr daran: De Farwe is af Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe; de Appeln sint af abgepflückt Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe; fëi hett ’n Roggen af Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@MüschedeMü || Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs. Dat Nīe is d’rfön af Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe →
nīe,
Nīelat; am Schlusse des Liedes beim Weidenpfeifenmachen: Biste nǫ (noch) nich bålle af? (nämlich der Bast) Kr. MünsterMün Kr. Münster@TelgteTe; Pëipken op, Pëipken af ... Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl; ... af, af, af! Kr. BürenBür Kr. Büren@HerbramHb → Pīpeken,
Flöitepīpe WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 271—77; — ausgeschieden (am Schlusse von Abzählreimen): ēne, bēne, bū, of bis dū! Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@Kirchspiel BadbergenBh || Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal WWB-Source:17:BauerCBauerC →
Engeland,
Engel,
Keiser,
afgan,
aftellen WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 216—46; → auch
Būr-af, Füᵉrstēer-af; — mit vorhergehendem fan, d’rfan frei von, nicht mehr im Besitze von: Ik sin d’rfan af (von unangenehmen, aber auch angenehmen Dingen) Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr, Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HerdeckeHd), Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo BauerC, Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa (Syn.
kwīt). Hä es fan dä Däierne af er ist das Mädchen, „an dem er gefreit hat“, wieder los (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Dä es noch nich fam Pastour af ist noch nicht konfirmiert, auch: noch nicht aus der Volksschule (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Hä es fam Snaps af er trinkt keinen Schnaps mehr (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wi sint fan mekā af wir haben einander verlassen, auch: wir haben miteinander abgerechnet (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi). Ik bin d’r gants fön af ich habe mit der Sache nichts mehr zu tun Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe. De Hīrat es wīr af kommt nicht mehr zustande (WoeW). — 2. entfernt: Dai Diss stäit säo fēr famme Fīster (Fenster) af Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl. — 3. abhold, ungünstig gesinnt: Hē is us af (Kr. BeckumBek WWB-Source:2:AbelerAbeler). — 4. abgespannt, erschöpft: Hai heät sik gants af gan müde gelaufen (WWB-Source:325:WoeNWoeN); āf wēn Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe. Der Frbg.-Satz „er ist ab“ (= ermüdet) ist im NO,
d. h. von Kr. BürenBür Kr. DetmoldDet Kr. BielefeldBie angefangen bis Kr. TecklenburgTek Kr. VechtaVch Kr. CloppenburgKlo mit (er ist) ›āwe‹ übersetzt, im Sauerland meist mit d’r fan af (seltener awwe), im übrigen Gebiet mit af. — seelisch gebrochen, niedergeschlagen: se is d’r rats fon af Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh. — Syn.
al, achterhangen,
achterūt. III. Überflüssiges af. 1. nach fan bei „wissen“: Ik wait niks dōfan af Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh; ik wäit ’er niks fan af Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@DerneDe, Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh, Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe. — 2. nach einem Dat. + „allzu“ +
Adj.: Ik was eä(r) to flink af Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh. Hai was mi te gau af zu schlau Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh Kr. Iserlohn@IserlohnIs || (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef). Hä es em te klauk af ist ihm geistig überlegen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Dat es mi te dumm af (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef). Hai is sik selwer te klauk af überklug (WWB-Source:129:HoncHonc). Mit anderer Wortstellung: dat is te arch mi af Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@DingdenDi. →
dum,
dünne,
min,
rund,
slok. C. af als Vorsilbe. Am häufigsten wird af mit Verben zusammengesetzt und nach derselben Regel wie im Hd. davon getrennt. Wenn af mit dem Verb verbunden ist, liegt der Ton gewöhnlich auf diesem Präfix, oft aber auch auf dem Grundwort,
z. B. afkō’pen abkaufen Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@DingdenDi || Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs, Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu; afko’üpet (ich glaube, daß er ihm die Kuh) abkauft Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl, Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm, Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh. Diese Betonung zeigen besonders Verben des Fortnehmens, Beraubens mit einem Dat. der Person: so afbe’ªden, ~kǟ’ren, ~lē²’nen, ~lu’ksen, ~steª’len; seltener andere: afla’ngen, ~rā’ken, ~sē¹’
n. Sie gilt anscheinend im ganzen Gebiet. Zuweilen schwankt sie ohne Bedeutungsunterschied: afwachten; häufiger je nach der Bedeutung: afkrīgen, ~lǟren, ~neªmen, ~hālen, ~eªten, ~schē¹ten, ~sitten, ~steªrwen. Das Akkusativobjekt ist wie im Hd. bald das Abgetrennte, bald das Übriggebliebene. D. als Subst. En Aff was abgetan ist (WWB-Source:325:WoeNWoeN). Hat man einen Teil eines Werkes getan, so ist das en guodden Aff (WWB-Source:126:HolthausHolthaus). →
Kuᵉm-af. ¶ Of neben af kommt
as. vor. Heute gilt es nur im NW (wie im anschließenden Ostfriesland und in den nordöstl. Niederlanden), früher aber auch wohl weiter im S. Dafür spricht die Form „owendann“ ab und an (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@KühlsenKü) und af ’ob’ in der nordwestl. Grafschaft Mark. Als of ’ab’ hier wieder > af wurde, ist of ’ob’ wohl mitgerissen und auch zu af geworden. Af ’ab’ ist wahrscheinlich in unbetonter Stellung > of verdumpft worden;
vgl. die Wörter auf -skop, weiter Adam und WWB-Source:319:WilmannsWilmanns I § 226.