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D

got. bis spez. · 28 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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541 in 28 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

D

Bd. 4, Sp. 402
D (de), d, lat. D, d, der weiche oder stimmhafte dentale Verschlußlaut (s. Lautlehre). Geschichtlich betrachtet, ist das deutsche d teils aus ursprünglichem aspirierten d entstanden, z. B. in »binden« = sanskr. bándhanam »das Binden«, teils aus ursprünglichem t, z. B. in »Bruder« = sanskr. bhrātā. Der Buchstabe D hieß phönikisch Daleth, daher griech. Delta. D oder d: Als römisches Zahlzeichen steht D (entstanden aus der Hälfte des Zeichens CIƆ = 1000) für 500 und für 5000. In römischen Inschriften ist D oder d = Decimus, deo, die, divus etc.; in juristischen Werken D = Digesta. Im Münzwesen Abkürzung für Dollar, auch für amerikanische Münzen von voll oder annähernd 5 Frank Wert überhaupt. Auf den neuen deutschen Reichsmünzen Bedeutet D München, auf österreichischen Münzen Graz, auf preußischen von 1817–48 Düsseldorf (ehemals Aurich), auf ältern französischen Lyon. In Geldrechnungen stand d für latein. Denarius und die abgeleiteten Werte (denier etc.), auch für Pfennig (@24@float), und steht noch für Penny (Mehrzahl Pence). Auf deutschen Gewichtsstücken bedeutet D Dezigramm. In der internationalen Telegraphie heißt D »dringendes Telegramm«. Auf Eisenbahnfahrplänen bedeutet D Durchgangszug. In der Musik ist D = Discantus (lat.) oder Dessus (franz.), Distant; d = destra (ital.), rechte Hand. Auf Rezepten steht D oder d für detur (lat.), es werde gegeben; in der Ophthalmologie für Dioptrie (s. Brille). In Handelsbüchern ist D = Debet (s. d.). Auf Korrekturbogen ist d oder @24@float = deleatur (lat.), es werde getilgt. d. a. = dicti anni (lat.), besagten Jahres. D. A. = Divus Augustus. D. B. H. = Depeschenbureau Herold (in Berlin), s. Telegraphenbureaus. d. c. = da capo (s. d.). D. C., 1) = Deputierten-Konvent (s. Burschenschaft); 2) = Disctrict of Columbia. D. C. und D. C. fil., bei Pflanzennamen = Decandolle, Vater und Sohn. D. C. L., in England = Doctor of Civil Law, Doktor des Zivilrechts. D. D., in römischen Inschriften = Diis (den Göttern), oder = domus divina (Kaiserhaus); in England = Doctor of Divinity (lat. Doctor Divinitatis), Doktor der Theologie. d. d. = de dato (lat.), von heute, oder dicto die, am genannten Tag; auch = dono dedit, er hat zum Geschenk gegeben, hat gestiftet. d. d. d. = dat, donat, dedicat (lat., s. d.). D. G. = Dei gratia (lat.), durch Gottes Gnade »von Gottes Gnaden«. d. h. = das heißt. d. h. = de hodierno (lat.), von heutigen (Tag). d. H. (bei Jahreszahlen) = der Hedschra (mohammedan. Zeitrechnung, s. Ära). d. I. = desselben, des letztgenannten Jahres. D. L. O., in England = Dead Letter Office (s. Dead letter). d. m. = destra mano (ital.), rechte Hand, oder: mit der rechten Hand (zu spielen). D. M., in England = Doctor of Music, Doktor der Musik. D. M. (S.) = Diis Manibus (Sacrum, lat.), »den abgeschieden Seelen geweiht«, die übliche Einleitung auf römischen Grabsteinen und Weinschriften (vgl. Manen). D.Ö. A. V. = Deutsch-Österreichischer Alpenverein. D. O. M. = Deo Optimo Maximo (lat.), »dem besten, höchsten Gott«, nämlich dem Jupiter (geweiht), römische Tempelinschrift. D. R. P. = Deutsches Reichspatent. d. s., in der Musik = dal Segno (s. Segno). D. Sc., in England = Doctor of Science, Doktor der Naturwissenschaften. d. St. (bei Jahreszahlen) = der Stadt (Rom; s. Ära). D. T. = Dakota Territory (s. Dakota). D. u. j. = Doctor utriusque juris, Doktor beider Rechte. D. V. = Deo volente (lat.), so Gott will.
3416 Zeichen · 155 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    dBuchstabe

    Köbler Got. Wörterbuch

    d , Buchstabe nhd. d, Abkürzung für 4 ne. d, abbreviation for 4 Q.: Kal (vierter Nov.) (4. Jh.); B.: d Cal 2,5 A

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    d

    Althochdeutsches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    d.. coruscatione Gl 4,604,12 ( Prag, Lobk. 434, 9. Jh. ), ungedeutet.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    D

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    D der weiche zungenlaut, kommt in der regel nur anlautend und inlautend vor; im auslaute vertritt ihn sein harter genoss…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    dAdv.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +503 Parallelbelege

    d , Adv. Vw.: s. dārentgēgen

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    D

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    D , der vierte Buchstab des Deutschen Alphabetes, welcher sehr gelinde, gelinder als das th, so wie das Latein. d und Gr…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    d

    Goethe-Wörterbuch

    d , D 1 Buchstabe, Laut a iZshg mit (kontroverser) Schreibung des Dentals in den Wörtern Deutsche (vgl s v deutsch) u Fr…

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    D

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    D , der vierte Buchstabe der morgen- und abendländ. Alphabete; als röm. Zahlzeichen D = 500,  = 5000; als röm. Abbrevia…

  8. modern
    Dialekt
    D

    Bayerisches Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    D Band 3, Spalte 3,919

  9. Sprichwörter
    D

    Wander (Sprichwörter)

    D A D und R, sagte der höfliche Bauer, als man ihn fragte, was er vom Schulzen bekommen habe. ( Oberlausitz. ) Wird sehr…

  10. Latein
    D

    Lex. musicum Latinum · +2 Parallelbelege

    D , d ,  , DD I. Markierungspunkt in Mensuren II. Tonbezeichnung III. Ausführungshinweis (für einen tiefer liegenden To…

  11. Spezial
    d

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    d m.inv. ‹mus› D (Ton der absoluten Tonleiter).

Verweisungsnetz

1070 Knoten, 1000 Kanten

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1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 129 Hub 5 Wurzel 17 Kognat 1 Kompositum 507 Sackgasse 411

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit d

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Keine Komposita gefunden — d kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.