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D

got. bis spez. · 28 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
541 in 28 Wb.
Sprachstufen
11 von 16
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Eintrag · Campe (1807–1813)

D

Bd. 1, Sp. 663a
D, der vierte Buchstabe des Deutschen Abeze, welcher ganz gelinde ausgesprochen wird und vom t sehr verschieden ist. Diese gelinde Aussprache findet Statt, wenn er zu Anfange oder in der Mitte eines Wortes besonders vor einem Selbstlauter oder l steht, wie in Dampf, Degen, Distel, Dohle, Dresden, dadurch, Adler  Am Ende eines Wortes hingegen lautet er hart, so wie t, z. B. in Hand, Tand, Wand, Kleid, Wind, Tod, behend  bekömmt aber seine weiche Aussprache wieder so bald diese Wörter bei der Umendung einen Zusatz bekommen, abgeleitete Wörter davon gemacht oder andere Wörter damit zusammengesetzt werden, als Hände, tändeln, Wände, Kleider, kleiden, windig, Todesblässe, Behendigkeit  Bekommen solche Wörter aber in der Ableitung und Zusammensetzun gnicht das Umendungs=e, so behält das d in denselben, auch wenn es in der Mitte steht, die harte Aussprache, weil es die Silbe beschließt, wie in Händchen, Bändchen, Kleidchen, Handteller, Wandleuchter, Windrose  Um diese harte Aussprache zu vermeiden hat man so wie bei solchen, die sich mit b endigen, vielen Wörtern, die sich mit d endigten, das Milderungs= e angehängt, die man sonst ohne dasselbe schrieb und im O. D. auch noch jetzt ohne dasselbe schreibt und spricht, obgleich in der O. D. Mundart diesem d in den abgeleiteten Verkleinerungswörtern, Bändelein oder Bändlein, Kindelein oder Kindlein eine weiche Aussprache gegeben wird. Statt Erd, Freud, Gnad  spricht und schreibt man also Erde, Freude, Gnade  Das d wird selten verdoppelt, z. B. in Widder, daher denn die vorhergehende Silbe immer gedehnt wird. Zuweilen wird es aber mit t verbunden, oder vielmehr zusammen gezogen, wenn zwischen dem d und t eigentlich noch ein e stehen müßte, z. B. in gewandt, verwandt  für gewendet, er verwendet  Hieher ist auch das Wort todt zu rechnen, welches als Mittelwort des veralteten toden, sterben, für todet stehet, daher denn auch alle Wörter, welche hievon und nicht von Tod abgeleitet werden, das dt behalten, als tödten, tödtlich, die Todten, todtenbleich  Bei dem Worte Stadt behält man es aus Gewohnheit bei und um es von dem ähnlich lautenden Statt zu unterscheiden, in Brot, Schwert  steht aber das d ganz müssig, wird also füglich weggelassen. Am häufigsten wird das d in der N. D. Mundart gebraucht, in der man es häufig für t gebraucht und Dag, Dod, vergöden, gadden, für Tag, Tod, vergüten, gatten sagt. I der Tonkunst bezeichnet d einen Ton und den Theil eines Tonwerkzeuges, welches diesen Ton angiebt, als das Griffbrettchen bei Flügeln, die zweite Saite der Geige  Beim Zählen wird es häufig statt des Zahlzeichens 4 gebraucht.
2617 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    dBuchstabe

    Köbler Got. Wörterbuch

    d , Buchstabe nhd. d, Abkürzung für 4 ne. d, abbreviation for 4 Q.: Kal (vierter Nov.) (4. Jh.); B.: d Cal 2,5 A

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    d

    Althochdeutsches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    d.. coruscatione Gl 4,604,12 ( Prag, Lobk. 434, 9. Jh. ), ungedeutet.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    D

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    D der weiche zungenlaut, kommt in der regel nur anlautend und inlautend vor; im auslaute vertritt ihn sein harter genoss…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    dAdv.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +503 Parallelbelege

    d , Adv. Vw.: s. dārentgēgen

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    D

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    D , der vierte Buchstab des Deutschen Alphabetes, welcher sehr gelinde, gelinder als das th, so wie das Latein. d und Gr…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    d

    Goethe-Wörterbuch

    d , D 1 Buchstabe, Laut a iZshg mit (kontroverser) Schreibung des Dentals in den Wörtern Deutsche (vgl s v deutsch) u Fr…

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    D

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    D , der vierte Buchstabe der morgen- und abendländ. Alphabete; als röm. Zahlzeichen D = 500,  = 5000; als röm. Abbrevia…

  8. modern
    Dialekt
    D

    Bayerisches Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    D Band 3, Spalte 3,919

  9. Sprichwörter
    D

    Wander (Sprichwörter)

    D A D und R, sagte der höfliche Bauer, als man ihn fragte, was er vom Schulzen bekommen habe. ( Oberlausitz. ) Wird sehr…

  10. Latein
    D

    Lex. musicum Latinum · +2 Parallelbelege

    D , d ,  , DD I. Markierungspunkt in Mensuren II. Tonbezeichnung III. Ausführungshinweis (für einen tiefer liegenden To…

  11. Spezial
    d

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    d m.inv. ‹mus› D (Ton der absoluten Tonleiter).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit d

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Keine Komposita gefunden — d kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.