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D

got. bis spez. · 28 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
541 in 28 Wb.
Sprachstufen
11 von 16
Verweise rein
117
Verweise raus
975

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

D

Bd. 2, Sp. 191
Wossidia D der vierte Buchstabe des ABC, setzt im An- und Auslaut den mnd. Lautstand fort, indem das anlautende d- als ein stimmhafter, das auslautende als ein stimmloser Verschlußlaut, der heute behaucht wird, ausgesprochen werden; dem ungedeuteten Übergang von b- zu d- im mnd. desem Bisam tritt ein jüngerer Fall bei Däsen Besemer zur Seite; aus dem Artikel stammt d- in den Gelegenheitsbildungen Decate für Ecarté, Dekonom für Ökonom, auch in Drossmaschin, Drötkul. Einige Fälle des Übergangs von dw- in tw- in der Literatur besagen für die Mda. nichts, diese hält an dw- fest. Fremdwörter zeigen vereinzelte Vorgänge, so wird desperat zu kasprat, anderseits Guano zu Duano. Infolge des lockeren Verschlusses und seiner mouillierten Bildungsweise wandelte sich das zwischenvokalische -d- des Inlautes zunächst zu -j- (vgl. verlägen für verläden vergangen und Beispiele wie Brag Braten und goje gute des 17. und 18. Jahrh. Nd. Kbl. 46, 27), danach aber, da sich der Lautwechsel -d- > -j- nicht behaupten konnte, zum Zitterlaut -r-, der sich im ganzen meckl.-vorpomm. Raum durchgesetzt hat; auch -dd- wird -r- gesprochen. Im W grenzt ein Streifen an, in welchem -d- geschwunden ist; vgl. die Sprachkarte 'rote' zum Artikel rot. Die mouillierte Aussprache führte in den Gruppen -ld- und -nd- gleichfalls zu -lj- und -nj-, wofür Zeugnisse aus dem 17. und 18. Jahrh. reichlich vorliegen (s. 1, IX und Nd. Kbl. 46, 28) und in entlegenen Ortschaften noch gegenwärtig hörbar sind; heute herrscht durchaus -ll- und -nn-. Bei -rd- war die Angleichung des d an r ohne palatale Zwischenstufe vor sich gegangen. Im W und in der Mitte des Landes spricht man die Wörter mähen, säen, rein, zehn, reihen, brühen, freuen und knarren, Kern, Dorn, knurren u. a. derselben Art meiden, seiden, reiden, teiden, riden, bräuden, freuden und knarden, Karden, Duerden, knuerden aus. Den soziologischen Ursprung des d-Einschubs erklärt Jac. 1, 129 f. Die alten Leute sagten jedoch me·dn mähen, re·dn rein usw. mit halblangem e. Diese Kürzung weist auf die Mundart des westfälischen Heimatlandes eines Teils der meckl. Siedler hin, in der Eier Ejjer und freuen fröggen (lautl. frƷƷən), also gleichfalls mit einem gekürzten Vokal als Rest des Diphthongs, ausgesprochen werden. Die übliche Lautform Sädel Sielen entspricht spädel spielen, Mœdel Mühlen, die Teuth. 2, 77 aus der Gegend von Ro belegt und phonetisch gedeutet werden.
2399 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    dBuchstabe

    Köbler Got. Wörterbuch

    d , Buchstabe nhd. d, Abkürzung für 4 ne. d, abbreviation for 4 Q.: Kal (vierter Nov.) (4. Jh.); B.: d Cal 2,5 A

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    d

    Althochdeutsches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    d.. coruscatione Gl 4,604,12 ( Prag, Lobk. 434, 9. Jh. ), ungedeutet.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    D

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    D der weiche zungenlaut, kommt in der regel nur anlautend und inlautend vor; im auslaute vertritt ihn sein harter genoss…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    dAdv.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +503 Parallelbelege

    d , Adv. Vw.: s. dārentgēgen

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    D

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    D , der vierte Buchstab des Deutschen Alphabetes, welcher sehr gelinde, gelinder als das th, so wie das Latein. d und Gr…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    d

    Goethe-Wörterbuch

    d , D 1 Buchstabe, Laut a iZshg mit (kontroverser) Schreibung des Dentals in den Wörtern Deutsche (vgl s v deutsch) u Fr…

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    D

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    D , der vierte Buchstabe der morgen- und abendländ. Alphabete; als röm. Zahlzeichen D = 500,  = 5000; als röm. Abbrevia…

  8. modern
    Dialekt
    D

    Bayerisches Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    D Band 3, Spalte 3,919

  9. Sprichwörter
    D

    Wander (Sprichwörter)

    D A D und R, sagte der höfliche Bauer, als man ihn fragte, was er vom Schulzen bekommen habe. ( Oberlausitz. ) Wird sehr…

  10. Latein
    D

    Lex. musicum Latinum · +2 Parallelbelege

    D , d ,  , DD I. Markierungspunkt in Mensuren II. Tonbezeichnung III. Ausführungshinweis (für einen tiefer liegenden To…

  11. Spezial
    d

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    d m.inv. ‹mus› D (Ton der absoluten Tonleiter).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit d

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Keine Komposita gefunden — d kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.