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D

got. bis spez. · 28 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

BMZ
Anchors
541 in 28 Wb.
Sprachstufen
11 von 16
Verweise rein
117
Verweise raus
975

Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

D

Bd. 1, Sp. 292a
D der weiche zungenlaut, kommt in der regel nur anlautend und inlautend vor; im auslaute vertritt ihn sein harter genosse t: vinden, vant, der vunt; daʒ bat, des bades. Bei den starken vollwörtern mit îd und ied tritt auch inlautend ein unorganisches t statt des organischen d ein, so bald sie im ablaut kurzen vocal bekommen: z. b. ich snîde, sneit, snite, sniten, gesniten. Doch findet sich in solchen fällen nicht selten d, z. b. irliden Glaube 1305. pf. Kuonr. 48,5. Kolocz. 143,122. Renner 14586. vgl. Hahn mhd. gr. 1,31. In einigen alten hs. zeigen sich spuren eines frühern sprachgebrauches, dem zufolge das anlautende d, vor dem ein stummer consonant vorher geht, in t verwandelt wird (mittem lewen st. mit dem); allein diese spuren sind so unsicher, daß es nicht angemessen scheint daraus für ein mhd. wörterbuch eine allgemeine regel zu bilden; anders verhält es sich jedoch bei den belegen, besonders wenn sie aus texten genommen sind, welchen auch in dieser hinsicht bereits eine critische behandlung zu theil geworden ist. Bei inclinationen pflegt das anlautende d bald in t überzugehen, bald auszufallen: destu, deste für des du, des diu; bistu, wiltu für bist du, wilt du. Das inlautende d, dem ein t der flexion folgt, fällt zugleich mit dem tonlosen e bisweilen aus: schat MS. 1,106. a. gesmit: gewit W. Wh. 397,23 statt schadet, gesmidet, gewidet. Der vorher gehende vocal wird durch solche zusammenziehung wohl nicht lang, außer in kît st. quidet, bei welchem worte der sprachgebrauch die zusammenziehung nicht bloß zu erlauben, sondern zu fordern scheint; vgl. kît: lît MS. 1,45. b. Anstatt des inlautenden t kann, bei eintretender syncope, nach l m n ein d gesetzt und, st. wolte rûmte kunte, wolde rûmde kunde geschrieben werden. Von dem alten zand (zahn) wird der auslaut beständig apocopiert; vgl. auch vâsân, Tristan etc. Daß in wörtern wie dwanc Gen. 18,9, dwehel Erec 3494, bedwungen Iw. 1725, gedwagen Stricker kl. gedichte 4,199. d später durch t verdrungen wurde, ist nicht gut zu heißen.
2019 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    dBuchstabe

    Köbler Got. Wörterbuch

    d , Buchstabe nhd. d, Abkürzung für 4 ne. d, abbreviation for 4 Q.: Kal (vierter Nov.) (4. Jh.); B.: d Cal 2,5 A

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    d

    Althochdeutsches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    d.. coruscatione Gl 4,604,12 ( Prag, Lobk. 434, 9. Jh. ), ungedeutet.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    D

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    D der weiche zungenlaut, kommt in der regel nur anlautend und inlautend vor; im auslaute vertritt ihn sein harter genoss…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    dAdv.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +503 Parallelbelege

    d , Adv. Vw.: s. dārentgēgen

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    D

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    D , der vierte Buchstab des Deutschen Alphabetes, welcher sehr gelinde, gelinder als das th, so wie das Latein. d und Gr…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    d

    Goethe-Wörterbuch

    d , D 1 Buchstabe, Laut a iZshg mit (kontroverser) Schreibung des Dentals in den Wörtern Deutsche (vgl s v deutsch) u Fr…

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    D

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    D , der vierte Buchstabe der morgen- und abendländ. Alphabete; als röm. Zahlzeichen D = 500,  = 5000; als röm. Abbrevia…

  8. modern
    Dialekt
    D

    Bayerisches Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    D Band 3, Spalte 3,919

  9. Sprichwörter
    D

    Wander (Sprichwörter)

    D A D und R, sagte der höfliche Bauer, als man ihn fragte, was er vom Schulzen bekommen habe. ( Oberlausitz. ) Wird sehr…

  10. Latein
    D

    Lex. musicum Latinum · +2 Parallelbelege

    D , d ,  , DD I. Markierungspunkt in Mensuren II. Tonbezeichnung III. Ausführungshinweis (für einen tiefer liegenden To…

  11. Spezial
    d

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    d m.inv. ‹mus› D (Ton der absoluten Tonleiter).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit d

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Keine Komposita gefunden — d kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.