Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
zerklieben verb.
zerklieben , verb. , ahd. ziklioban ( conj. praet. zichlube divelleret Notker bei Graff 4, 547 ), as. teklioBan, ags. tócléofan, mhd. ze(r)klieben, mnld. teclieven; gelangt wie das simplex klieben ( s. th. 5, 1161) nur ins 17. jahrh. und wird auf nd. boden schon in mnd. zeit durch das schwache trans. toklven verdrängt, während es in der Schweiz seine bedeutung verliert und dafür die von zerklauben eintauscht (zerchlǖben jem. an manchen stellen kneifen, stark kneipen schweiz. id. 3, 616). das factitive zerkleuben erscheint, entrundet mit -ei-, in theilen Mitteldeutschlands ( vgl. die angabe St…