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SCHÎTE

mhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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6 in 6 Wb.
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Hauptquelle · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

SCHÎTE

Bd. 3, Sp. 165a
SCHÎTE SCHEIT SCHITEN GESCHITEN spalte, haue. Gr. 1,936. 2,15. Schmeller 3,415. vgl. ich schîde. sô gînc er umbe schîten Herb. 16717. ein aussgeschittener pergamener zetfel Gr. w. 1,585.
186 Zeichen · 12 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SCHÎTE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    SCHÎTE SCHEIT SCHITEN GESCHITEN spalte, haue. Gr. 1,936. 2,15. Schmeller 3,415. vgl. ich schîde. sô gînc er umbe schîten…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schite

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    schite, f. Kot, Dreck jeder Art; nicht ein s. = nicht das geringste.

  3. modern
    Dialekt
    Schite

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schite šīt, Pl. -dən Wittl-Binsf f.: Flasche aus Ton.

  4. Spezial
    schité

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    schité [schi·tẹ́] vb.intr. (schita) 1 (avëi la schita) Durchfall haben 2 (vicel) kacken, scheißen.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schite

59 Bildungen · 57 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schite 2 Komponenten

sch+ite

schite setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schite‑ als Erstglied (30 von 57)

Schitebuck

MeckWB

schite·buck

Schitebuck m. Schelte für ein Kind, das als letztes mit dem Ausziehen fertig wird Wo. V. 3, 146.

Schitebutt

MeckWB

schite·butt

Schitebutt m. Daumen im Fingerreim Wo. V. 3, 291. Zu Butt 1 (Bd. 2, 167).

Schiteck

MeckWB

schi·teck

Schiteck f. Winkel, wo man seine Notdurft verrichtet: in 'n Buern sin Schitecken Wo. V. 2, 1215.

Schiteldauk

MeckWB

Schiteldauk -o-, Pl. -däuk, -däuker, -ö- n. wie Schitdauk: dat is tau Schiteldäuker beim Ausspreiten des letzten Flachses Lu Laup ; Uhren as…

schitendick

MeckWB

schiten·dick

schitendick vollgegessen, so daß Drang zum Schiten eintritt: hei is schitendick un migendun Ha Gamm .

schītendikke

WWB

schīten-dikke Adj. [verstr.] 1. stark betrunken. — 2. sehr fett, wohlbeleibt ( Hal Bh).

Schitenfräter

MeckWB

Schitenfräter m. Geizhals Wa; Mistkäfer Wi NKlost . Br. Wb. 4, 663; Me. 4, 344.

Schītenfreªter

WWB

Schīten-freªter m. [verstr.] 1. Mistkäfer (Geotrupes). — 2. geizige Person.

Schītenkläier

WWB

Schīten-kläier m. [ Lüb Min Hfd Lippe Bie Höx Wbg] Mistkäfer (Geotrupes). ⟨ - klaiger [ Lüb Min Hfd], - klai(gg)er bzw. - klai(j)er [ Hfd Li…

schitenklarren

MeckWB

schiten·klarren

schitenklarren im Kot herumwühlen: De Dierns gahn nah 'n Heuharken, De Jungens gahn nah 'n Schitenklarren Pfingstreim Wo. Sa.

Schitenklarrer

MeckWB

Schitenklarrer m. 1. Scherzbezeichnung für Menschen und Tiere; Maurer Ha Red ; so ruft diesem die Krähe zu Wo. V. 2, 788; Töpfer Latend. Lau…

Schitenkleier

MeckWB

schiten·kleier

Schitenkleier Schit- m. wie Schitenklarrer 1; Maurer: Schitkleier Wa Schwarz ; -kleer Monh. 6, 542 a ; Schitenkleier Ma GHelle ; kleines Kin…

Schītenklöpper

WWB

schiten·kloepper

Schīten-klöpper m. [ Det Höx] 1.1. Mistkäfer. — Ra.: Diu suist iut wie ’n Schoitenklöpper siehst schmutzig aus ( Höx Lü ). — 1.2. Person, di…

Schītenknöªder

WWB

Schīten-knöªder m. [Hellweg Arn] 1. Mistkäfer (Geotrupes). — 2. jmd., der durch den Straßendreck watet ( Arn Wa). ⟨ -›knöª(e)r‹ ⟩

Schitenkuurn

MeckWB

Schitenkuurn n. schlechtes Getreide: Mitenkuurn Is Schitenkuurn Gü Niend .

schite als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von schite (1 von 1)

zerschîte

BMZ

zerschîte stv. zerspalte, zerhaue. hieʒ den boum zerschîten und zerschrôten Pantal. 2121. Herbort gebraucht im part. prät. die schwache form…