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lobe

mhd. bis sprichw. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

BMZ
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6 in 5 Wb.
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Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

lobe swv.

Bd. 1, Sp. 1021a
lobe (ahd. lobôm, -êm Graff 2, 62). swv.
I. lobe, preise.
1. ohne object. hiest wol gelobt: lobe anderswâ Walth. 59,36. sô wil ichʒ iuch lêren, wie wir loben suln das. 35,22. ich habe ûʒ gelobet das. 45,8.
2. mit accus. mich lobet man unde wîp a. Heinr. 672. got noch den tiuvel loben Iw. 55. lobe nieman, bistu wîse, wan dâ dîn lop die volge hât fragm. 27. c. vgl. Parz. 338,11. er schiltet manigen, der got ein gerehter man ist und ouch der werlte, und lobt einen, der got und der werlte schedelîchen lebet Bert. 55. der einen schiltet der ze loben ist und lobet einen, der ze schelten ist, als der loter und der spilman das. 92. vgl. über schelten u. loben Wackernagel handb. d. d. lit. s. 102. — iedoch sô vürdert er sich swâ sich der bœse selbe lobt; wand niemen vür in gerne lobt, dêr sîne bôsheit prîse Iw. 99. merket swer sich selbe lobet âne volge daʒ er tobet Vrid. 60,23 (wo noch mehr sprüche, die loben betreffen, folgen) und einl. XCIV. — sô möhte ich loben die süeʒen ougenweide Walth. 21,8. Jeschûten wât man muose lobn Parz. 273,25. si lobtenʒ würden gott dafür danken tæte ich in niht Iw. 27. loben unde prîsen volkomene minne ze dem besten gewinne büchl. 2,54.
3. mit accus. und dat. den du mir lobtest Iw. 84. dune darft mirʒ sô loben niht Parz. 62,22.
4. mit accus. der person und genit. des lobich dafür danke ich got Iw. 289. vgl. das. 101. a. Heinr. 145. 608. nu lobichs got Parz. 766,23. nu lobte ich got der güete g. Gerh. 1457. 1873.
II. gelobe, verspreche.
1. ohne bezeichnung der person, der man etwas verspricht.
a. mit accusativ, der eine sache bezeichnet.
α. ohne präpos. ich lobeteʒ unt leisteʒ sît Iw. 24. diz lopte si Parz. 97,11. vgl. 664,1. Wigal. 4068. 8516. 8833. daʒ lobeten dô die vrouwen und wâren sîn bereit Nib. 1593,1. des wâren si bereite des (attraction) er si loben hieʒ das. 376, 1. eine sprâche loben eine zusammenkunft verabreden (sich gegenseitig versprechen) kchr. 103. c. die recken lobeten ein pirsen Nib. 859,2. — war sol eʒ gelobet sîn wohin gedenkst du? a. Reinh. 946.
β. mit präpos. daʒ lobe ich an dîne hant Nib. 333,1. vgl. kl. 3699 H. daʒ lobte der vil küene în Kriemhilde hant Nib. 363,4. dô lobete si in Blœdelînes hant eine wîte marke das. 1840,2. si lobte imʒ mit ir wîʒen hende in sîn hant MS. 2, 196. b.
b. der accusativ bezeichnet eine person. ich wil in loben gerne verspreche ihn zum manne zu nehmen, swen ir mir gebet ze man Nib. 567, 4. Heinrîchen den lobeten sie kchr. 102. d. einen loben ze rihtære u. ze voget das. 103. a. si lobte ouch ze wîbe der edel künec Nib. 569,4. den si lobet ze vriunde das. 1090,4. vgl. kl. 2003 H. dar ich mich gelobet hân wohin ich versprochen habe zu kommen Iw. 179.
c. mit infinitiv. dô lobte ouch er ze minnen ir vil minneclîchen lîp Nib. 1618,4.
d. mit untergeordnetem satze. dô lobte Hiutegêres hant, swenner kœme in sînes hêrren lant, daʒ erʒ wolde erwerben gar Parz. 53,9. vgl. 58,19. er lobte, er wolte schiere komen MS. 1,81. b.
2. die person wird bezeichnet
a. durch den dativ. der hêrre loben inʒ began Nib. 92,4. daʒ lobt im Kyngrimursel Parz. 432,23. vgl. g. Gerh. 3323. ein dinc lob ich und leiste dir sô mîne triuwe in dîne hant Trist. 5150. — den (dat. plur.) lobet er unz an sînen tôt iemer in ir dienste wesen Barl. 121,5. — dô lobter dem freuwelîn, er wolte Parz. 370,22. — der mir bî dem hôhsten eide lobt er kæme mir MS. 1,15. a.
b. durch präpos. sô wirt hie gar getân als ich gein im gelobet hân Parz. 276,8. sô lobe ich wider dich, daʒ ich morne toufe mich Barl. 304,35.
3505 Zeichen · 181 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    lobeswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    lobe ( ahd. lobôm, -êm Graff 2, 62 ). swv. I. lobe, preise. 1. ohne object. hiest wol gelobt: lobe anderswâ Walth. 59,36…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lobe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Lobe , Johann Christian, Componist u. musikalischer Schriftsteller, geb. 1797 zu Weimar. kam schon mit 13 Jahren zur Hof…

  3. Sprichwörter
    Lobe

    Wander (Sprichwörter)

    Lobe Eigene Lohe macht die Stube warm. – Reinsberg III, 106.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lobe

116 Bildungen · 96 Erstglied · 15 Zweitglied · 5 Ableitungen

lobe‑ als Erstglied (30 von 96)

lobebære

Lexer

lobe·baere

lobe-bære adj. BMZ zu loben, lobenswert, löblich En. Nib. Trist. Barl. Ms. ( H. 2, 72 b . Neidh. 33,32 ). Gen. D. 38,22. Gudr. 105,3. Er. 2 …

Lobebar

Campe

lobe·bar

✱ Lobebar , adj . u. adv . was zu loben ist, Lob verdienend. Uns ist in alten Mähren Wunders viel gesait Von Helden lobebaren . — d. Nibelun…

lobebrunne

Lexer

lobe·brunne

lobe-brunne swm. lobquelle, fons laudis Trist. 11202 u. Bechsteins anm. ( oben sp. 367 ist bei brunnen » hervorquellen Trist. « zu streichen…

lobebære

KöblerMhd

lobebære , Adj. nhd. „lobbar“, zu loben seiend, lobenswert, löblich, berühmt, ruhmvoll, ruhmreich, wohlgefällig, angenehm, untadelig, hervor…

Lobeck

Herder

lob·eck

Lobeck , Christian August, einer der namhaftesten Philologen unserer Zeit, geb. 1781 zu Naumburg, trat 1802 zu Wittenberg als Privatdocent a…

Lobeck, Christian Aug.

DWBQVZ

Lobeck, Christian Aug. *1781 Naumburg †1860 Königsberg u. Lehrs, Karl *1802 Königsberg †1878 ebd.

Lobĕda

Meyers

Lobĕda , Stadt im sachsen-weimar. Verwaltungsamtsbezirk II (Apolda), hat eine evang. Kirche und (1900) 936 evang. Einwohner. In der Nähe auf…

Lobegêld

Adelung

lobe·geld

Das Lobegêld , des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -er, in einigen Gegenden, z. B. der Schweiz, eine Benennung der Lehenware, La…

lobehaft

Lexer

lobe·haft

lobe-haft adj. BMZ s. v. a. lobebære Rul. Lanz. vgl. Karlm. 396,54. 479,38.

Lō²beitse

WWB

Lō²-beitse f. aus Eichenrinde hergestellter Sud zum Gerben des Leders ( Kr. Detmold Det Is).

lobelehe

BMZ

lobe·lehe

lobelehe stn. kleines lob. ir gêt niuwen mit dünkelehe ( so leseb. 668, 26 statt tüechelehe) umb und mit lobelehe, daʒ man iuch eht lobe Ber…

Lobelia

GWB

lobe·lia

Lobelia botan, Gattung aus der Familie der Glockenblumengewächse; ‘L. erinoides’ (für L. erinus): Männertreu LA II 9A,180,240 M115 Morph Plp…

Lobeliae

Herder

Lobeliae , Pflanzenfamilie mit fünfzahnigem Kelch, röhriger. ungleich gespaltener Blumenkrone, 5lappigem Samen, 2—5fächeriger Samenkapsel. H…

lobelich

Lexer

lobe·lich

lobe-lich , lob-lich adj. BMZ löblich, preiswert Nib. Hartm. ( Er. 2 1267 ). Trist. Walth. Barl. Gen. D. 1,4. Gudr. 1106,3. Wolfd. A. 595. T…

lobelîche

Lexer

lobe·liche

lobe-lîche , lobe-lîchen adv. ib. auf löbliche, preiswerte weise Barl. Nib. 663,2. 1246,2. 2297, 4. Gudr. 18,4. 42,4. 458,4. Loh. 4883. Stri…

Lobelie

LDWB2

lobe·lie

Lo|be|lie (Lobelica sp.) f. (-,-n) ‹bot› (Indianertabak) lobelia (-ies) f.

lobeliet

Lexer

lobe·liet

lobe-liet stn. BMZ loblied Ms. Neidh. 101, 18. Apoll. 3097. Teichn. 191.

lobelîn

Lexer

lobe·lin

lobe-lîn stn. BMZ dem. zu lop Walth. 35, 3. Renn. 13466. 15381. 21474. Ab. 1,86. Bph. H. 54,5. lobel ib. 60,401.

Lobelĭoideen

Meyers

Lobelĭoideen ( Lobeliazeen ), Unterfamilie der Kampanulazeen (s. d.).

lobelîcheit

MWB

lobelîcheit stF. ‘Lob, Ruhm’ gloria: loblicheit EvAlem 47 (Lc 2,14) MWB 3,3 1233,14; Bearbeiter: Diehl

lobelîn

MWB

lobelîn stN. Dimin. zu lop, ‘kleines Lob’ Liupolt, zwir ein fürste, Stîr und œsterrîche, / nieman lept, den ich zuo dem gelîche. / sîn lop i…

lobelīche

KöblerMhd

lobelīche , Adv. nhd. ehrenvoll, löblich, lobenswert, preiswert, preiswürdig, hervorragend, verehrungswürdig, verherrlichend, feierlich, ruh…

lobelīcheit

KöblerMhd

lobelīcheit , st. F. nhd. „Löblichkeit“, Lob, Ruhm ÜG.: lat. gloria EvAlem Q.: EvAlem (Mitte 14. Jh.) I.: Lüt. lat. gloria E.: s. lobelich, …

lobelīchen

KöblerMhd

lobe·līchen

lobelīchen , Adv. nhd. ehrenvoll, löblich, lobenswert, preiswert, preiswürdig, hervorragend, verehrungswürdig, verherrlichend, feierlich, ru…

lobelīn

KöblerMhd

lobe·līn

lobelīn , st. N. nhd. „Löblein“, kleines Lob Hw.: vgl. mnd. lȫvelīn Q.: HvBurg (FB lobelīn), Philipp, Renner, Walth (1190-1229) E.: s. lobel…

lobemære

Lexer

lobe·maere

lobe-mære adj. BMZ durch lob berühmt En. 23,7 u. 175,7 var.

lobe als Zweitglied (15 von 15)

Angelobe

DRW

ange·lobe

Angelobe eine an die Herrschaft zu entrichtende Taxe Unger,SteirWsch. 21 Faksimile

büchenklobe

DWB

buechen·klobe

büchenklobe , m. lignum fagineum sectum, büchenscheit. auch ein bestimmtes masz von büchenholz, in Berlin werden jetzt büchenkloben zu 34 th…

eisenklobe

DWB

eisen·klobe

eisenklobe , m. retinaculum ferreum, decipula ferrea: allein indes er diesen abgethan, trift ihm Argest mit seinem eisenkloben das hinterhau…

finkenklobe

DWB

finken·klobe

finkenklobe , m. calamus aucupatorius, vogelklobe: sein vater, ein armer vogelsteller, stand eben hinter einem finkenkloben. J. P. Fibel 12.

fuszklobe

DWB

fuszklobe , m. klobe zum vogelfang. Kramer hochd.-nd. dict. 77 c .

futterklobe

DWB

futter·klobe

futterklobe , jetzt gewöhnlich futterkloben , m. bei den glasern ein länglich viereckiges stück holz in der mitte mit einer rinne, die so br…

gelobe

DWB

gel·obe

gelobe , f. eine md. nebenform zu gelob n., gelöbnis: promissio, gelobe. Dief. 464 b , votum, gelobe 629 b ; vadimonium, globe 604 c ; pactu…

minneklobe

KöblerMhd

minne·klobe

minneklobe , st. M. nhd. Liebesfessel E.: s. minne (1), klobe W.: nhd. DW- L.: Hennig (minneklobe)

minnenklobe

KöblerMhd

minnen·klobe

minnenklobe , st. M. nhd. Liebesfessel E.: s. minne (1), klobe W.: nhd. DW- L.: Hennig (minneklobe)

reiʒelklobe

Lexer

reizel·klobe

reiʒel-klobe swm. klobe mit lockspeise zum vogelfang. bildl. sünden, schanden reiʒelklobe Neidh. 82,16. sô wê dir argeʒ lügevaʒ, du reiʒelkl…

stellklobe

DWB

stell·klobe

-klobe , m. , klammerartige vorrichtung zum festhalten eines maschinentheils in bestimmter lage oder richtung: die in stellkloben liegenden …

vogelklobe

Lexer

vogel·klobe

vogel-klobe swm. BMZ amis, cippa, pedica Dfg. 30 c . 121 a . 420 a . vgl. vogelgabel vgl. vogelruote.

Ableitungen von lobe (5 von 5)

belobe

BMZ

belobe swv. belobe. wann sich mein herr belobet, daʒ im von irem bruoder grôs êr geschehen wær T. Rosm. 195.

entlobe

BMZ

entlobe swv. devovere entloben i. maledicere Diefenb. gl. 95.

gelobe

DWB

gelobe , f. eine md. nebenform zu gelob n., gelöbnis: promissio, gelobe. Dief. 464 b , votum, gelobe 629 b ; vadimonium, globe 604 c ; pactu…

unlobelich

Lexer

un-lobelich adj. BMZ Nib. Myst. ( Adrian 421,13. ) Gerh. 4128. Msh. 3,54 a . Ls. 2. 330,62. Np. 54 ;

verlobe

BMZ

verlobe swv. 1. lobe übermäßig. mîn frowe mac wænen daʒ du tobst sît du mich alsô verlobst. dîn munt ist lobs ze vil vernomen Parz. 86,6. 2.…