Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
verlobe swv.
1. lobe übermäßig. mîn frowe mac wænen daʒ du tobst sît du mich alsô verlobst. dîn munt ist lobs ze vil vernomen Parz. 86,6.
2. verpflichte mich durch ein gelübde gegen etwas oder einen.
a. mit accusativ der sache. swie niwelîch diu guote warnen verlobt hæte gelobt hatte nicht zu warnen, daʒ gelübde beleip unstæte Er. 4141. daʒ was verlobt W. Wh. 134,3. diu stæte mîn hât eʒ verlobt frauend. 283,24. verlopt mir solhe missetât das. 369,18.
b. ich verlobe mich eines d. verspreche es nicht zu thun. sich des mordes verloben Silv. 729.
c. mit accus. der pers. weise einen ab. daʒ du sô guot gesellen hâst verlobet kindh. Jes. 86, 31. — erkläre für vogelfrei. Haltaus 1871.
3. gelobe, verspreche. Oberl. 1754. sich verbinden und verloben durch ein gelübde verpflichten Haltaus 1872. — maritare sgn. desponsare vortrewen, vorloben Diefenb. gl. 178.