Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
bunt flex. (-des) stm.
1. fessel, knote. slôʒ unde bunt U. Wh. 2. a. die ir treue brechen an der minne den werde kunt der schanden slôʒ und ouch ir bunt Suochenw. 24,297. gehört hierher Geo. 6. b: des lîbes wârens wol gesunt; sô was daʒ slac (slôʒ?) unde bunt daʒ leit daʒ in ir herzen lac, daʒ alle sache überwac, oder zu bunt 3.? — der punt (des schildes, die schildfessel) was durch den spiz gezogen Suochenw. 3, 132. — drî himelische degen in einen bunt gevlohten MS. H. 3,354. b. her Vrouwenlop sliuʒ mir ûf disen bunt MS. H. 3,348. a. nu hebet sich êrst des mæres bunt MS. H. 3,411. b. der âventiure bunt mache den frowen kunt Lohengr. 58.
2. verband einer wunde. deheines arzâtes bunt swie rehte wol er binde mir frumet niht büchl. 1,1815.
3. bündel, last. hât iemen sorgen swæren bunt Winsbeke 15,7 (MS. 2,252. a). bræch der bunt aller mîner swære MS. H. 3,260. a.
4. der bund im bretspiele. des gewan er beide wurf und ouch den bunt MS. 2,14. a. si hât wurf und bunt Mart. 259. daʒ êrste spil ist buf genant, daʒ verlôs der prinz: er brach die bunde sâ zehant MS. 2,93. b. sô wil ich nemen der bunde war amg. 4. a.