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kling

nhd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
12 in 9 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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23
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16

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kling interj.

Bd. 11, Sp. 1170
kling, interj. , einen hell klingenden schall zu bezeichnen, wie von glöckchen und klingeln, gläsern, silbermünzen. 11) kling kling u. s. f. wiederholt: bei einem turnier in Göttingen i. j. 1376 waren die frauen sehr heftig schön gezieret mit herrlichen purpurkleidern und mit klingenden (d. i. mit schellen besetzten) silbernen und güldenen gürteln und borten, mit langen kleidern und röcken, die giengen alle schur, schur, schur und kling, kling, kling. zeit- und geschichtsbeschr. der stadt Göttingen. Gött. 1734 1, 28; auf, werthe brüder, schenkt euch ein! hier habt ihr römer, hier ist wein! nun stoszt mit eurem nachbar an! ting! ting! ting! kling! kling! kling! es lebe wer diesz mit gethan! u. s. w. trinklied von Chr. F. Weisze. daraus ward aber klingling u. s. w., s. dort. 22) ablautend kling klang, höheren und tieferen ton zusammenfassend (s. z. b. Philander unter klang! sp. 944), wie bim bam von glocken, klimperklamper (s. klimperei), klipp klapp, tictac, prim pram, rips raps, schnipp schnapp u. a., vgl. 'klingeln klangeln' unter klingeln. 2@aa) als reine interj.: so will ich dich auf den kopf hauen ... da giengs kling klang (auf dem helme). Götz von Berl. leben (1813) 15, vgl. unter klinge sp. 1171 unten; Valentin. wenn ich so sasz bei vollem gelag ... und kriege das volle glas zur hand ... 'aber ist eine im ganzen land ... die meiner schwester das wasser reicht?' top! top! kling! klang! das gieng herum. Göthe 12, 191; und dann wie ziehnder kranichheere kling klang! von ihrer luftgen fähre, wie ferner unkenruf kling! klang! ein läuten das gewäld entlang. Annette v. Droste ged. 41. auch kling und klang, besonders von musik. und jedes heer mit sing und sang, mit paukenschlag und kling und klang ... zog heim zu seinen häusern. Bürger 13a; von kling und klang (der schwerter), von ach und krach ward rund umher das echo wach. 54a. 2@bb) das geht denn aber leicht in ein subst. über: da lebten wir kinder Lutheraner von etwas predigt und gesang, waren aber dem kling und klang der Katholiken nur zugethaner. Göthe 2, 222, er mag es als neutr. meinen (masc. aber ist klingklang, s. d.). im refrain der lustigen musikanten bei Brentano Godwi (1802) 2, 329 ff.: um kling und um klang, um sing und um sang schweifen die pfeifen. 2@cc) der interj. ähnlich ist das mhd., mehr imperativische klingâ klinc (s. mhd. wb. 1, 1b), aber es wird ebenfalls substantivisch gebraucht: von knappen was umb in ein rinc, dâ bî von swerten klingâ klinc. Parz. 69, 14; von frouwen zoumen (mit schellen, s. unter 1) klingâ klinc. 681, 29. es gab aber auch wirklich ein subst. klinc m. neben klanc und klunc, s. mhd. wb. 1, 844. 33) auch weicher gling glang, im 15. 16. 17. jh. war ein beliebter kehrreim von schlemmerliedern gling glang gloria! Uhland volksl. 576 (eigentlich vom anstoszen in der runde), mit einem gelehrten schwänzchen das von studenten oder mönchen herrühren wird (ursprünglich vielleicht gar kirchenliedern entlehnt); auch gling glang glorion (von silbergeld) wunderh. 4, 56, glam glam gloriam de gen. ebr. bei Zarncke 125, 34, in bloszes spiel mit den klängen übergehend; glimper gloria! Uhland 573 gehört zu klimpern, übrigens auch als subst.: so leben wir da in glimper gloria, in dulci jubilo. wie lange so ein hübscher fund leben kann, zeigt der gebrauch davon noch in kindersprüchen von heute, z. b. von glöckchen (vgl. kinderm. nr. 198 a. e.): kling klang klorian, Mariechen kam die trepp heran, hatt ein buntes röckchen an, hiengen siebzig glöckchen dran u. s. w. 44) aber auch klink! M. Kramer deutsch-holl. wb., 'klinckklinck! kling-ling! klinglingling!' von glöckchen Ludwig teutschengl. wb. 1716 sp. 1032. es ist besonders nd. (s. klinken unter klingen I, b): da trok ik en paar gläserne schohe an, un da stott ik an en stein, da segd et klink! da wören se caput. kinderm. nr. 91 a. e. aber auch hd., in der Nürnb. ausg. von Götzens leben 1731 s. 31 (s. 2, a) heiszt es da giengs klink klank. 'klink klank' sagt man in Ostpreuszen wenn gläser zerschlagen werden Hennig 125, schon im 15. jh. nd. in einem schlachtliede: die swerder gingn den klinker den klank. Liliencron 1, 274b, die erweiterung hält sich an klinkern (s. d., auch klingling), über das den s. unter klippklapp.
4263 Zeichen · 136 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kling

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Kling , s. Klingkling .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    kling

    Goethe-Wörterbuch

    kling auch Großschr 1 lautmalend für einen kurzen hellen Ton; überwiegend in Wiederholung od Kollokation mit ‘klang’ a m…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kling

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kling , in Hinterindien und im Malaiischen Archipel Name der dortigen Tamulen ( klinganesische Sprache für Tamil oder Ta…

  4. modern
    Dialekt
    Kling'f.

    Mecklenburgisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Kling' f. 'die Klingende' 1. kinderspr. Glocke, Glöckchen, belegt im Wiegenlied Buhkäuhking von Halberstadt: Roden Rock …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kling

282 Bildungen · 255 Erstglied · 18 Zweitglied · 9 Ableitungen

kling‑ als Erstglied (30 von 255)

Klinges

SHW

Kling-es Band 3, Spalte 1423-1424

Klinggewann

SHW

Kling-gewann Band 3, Spalte 1423-1424

Klinggraben

SHW

Kling-graben Band 3, Spalte 1423-1424

Klingklang

SHW

Kling-klang Band 3, Spalte 1423-1424

Klingwiese

SHW

Kling-wiese Band 3, Spalte 1423-1424

klingan

KöblerAhd

klin·gan

klingan , st. V. (3a) nhd. klingen, schellen, tönen, ertönen, gellen ne. ring (V.), sound (V.) ÜG.: lat. clangor (= klinganti) Gl, resonare …

klingan1

AWB

klingan 1 st. v. , mhd. nhd. klingen; mnd. klingen, mnl. clingen st. u. sw. v. ; afries. klinga ( Holthausen, Afries. Wb. 2 S. 58 ); vgl. an…

klingan2

AWB

klingan 2 st. v. ; ae. clingan; vgl. mnl. clingen sw. v. — Graff IV,563 s. v. klingan. Praes.: klinkit: 3. sg. Gl 1,265,26 ( K ); clingit: d…

klingantî

AWB

kling·anti

klingantî st. f. — Graff IV,563 s. v. klingan. chlinganti: gen. sg. Gl 2,310,25 ( Rb ). Klang, Schall: des hornes inti dera chlinganti [ die…

klingantī

KöblerAhd

klingantī , st. F. (ī) nhd. Klang, Schall ne. sound (N.) ÜG.: lat. tuba et clangor Gl Q.: Gl (Ende 8. Jh.) E.: s. klingan (1) L.: Karg-Gaste…

klingapfel

DWB

kling·apfel

klingapfel , m. klinkapfel, pomum tinnulum. Stieler 1378 , s. kernapfel .

klingbüchslein

DWB

kling·buechslein

klingbüchslein , n. crepitaculum. Kirsch cornuc. im lat. theil, auch in späteren ausg. des Frisius ( Dief. 157 a ), es scheint klingelbeutel…

Kling'büdel

MeckWB

kling·buedel

Kling'büdel m. Klinge-, Klingelbeutel, der mit einem Glöckchen versehene und an einer längeren Stange befestigte meist schwarzsamtene Beutel…

Kling'büdelbuer

MeckWB

klingbuedel·buer

Kling'büdelbuer m. der den Klingelbeutel tragende Bauer, als Beiname, der auch auf den Sohn übergegangen ist, in Ro Will .

Kling'büdeldräger

MeckWB

Kling'büdeldräger m. der den Klingelbeutel tragende Kirchenjurat Wa.

Kling'büdelmütz

MeckWB

Kling'büdelmütz f. Zipfelmütze für Männer Schö Carl . Kü. 2, 137.

Kling'büdelvaagt

MeckWB

Kling'büdelvaagt m. im Scherz der Klingelbeutelträger: Klingenbüdelvaagt Wi Poel ( Klingen- bloße Schreibung für Kling'- ).

Kling'didelding

MeckWB

Kling'didelding m. Hundename im Wiegenlied: Uns' oll Hund heet Kling'didelding Wo. V. 3, S. 297.

klingdrüge

RhWB

kling·druege

kling-drüge -drȳ:  uWupp Adj.: so trocken, dass der Gegenstand klingt.

klingeling

SHW

klinge-ling Band 3, Spalte 1421-1422

kling als Zweitglied (18 von 18)

Bückling

RDWB1

Bückling m einen ~ vor j-m machen idiom. - сгибаться перед кем-л. в три погибели идиом. , разг. ; расшаркиваться с кем-л. или перед кем-л. и…

Blickling

Adelung

blick·ling

Der Blickling , des -es, plur. die -e, im Hennebergischen, ein Nahme gewisser Weißfische. S. Adelung Bleihe und Adelung Blicke .

bückling

DWB

buck·ling

bückling , m. was böckling, bücking: pückling und häring. weidwerk 2, 26 a ; Schmelzl lobspruch 92 . Frischlin 291 . welches ist der höflich…

Bückling

BWB

Bückling Band 3, Spalte 3,875f.

dünkling

DWB

duenk·ling

dünkling , m. wie dünkler. einige meiner bisher einzeln erschienenen gedichte haben, das weisz ich gewis, vielen wackern leuten gefallen, un…

Dünkling

Idiotikon

Dünkling Band 13, Spalte 721 Dünkling 13,721

Galge(n)schwänkling

Idiotikon

Galge(n)schwänkling Band 9, Spalte 2013 Galge(n)schwänkling 9,2013

Krankling

Adelung

krank·ling

Der Krankling , des -es, plur. die -e, S. Adelung Kränklich .

Neidkling'

MeckWBN

neid·kling

Wossidia Neidkling' nur mit hd. Bestimmungswort Nietkling' f. Gerät des Schmiedes, mit dem er die vernieteten Enden der Hufnägel abschlägt, …

Pünkling

BWB

Pünkling Band 3, Spalte 3,777

Röckling

Adelung

rock·ling

Der Röckling , des -es, plur. die -e, in einigen Gegenden, besonders Niedersachsens, ein feines, kleines Rockenbrot, so wie es von den Stadt…

Rückling

Idiotikon

Rückling Band 6, Spalte 862 Rückling 6,862

speckbückling

DWB

speck·bueckling

speckbückling , m. geräucherter fetter hering, der am rücken aufgeschnitten ist, nd. flickhäring. Adelung, speckbücklinge oder flickheringe,…

streckling

DWB

streck·ling

streckling , m. , dass. wie streckholz 2 a, s. Jacobsson technolog. wb. 4 (1784) 313 b ; Campe 4 (1810) 702 a ; Krünitz oec. encycl. 175 (18…

strickling

DWB

stric·kling

strickling , m. : redimiculum ein hauptzierd oder halszzierd derweyberen, krantz, etwas dasz man vmb das haupt bindt oder strickt, stricklin…

strohbückling

DWB

stroh·bueckling

strohbückling , m.; 'süsser böckling, strohböckling arenga fumata dolce, cioè salata leggiermente; arenga in paglia ' Kramer t.-ital. 1 (170…

Sträckling

Idiotikon

Sträckling Band 11, Spalte 2156 Sträckling 11,2156

Ableitungen von kling (9 von 9)

beklingen

DWB

beklingen , campanae sono celebrare, beläuten: ( dein leib ) bleibt unbeleut und unbeklungen, ohn alle seelrecht unbesungen. Waldis 4, 46 ; …

entklingen

DWB

entklingen , resonare: und sie sasz und lehnte sich sanft auf eine harfe, der ein weinender laut entklang. Messias 15, 346 ; des herzens kla…

erklinge

BMZ

erklinge stv. 1. erklinge. a. diu swert erklungen Parz. 739,22. daʒ lûte erklang ir gewant Nib. 435,4. man hôrte die rîgen vaste erklingen W…

erklingen

DWB

erklingen , n. sonitus: als er zum saal hereintritt, schreit er laut, die mauer bebt bei seiner stimm erklingen. Gries Bojardo 3, 1, 59 .

geklinge

DWB

geklinge , n. anhaltendes klingen. Campe ( nl. geklink, gekling): näher und näher kam das gekling'. Voss das.; dazu doppelgekling ( s. d. ) …

geklingen

KöblerMhd

geklingen , st. V. nhd. „klingen“ Q.: HvNst (um 1300) (FB geklingen) E.: s. ge, klingen (1) W.: nhd. DW- L.: FB 117b (geklingen)

klinge

DWB

klinge , f. gieszbach, rinnsal, schlucht, seichte fluszstelle u. ä. 1 1) gieszbach, bach. 1@a a) gieszbach, ahd. chlinga, klinka f. ( schwac…

Mißklingen

Campe

Mißklingen , v. ntr . unregelm. ( s. Klingen ) mit haben , Mittelw. d. verg. Z. mißgeklungen , unrein, übel klingen, auf eine dem reinen ang…

verklingen

DWB

verklingen , verb. tönend verschwinden, unhörbar werden. zusammensetzung mit klingen ( th. 5, 1179), dessen bedeutung durch ver verneint wir…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „kling". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kling/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „kling". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kling/dwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kling". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kling/dwb.
BibTeX
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