hoch -oe- im Komp DjG31,29,1 Labores juv [1757]; abgekürzt ‘H.’ GWBTgb 18.7.16, ‘Höchst[er].Son[nen].Stand’ N(Knittermeyer 114,15) Fl Plp; in versch mehr od weniger festen Vbdgn öfter in Zusammenschr (vgl auch die folgenden Kompos), zB ‘höchstbedeutend’ GWBB40,259,20 Gersdorff 21.1.26; bisweilen Zusammenschr mit ‘allzu’ (zB GWB47,297,27 Propyl Plp); öfter Großschr des attr Adj (zB GWBB25,11,17 Christiane 7.8.14), insbes in Pkt C1b; Kleinschr des neutr Subst ‘Hohes’ (zB GWBN13,472,1 Plp), auch im Komp (zB GWBT1,292,22 v 11.10.86) u im Superl (zB GWB46,34,10 Winckelm); als unflekt Attr im Positiv GWB16,86 Satyros 163 u im Komp GWB39,373 Iph1; gelegentl (nicht nur metr bedingt) Synkope im Komp, auch mit Apostroph (zB GWB131,72,3u5 Was wir bringen [1802]); selten im Vs apokopiert ‘(der) Hoh(’)’ (zB GWB16,230 Maskenz russNationen 37), einmal ‘das Höchst’‘ GWBFaust I 1772; in adv verwendeten präp Vbdgn wie ‘am, zum höchsten’ (s unter Pkt C3h), dabei vereinzelt Großschr. Rund 7800 Belege im Archiv, darunter je ca 1500 im Komp u im Superl (u davon wiederum weniger als 5% bzw rund 10% subst); Gebrauchsschwerpunkte im konkr-physischen Bereich, insbes in der Naturbetrachtung u -beschreibung (Pkt A1b), in Bezeichnung der gesellschaftl Hierarchie (Pkt C1b) sowie in der (floskelhaften) Steigerung von Befindlichkeitsäußerungen (in Pkt C3i), semant pointiertere Verwendungen im relig, sittl u ästhetischen Kontext (s Punkte C1a, C2a u b). A in räuml Vorstellungen 1 von vertikaler Ausdehnung a mit Maßangabe b ohne Maßbestimmung c speziell vom Quecksilberstand d ‘hoher Ofen’ 2 relativ weit oben a erhöht od hochgelegen b in relativ großer Entfernung von einem Bezugspunkt 3 von nicht-vertikaler Ausdehnung a im Hinblick auf die geogr Lage b mBez auf Reihen-, Linienformation c von offenem, küstenfernem Meer B in zeitl Vorstellungen 1 in der Mitte eines Zeitraums 2 an weit fortgerückter Stelle eines Zeitraums 3 zeitl weit(er) von uns entfernt C als Grad-, Qualitäts-, Intensitätsbezeichnung 1 eine obere Position auf einer Stufenfolge bezeichnend a göttlich, himmlisch b sozial u/od rechtl hochgestellt; mBez auf die (feudale) Ständehierarchie, auf polit Instanzen u Behörden c biol, entwicklungsgeschichtlich weit fortgeschritten d intellektuell weit fortgeschritten, mBez auf geistige, kulturelle Entwicklungsstufen, wiss Forschung u Fächer sowie weiterführende Bildungseinrichtungen e übergeordnet, allgemein f in (verfestigten) Vbdgn (von Feiertagen uä sowie: ‘hohes Amt’, ‘hohes Wild’, ‘hohe Straße’, ‘Hohes Lied’) 2 erhaben, edel; herausragend a hoheits-, würdevoll b nobel, hochherzig; rein c vollendet, von künstlerischer Geschlossenheit, Harmonie d bedeutend, außerordentlich, wichtig 3 stark, beträchtlich, intensiv a auf einer (imaginierten) Skala (weit) oben stehend, von Geld(werten), Tönen, Farben uä b ausgeprägt, heftig, auf ein Maximum zugehend c pejor: hochmütig; hochtrabend d ‘h. beteuern, schwören’ e ‘es geht h. her’ f vivat g höchstens, allenfalls h superl/elativ in präp Vbdgn (‘am höchsten’, ‘aufs höchste’, ‘zum höchsten’ uä) i adv intensivierend: sehr, äußerst A in konkr-räuml u unmittelbar daran anschließenden Vorstellungen 1 von mehr od weniger großer vertikaler Ausdehnung, Erstreckung a mit vor- od (seltener) nachgestellter (zahlenmäßig präziser od vergleichender) Maßangabe; von natürl od artifiziellen Gegenständen, bes von Kunstwerken, öfter in Formatangaben, wiederholt neben ‘breit’ Bilder des ältern Cranach .. Der Sterbende. Ungefähr zwanzig Zoll breit und einige dreißig Zoll h. GWB48,159,5 AltdtGemälde Lpz Ihr [der Pflanzen] Zustand am 25ten Juli .. Der Stamm gesund. Er war nicht ganz 3 franz. Fuß h., war in der Zeit nur einige Zoll gewachsen GWBN7,320,29 Versuche übWachstum dPfl GWB421,7,12 Chron OvFreisingen GWB27,402,21 DuW Plp GWBB16,74,2 JGLenz 29.9.02 GWB32,170,15 ItR uö(häufig) b ohne (genaue) Maßbestimmung; zumeist von natürl Gegebenheiten (vielfach Bergen u Bäumen) sowie Bauten od Räumen; einmal (in ‘Lehrjahren’) ‘hohe Absätze’; mehrf im Bild In den höchsten Kalchbergen .. im mittägigen Frankreich, finden sich versteinerte Seethiere die gegenwärtig nicht mehr lebendig existiren. Das Gebürg das niedriger ist und auf dem vorigen aufliegt enthält Überreste von ienen GWBB6,82,15 Merck [Nov 82] [Faust:] Dieß ist .. der Mann [Lynceus] | Mit seltnem Augenblitz vom hohen Thurm | Umherzuschaun bestellt, dort Himmelsraum | Und Erdenbreite scharf zu überspähn GWBFaust II 9199 Die Gerichtssäle der Italiäner sind so weit und h., als das Vermögen einer Gemeinde zureicht GWB30,170,15 ItR GWB21,145,14 Lj II 4 GWB2,142 Ilmenau 25 GWB1,161 Kennst du das Land 4 GWBB24,196,2 Trebra [13.3.14] K uö(sehr häufig) angestiegen, angeschwollen, von einem Fluß(lauf), mehrf ‘hohes Wasser, hohe Flut(en)’ für Hochwasser, Überflutung, auch ‘bei hohem Wasser, Strome’: bei hohem Wasserstand, seltener adv vom Meer ‘h. (gegen das Ufer) gehen’ iSv hohe Wellen schlagen, stürmisch sein; auch im Bild Vor Geisenheim erstreckt sich ein flaches niederes Erdreich bis an den Strom [Rhein], der es .. bei hohem Wasser überschwemmt GWB341,7,23 Rochusf obgleich der große Weltstrom immer noch um uns braust und die hohe Fluth von Kaisern Königen und Fürsten unsere Gegend noch nicht wieder [nach dem Fürstentag zu Erfurt] verlassen hat GWBB20,177,8 Knabenau 14.10.08 Das Meer fing an höher zu gehen und im Schiffe war fast alles krank GWB31,83,18 ItR A1,136,35 Promem [10.2./5.3.81] GWBTgb 18.5.18 GWB30,137,7 ItR uö mit der Nuance: steil [Pater Seraphicus:] Wasser das darüber [üb Felsen] stürzt | Und mit ungeheurem Wälzen | Sich den hohen [>steilen] Weg verkürzt GWB152,10 Faust II 11913 Var GWB19,268,23 BrSchweiz II [für: high] GWB46,221,6 Hackert TgbKnight uö(selten) iSv überdurchschnittlich, ungewöhnlich weit nach oben ausgedehnt; ‘hohe Stirn’: ausgeprägte Stirn, einmal (von einer Medusenmaske) ‘hohe Gesichtsform’ iSv längliche Gesichtsform Beireis .. eine unglaublich hohe und gewölbte Stirn GWB35,211,1 TuJ 1805 GWB30,238,23 ItR~GWBB8,100,18 ChStein 20./23.12.86 uö(selten) adv ‘h. empor’, ‘höher hinauf, bergan’ uä mit Verben der Bewegung(srichtung): weit(er) nach oben, in die Höhe; auch im Bild Wir stiegen biss zum Ausbruch des Zingelgletschers und noch höher hinauf, wo vor dem Zingelhorn aus dem Eise sich ein kleiner See formirt GWBB4,84,19 ChStein [15.?]10.[79] [Seismos:] Wie ständen eure Berge droben | .. Hätt’ ich sie nicht hervorgeschoben .. Selbst Jupitern und seinen Donnerkeilen | Hob ich den Sessel hoch empor GWBFaust II 7569 GWB491,366,6 Üb:Zeichngn zuCharon GWB491,312,5 TischbeinsIdyllen GWBN12,89,13 Witterungslehre 1825 uö c speziell einen weit nach oben ausgedehnten Barometer-, Thermometerstand kennzeichnend; iGz ‘nieder, niedrig’ u ‘tief’, auch ‘h. steigen, stehen’, gelegentl mit genauen Maßangaben; auch im Bild aus dem mehrjährigen höchsten und niedrigsten Barometerstand eines Ortes gezogenes Mittel GWBN12,189 Met Var ungewöhnlich hoher, diesen Winter seltener Barometerstand von 28 Zoll GWBTgb 2.3.30 in widerwärtigen Situationen, anstatt mich abzumüden, nahm ich den Abschluß des Dr. Faustus vor .. Und so fahr ich .. fort bey niederem und hohem Barometerstand der Lebensatmosphäre GWBB49,95,14 Boisserée 27.9.31 GWBN12,98,9 Witterungslehre 1825 GWBB49,152,24 Boisserée 24.11.31 GWB22,292,26 Lj VI uö(bes in natwiss Schr u im Tgb) d ‘hoher Ofen’ für: Hochofen GWBN13,295,21 MinGeol Plp uö(selten) 2 relativ weit oben a erhöht (befindlich) od hochgelegen; von einem Ort, einer Position; auch ‘eine Treppe h.’ uä: auf der nächstoberen Wohnetage; einmal (in ‘Götz’) ‘h. zu Pferd’ Kontogiakupis, der schreit nun | Von des Bollwerks hohem Stand: | Herzhaft, Kinder mein! zur Arbeit GWB3,215 NeugrEpirot Heldenl III 22 GWB20,102,5 Wv I 9 GWB11,140,4 Stella I GWB39,102,7 Götz1 III~GWB131,279 Götz3 uö im poetischen Duktus einmal in der Stilfigur der Hypallage nur die höchsten Nympfen des Gebürgs | Erfreuen sich des leichtgefallnen Schnees GWB10,420 Nausikaa Plp Vs 7 b in beträchtl Entfernung vom (Erd-)Boden od einem anderen Bezugspunkt befindlich; insbes von Himmelskörpern, Wolken(formationen) uä; mehrf ‘hoher, höchster Himmel’, ‘hohe Wolken, Sterne’ (auch mit der Nuance: fern), ‘höhere Region, Atmosphäre’, ‘h. (am Himmel) stehen’ Wie wir den hohen Himmel, die fernen Berge blau sehen, so scheint eine blaue Fläche auch vor uns zurückzuweichen GWBN1,315,5 FlD 780 Cumulus. Und wenn darauf zu höhrer Atmosphäre [gegenüber Stratus] | Der tüchtige Gehalt berufen wäre, | Steht Wolke h., zum herrlichsten geballt GWBN12,41,10u12 Wolkengest GWBN13,500,33 MeteorolTgb 1823 [für: at a great elevation] GWBN12,228 JFDaniell,MeterologVers type="sigle">GWB19,248,7 BrSchweiz II uö ‘hohe Äpfel’ iSv weit oben im Baum hängende Früchte GWB4,152 Parabel 11 attr u präd von der (Mittags-)Sonne, auch adv ‘h. stehen’: im/nahe am höchsten Punkt stehen(d), mit den Konnotationen mittäglich u heiß (in Anklang an die Punkte B1 u C3aδ) Kahn, beschienen von hoher [heißer GWB251,296,2] Mittagssonne GWB252,205 Wj III 18 Var GWB30,16,12 ItR=GWBT1,159,11 v 8.9.86 uö(selten) ‘in höheren Regionen (schweben)’ uä übertr iSv von der Wirklichkeit entfernt, abgehoben (sein) [durch die Liebe zu Mariane] schwebte Wilhelm glücklich in höheren Regionen, ihm war .. eine neue Welt aufgegangen .. reich an herrlichen Aussichten GWB21,46,3 Lj I 9 GWB37,213,14 FGA Sulzer,Schöne Künste [G/Merck] uö(selten) in ‘Faust II’ mehrf in Anlehnung an meteorol Terminologie für die transzendente ‘höhere (Atmo-)Sphäre’ der Engel1) (vgl Pkt C1a) Chor seliger Knaben um die höchsten Gipfel kreisend [über dem Gipfel h. in der Atmosphäre Var] GWBFaust II Regiebem vor 11926 Engel schwebend in der höheren Atmosphäre, Faustens Unsterbliches tragend GWBFaust II Regiebem vor 11934 ebd 12094 uö(selten, in Regiebem der Schlußszenen von ‘Faust II’) 3 in Bezeichnung einer anderen als der vertikalen Ausdehnungsdimension a im Hinblick auf die geogr Lage, den Breitengrad, mehrf ‘im hohen Norden’: weit im Norden; ‘hoher Orient’ (als Heimat von Adam u Eva) wohl für die Region des Gartens Eden jenseits der Levante u des bekannten vorderoriental Kulturraums die schöne Kunst [des Schlittschuhlaufens] .. im hohen Norden erfunden GWB24,329,8 Wj II 5 die Vorstellung .. das Menschengeschlecht habe sich nicht von Einem Paare aus dem hohen Orient herab über die ganze Erde verbreitet GWB32,182,19 ItR GWBB28,348,22 Cattaneo 14./20.12.17 uö b ‘(zu) [Mengenangabe] Mann h.’ mBez auf (militärähnliche) Reihen-, Linienformation Chorschüler .. etwa 30 an der Zahl, gingen, 4 Mann h., Arm in Arm .. durch die Straßen GWBB23,329,8 Christiane [25.4.13] kommen [in Rom] die Quacqueri zu Schaaren, um ihre Galanterien .. anzubringen .. Sie kommen zu zwölf Mann h. .. anmarschirt, formiren eine sehr gerade Fronte GWB32,254,4 ItR c ‘hohes Meer, hohe See’: offenes, von der Küste, dem Betrachter entferntes Gewässer, auch mit der Nuance der Weite2); iUz ‘Küste, Ufer’ u im Bild hier an der Küste | .. die Warte .. | Künftig ins hohe [unabsehbare Var] Meer nach kommenden Schiffen zu spähen Achilleis 474 GWB1,297,8 Epist I GWBFaust I 699 GWBB41,202,6 WHumboldt 22.10.26 uö B in zeitl Vorstellungen 1 in der Mitte eines Zeitraums, bes von der Tageszeit in Analogie zum scheinbar hohen Stand der Sonne; ua ‘am hohen Tag’: mittags, ‘hoher Mittag, hohe Mitternacht’, mehrf ‘hoher Sommer’ u ‘höchste Sommertage’ für Hochsommer Wir haben ganz gleichen reinen Himmel und am hohen Tag entsetzliche Hitze GWB32,56,17 ItR [Faust:] es ist ja h. Mittag | Wie herrlich muß die Sonne scheinen GWB152,186 Faust II Plp im hohen Sommer in kühlen Zimmern GWB251,99,19 Wj III 3 GWBB36,75,5 Henning 15.6.22 GWB20,127,12 Wv I 11 GWB19,245,21 BrSchweiz II=GWBB4,127,16 ChStein 4.11.[79] uö im Bild attr mit doppeldeutigem Bezug (auf beide Glieder des nachfolgenden Kompos), mit Anklang von Pkt C2a [Graf:] Ganz vergebens prahl(t) die Sonne | Auf dem hohen Mittags Thron. | Licht dringt in der Menschen Auge | Nicht in das Gehirn hinein GWB17,391 GrCoph Plp 2 an weit vorgerückter Stelle eines Zeitraums, auch: spät; vielfach (wiederholt entschuldigend in Br der letzten Lebensjahre) ‘im hohen Alter’, ‘bei (jds/meinem) hohen Alter’, ‘in/bei meinen/so hohen Jahren’, auch präd ‘jd ist h. in Jahren’ da Madame Melina, ungeachtet ihrer hohen Schwangerschaft, die Rolle der himmlischen Jungfrau übernommen hatte GWB21,277,17 Lj III 7~GWB52,133,11 ThS V 6 Erster Act. Vor Sonnen-Aufgang .. Zweiter Act. Höher am Tag GWB16,431 Künstler Erdew 2 Regiebem Var so bleibt denn im höchsten Alter uns die Pflicht noch übrig, das Menschliche .. anzuerkennen GWBB49,191,6 CJMSeebeck 3.1.32 Pater Jacquier .. ist Franzos von Geburt .. h. in Jahren, sehr .. verständig GWB30,262,26 ItR~GWBB8,154,6 Herder 25.1.87 GWB28,182,27 DuW 13 GWBB45,85,23 JGLenz 16.12.28 GWBB41,68,15 Kirckhoff 19.6.26 uö(bes in Br) ‘(es ist) hohe, höchste Zeit (,zu .. /daß .. )’: dringend an der Zeit, einmal ‘es ist jdm hohe Zeit’: jd hat es (plötzl) sehr eilig Jetzt, dächt ich nun, wär’s hohe Zeit zum Schliessen, | Denn wenn man so zwey Bogen Reime schreibt, | Da wollen sie zuletzt nicht fliessen GWBB1,176,24 FOeser 6.11.68 [Aurelie zu Wilh:] Er [Lothar] ging und kam, kam und ging — und nun, mein Freund, ist es hohe Zeit, daß Sie auch gehen GWB22,107,15 Lj IV 16~GWB52,265,7 ThS VI 11 GWBB8,179,16 Merck 10.2.87 GWBB9,255,18 Herder [Anf Apr 91] DjG31,397 Mitsch2 658~DjG31,332 Mitsch1 306 uö in ‘Faust II’ mit qualitativer Nuancierung ‘höchster Augenblick’ (vor dem Tod): Kairos, letzter u zugl befriedigendster Moment des Daseins (in Fausts Erwartung der Unvergänglichkeit seines irdischen Werkes) Zum Augenblicke dürft’ ich sagen: | Verweile doch, du bist so schön! | Es kann die Spur von meinen Erdetagen | Nicht in Äonen untergehn. - | Im Vorgefühl von solchem hohen Glück | Genieß’ ich jetzt den höchsten Augenblick. | Faust sinkt zurück, die Lemuren fassen ihn auf GWBFaust II 11586 3 zeitl weit(er) von uns entfernt, (längst) vergangen, früh, alt, ursprünglich, archaisch, meist zugl mit qualitativer Note wie klassisch, vortrefflich (vgl Pkt C2c) hier lasen sie [die ‘Arkadier’ gegen Ende des 17.Jhs] Gedichte, in welchen man den Sinn des höheren Alterthums, der edlen toscanischen Schule wieder in’s Leben zu führen trachtete GWB32,216,28 ItR Das zuletzt mitgetheilte [serb] Gedicht ist unter denen die ich kenne wohl das älteste .. und trägt noch ganz den höhren barbarisch-heidnischen Sinn eines Menschenopfers zu großem unerläßlichen Nationalzwecke GWBB38,234,2 JGrimm 30.8.24 GWB411,509,9 EntwEinl Ilias Ausz 1820 GWB492,60,4 Verein dtBildhauer uö C als Grad-, Qualitäts-, Intensitätsbezeichnung 1 eine obere Position auf einer Stufenfolge, in einer (Gliederungs-)Hierarchie bezeichnend a göttlich, himmlisch, überirdisch, heilig; von göttlichen, mythol (auch: allegorischen) Gestalten u deren Wirken, ua ‘hohe Götter, hohe/höhere Wesen, Mächte’, ‘höhere/höchste Hand’, ‘höherer Beistand, Einfluß’, mehrf iGz ‘irdisch’ Heil den unbekannten | Höhern Wesen, | Die wir ahnen! GWB2,83 Das Göttliche 8 [von der personifizierten Wahrheit als Dichtermuse] wie ich sprach, sah mich das hohe Wesen [ein Wesen von höhrer Art Var] | Mit einem Blick mitleid’ger Nachsicht an GWB1,6 Zueignung [1784] 73 Weil aber niemand Zweck und Ziel seines Daseins kennt, vielmehr das Geheimniß desselben von höchster Hand verborgen wird GWB251,243,25 Wj III 13 GWBFaust II 8583~GWB152,75 Helena 1800 Vs 78 GWB6,241 Div Welch Vermächtniß 66 GWB152,236 Faust II Plp uö doppelsinnig ‘höchste Lenker’, von himml u weltl Herrschern [zur Feier des 50jährigen Dienstjubiläums des Adressaten] Ihre unschätzbare Thätigkeit [ist] mir schrittweise bekannt geworden .. Mögen wir beide, so lange es den höchsten Lenkern gefällt, an diesem schönen Aufbau mit Kraft und Muth vereint fortarbeiten GWBB36,219,24 JGLenz 1.12.22 subst ‘der (himmlisch) Höchste’ für Gott, auch Christus [Eugenie, die Äbtissin zitierend:] Wie? höhre Hand? | Was meint die Heuchlerin? Versteht sie Gott? | Der himmlisch Höchste hat gewiß nicht hier, | Mit dieser Frevelthat [Eugenies Verbannung], zu thun GWBNatT 2569 GWB131,117 ProlBln 1821 56 uö(selten) neutr subst im Positiv, Komp u Superl: Göttliches; in Br an ChStein zweimal iGz ‘Tiefes’, in Anspielung auf Röm 8,39: Kosmisch-Überirdisches Redlich hab ich es mein Lebelang mit mir und andern gemeint und bey allem irdischen Treiben immer auf’s Höchste hingeblickt GWBB37,19,12 Gfin Stolbg 17.4.23 du weist daß ich von dir unzertrennlich bin und daß weder hohes noch tiefes mich zu scheiden vermag GWBB5,80,10 ChStein 12.3.81 GWBB4,236,27 ChStein 14.6.[80] GWB7,152,25 DivNot ‘höhere Begattung’ in biol Bildlichkeit für: religiös motivierte Inspiration3) GWB6,28 Div Sagt es 12 b sozial u/od rechtl hochgestellt α in der (feudal-)gesellschaftl Rangordnung, Ständehierarchie weit/ganz oben stehend, einen/den oberen Platz einnehmend, auch: von Adel; insbes von fürstl Personen, deren Wirken od sie betr Angelegenheiten; öfter ‘höchste Herrschaften’ für regierende Fürsten (u ihre Familienangehörigen); wiederholt ‘hohes Haus, hohe Geburt, hoher Stand, hoher Titel’ uä iSv vornehm (u einflußreich), (hoch)adlig; öfter mBez auf CarlAug ‘auf (Serenissimi) höchsten Befehl, nach (Serenissimi) höchstem Willen’ u vielfach (ua in Br an CarlAug) in Bitten um ‘höchste Beistimmung, Beurteilung, Entschließung, Gnade’ usw; auch als Epitheton eines Herrschers [Meph zum Kaiser:] Und, höchster Herr! die Erde hast du schon GWBFaust II 6030 [aus Karlsbad] Die höchsten Herrschaften [Kaiser vÖsterr, Kaiserin vFrankr] hatten bey ihrem hiesigen Aufenthalte nur wenige Stunden heiteren Himmels, und ihre Lustpartieen waren meist von Regen begleitet GWBB23,41,9 ChStein 12.7.12 [Eugenie:] Aus hohem Haus entsprossen, werd’ ich nun | Verstoßen, über’s Meer verbannt GWBNatT 2720 Ich wünsche Serenissimi höchste Approbation GWBB23,255,22 Voigt 20.1.13 GWBB38,240,16 Jacob 8.9.24 K GWBB18,57,20 CarlAug 19.2.94 GWBB27,357,16 TheaterIntend 24.2.17 uö(sehr häufig) formelhaft ‘höchsten Ort(e)s’: bei Hof od dem regierenden Fürsten will ich Ottilien gratuliren daß ihre kleine Person höchsten Orts [bei ihrer Präsentation vor König Friedr Wilh III] sehr guten Eindruck gemacht hat GWBB31,181,13 August 14.6.19 Auch von Hof- und Weltsachen möchte ich das Nähere besprechen .. Empfehlen Sie mich gelegentlich höchsten Orts zum Allerschönsten und Besten GWBB40,253,13 Meyer 16.1.26 GWBB35,39,2 Spiegel 25.7.21 K uö(bes in Br) öfter subst (meist im Pl) für Adlige bzw hochgestellte Persönlichkeiten iGz ‘Geringe, Kleine, Niedere, Tiefe’ u iUz ‘Mittelstand’, auch neutr subst im Verglzshg für den Adel [Architekt:] Da selbst die Frommen und Hohen auf das Vorrecht Verzicht thun, in den Kirchen persönlich zu ruhen, so stelle man wenigstens dort .. Denkzeichen .. auf GWB20,205,6 Wv II 1 Drum treibt’s ein jeder wie er kann; | Ein kleiner Mann ist auch ein Mann! | Der Hoh’ [hoch Var] stolzirt, der Kleine lacht, | So hat’s ein jeder wohl gemacht GWB16,5 NeueröffnPuppensp Prol 59 [König:] O diese Zeit hat fürchterliche Zeichen, | Das Niedre schwillt, das Hohe senkt sich nieder, | Als könnte jeder nur am Platz des andern | Befriedigung verworrner Wünsche finden GWBNatT 362 GWB22,150,8 Lj V 3 DjG31,371 Mitsch2 269~GWB9,56 Mitsch3 281 uö gelegentl die vornehme, gehobenere Gesellschaftsschicht zugl als die gebildete, kultivierte hervorhebend (stärker im Übergang zum Qualitätsbegriff) In allem sind gegen vierhundert Menschen hier [in Marienbad] .. Lassen Sie das Drittheil davon zur höhern Gesellschaft gehören; so sehen Sie, daß die gebildete Welt einen mäßig-angenehmen Cirkel macht GWBB37,120,24 Schultz 8.7.23 GWB421,307,13 NationDichtk LitauVolksl Plp GWB52,267,13 ThS VI 12 uö(selten) adv bildhaft: ‘h. (hinauf) gerückt/gestellt, h. stehen’ uä [Eugenie:] Ich könnte die Geburt, | Die mich so h. hinaufgerückt, verläugnen! GWBNatT 2629 GWB131,177 EpilEssex 13 GWB26,293,26 DuW 5 uö(selten) β (juristisch) vorgesetzt, im Dienstgrad (je nach Steigerungsform: unmittelbar od weiter) übergeordnet; von polit Organen, Instanzen, Behörden, Amtsträgern uä; auch iGz ‘unter’ u ‘näher’; wiederholt in kanzleisprachl-förml Anrede od Bezeichnung Bittschrift an den Hohen Bundestag GWBB39,74,12 Nagler 9.1.25 die höchsten Oberen und die ihnen nachgesetzten hohen Beamten GWBN8,254,23u24 SkelNagetiere Möge allen Angestellten fernerhin gelingen, den Beyfall der höchsten und hohen Vorgesetzten zu erlangen GWBB33,167,9 Hoff 22.8.20 K GWBB28,219,19 Landesdir Weim 15.8.17 K [Zit s v Behörde] GWBB40,246,1 Stadt Frankf 13.1.26 GWB6,38 Div Der Mufti 5 uö ‘nicht so h. am Brett’ salopp iSv nicht so hohen (hier: geistl Dienst-)Ranges (u Ansehens) GWB38,63 Ew Jude 260 [Zit s v Brett] c einen oberen Rang in der biol Gattungshierarchie, in der entwicklungsgeschichtl Organisationsfolge einnehmend; weit entwickelt, hochorganisiert; fast durchgängig im Komp, ua ‘höher gebildet, organisiert’, ‘höhere Art, Gattung, (Tier-)Klasse’, ‘höherer Typus’; überwiegend iZshg mit der Metamorphosenlehre Inseckten .. Entwicklung der Systeme bis zum fortpflanzenden. Vergleich mit höherer Organisation GWBN13,10,7 Morph Plp Gedanke, von Parasitenpflanzen auszugehen und zu den höher gebildeten hinaufzusteigen GWBB39,111,2 Martius 8.2.25 GWBN51,322,24 Fl ÄltEinl GWBB38,37,24 Nees 29.1./4.2.24 GWBN6,321,15 u 352,9 Morph GWB422,197,10 MuR(744) [Zit s v edel] uö(meist in natwiss Schr u Br) d im intellektuellen Bereich (überdurchschnittl) entwickelt, fortgeschritten, anspruchsvoll; auch mit der Nuance des Schwierigen, Komplizierten α im Hinblick auf geistig(-kulturelle) Entwicklung(sstufen) od Denkvorgänge; häufig ‘hohe, höhere Bildung, Kultur’, einmal ‘etw ist jdm zu h.’: für jdn zu kompliziert, geht über seinen Verstand Wenn .. unser Schulunterricht immer auf das Alterthum hinweis’t, das Studium der griechischen und lateinischen Sprache fördert, so können wir uns Glück wünschen, daß diese zu einer höheren Cultur so nöthigen Studien niemals rückgängig werden GWB422,190,17 MuR(659) Was aber den sonderbaren Druckfehler [in einer frz Rez] betrifft .. indem statt Metamorphose Metapher gesetzt ist, so halten wir unsre Zeit für zu h. gebildet, als daß wir dahinter eine spöttische Anspielung auf die deutsche Behandlungsweise der Naturgegenstände argwöhnen sollten GWBN6,274,18 MetamPfl Wirkg 1830 [Wirt:] Jetzt, da du’s [gestohlenes Geld] geben sollst, gedenkst du auszuweichen. | Du hast’s ja erst bekannt [Sophie:] Nein, das ist mir zu h.! Erst klagen Sie mich an, | Und sagten mir vorhin, Sie hätten’s selbst gethan! GWB9,83 Mitsch3 III 2 617~DjG31,331 Mitsch1 297 GWB7,189,6 DivNot GWBN1,294,7 FlD 734 GWBB17,261,18 FAWolf 25.2.05 uö β im Hinblick auf einzelwiss Forschungsbereiche, Fächer od Denkoperationen; ua ‘höhere Chemie, Geographie, Naturforschung, Physik, Rechenkunst’, auch iSv theoretisch u abstrakt sowie iGz ‘gemein, praktisch, technisch’, einmal ‘komplizierte höhere Kunstsprache’ im Tadel von unanschaul Fachterminologie (der Metaphysik) Wenn ich .. mit Niethammer und Friedrich Schlegel [die Philosophie des] transcendentalen Idealism, mit Rittern höhere Physik spreche; so können Sie denken, daß die Poesie sich beynahe verdrängt sieht GWBB15,124,5 Schiller 30.9.00 [Newtons] Geist war constructiver Natur und zwar im abstractesten Sinne; daher war die höhere Mathematik ihm als das eigentliche Organ gegeben GWBN4,97,10 FlH VI Thätig wird er [Menschenverstand] sich selten verirren; das höhere Denken, Schließen und Urtheilen jedoch ist nicht seine Sache GWBN11,140,9 MuR(614) GWBN11,201,24 Galvanism GWBN4,316,25 Fl Suppl GWBB51,200 WHumboldt 22.8.06 uö γ weiterführend, von (offiziellen) Lehranstalten, speziell Gymnasium und Universität, einmal ‘wahre hohe Schule’ mBez auf Rom ich .. zog .. Straßburg zum .. akademischen Aufenthalt andern hohen Schulen vor GWB28,51,4 DuW 11 Es ist gewiß daß für jede Art des .. Studirens Rom .. der Ort ist .. Antiquitäten, Geschichte, die Litteratur der verschiedensten Künste, Numismatick pp werden von einzelnen Personen mit Fleiß betrieben, in deren Umgang man .. lernt und so wird Rom für einen der sich appliciren will eine wahre hohe Schule GWBB8,286,15 JFFritsch [27.]10.87 GWB341,97,19 KuARheinMain GWB37,52 Lügner 55 uö e von Abstrakta, nur im Komp: übergeordnet, allgemein; auch iSv eigentlich; ua ‘höherer Zweck, höhere Ansicht, höheres Prinzip’, ‘auf, aus einem höheren Standpunkt, von einem höheren Standpunkt aus’, ‘in einem höheren Sinne’ jeder [in der Loge] bescheidet sich .. in Betracht höherer, allgemeiner Zwecke auf alles Besondere Verzicht zu thun GWB36,350,12 Trauerloge 1821 Die sämmtlichen [vier Farb-]Erscheinungen und Probleme sollten auf Eins zurückgebracht werden .. Alle vier Erscheinungen werden als völlig gleiche von einem höhern Princip abhängige betrachtet GWBN52,403,21 Fl Plp [betr G-s Vorstudien zur Farbenlehre] nun aber liegen von Einem Capitel manchmal drey Aufsätze da, wovon der erste die Erscheinungen und Versuche lebhaft darstellt, der zweyte eine bessere Methode hat und besser geschrieben ist, der dritte, auf einem höhern Standpunct, beydes zu vereinigen sucht GWBB16,232,24 Schiller 25.5.03 Der Herr dieser Besitzung [Garten], im höhern [höheren Var] Sinne wohlthätig, daß er alles um sich her zum Thun und Schaffen aufregte GWB24,68,4 Wj I 4 GWBN7,117,22 Jungius 1831 GWBB27,24,2 Voigt 25.5.16 GWB28,260,19 DuW 14 uö f in versch (verfestigten) Vbdgn α mehrf von den obersten Festtagen im christl Kirchenjahr sowie von Jahres- u Geburtstagsfeiern ua, iSv festlich, feierlich [Erzbischof zum Kaiser:] zur höchsten Zeit, | An deinem Krönungstag GWBFaust II 10987 [Gretchen:] Ein Schmuck! Mit dem könnt’ eine Edelfrau | Am höchsten Feiertage gehn GWBFaust I 2793~GWBUrfaust 645 A(Vogel 347) Göttling [14.2.27] Korr B42,310 [Zit s v Festtag] GWBFaust II 11015 GWB37,110,13 Ephem uö ‘hohe Nacht’: für eine kirchl Christnachtsfeier Herd[ers] hohe Nacht4) GWBTgb 24.12.76 β ‘hohes Amt’ für: Hochamt Am ersten Festtage sah ich den Papst .. in der Peterskirche, da er vom Trohne herab das hohe Amt hielt GWBB8,110,20 Herder 29./30.12.86 GWB19,284,12 BrSchweiz II uö(selten) γ ‘hohes Wild’ für: (jagdbares) Hochwild Obgleich die erfreuliche, glückliche Jagd, sowohl hohen als niedern, gehörnten und gefiederten Wildes mich höchlich Theil nehmen läßt, wenn sie zu Ew. Hoheit muthiger Leibesbewegung und zu freyer Ausweitung des Geistes die beste Gelegenheit giebt .. GWBB33,291,14 CarlAug [6.10.20] K δ ‘hohe Straße, hoher Weg’: wohl für Chaussee, Hochweg Als man bei Hofe vernahm, es komme Reineke wirklich, | Drängte sich jeder heraus ihn zu sehen .. | .. da er .. Jetzo dreist und zierlich die hohe Straße [Reinke de Vos: hogesten strate] daher ging. | Muthig kam er heran und gelassen, als wär’ er des Königs | Eigener Sohn GWBReinF IV 6 GWB38,62 EwJude 206 ε ‘h/Hohes Lied (Salomonis)’ s Hohelied 2 erhaben, edel; herausragend, vortrefflich, vollkommen a hoheits-, würdevoll, majestätisch; (meist) von Personen, (dem Gesamteindruck aus) ihrem äußeren Erscheinungsbild, ihrem Auftreten u Verhalten, ihrer Ausstrahlung; zT in erweiterter Anwendung von Pkt C1bα [Psyche üb Satyros:] Welch göttlich hohes Angesicht! [Arsinoe:] Siehst denn seine langen Ohren nicht? GWB16,85 Satyros 148 [Gretchen üb Faust:] Sein hoher Gang, | Sein’ edle Gestalt GWBFaust I 3394~GWBUrfaust 1086 Den Grafen so wie die Baronesse konnte man unter jene hohen schönen Gestalten zählen, die man in einem mittlern Alter fast lieber als in der Jugend sieht GWB20,109,8 Wv I 10 GWBIph2 625 GWB10,397 Iph2 Var [>edel] GWB3,86 MetamPfl Eleg 45 GWB131,72,13 Was wir bringen [1802] uö(bes im dichterischen Werk) ‘höhere Wesen’ für zu Halbgöttern idealisierte Tragödiencharaktere GWB51,112,25 ThS II 2 b im Hinblick auf geistig-ethische Werte u Bestrebungen: vorzügl, nobel, hochherzig; im seel-emotionalen Bereich auch mit der Nuance rein, lauter; häufig (subst) pointiert auf Ideelles, Wahres, Ewiges; mehrf in Reihung mit anderen sittl Wertbegriffen sowie iUz ‘gemein’ u ‘niedrig’, wiederholt ‘hoher, höchster Begriff’ uä mBez auf moral Grundsätze [Faust zu Meph:] Ward eines Menschen Geist, in seinem hohen Streben, | Von Deinesgleichen je gefaßt? GWBFaust I 1676 Wir finden .. in seinen [Winckelmanns] Briefen, vom höchsten moralischen bis zum gemeinsten physischen Bedürfniß, alles erwähnt GWB46,61,3 Winckelm [Rose:] Du edler armer Ritter! | Du hast gar einen hohen Sinn, | Es herrscht die Blumenkönigin | Gewiß auch in deinem Herzen GWB1,172 Blümlein Wunderschön 19 Licht und Finsterniß, Gutes und Böses, Hohes und Tiefes, Edles und Niedriges und noch so viel’ andere Gegensätze scheinen .. die Ingredienzien der menschlichen Natur zu sein GWB18,282,4 GutWeiber GWB22,84,2 Lj IV 15~GWB52,242,27 ThS VI 10 GWB23,185,22 Lj VIII 4 GWB422,468,21 Zu:Eurip,Kyklops uö ‘das Hohe’ in Gegenüberstellung zu ‘das Tiefe’ (rollenspr) mBez auf die Pervertierung aller Werte in ihr Gegenteil, mit Anklang5) an Jes 40,4 [Zoilo-Thersites:] Doch, wo was Rühmliches gelingt | Es mich sogleich in Harnisch bringt. | Das Tiefe hoch, das Hohe tief, | Das Schiefe g’rad, das G’rade schief, | Das ganz allein macht mich gesund, | So will ich’s auf dem Erdenrund GWBFaust II 5467 c vollendet, von künstlerischer Geschlossenheit, Harmonie, auch mit Nuancen wie klassisch, fein, sublim; (meist) im ästhet Werturteil; (subst) wiederholt in Reihungen mit anderen Qualitätsbezeichnungen wie dem ‘Schönen, Edlen, Prächtigen, Herrlichen’, mehrf iGz ‘gemein, mechanisch, niedrig, platt’ uä, wiederholt ‘hoher (strenger), höherer Stil’ (auch iGz ‘natürlicher Stil’) sowie ‘höhere (bildende) Kunst’ (selten pl) auch summar für die bildenden Künste (iUz eher kunsthandwerkl Techniken, Darstellungsarten) [üb das Carità-Kloster von Palladio] Mich dünkt, ich habe nichts Höheres, nichts Vollkommeneres gesehen GWB30,109,11 ItR Die theatralische Baukunst [für das Theater] muß leicht, geputzt, mannigfaltig seyn, und sie soll doch zugleich das Prächtige, Hohe, Edle darstellen GWBB12,232,17 Schiller 14.8.97 Das höchste und das Niedrigste, eine Ode an Gott und an die Sonne, und eben sogut das Handwerks- und Studentenlied mit dem Spottgedichte GWB422,416 LyrVolksb Var Man darf wohl sagen, daß Lucrez in die Epoche kam und sie selbst mit bildete, wo die römische Dichtkunst den hohen Stil erreicht hatte GWB411,362,1 Üb:Knebel,Lukrez GWBT1,227,8 v 24.9.86 GWB47,286,22 PropylAnz Schema GWB48,245,29 Vorschlag,Künstlern Arb zu verschaffen uö ‘höchste Kunstzeit’ uä iSv Blüte-, Hochzeit u ‘jds höchste Zeit, Epoche’ iSv jds beste Schaffensperiode vier Gemählde .. 3 Ruysdaele, wovon einer von seiner höchsten Zeit ist. Ein ganz fertiges Kunstwerk GWBB4,308,22 Merck 11.10.80 GWBN12,147,7 NathistAbbildungen6) uö d (geistig) bedeutend, wesentlich, hervorragend, außerordentlich; mehrf ‘jd/etw steht höher (als jd/etw)’, ‘hohe Fahrt’ iSv zugl weite u wichtige Seereise; auch adv ‘etw h. anrechnen, etw/sich h. anschlagen’ uä iSv wichtig nehmen Wäre die Sprache nicht unstreitig das Höchste was wir haben, so würde ich Musik noch höher als Sprache und als ganz zu oberst setzen GWBN11,174,2 PhysikalWirkungen [Bodley an Bacon:] unsere Begriffe .. sind immer sowohl von solchen [Erfindern, Entdeckern], als von den höchsten [ementissimis] Gelehrten dankbar aufgenommen worden GWBN3,234,4 FlH IV Und wenn dem Helden [Napoleon] alles zwar gelungen, | .. Ihm hat bis jetzt das Höchste [ein Stammhalter, Thronfolger] noch gefehlt GWB16,328 DerKaiserin vFrkr 38 So war es schon in meinen Tagen, | Ein jeder schlägt gar h. sich an, | Und würdest du sie alle fragen: | Das Wichtigste hat Er gethan GWB51,43 So war es schon [G?] 2 GWB411,18,18 Übs:JvMüller,FriedrII [G/Riemer] [außerordentlich Var] GWB422,144,9 MuR(270) GWB2,72 Seefahrt 7 uö 3 stark, groß, beträchtlich, intensiv a auf einer (imaginierten) Skala (weit) oben, über dem Durchschnitt, Mittelwert stehend α von Geld(beträgen), materiellen Werten u Kosten; auch iSv erheblich od teuer; oft von ‘Preis’, auch von ‘Gewinn, Honorar, (Münz-)Fuß, Pacht, Zinsen, Zoll’ ua, adv im Positiv u Komp mit ‘anschlagen, (an)setzen, bezahlen, (zu) stehen (kommen)’ uä; gelegentl übertr mBez auf Immaterielles iSv wertvoll, kostbar; ferner im Spiel von materiellem Wert u immaterieller Bedeutung (mit Anklang an od in Anspielung auf Pkt C2d) sende hiebey das Verzeichniß einiger Kupferstiche .. Da es nun alle solche sind die ich zu besitzen wünsche, so wäre es mir nicht zuwider, wenn auch ein etwas höherer Preis gezahlt werden müßte GWBB36,1,6 Weigel 3.4.22 K Ein Cometensucher. Serenissimus besitzen schon einen, auch kommt einer nicht höher als 4 Carolin zu stehen A(FfA I 27,706,8) Aktenvermerk 17.2.13 Wegen des Preises [der ‘Propyläen’] haben Sie völlig freye Hand und ich finde nichts dabey zu erinnern daß Sie ihn h. setzen GWBB13,294,22 Cotta 17.10.98 Wem die Himmlischen viel Verwirrung zugedacht haben .. dem geben sie kein höher Geschenk als einen ruhigen Freund GWB39,373 Iph1 IV 1 A2,225,22 Promem [26.5.92] K [G/Herder] A2,381,19 Münzgutachten [vor 23.11.93] K GWB51,212,1 ThS III 4 GWBB46,117,17 FSVoigt 25.10.29 GWBB49,53,10 Frankf Festgen 3.9.31 uö(bes in Br u amtl Schr) β von Tönen, Klängen, mehrf von der Sprechstimme: hell (klingend), mit großer Schwingungszahl, auf der Tonleiter oben stehend; auch mit der Nuance: durchdringend, schrill; iGz ‘tief’; einmal im ausgeführten Bild ehelicher Disharmonie Die schnellsten Vibrationen bringen die hohen Töne hervor und die langsamsten die tiefen GWBN3,328,1 FlH V [üb die Ganzheit eines klingenden Körpers als Grundbestimmung des Klanges] Das Ganze verkleint, gibt einen höhern, vergrößert, einen tiefern Ton GWBN11,287,17 Tonlehre Schema [1810] sehe ich mich .. genötigt, eine deutliche wohl artikulierte Sprache abermals zu empfehlen und besonders einen Teil der Frauenzimmer aufmerksam zu machen, daß die hohen und klingenden Töne keineswegs zur Deutlichkeit beitragen A(JbSKipp10,77) Regie Weim 22.10.96 ob er [Ehestand] gleich nur ein Duett ist und man doch denken sollte zwei Stimmen .. müßten einigermaßen übereingestimmt werden können, so trifft es doch selten zu; denn wenn der Mann den Ton angibt, so nimmt ihn die Frau gleich höher und der Mann wieder höher; da geht es denn aus dem Kammer- in den Chorton und immer so weiter hinauf, daß zuletzt die blasenden Instrumente selbst nicht folgen können GWB251,161,14 Wj III 6 GWBN4,259,18 FlH VI GWBB25,305,18 ChHSchlosser 5.5.15 K GWBTgb 29.1.29 uö γ für Intensitätsgrade von Farb(tön)en, von: hell, licht, blaß zu: satt, tief, dunkel, zB sowohl vom Karmin- als auch vom Purpurrot; auch: leuchtend, auffällig u (seltener) iSv grell; mehrf in der Maltechnik der Aufhöhung (vgl s v aufhöhen) ‘hohe, höchste Lichter’, einmal im Gespr ‘das höchste Licht’ für: (rein) weiß ist zu bemerken, daß, wenn zu dem durch die Salzsäure hervorgebrachten höchsten Carminroth Ammoniak zugegossen wird, sogleich ein tiefes vollkommenes Blau entsteht GWBN52,157,14 Fl Plp es scheint, im höchsten Roth, das wir Purpur nennen, gesättigt wie es in der Paeonie ist, stecke ein Antheil von der passiven Seite, oder vom Violetten vom gesteigerten Blau LA II 10A,52 M3.10,10 FarbversuchePfl Bem Er [de Saussure] fand den Himmel h. königsblau [auf dem Mont Blanc] GWBN51,123,14 FarbSchatt in dem Menschen ist eine bildende Natur .. so modelt der Wilde mit abentheuerlichen Zügen, gräßlichen Gestalten, hohen Farben, seine Cocos, seine Federn, und seinen Körper GWB37,149,3 Von dt Baukunst 1773 GWBN51,4,18 BeitrOpt I 4 GWBN1,276,6 FlD 694~GWBN52,183,14 Fl Plp GWBN1,354,6u11 FlD 908 Gespr(He5,217) Riemer 3.9.06 uö(bes in der Farbenlehre) δ von der Intensität der Sonnenglut iSv warm, stark, hell Das Rothgelbe gibt eigentlich dem Auge das Gefühl von Wärme und Wonne, indem es die Farbe der höhern [wärmeren&spiklzu;höheren Var] Gluth, so wie den mildern Abglanz der untergehenden Sonne repräsentirt GWBN1,312,18 FlD 773 GWB251,44,22 Wj II 11 uö(selten) b ausgeprägt, heftig, auf ein Maximum, Optimum zugehend; häufig ‘in hohem, höchsten Grad’, ‘auf den, bis zum höchsten Grad’ uä α von positiv konnotierten (seltener: neutralen) Abstrakta Leidenschafft .. in der die Mächtigen und Reichen einen höhern und stärckern Genuß des Lebens suchen .. Hunde, Pferde, Jagd, Spiel, Feste, Kleider und Diamanten GWBB6,139,23 Herder 20.3.83 daß es mir zur hohen und innigen Freude gereicht GWBB46,207,11 CarlFriedr 11.1.30 GWBB19,464,6 ChStein 1.12.07 GWBB11,201,8 Meyer 15.9.96 GWBB47,285,26 Chézy 9.10.30 [Zit s v Grad] uö ‘alles Höchste’ in höfl-emphat Briefschlußformel Alles Gute, Beste, Höchste. treu verbunden J.W.v. Goethe GWBB48,191,9 Boisserée 24.4.31 β bei negativ konnotierten Bezugsgrößen iSv (sehr) schlimm, arg, gravierend [üb Madame de Staël] An die vorrevolutionaire große gute Gesellschaft gewöhnt wo .. ein augenblickliches Rückkehren auf sich selbst .. als höchstes Verbrechen gegen die Majestät der Societät verpönt war GWB35,311,1 TuJ 1804 Var [Eugenie zum Gouverneur:] Dir in den Weg zu treten, darf ich’s wagen? .. Entgegen treibt mich dir die höchste Noth GWBNatT 2423 GWBB46,349,22 Zelter 7.11.29 K-Var [für: dans le fort de sa douleur] GWB45,126,5 RamNeffe uö(selten) adv ‘etw (jdm) h. (auf)nehmen’, ‘etw h. empfinden, fühlen’: etw übelnehmen; etw schwer, tragisch, zu Herzen nehmen, schmerzl empfinden Ich .. schalt auf meine Freundin, die mich so in Versuchung geführt hatte, nahm es ihr h. [übel GWB251,139,6] auf, daß sie sich nicht wieder sehen lasse GWB252,157 Wj III 6 Var [Arkas zu Iph, die Thoas ihre Herkunft verschweigt:] Dem Könige sollt’ nichts Geheimniß sein. Und ob er’s gleich nicht fodert, fühlt er’s doch, und fühlt es h. [tief GWBIph2 181], daß du sorgfältig dich vor ihm verwahrst GWB39,330 Iph1 I 2 GWB9,151,23 Wette 1 [Zit s v aufnehmen] Tasso 1548 uö(selten) c pejor: übertrieben (u gespreizt) α hochmütig, stolz; adv stärker bildl, die konkr räuml Vorstellung aktivierend (vgl Pkt A2): ‘den Kopf, das Haupt h. tragen’; auch mit Anklang an Pkt C1bα [Tasso:] Die [Dichter-]Krone, der mein Fürst mich würdig achtete .. Soll keiner mir bezweifeln noch begrinsen! [Antonio:] Es ziemt der hohe Ton, die rasche Gluth | Nicht dir zu mir, noch dir an diesem Orte Tasso 1344 [die Schauspielerin Merlina:] Ihr fraget dem Charakter nach, | Den ich am liebsten spiele? .. Ein junges Bauernmädchen .. alles hohe Wesen, | Stolzieren und Befehlen, | Es will mir nicht gerathen GWB53,107 TheatrAbenteur 106 GWB53,149 BelsazarsMonol 29=GWB51,145,9 ThS II 5 GWBB1,19,15 Cornelia 6.12.65 GWB8,190,5 Egm I uö ‘mit hohen Augenbraunen, mit hohem Augbraun’ iSv mit skeptisch od arrogant hochgezogenen Augenbrauen, mit überlegener Miene [Theaterdirektor:] Sie [Zuschauer] sitzen schon mit hohen Augenbraunen | Gelassen da und möchten gern erstaunen GWBFaust I 41 Mit Verdruß .. sieht man .. Priestley .. mit hohem Augbraun auf die ältern und mittleren [Farbwissenschaftler] herabsehen N1,XVI,8 Fl Vorw β von jds Ausdrucksweise auch iSv hochtrabend, pathetisch, bombastisch; einmal ‘breiter, hoher Wortschwall’ [Meph zum Herrn:] Verzeih, ich kann nicht hohe Worte machen, | Und wenn mich auch der ganze Kreis verhöhnt: | Mein Pathos brächte dich gewiß zum Lachen Faust 275 GWBTgb 11.7.27 uö(selten) d ‘h. beteuern, schwören’, ‘h. und teuer schwören’: (ganz) fest, feierlich, hoch u heilig versichern die Erznärrin [Philine]! ist in dich [Wilh] verliebt! Sie schwur h., daß es wahr sei, und betheuerte fluchend, daß es ein rechter Spaß sei GWB52,240,7 ThS VI 9 GWB21,202,4 Lj II 11 GWBB42,126,7 Zelter 10.4.27 uö(selten) e umgangs-, rollensprachl ‘es geht h. her’ für: es wird ausgelassen, turbulent gefeiert Ich .. eilte zu einem Bankett .. Da ging es denn wieder h. her, und wir waren durch Wein und Trompetenschall mächtig aufgeregt GWB251,139,17 Wj III 6 GWB40,20,27 EröffnWeimTheat f im Ausruf: vivat, als Segens-, Trinkwunsch; ‘Hoch (jd/jdm7))’ u ‘Jd lebe hoch!’ uä, mehrf ‘h. und abermal h.’, je einmal ‘prosit h.’ u (in ‘ThS’) ‘jds Gesundheit h. trinken’ iSv auf jds Gesundheit trinken [Alle:] Vivat! Herr [Schützen-]König, h.! und abermal h.! GWB8,174 Egm I Bei: “H. dem Kaiser!” sprudelt’s in den Kellern | Dort kocht’s und brät’s und klappert mit den Tellern GWBFaust II 6095 [zum Geburtstag des Gf Brühl] H. lebe Moritz! lebe weit! GWB4,226 Bänkelsängerlied 71 Alle (trinken). Prosit h.! GWB12,109,4 Fischerin GWB8,175,11 u 176,28—181,18—19 Egm I GWB1,122 Tischlied 25 GWB51,247,15 ThS III 9 g höchstens, allenfalls α ‘zum höchsten’: äußersten-, schlimmstenfalls [Clärchen:] Komm mit, Brackenburg! .. wir befreien ihn [Egmont] .. was wagen wir? Zum höchsten unser Leben, das zu erhalten nicht der Mühe werth ist wenn er umkommt GWB8,274,18 Egm V β (rollensprachl-)salopp ‘wenn(’)s h. kommt’: wenn es viel ist, bestenfalls [Brander üb Faust u Meph:] das ist was vornehmes inkognito, sie haben so was unzufriedenes böses im Gesicht [Siebel:] Pah! Commödianten, wenns h. kommt GWBUrfaust AuerbKeller 62 GWB37,130,17 ShakespTag GWB51,118,22 ThS II 3 h superl bzw elativisch in versch präp Vbdgn α ‘am höchsten’: am meisten, stärksten [Werner an Wilh:] Was .. mich und meinen Vater am meisten und höchsten freut, sind deine gründlichen Einsichten in die Bewirthschaftung .. der Feldgüter GWB22,145,23 Lj V 2 War die Entzündung des Auges am höchsten, so wie der Krampfhusten sehr heftig GWBTgb 7.1.01 GWB17,179,9 GrCoph III 5 uö β ‘auf(’)s, auf das höchste’: höchst(-), größtmöglich, sehr stark; einmal ‘jdn auf das höchste treiben’ iSv zur Verzweiflung, zum Verlust der Selbstbeherrschung bringen Nöthigung durch die Nacht zu fahren .. Aufs höchste gesteigerte Sorge, Nachts an einer einsamen Kneipe im Walde GWB33,368,7 Camp Schema ich .. bin Ew. Hochwohlgeb. aufs Höchste für diese Gefälligkeit verbunden GWBB50,27,21 Mannlich 27.6.06 [Tasso zum Fürsten:] Gelassen, kalt, hat er [Antonio] mich ausgehalten, | Auf’s höchste mich getrieben Tasso 1474 GWB28,115,9 DuW 12 [für: περιτιμήεις] GWB4,323 Auf die Geburt dApollo 61 uö γ ‘zum höchsten’: aufs höchste, außerordentlichste, höchst [Reineke bei der Meerkatze] sie brachte mir Speise genug; ich wüßte sie wahrlich | Jetzt nicht alle zu nennen; verwundert war ich zum höchsten | Wie sie zu allem gekommen GWBReinF XI 227 GWBB41,312,27 Weyland [31.7. od 1.8.26] K uö i adv (meist) superl bzw elativisch, Adj u Verben intensivierend: sehr, äußerst, hochgradig, stark, überaus, maximal [Hosenträger] Zwar kein Kleidungsstück, aber ein zum Ankleiden höchst nöthiges Erforderniß GWB4,79,24 AufklBem Ein bedeutendes Modell des Amsterdamer Rathhauses, das bei mehrmaligem Umstellen und Transportiren höchst beschädigt worden war, ließ sich nun reparirt ruhig wieder aufrichten GWB36,163,1 TuJ 1820 merkwürdige .. Erscheinung .. daß .. Pigmente in ihrem höchst gesättigten und gedrängten Zustande .. ihre Farben nicht mehr zeigen GWBN1,231,13 FlD III 578 GWB7,8,18 DivNot GWBN12,197,2 Witterungslehre 1825 Var uö(häufig) ‘höchst selig’ in Pietätsfloskel als Epitheton des toten CarlAug GWBB47,183,4 Gruner 15.8.30 K hyperbol in steigernder Wiederholung ‘h. und höchst bitten’: äußerst dringend, inständig [Meph, in Ungeduld, zu Faust:] wir besprechen das [den Pakt] zunächst; | Doch jetzo bitt’ ich, h. und höchst, | Für diesesmal mich zu entlassen GWBFaust I 1420 tautolog ‘h. und sehr’ zum Ausdruck bes Innigkeit [Müllerin zum Geliebten:] Liebst du mich noch so h. und sehr, | Wie du mir sonst geschworen, | So ist uns beiden auch nichts mehr | Verloren GWB1,197 Der Müllerin Reue 64 insbes in Steigerung von Ausdrücken emotiver u kognitiver Einstellungen u Zustände, vom emotionalen Umfang auch iSv zutiefst (zB ‘h. verabscheuen’); in meist positiven Wertungen, vielfach in rein formelhafter Verwendung; gelegentl im semant Übergang zum verfestigten Kompos eine sehr erfreuliche .. Rückreise [von Teplitz] .. wozu das herrliche, den Müllern höchst unerwünschte, den Reisenden höchst erwünschte Wetter das seinige beytrug GWBB21,391,10 Reinhard 7.10.10 war seine [des Genuesers] Laune .. höchst bitter und verdrießlich geworden GWB18,134,27 Unterhaltungen [in Antwort auf Marianne Willemers Klage üb zunehmende Altersschwäche ihres Mannes] Ich will nicht läugnen daß ich es für ein Kunststück halte, als entbehrlich anzusehen was die Jahre uns nehmen, dagegen aber h. und höher zu schätzen was sie uns lassen, am höchsten aber, wenn sie so artig sind uns mit neuer Gabe zu erfreuen GWBB49,203,7u8 Marianne 13.1.32 GWBB10,268,2 Schiller 18.6.95 GWBB11,273,23 Meyer 5.12.96 GWB8,38 Götz2 I~GWB132,277,38 Götz3 Var GWB152,201 Faust II Plp [sehr Var] uö(höchst häufig) Christiane Schlaps C.S.