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Bom

ahd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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23 in 10 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Bom Pl.

Bd. 1, Sp. 1007
Wossidia MeckWBNBom Pl. Böm, Bömer m. Baum; Bom, Böm Mi 10a; de Bömer Babst Pet. B 1a. I. Pflanze mit Stamm und Krone im Gegensatz zu Busch, Struk, bei welchen die Verzweigung gleich vom Boden ab beginnt; als Grundwort in Zss. steht Bom vor allen Dingen bei solchen Bäumen, die nach ihren Früchten benannt werden: Appel- (Sp. 415), Beer- (Sp. 705), Bukasbeeren-, Kastannien-, Kirschen-, Kreiken-, Kütten-, Mispel-, Nœt-, Perschen-, Plummen-, Quitschen-, Vagelbeer-, Walnœt-, Wesselbeeren-, Zwetschenbom; ferner bei den Appellativen Awt- (Sp. 511), Bast- (Sp. 652), Kein-, Twäl-, Wunnerbom; auch bei solchen Gewächsen, die in der Mitte zwischen Bäumen und Sträuchern stehen: Aal- (Sp. 5), Brand-, Busch-, Elritzen-, Fleeder-, Ful-, Hart-, Hassel-, Huddel-, Päper-, Prüken-, Sœben-, Spier-, Spill-, Stink-, Tax-, Terlingbom; volkstümliche Bildungen sind: Afkaten- (Sp. 133), Iben-, Nill-, Schalm-, Tütenbom; gelegentlich: Eschen-, Füchten-, Führen-, Larken-, Linden-, Pappelbom; Eekbom nur schriftspr.; gefühlsbetont und an gewisse Gelegenheiten gebunden: Aust- (Sp. 496), Brut-, Dannen-, Dot-, Rosinenbom; an einen Mord erinnert Blotbom StaStargard@StrelitzStrel; der Phantasie oder dem Spieltrieb entstammen: Fall-, Kör-, Sine-, Spür-, Wackelbom; Wolkenbildung: Wäder-, Windbom; hervorragende, seltsam geformte und seltene Bäume in Mecklenburg: Meckl. 8, 84; 13, 30; 14, 6; Monh. 11, 499. 1. sprachlicher Niederschlag: de Bom is wasslich kräftig, gedeiht gut; de Bom kümmert droht einzugehen; de Böm bullen, bucken sind mit Rauhreif bedeckt; Böm anriten die zum Schlagen bestimmten Bäume mit dem Reißhaken bezeichnen; Böm afnähmen, afsniden fällen; sprichw.: wenn de Böm utslagen in 'n Frühjohr, gahn de Frugenslüd' ut de Sträng' werden mannstoll MaMalchin@GielowGiel; wenn de Bom is grot, is de Planter dot Raabe Proph. 1848, S. 35; dat is 'n schlichten Bom, de up 'n iersten Slag föllt Bri. 4, 27; as de Bom is, föllt de Appel H. Schröd. Buerh. 1, 96; ähnl.: 'so doch de Früchte nicht den Boem, sondern de Boem de früchte gifft unde erholdt' Gry. Paw. R 4a; übertr.: de Bom is mi to hoch die Sache ist mir zu riskant StaStargard@MirowMir; de Bom is tau dick das ist zu schwierig LuLudwigslust@Groß LaaschGLaasch; er gilt als Urbild der Kraft und Festigkeit, daher von kräftigem Wuchs: 'n[] Kierl as 'n Bom öft.; stünn as 'n Bom Ma Malchin@BrudersdorfBrud; HaHagenow@RedefinRed; dat Pierd steiht as 'n Bom HaHagenow@Groß KramsGKrambs; dat is 'n Kierl, dee kann Böm utriten er ist sehr stark WaWaren@Groß GievitzGGiev; iron. vom Schwächling: dee kann Böm ut de Ierd' riten, wenn se acht Dag' wussen hebben (wo kein Wörteln an sünd, wo Kamellen an wassen) HaHagenow@RedefinRed; RoRostock@KlockenhagenKlock; Ribn; umschreibend vom Alter: harr all ... an dei söss un twintig mal dei Böm gräun warden seihn Wagtsm. Dörp. 1, 72; Mahnung zur Vorsicht im Umgang mit Menschen: man kann den Bom nich von buten tau anseihn, wat dorin steckt RoRostock@KlockenhagenKlock; dee süht 'n Bom von buten an un weit nich, wat dorin steckt Lu; Lebensweisheit: 'Wen den boem umweihet de wyndt, Ein yderman syn holting vyndt, Wen dar um volt ein dorre boem, Darvan howt ein yder syn spon' Gry. Wed. C 6b; 'heren und fursten brek men nycht van den bomen' (Ro 1583) Jb. 8, 187; dat Geld möt 'n von de Lüd' nähmen, von de Böm kann 'n 't nich afplücken RoRostock@KühlungsbornKühl; vom Mittellosen: wenn dee up 'n Bom stiggt, hett he uppe Ierd' nicks hinnerlaten WaWaren@Groß FlotowGFlot; vom Prahlhans: wenn dee up 'n Bom stiggt, wat denn unner is, dor hüürt em nicks von to Ro; im Beispielsprichw.: dee is mi to olt, säd' de Voss, as de Hahn up 'n Bom satt Wo. V. 2, 139; Erziehungsregel: ut den jung'n Bom, de 'de strengen Herrn' nich verdragen kann, ward nich vel Zand. Bill. 24; gegen Überheblichkeit: je höger du in 'n Bom klatterst, je dünner sünd de Telgen StaStargard@Groß SchönfeldGSchönf; dee is ut 'n Bom follen ist von unbekannter Herkunft mehrf.; Überraschung drückt aus: nu fall ick up 'n Rüggen ut 'n Bom HaHagenow@BelschBelsch; Erstaunen: dat geiht œwer de Böm RoRostock@RibnitzRibn; Reut. 1, 284; 2, 209; 6, 112; Bri. 3, 147; verkoppelt: dörch Busch un Bom LuLudwigslust@ConowCon; von enger Freundschaft: dee hollen tausam as Bom un Bork GüGüstrow@KritzkowKritzk; twischen Bom un Bork sitten in der Klemme, in mißlicher Lage sein allgem.; Reut. 4, 272. 2. im Rätsel, Volksreim, -brauch und -glauben: wat geiht rund üm 'n Bom un kann nich rinkamen? (die Rinde) Wo. V. 1, 375; dor flög' 'n Vagel fedderlos up den Bom blattlos 99a; Namen des Baumes im Rätsel: Dick-, Kahl-, Kruskopp 2; 12 s; im Tiermärchen: Kaasmann in 'n Bom hangt, Kaasmann nah de Melk verlangt 2, 1837; häufig im Anruf an den Storch: Wenn de gälen Beeren An den Bom so geren, Wenn de roden Äppeln Von den Bom so päppeln, Wenn de swarten Kirschen Up den Bom so gnirschen, Wenn de blagen Plummen Ünner 'n Bom glummen 2, 1252; in den Städten wurde ein grüner Baum oder Strauch während der Viehmärkte als Zeichen des Verkaufs aufgerichtet Mantz. Sel. 3, 123; die hohe Wertschätzung der Bäume, die dem Brauchtum zugrunde liegt,[] äußert sich in den schweren Geldbußen gegen Baumfrevler: '10 mark von Hans Gotschalke, dede avetbome verstorde unde afhow' (WiWismar@NeubukowNBuk 1498) Jb. 15, 176; 'wer einen Baum abhaut 60 Rthl., wer einen Telgen abhaut 15 Rthl.' (1599) Horn Selmsd. 2, 8; in der magischen Krankenbehandlung ist die Übertragung von Krankheitsstoffen auf Bäume sehr häufig, s. Staak Krankh. 316 ff.; gegen Gicht: Bom ick klag' di dat Riten un Trecken in all min Gliere 119; Bom, ick klag' di, Jichtweihdag' plagt mi 120; gegen Hartspann: Bom, ick klag' di, Räwko plagt mi 138; gegen die Rose: 'In Christi Garten da steht ein Baum, Und unter dem Baum da liegt ein Stein, Und unter dem Stein da liegt ein Wurm, Es sticht nicht, es brennt nicht, es schmerzt nicht' Arch. Landesk. 14, 522; gegen Würmer: Ji sölt mi führen to Holt, Dor steit en Bömken köhl un kolt, Dorin will ick ju versenken, ertränken 523; gegen Augenübel: Magret hett 't maakt vant Og', Lof van 'n Bom, Doch (Tau) van Gras Jb. 5, 105; gegen die Flechte soll man an drei aufeinander folgenden Freitagen vor Sonnenaufgang einen Zweig von einem Baum oder Busch, der weiches Holz hat, drücken, reiben und knicken und damit die grindigen Stellen bestreichen; wenn der Zweig gesundet und verwächst, verschwindet die Flechte Bartsch 2, 107; gegen Wundschmerzen nimmt man drei kleine Reiser von verschiedenen Zweigen eines Baumes, reißt diese gegen den Baum hin ab, schneidet sie an dem Bruchende glatt, berührt damit die Wunde, so daß die Reiser blutig werden, wickelt sie dann stillschweigend in einen Lappen und legt alles an einen Ort, wo weder Sonne noch Mond scheint 382; der vom Blitz abgerissene Baumsplitter als Zahnstocher gebraucht schützt gegen Zahnschmerz Jb. 9, 224; Kinder, die an Brüchen leiden, werden in der Johannisnacht durch einen vom Blitz gespaltenen Baum gezogen Bartsch 2, 291; Sympathieformeln darf ein Mann nicht an einen anderen Mann weitergeben, œwer an 'n Bom kann he dat vertellen, denn kann de anner dat jo afnähmen WaWaren@FinckenFinck; die Nachgeburt schüttet man an die Wurzel eines jungen Baumes, dann wächst das Kind mit dem Baum; am Neujahrsmorgen klopft man mit einem kleinen Stock an jeden Obstbaum und sagt: leiw Böömken wak up, Niejöhrken geiht an PaParchim@WulfsahlWulfs; Bäume, welche aus der Wurzel wieder austreiben sollen, müssen bei zunehmendem Mond gefällt werden, solche, die Bauholz liefern sollen, hingegen bei Neumond (in den dunklen Nächten) Jb. 9, 223; s. Wadel; wird die erste Frucht von einem Baum gestohlen, so trägt er sieben Jahre nicht wieder ebda; die Früchte eines Baumes darf man nicht zählen,[] sonst fallen sie ab 224; Bartsch 2, 165; Wetterregeln: Fabian Sebastian (20. Jan.) lett den Saft in de Böm gahn allgem.; sitzt das Laub im Oktober noch fest auf den Bäumen, so deutet das auf einen strengen Winter Arch. Landesk. 14, 556; wenn in de Twölften de Böm bullen (bucken), gibt es im nächsten Jahr viel Obst Wa; RoRostock@KühlungsbornKühl; Bartsch 2, 250; wenn es über die kahlen Bäume donnert, haben die Hexen kein gutes Butterjahr 204; werden die Gössel nicht groß ebda; nehmen im Winter bei Frostwetter die Bäume und Steine eine dunklere Farbe an, so stellt sich bald Tauwetter ein 213; wenn Marien (25. März) Tropfen an den Bäumen hängen, gibt es viel Futter Gü. Sagenzüge: Fru Waus' is mit den Wagen un de Hunn' an eenen Bom hochgahn (Spuren noch zu sehen) Lu Ludwigslust@ConowCon; durch drei Bäume, die im Kleeblatt stehen, soll man dem Werwolf nachsehen Wo. Sa.; Geister werden in Bäume gebannt ebda; um ihre Wiederkehr zu verhindern, werden solche Bäume vernagelt WaWaren@MalchowMalch; der Moort reitet Bäume Wo. Sag. 2, 423; bi 'n afhaugten Bom spukt es Ha. Spiele: de Bom dee brennt, die Spieler stellen sich um einen Baum mit dem Gesicht zu diesem gewendet, ein Spieler geht herum, schlägt einen aus dem Kreise an und ruft: de Bom dee brennt, der Angeschlagene treibt den Anschlagenden mit Schlägen um den Kreis herum bis zu der entstandenen Lücke GüGüstrow@Klein RadenKRad; von Bom tau Bom oder von einen Bom nah 'n annern: auf dem Platz werden soviel Bäume bezeichnet, wie Spieler da sind, der Greifer steht etwa in der Mitte und ruft: 'ich schlage dreimal auf den Fuß, und wer nicht läuft, der ist' oder: 'von Baum zu Baum, und wer nicht läuft, der ist' Schö@GUp; Schwans; den Bom binnen: die Kinder stehen im Kreise, fassen sich an und singen: 'wir wollen den Baum binden, so binden wir den Baum, liebe E., soll der Baum gebunden sein?' Das gerufene Kind kreuzt die Arme, die andern fassen sich wieder an, das Spiel währt so lange, bis alle Kinder mit gekreuzten Armen stehen, dann singen sie: 'wir wollen den Baum lösen, so lösen wir den Baum, liebe E., soll der Baum gelöset sein?' Das gefragte Kind löst die Arme, der Gesang wird so lange fortgesetzt, bis alle Kinder mit gelösten Armen stehen HaHagenow@GoldenbowGold. II. Baumstamm, dicke Stange, die aus einem solchen verfertigt wird; Schlag-, Grenzbaum: 'de boome, de dartu ligghen' (1353) UB. 13, 296; 'ock vor jeder last, binnen und buten Bomes, nicht mehr als 3 ß nehmen' Rost. Ratsverord. von 1572; bett an unsern Bohm Babst Int. 2, 11; Hafensperre: 'das Schießen mit großen oder kleinen Feuergewehren sowie das Abbrennen von Feuerwerken ... auf der Warnow vor der Stadt von den Schleusen bis zum[] Baume ... ist ... verboten' (Ro) Hafenord. von 1847; Zss.: Scheid', Slaggbom; Gerichtsbaum: 'das Lübische Recht strecket sich nicht weiter als der Lübische Bohm gehet' Mantz. Sel. 1, 343; Gerichtsschranke: 'wen ene sine tuge let bynnen de bome gahn' (um 1450) Beitr. Rost. 3, 4, 66; Stamm des Kreuzes: 'dar de bom steyt myt deme crucifix' Slagg. 160; Lichtbaum, baumförmiger Leuchter: 'de des amptes jungeste und lateste is, schal ... waren ok up den bom to dregende edder in to settende und up den dodenbom ok' (Wi 1403) Burm. Altert. 64; 'dar vor sie achte waßlichte midden in der kercken up ehrer kronen und twe up eren bomen tho allen groten festen geholden' (Wi 1556) Schill.-Lübb. 1, 383a; s. auch Lüchtbom; in technischer Bedeutung Rundholz, Hebebaum, Stange, an der etwas getragen wird: 'item, wenn dartho gesegt werde tho der Herrn Denste tho gande mit den Bomen binnen der Stadt' (Trägerrolle) Rost. Nachr. 1752, S. 82; Zss.: Böhr- (Sp. 995), Melk-, Töber-, Wuchtbom; in der Seemannsspr. Mast, Segelstange in den Zss.: Doll-, Gik-, Klüwer-, Leeseil-, Sägelbom; an der Fischreuse: Settbom; zum Abtrennen der Pferdestände im Stall: Rumbom; der Bindebaum am Erntewagen: Bäs'- (Sp. 640). Binnel- (Sp. 876), Binner- (Sp. 883), Buff-, Legg'-, Uplegger-, Wäs'-, Winnelbom; Stange, an der der abzuschießende Vogel befestigt war: Papagojenbom; Balken beim Hausbau Gü; Zss.: Fack-, Hus-, Kätel-, Rahmen-, Spätbom; beim Legen des Strohdaches Behr. Landbauk. 206; s. auch Deckerbom; in der Mühle: Grund-, Kamm-, Pass-, Start-, Swanzbom; an Geräten, z. B. der Sense: steiht se gaut in 'n Bom? RoRostock@DierhagenDierh; bi 't Middagäten (auf dem Felde während der Ernte) würd' vertellt, woans de Seiss tau Bom stünn wurden allerhand Schwänke erzählt WiWismar@Niendorf b. Boiensdorf/DreveskirchenNiend; der obere lange Pflugbalken Gü; Ha; Ro; s. auch Harken-, Haken-, Jück-, Lang-, Ledder-, Plaug-, Pumpen-, Quer-, Ramm-, Räpel-, Röpen-, Sicken-, Släp-, Swankbom; der Garnbaum am Webstuhl: de Bom dee bickt (blickt) öft.; s. auch Bost-, Goorn-, Knei-, Sleif-, Strikbom; der Dreharm am Pfingstkarussel: Dreih-, Gnarr-, Knirr-, Swungbom; das Mal beim Versteckspiel: Klœter-, Knullebom. III. übertr. im Kegelruf, wenn der König allein stehen bleibt: acht üm 'n Bom Ro; isern Bom die Nadel des Schneiders HaHagenow@BahlenBahl; Bom stahn Kopf stehen öft.; Bom Name für ein Kartenspiel, auch Scherwenzel WaWaren@RogeezRog. — FN.: Beer-, Brauk-, Druwappel-, Fladder-, Jag'-, Köster-, Plummen-, Rot-, Wittbom; Böming; buten Boms; Bombäk, -goorden, -hof, -horst, -koppel, -kraug, -krüzen, -kul, -rad', -slagg, -soll. — Mnd. bôm m. — Bl. 53b; Br. Wb. 1, 115; Da. 22a; Dä. 50a; Me. 1, 429.
13206 Zeichen · 149 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    bom

    Althochdeutsches Wörterbuch

    bom- s. boum-.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    BÔM

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    BÔM s. BOUM.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bômm.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +13 Parallelbelege

    bôm , m. , 1. Baum, Baumstamm, auch das Kreuz Christi; Stammbaum de b. der mâgeschop. bômeslanc eine Baumstammlänge lang…

  4. modern
    Dialekt
    Bom

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Bom Band 2, Spalte 2,1544–1550

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bom

1.181 Bildungen · 465 Erstglied · 715 Zweitglied · 1 Ableitungen

bom‑ als Erstglied (30 von 465)

Bomad

ElsWB

PfWB LothWB RhWB Bomad [Pàmât Obhergh. Geud. ; Pomât Logelnh. Str. Hf. Betschd. ; Pùmât Dü. K. Ingenh. ] m. f. n. Pomade. Zss. Bomadhäfele O…

bomädlen

ElsWB

bomädle n [pomátlə Orschw. ; pùmátla Dü. ] 1. Pomade gebrauchen. Worum bis t dënn so bomäd e lt? Orschw. 2. nach Pomade riechen. Bis t m i r…

Bomäg'

MeckWB

Wossidia Bomäg' f. Baum-, Balkenegge, s. MeckWB Äg' (Sp. 223) .

Bō²mǟrde

WWB

Bō²m-ǟrde ⟨ -ēªde Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt Bor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@Bocholt Bh , „ -eär “ ( die krfr. Städte D…

bō²mǟrsen

WWB

bō²m-ǟrsen. „ baumäsen “ einen Kopfstand machen ( Kr. Lippstadt Lst Mz).

Bomätschen

Meyers

bom·aetschen

Bomätschen , auf der Elbe soviel wie treideln, Schiffe ziehen, daher auch der Bomätscher .

..bomanat

AWB

..bomanat oder ..bemanat ( wobei -m- unsicher ist ) P. Lehmann, Mitteilungen aus Handschriften ii, 36 ( Würzb., Laud. lat. 108, 8./9. Jh. ) …

Bomann

RhWB

bom·ann

Bo-mann b-, –-, –- Allg. m.: 1. dass. — 2. finster dreinblickender Mensch, vor dessen Aussehn man schon Angst bekommt.

Bomari

RhWB

bom·ari

Bomari bomāri : Ort Beaumarais im Kr. Saarl . RA.: Wäərschde nemmen e Stonn henner B.! Saar.

bomarius

MLW

bom·arius

* bomarius , -i m. ( MLW orig. MLW inc. , nisi subest MLW theod. MLW vet. bomer) ?lignarius — ?Holz(be)arbeiter : MLW Registr. Pant. Col. 17…

Bō²mārn

WWB

bom·arn

Bō²m-ārn. Bmrnt Pl. -rnde Baummarder Kr. Lingen Lin Be.

Bomarsund

Meyers

Bomarsund , s. Ålandsinseln .

Bomaschki

Herder

Bomaschki , russ. Bank-Assignaten bis zu 10 Rubel, die von 1 Rubel sind grau, von 5 Rubel blau, von 10 Rubel roth.

Bomasín

BWB

Bomasín Band 2, Spalte 2,1654

Bomat

ElsWB

Bomat [Pùmàt Ndhsn. ; Pl. –ə] f. Tomate. I n dem Garte n si nd schöni Bomate n .

bomath

KöblerMnd

bomath , N. nhd. Wiesenland, Weideland Hw.: s. bāmoth E.: s. bāmoth L.: MndHwb 1, 314 (bomath)

Bomaul

RhWB

bom·aul

Bo-maul bmu·l. Eup-Kettenis f.: Schreier.

Bomaus

RhWB

bom·aus

Bo-maus b- Neuw-Datzeroth f.: Schreckgespenst.

bomax

MLW

bomax v. MLW bombyx .

Bomazine

Meyers

Bomazine , s. Bombasin .

Bomba

Herder

Bomba , westindischer Sklavenaufseher.

Bombaceae

Herder

Bombaceae , eine Familie von baumartigen Pflanzen, deren interessanteste Art der Baobab ist, enthält nur exotische, den Malven sehr nahe ver…

Bombach

RhWB

bom·bach

Bombach: im Kinderld.: Morgen es Sonndag, geht mei Papp of B., brengt e mir e Weck, un dir en Dreck Saarbr-Völkl .

bombacinus

MLW

bombacinus MLW sim. v. MLW bombycinus . Payr

Bombäuske

RhWB

Bombäuske bǫmbske(s) s. Bollbäuschen.

Bombakazeen

Meyers

Bombakazeen ( Wollbäume ), dikotyle, etwa 72 Arten umfassende, in den Tropen einheimische Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Kolumniferen, …

bom als Zweitglied (30 von 715)

kobom

KöblerIdg

*kobom , Sb. nhd. Erfolg ne. success; RB.: Pokorny 610 Vw.: s. *kob- E.: s. *kob-<o:p></o:p>

Listbom

KöblerMnd

*list·bom

*Listbom , ON nhd. Lissabon Hw.: s. listbomisch E.: s. ON Lissabon, s. lat. Olisipo, Olisippo, Ulisippo, Olispo, Ulysippo, M.=ON, Olisipo (S…

Ägbom

MeckWB

Wossidia Ägbom m. Eggenbaum, -balken s. MeckWB Äg' 1.

Öffkenbom

MeckWB

Wossidia Öffkenbom m. Hundspflaumenbaum E. Krüg. 68; sachl. vgl. Öffken.

Ölbom

MeckWB

Wossidia Ölbom m. Ölbaum, olea europaea; a. Spr. 'Oliebom', 'Olienboem' Chytr. 465.

Aalbom

MeckWB

aal·bom

Wossidia Aalbom m. lonicera xylosteum, Heckenkirsche, -geißblatt, kommt bei uns im N. und NO. bis zu der Linie Ratzeburg-Crivitz-Tessin-Malc…

Achterbō²m

WWB

achter·bom

Achter-bō²m. a) „ Achterbeime “ die hinteren Wagenarme des Ackerwagens ( Kr. Bielefeld Bie Kr. Bielefeld@Schildesche Sc ). — b) ęχtɐbōm hint…

Adamsbom

MeckWB

adams·bom

Wossidia Adamsbom m. Adamsbaum, so nennt der Landmann eine baumartige Wolkenbildung, die Regen anzeigt; im Volksmund heißt es dann: de Adams…

Adeborsbom

MeckWBN

adebor·s·bom

Wossidia Adeborsbom m. Baum mit einem Storchennest: ünner den Adborsbom Wo. Sag. 1, 141.

Äskenbō²m

WWB

ask·enbom

Äsken-bō²m Esche(nbaum) ( Kr. Aschendorf-Hümmling Asd Kr. Aschendorf-Hümmling@Aschendorf Ad ), Kr. Grafschaft Bentheim Ben Kr. Grafschaft Be…

Äspenbō²m

WWB

aespen·bom

Äspen-bō²m. esptbäum Espenbaum Kr. Iserlohn Isl Kr. Iserlohn@Halingen Ha .

Afkatenbom

MeckWB

Wossidia Afkatenbom m. gemeine Akazie, robinia pseudacacia: Monschr. 1796, 78; Schill. Kr. 2, 22 a ; wie die Form Afkazien E. Krüg. 71 lehrt…

ā̂hōrnenbôm

MNWB

ahorn·enbom

+ ā̂hōrn , ā̂hōrnbôm , ā̂hōrnenbôm , m. , Ahornbaum, platanus (s. noch alhōrn). ā̂hōrnes vrucht.

Appelsinenbom

MeckWB

appelsin·enbom

Wossidia Appelsinenbom m. Apfelsinenbaum, citrus sinensis, als Zimmerpflanze gehalten E. Krüg. Zimmerfl. 33.

Arnebō²m

WWB

arne·bom

Arne-bō²m. „ Ahnen “- „Der Baum, mit dem Heu und Getreide beim Einfahren auf dem Wagen festgehalten werden“ (Frbg.) ( Kr. Minden Min Kr. Min…

Assebō²m

WWB

asse·bom

Asse-bō²m. Assenbäom als Antwort auf die Frage „ Kr. Grafschaft Diepholz Die Eisenbänder, die Achsstock und Tragholz umschließen“ ( Kr. Mesc…

Atterbom

Herder

atter·bom

Atterbom , geb. 1790 zu Asbo, schwed. Dichter und Kritiker, bekämpfte in Schweden mit großem Erfolge den vorherrschenden franz. Geschmack in…

Austbom

MeckWB

aust·bom

Wossidia Austbom m. Erntebaum 1. eine kleine Tanne oder ein Dornstrauch, der nach Beendigung der Roggenernte mit Kirschen und anderen Frücht…

Awtbom

MeckWB

Wossidia Awtbom m. Obstbaum; über die frühere Obstbaumkultur in Meckl. vgl. MeckWB Awt , ferner Eng. Landw. 3, 68; Land. Ann. 1842, 296; übe…

Babenbom

MeckWB

baben·bom

Wossidia Babenbom m. oberer Holm der Austledder ( s. d. ).

Bäs'bom

MeckWB

bas·bom

Wossidia MeckWBN Bäs'bom Wäs'bom m. Bindebaum, eine dicke Stange, die über den hochgeladenen Heuund Erntewagen gebunden wird; Abb. s. Nr. 19…

Barjǟ’rebō²m

WWB

barjaere·bom

Barjǟ’re-bō²m. „ Parehrboum “ Schlagbaum ( Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid Alt Ha).

Barkenbom

MeckWB

bark·enbom

Wossidia Barkenbom m. Birkenbaum, Birke, gleich Bark 1 : 'ein Berckenboem' betula Chytr. 468. Mnd. berkenbôm m.

Bastbom

MeckWB

bast·bom

Wossidia Bastbom m. Baum, der Bast liefert, bes. die Linde, Birke und Weide Lu Ludwigslust@Neu Lüblow NLübl ; Warl.

Beªrwenbō²m

WWB

bearwe·n·bom

Beªrwen-bō²m ⟨ gewöhnl. [ beªrwen ]-; „ Biäfen “- ( Kr. Steinfurt Stf Kr. Steinfurt@Nordwalde Nw ), „ Biem “- ( Kr. Ahaus Ahs Kr. Ahaus@Schö…

Ableitungen von bom (1 von 1)

verbomen

MeckWB

Wossidia verbomen 1. vergehen, vermodern Mi 100 b ; Ro Rostock@Marlow Marl ; verstocken, verderben, von Hülsenfrüchten, deren Keim durch Näs…