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Zeichen

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
44 in 19 Wb.
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7 von 16
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146

Eintrag · Pfälzisches Wb.

Zeichen n.

Bd. 6, Sp. 1564
Zeichen n.: 1.a. allg. 'Erkennungsmerkmal, Kennzeichen', z. B. Kerbe im Holz, Kreidezeichen, Zeiche (dsaiχə) [KB-Dreis Harxh Standbl Stett Weitw FR-Mühlh Mang 131], Zaaiche (dsājχə) [mancherorts westl. WPf südl. NPf GH-Wörth], Zääche (dsEχə) [mancherorts ges. Pf außer westl. NPf Bernhard 191 Müller Dietschw 73 Schandein Ged. 253 Lambert Penns 182 Krämer Gal 246], Zeeche (dsēχə) [KU-Diedk IB-Heckdh Zweibr RO-O'mosch KL-Katzw Rodb Steinwd LU-Hochd BZ-Schweig], Zeesche (dsēšə) [Schneckenburger 30, 44, 53], Zaache (dsāχə) [Christmann Kaulb 24, 73], Zḁḁsche [Hussong Kirkel 180], Zaaije (dsājə) [mancherorts NPf PfId. 155], Zääije (dsEjə) [RO-Dielkch]; Zs.: An-, Bettler-, Butter-, Dorf-, Frage-, Hammer-, Hand-, Haus-, Hunds-, Lese-, Letzen-, Unter-, Wahrzeichen. a. 1560: Auch wer do bauhen will in den ghanerben, der soll ein Zeichen heissen (heischen) von seinem Schultheisen ... vnnd das holtz bescheitten in dem wald vnd soll sein zeichen daruff hauen [PfWeist. 557/58 (NW-Freinsh)]. — b. 'Narbe, Wundmal' [Zweibr LU-Fußgh Limbghf GH-Berg Minf]; Zs.: Denk-, Kains-, Leimen-, Mutterzeichen; eⁿ schäⁿ Z. [LU-Alsh]; Syn. s. Narbe 1. — c. 'Uhrzeiger' [Buffington Penns Var. 224 Lambert Penns 182 PSA 78]; Zs.: Sekundenzeichen. — d. 'von wo aus beim Klickern geworfen wird' [FR-A'lein]; Syn. s. Anmal1. — 2. übertr. a. 'Anzeichen, Hinweis' [mancherorts]; Zs.: Lebens-, Wetter-, Wortzeichen. Daß der so auswerft, is kee gut Z. [KL-Reichb]. Mei Liedche wär es Zääche, / daß ich dich gäre han [Kraus Pat 24]. RA.: E Piff is e Z. vun Schwachheed, Feigheed un Laxheed 'Ein Achtel Wein ist ein Zeichen von Schwäche, gewöhnlich trinkt man viel mehr' [Krieger 38]. WR.: De Himmel war heit morje so rot, dar ere (das ist ein) schlecht Z. [KU-Roßb]. Volksgl.: Die hänn e Dorekopp (Totenkopf) gefunn, des is kääⁿ gut Z. [RO-Semb]. Mer sagt als, schlechte Kinner wäre ime schlechte Z. gebore [Fogel Beliefs Penns Nr. 1]. — b. 'Sternzeichen' [Lambert Penns 182]; Zs.: Himmelszeichen. Mer solls Fleesch net ausem Schmokhaus 'Räucherkammer' nemme ime lebendi- che Z., schunscht krigt's Werm 'Maden' [Fogel Beliefs Penns Nr. 1274]. — c. 'Glockenläuten', bes. wegen eines Todesfalles, Z. leire (leite) [mancherorts, Hussong Kirkel 19, 180 Küchler 55]; vgl. ausläuten, Ende 2 d, Verscheid, Verscheidung, Glocke 1, läuten 1, Schaub 2, Scheide 2 d, Schiedung 2; Zs.: Toten-, Drei-, Feuer-, Grab-, Scheide-, Sterbezeichen; s. K. 411. Es hot Z. genn (gegeben) 'Die Totenglocke hat geläutet' [Kus u. Umg.]. 's leit drei Zääche 'dreimaliges Läuten mit kurzem Abstand' [LU-Oggh, KU-Schmittw/O BZ-Albw]. For wenn hot's 'n drei Zääche geleit? [NW-Freinsh]. Z. brauchen er, Gott sei dank, heit noch net for mich se leite! [JKurpf. 1934 88]. RA.: Unn ball werd's aach for ihn vumm Kerchturm Z. leite 'Er wird bald sterben' [PfRSch. 30. 12. 1926]. Volksgl.: »Sitzt man am Tisch und läutet es Zeichen für ein Verstorbenes, so soll man die Gabel weglegen« [Vogelsgesang 23]. Volksbr.: »Ist der Tod vor 5 Uhr eingetreten, so wird noch am Abend in einigen Gemeinden drei Zeichen geläutet« [Vogelsgesang 34]. »(Nach eingetretenem Tod) gibt die kleine Glocke mit dreimaligem Absatze das Zeichen; man läutet die üblichen drei Letzten für Personen, welche die erste heil. Kommunion empfangen haben, mit zwei Glocken; für Kinder mit einer. Zinkt die kleine Glocke zuerst, so ist die verstorbene Person weiblich, umgekehrt männlich« [Schandein Bav. IV,2 407]. Läuten der großen Glocke beim Tod eines Erwachsenen, einer kleinen bei einem Kind [Ecker 134/35 LU-Opp]. VR.: »Christus ist gestorben, / Er hat uns Heil erworben, / die Glocken müssen schweigen / drum geben wir das Zeichen« (singen die Ratscherbuben am Karfreitag um drei Uhr) [GH-Hatzbühl]. a. 1602: Ein glöckner solle alle zeichen zu gebürlicher zeit leutten [PfWeist. 63 (LU-Altr)]. a. 1629: Er solle ... zu Winterszeit vmb 8 Uhr ein Zeichen leudten [Niedhammer 176]. — Rhein. IX 738/39.; Lothr. 555; Els. II 892.
4013 Zeichen · 107 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ZEICHENstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    ZEICHEN stn. zeichen. goth. taikns , ahd. zeihhan Gr. 1,679. 2,161. Ulfil. wb. 195. Graff 5,591. signaculum zeichen Dief…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zeichen

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Das Zeichen , des -s, plur. ut nom. sing. 1. Die Figur, die Abbildung einer Sache, das Bild derselben; eine veraltete, u…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zeichen

    Goethe-Wörterbuch

    Zeichen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zeichen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Zeichen , arithmetische, chemische, musikalische, astronomische etc., s. die betreffenden Artikel.

  5. modern
    Dialekt
    Zeichen

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Zeiche n [Tsaiə Hi. ; Tsaiəχə Su. ; Tsaiχə O. Bf. Str. ; Tsæìχə K. Z. Betschd. ; Tsǽχə Barr ; Tsχə Wh. ; Tsáiχə N.; Pl…

  6. Sprichwörter
    Zeichen

    Wander (Sprichwörter)

    Zeichen 1. Alte Zeichen lügen (trügen) nicht. – Lehmann, II, 27, 37; Petri, II, 13; Simrock, 12004; Körte, 7073. »Die Ha…

  7. Spezial
    Zeichen, arbiträresn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +17 Parallelbelege

    Zeichen , n , arbiträres знак , м , произвольный

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zeichen

476 Bildungen · 238 Erstglied · 226 Zweitglied · 12 Ableitungen

Ableitung von zeichen

zeien + -chen

zeichen leitet sich vom Lemma zeien ab mit Suffix -chen, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

zeichen‑ als Erstglied (30 von 238)

zeichenære

Lexer

zeichen·aere

zeichenære stm. BMZ der zeichen u. wunder tut. Herôdes wânde zeichen vil von dem zeichenêre sehen Erlœs. 4728.

zeichen als Zweitglied (30 von 226)

Anzeichen

RDWB1

Anzeichen n (nicht immer "знак") das erste ~: первая ласточка идиом. , (первый) сигнал, знак первый симптом

Freizeichen

RDWB1

Freizeichen n (kein Bezug zu "свободный") длинный гудок, не занято разг.

Lebenszeichen

RDWB1

Lebenszeichen n ein ~ geben fest. - напоминать / напомнить о себе, дать о себе знать (а не "подавать признаки жизни")

Lesezeichen

RDWB1

Lesezeichen n (kein Bezug zu "знак") закладка

Ablaßzeichen

DRW

ablaß·zeichen

Ablaßzeichen ein ablasszeichen ist herrn vicario wegen einer seelmöß geben worden 1678 Unger,SteirWsch. 6 Faksimile

abzeichen

DWB

abzeichen , n. nota, zumal leibliches: seine groszen glänzenden, starren augen, das einzige erbliche abzeichen, das er von seinen vorvätern …

Adlerzeichen

DRW

adler·zeichen

Adlerzeichen Adler als Abzeichen der Pfleglinge des städtischen Kastenamts in Frankfurt am Main Büttel,FrankfArmenpfl. 43

Affect-Zeichen

Adelung

affect·zeichen

Das Affect-Zeichen , des -s, plur. ut nom. sing. in der Orthographie, ein orthographisches Zeichen, welches die Gemüthsstellung des Sprechen…

Almosen(s)zeichen

Idiotikon

Almosen(s)zeichen Band 17, Spalte 178 Almosen(s)zeichen 17,178

Alpzeichen

DRW

alp·zeichen

Alpzeichen Viehmarke viech auf der alp [soll] ... mit dem ... alpzeichen bezeichnet werden 1773 Wagner,ObertoggbgAlpk. 442

Amtszeichen

DRW

amts·zeichen

Amtszeichen mnd. ambachtsteykene I behördlicher Eichstempel oder Marktstempel [das Getreidemaß wird] mit der für. dur. ambt-zaichen geprent …

Angedänkzeichen

Idiotikon

Angedänkzeichen Band 17, Spalte 195 Angedänkzeichen 17,195

angelzeichen

MWB

angel·zeichen

angelzeichen stN. astronomisch-astrologisch ‘Kardinalzeichen’, wenn die Sonne einen dieser vier Hauptpunkte der Ekliptik erreicht, beginnt e…

anzeichen

DWB

anzeichen , n. nota, indicium, omen, merkmal, zeichen: das ist anzeichen eines bösen gemütes; eines frühzeitigen genies, eines schönen tages…

Ausfuhrzeichen

DRW

ausfuhr·zeichen

Ausfuhrzeichen wann alle stuck ... richtig und mit dem ausfuhrzeichen versiegelt 1739 CAustr. IV 1072 Faksimile

Bedǖtzeichen

Idiotikon

Bedǖtzeichen Band 17, Spalte 196 Bedǖtzeichen 17,196

Beyzeichen

Adelung

bey·zeichen

Das Beyzeichen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Zeichen, welches einem Hauptzeichen beygefüget wird, oder außer einem Hauptzeichen zur Beze…

bierzeichen

DWB

bier·zeichen

bierzeichen , n. das an der schenke ausgesteckte zeichen: wer einen galgen sieht, erfreuet sich, weil er weisz, dasz eine stadt sogleich nac…

bízeichen

Lexer

bize·ichen

bí-zeichen stn. BMZ bedeutung Pred. symbol Troj. ; zur erklärung dienendes beispiel Spec. Mein. ;

Bleyzeichen

Adelung

bley·zeichen

Das Bleyzeichen , des -s, plur. ut nom. sing. 1) In den Fabriken, das bleyerne Zeichen, welches nach geschehener Besichtigung an die Zeuge u…

blutzeichen

DWB

blutz·eichen

blutzeichen , n. signum sanguinis: wol kan ein schwermer hie aus dem blut, kelch, sacrament ein blutzeichen und deutelei machen. Luther 3, 3…

blîzeichen

MWB

blîzeichen stN. ‘Bleisiegel’ diz wib da in ein cellen gienc / [...] der alde man die tur versluc / und leite ein blizeichen dran, / daz dewe…

blīzeichen

KöblerMhd

blī·zeichen

blīzeichen , st. N. nhd. „Bleizeichen“, Bleisiegel Q.: PassI/II (Ende 13. Jh.), PassIII (Ende 13. Jh.) E.: s. blī, zeichen W.: nhd. Bleizeic…

brandzeichen

DWB

brand·zeichen

brandzeichen , n. was brandmal, brandmark: wöllen ihr ( der kirche ) die decreten hinderlich sein, so mag sie es ausmustern und darauf ein b…

briuwezeichen

KöblerMhd

briuwe·zeichen

briuwezeichen , st. N. nhd. „Brauzeichen“, Brauzettel Q.: StRMühlh (14. Jh.) E.: s. briuwen (1), zeichen (1) W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 105 …

Ableitungen von zeichen (12 von 12)

bezeichen

DWB

bezeichen , significare schreibt Luther für bezeichnen, wie es mhd. offen, vesten, wâpen hiesz für offenen, vestenen, wâpenen: denn das leib…

bezeichene

BMZ

bezeichene swv. stelle bildlich vor. nehein geschephde ist sô vrî, sin bezeichene anders dan si sî Vrid. 12,12. den vater wunter nam waʒ daʒ…

bezeichenen

Lexer

be-zeichenen swv. BMZ bildl. vorstellen, mit einem zeichen ausdrücken Gen. Pred. Barl. Wack. pr. 41,45 ff. Msf. 29,29 u. anm. Marld. han. 6,…

bezeichenlich

Lexer

be-zeichen-lich adj. BMZ sinnbildlich bedeutsam, bildlich gezeigt Diem. Barl. Gsm. Mar. 206,11. Renn. 18527. Troj. 422. 23641. 23668. 24234 …

erzeichenen

Lexer

er-zeichenen swv. gekürzt erzeichen durch wunderzeichen etw. darthun Heinr. 4175 u. anm.

Gezeichen

RhWB

Ge-zeichen Allg. n.: Denkmünze, Andenken; Schlag, dessen Folgen später noch sichtbar sind.

gezeichenen

KöblerMhd

gezeichenen , sw. V. nhd. vorankündigen Q.: BDan (um 1331) (FB gezeichenen), Urk, WüP E.: s. ge, zeichenen W.: nhd. DW- L.: Hennig (gezēchen…

unzeichen

DWB

unzeichen , n. , signum funestum Stieler 2610 . Fischart Garg. 266 ndr. führt im spielverzeichnis auf: zeichen oder u.; verkehrtes, unmöglic…

urzeichen

DWB

urzeichen , n. , zeichen mit ur- C 4 c: der zweite Hermes — der war nun Ägypter, seine sage blos tradition und dollmetschung der ursage, des…

verzeichen

DWB

verzeichen , vb. , s. verzeihen, vb.

verzeichenen

KöblerMhd

verzeichenen , sw. V. nhd. „verzeichnen“, durch Zeichen ankündigen Hw.: vgl. mnd. vörtēkenen* Q.: RAlex (1220-1250) (FB verzeichenen) E.: s.…

zeichene

BMZ

zeichene swv. 1. zeichne. ahd. zeichanju Graff 5,595. dem briester ist blatte gescaffen, dâ mit zeichent man in zeinem phaffen Spec. eccles.…