lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

haft

as. bis spez. · 27 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
56 in 27 Wb.
Sprachstufen
9 von 16
Verweise rein
791
Verweise raus
318

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Haft

Bd. 2, Sp. 890
Haft, eine Endung, welche, wie man glaubt, von haben abstammet, und vielen Haupt- und Zeitwörtern, wie auch einigen Nebenwörtern angehänget wird, die dadurch zu Bey- und neuen Nebenwörtern werden. Sie bedeutet: 1. Das Daseyn, die Anwesenheit derjenigen Sache, welche das Wort, dem sie angehänget wird, bezeichnet. 1) Eigentlich, die bloße Anwesenheit ohne allen Nebenbegriff zu bezeichnen; wo sie mit der Endung -ig und -isch überein kommt, in welchem Falle sie nur Hauptwörtern zugesellet wird. Dergleichen sind bresthaft, oder wie es gemeiniglich lautet, preßhaft, gewissenhaft, mangelhaft, fehlerhaft, schadhaft, schmackhaft, statthaft, herzhaft, nahmhaft, lebhaft, nahrhaft, so fern es von Städten, Örtern gebraucht wird, frevelhaft, handhaft, lehrhaft, wofür doch jetzt lehrreich üblicher ist, lückenhaft u. s. f. Woraus zugleich erhellet, daß diejenigen Hauptwörter, welche sich auf -en endigen, dasselbe im Singular wegwerfen, wie in bresthaft, schadhaft, nahmhaft, lebhaft geschiehet; gewissenhaft ausgenommen, welches es behält. Alle diese Wörter bedeuten eine bloße Anwesenheit des Subjectes, einen Bresten oder Gebrechen, ein Gewissen, einen Mangel, einen Schaden, einen guten Schmack oder Geschmack u. s. f. habend. In einigen wenigen Wörtern scheinet ein Zeitwort zum Grunde zu liegen, und da bedeuten diese Wörter so viel als das Mittelwort der gegenwärtigen Zeit. Habhaft, für habend, den Besitz einer Sache habend, daher dieses Wort um der Vieldeutigkeit des Zeitwortes haben willen, für keine Tavtologie gehalten werden kann; an einem Orte wohnhaft oder seßhaft seyn, wohnend oder ansitzend; reuhaft, eine Sache wirklich bereuend; das veraltete bärhaft, bärend, d. i. wirklich Frucht bringend; schmerzhaft, wirklich schmerzend. Aber in bauhaft, eine bauhafte Zeche, welche wirklich gebauet wird, vertritt es die Stelle des Mittelwortes der vergangenen Zeit. 2) In engerer Bedeutung, eine beständige oder doch mehrmahlige Anwesenheit des Subjectes, gleichsam daran haftend. Sieghaft, in mehrern Fällen den Sieg davon tragend; ein kummerhaftes Leben; glückhaft, in mehrern Fällen Glück habend; dauerhaft, eine anhaltende Dauer habend; standhaft, eine anhaltende Beständigkeit habend; welche insgesammt aus Hauptwörtern gebildet sind. 3) In noch engerer und figürlicher Bedeutung, eine Neigung zu derjenigen Eigenschaft habend, welche das Subject anzeiget, und in engstem Verstande, eine Fertigkeit in derselben besitzend. Dahin gehören von Hauptwörtern, sündhaft, gewissenhaft, Neigung, Fertigkeit besitzend, nach dem vorher gehenden Gewissen zu handeln; tugendhaft, lasterhaft, schreckhaft,[] geneigt, leicht erschrecket zu werden; schwindelhaft, zum Schwindel geneigt; vortheilhaft, so fern es zuweilen für eigennützig gebraucht wird; diensthaft, welches im Oberdeutschen für dienstfertig üblich ist; lebhaft, so fern es von einer natürlichen Neigung gebraucht wird; grillenhaft, zu Grillen geneigt; schamhaft, lügenhaft u. s. f. Ingleichen von Zeitwörtern, welche in diesem Falle ihr -en, oder -n wegwerfen: boshaft, (besser boßhaft,) geneigt, sich zu erboßen, und figürlich, andern zu schaden, haderhaft, zankhaft, im Oberdeutschen für zänkisch, spaßhaft, frevelhaft, plauderhaft, schwatzhaft, waschhaft, plapperhaft, flatterhaft, gaukelhaft, tändelhaft, schmeichelhaft, das veraltete krieghaft für kriegerisch, naschhaft, polterhaft, prahlhaft, zaghaft u. s. f. Einige wenige scheinen aus Nebenwörtern gebildet zu seyn, wie leckerhaft und wahrhaft. Nach einer gewöhnlichen Figur bedeuten alle diese Wörter auch etwas, das in dieser Neigung, in dieser Fertigkeit gegründet ist, daraus herfließet. Ein gewissenhaftes Betragen, eine tugendhafte Handlung, eine lasterhafte Gesinnung, eine prahlhafte Erzählung u. s. f. 2. In einigen Fällen theilet diese Endung den Wörtern, welchen sie beygefüget wird, eine mehr thätige Bedeutung mit, wo sie denn die Hervorbringung einer Sache bezeichnet. Dergleichen sind, schmerzhaft, Schmerzen verursachend, schmerzlich, eine schreckhafte Nachricht, welche Schrecken verursacht, eine ekelhafte Sache, eine nahrhafte Speise, eine vortheilhafte Gelegenheit, tadelhaft, Tadel erweckend oder verdienend, glaubhaft, Glauben verdienend, das Nieders. brüchthaftig, strafwürdig u. s. f. 3. In noch andern, deren Zahl aber nicht groß ist, vertritt sie die Stelle der Endung -bar, und bezeichnet eine bloße Möglichkeit. Ein wohnhafter Ort, wo man wohnen kann; eine theilhafte Sache, welche sich mit Vortheil vertheilen lässet; arthaftes Land, welches geähret oder gepflüget werden kann; einen Acker bauhaft machen; wehrhafte Unterthanen; dauerhaft, so fern es dauern kann; ein lehnhaftes Gut u. s. f. 4. Weit größer ist die Anzahl derjenigen Wörter, wo es eine bloße, bald größere, bald geringere Ähnlichkeit bezeichnet, und darin mit den Wörtern auf -mäßig, -artig, -icht, -lich, -isch, -sam u. s. f. überein kommt. Alle Wörter dieser Art kommen von Hauptwörtern her, wie z. B. aashaft, angsthaft, alaunhaft, bettelhaft, bierhaft, bleyhaft, erdhaft, eisenhaft, fieberhaft, flegelhaft, eselhaft, eiterhaft, tintenhaft, fabelhaft, gabelhaft, geckhaft, schalkhaft, götterhaft, grillenhaft, hasenhaft, herbsthaft, sommerhaft, winterhaft, kernhaft, kreidenhaft, laugenhaft, regenhaft, kinderhaft, schülerhaft, meisterhaft, musterhaft, schneiderhaft, stammhaft, pfuscherhaft, mannhaft, einem tapfern Manne ähnlich, so wie männlich nur einem gesetzten Manne ähnlich bedeutet, u. a. m. Diese letzte Bedeutung ist beynahe die einzige, wo man die Freyheit hat, neue Wörter dieser Art zu bilden, welches aber auch nur alsdann Statt findet, wenn nicht schon ein gleich bedeutendes Wort mit einer andern Endung vorhanden ist. So sagt man nicht teufelhaft, sondern teufelisch, nicht fürstenhaft, sondern fürstlich oder fürstenmäßig. Am weitesten erstrecket sich diese Freyheit in Ansehung der Ähnlichkeit des Geschmackes und Geruches, wo man es beynahe allen Hauptwörtern wird anhängen können, einen ihnen ähnlichen Geschmack und Geruch zu bezeichnen. Von der Ähnlichkeit der innern Bestandtheile, der Bauart, gebraucht man lieber -artig, obgleich auch laugenhaft, erdhaft u. s. f. für laugenartig, erdartig, eingeführet sind. Von der Übereinstimmung mit einer andern Sache, ist -mäßig[] üblicher; daher man für planhaft, regelhaft lieber planmäßig, regelmäßig sagt; außer wenn diese Übereinstimmung als eine Figur der ersten Bedeutung angesehen werden kann, und alsdann zunächst in einer Neigung gegründet bedeutet, wie tugendhaft, lasterhaft u. s. f. Anm. Diese Endung ist alt, und kommt schon in unsern ältesten Denkmählern, obgleich noch nicht so zahlreich vor. Sie scheinet ihren Ursprung zunächst aus der Oberdeutschen Mundart zu haben; denn in den Niederdeutschen Mundarten und Nordischen Sprachen trifft man sie entweder gar nicht, oder doch so selten an, daß man sie kaum für ein einheimisches Product halten kann. Die Niedersachsen und Holländer, wo ihre Mundart noch nicht durch die Oberdeutsche verändert ist, gebrauchen in vielen, wo nicht den meisten Fällen achtig dafür; daher es glaublich wird, daß -haft und -achtig, und -icht, welches aus dem letztern zusammen gezogen ist, im Grunde eine und eben dieselbe Endung sind. Der Übergang des Hauchlautes in den Blaselaut ist nichts seltenes. Das Oberdeutsche after lautet im Niederdeutschen achter, Haft lautet daselbst Hacht u. s. f. Indessen leiten Wachter, Frisch und mit ihnen fast alle Wortforscher unser -haft von haben her, und haben dabey freylich auch viele Wahrscheinlichkeit auf ihrer Seite. S. die folgenden Artikel. Würde sich diese Ableitung von -achtig einmahl mit überwiegenden Gründen darthun lassen, so ließe sich auch begreifen, warum man den Wörtern auf -haft so gern ein der Bedeutung nach ganz unnützes -ig anhänget; wahrhaftig, standhaftig, tugendhaftig, zaghaftig u. s. f. Indessen kann dieses ig auch aus dem i entstanden seyn, welches man ehedem dem haft anhängete. Redihaftiu rahha, eine vernünftige Sache, Kero, eerhafti, fromm, ebend. unekihafti, ungesittet, ebend. sorachafti, verdächtig, ebend. Im Oberdeutschen ist diese Form sehr gebräuchlich; allein im Hochdeutschen klingt sie niedrig, daher man sie in der edlen und anständigen Schreibart alle Mahl vermeidet. Nur leibhaftig, d. i. körperlich, theilhaftig, Theil oder Antheil habend, und wahrhaftig, so fern es zu einem Schwure dienet, denn außer dem sagt man lieber wahrhaft, sind auch im Hochdeutschen üblich. Es läßt sich dieses angehängte ig auch aus der Oberdeutschen Liebe zu langen Wörtern erklären, welche so weit gehet, daß man zu diesem ig, besonders in der Adverbialform, noch ein eben so unnützes lich füget; standhaftiglich, boßhaftiglich, glaubhaftiglich, gewissenhaftiglich u. s. f. welche alle nichts mehr sagen, als standhaft, boßhaft, glaubhaft und gewissenhaft; denn der Unterschied in den innern Graden der Stärke, den man etwa heraus, oder vielmehr hinein grübeln möchte, ist eine Grillenfängerey. Die Alten bildeten aus den Beywörtern auf -haft, Hauptwörter auf e, oder, wie es bey ihnen lautete, auf i. Daher heißt die Mäßigkeit bey dem Kero Mezhafti, die Wahrheit Warhafti. Diese Form ist veraltet, und man gebraucht jetzt dafür die Endung -keit, vermittelst welcher aus allen Bey- und Nebenwörtern dieser Art Hauptwörter gebildet werden können, welche das Abstractum derselben ausdrucken, ob sie gleich nicht alle üblich sind. Man behält alsdann die alte Endung asti, oder wie sie jetzt lautet, aftig, welche älter ist, als ast. Die Spaßhaftigkeit, Wahrhaftigkeit, Lebhaftigkeit, Herzhaftigkeit, Gewissenhaftigkeit u. s. f. wo niemahls Spaßhaftkeit, Wahrhaftkeit u. s. f. gesagt wird. S. -ig und -keit, wo von dieser Sylbe ig noch etwas gesagt werden wird.
9658 Zeichen · 101 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    haftAdj.

    Köbler As. Wörterbuch

    haft , Adj. nhd. gefangen, gebunden, gefesselt, schwanger ne. captured (Adj.), pregnant (Adj.) ÜG.: lat. praegnans GlEe,…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    haftadj.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    haft adj. ( zur Bildung vgl. Kluge, Stammb. 3 § 222. 240, Wilm., Gr. 2 2 § 336,2. 384,2, Braune, Ahd. Gr. 13 § 323 Anm. …

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    haftstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +17 Parallelbelege

    haft ( Gr. 2,194. Graff 4,742 ) stm. 1. vorrichtung zum fest halten, haft, haken. die vallen und den haft rüeren Iw. 49.…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    haft

    Mittelniederdeutsches Wb.

    ° habben , haft usw. dialektisch für hebben , heft s. d.

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Haft

    Adelung (1793–1801) · +14 Parallelbelege

    Haft , eine Endung, welche, wie man glaubt, von haben abstammet, und vielen Haupt- und Zeitwörtern, wie auch einigen Neb…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Haft

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Haft fem, auch -fft das Gefangensein, der (gerichtl, polizeil) Gewahrsam, die Gefangenschaft; mit Attr wie ‘gefänglich…

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Haft

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Haft , Verhaft, Gefängniß. Auch im Civilrecht: nach dem altröm. haftet der Schuldner mit seiner Person und nicht mit sei…

  8. modern
    Dialekt
    Haft

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Haft [Hàft allg.; Pl. –ə] f. Haken an Kleidungsstücken, zuweilen mit der Oese zusammen gemeint, welche für sich Ringli, …

  9. Spezial
    Haft

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Haft f. (-) 1 (Sicherstellung) arest (-sć) m. 2 (Sistierung) fermanza (-zes) f. 3 (Strafe) detenziun (-s) f. 4 (Gefängni…

Verweisungsnetz

990 Knoten, 1032 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 29 Hub 2 Wurzel 3 Kognat 3 Kompositum 928 Sackgasse 25

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit haft

5.143 Bildungen · 104 Erstglied · 5.022 Zweitglied · 17 Ableitungen

haft‑ als Erstglied (30 von 104)

Haft I

Idiotikon

Haft I Band 2, Spalte 1053 Haft I 2,1053

Haft II

Idiotikon

Haft II Band 2, Spalte 1056 Haft II 2,1056

Haftgeld

SHW

Haft-geld Band 3, Spalte 41-42

Haftlokal

SHW

Haft-lokal Band 3, Spalte 41-42

Haftanstalt

LDWB2

hafta·n·stalt

Haft|an|stalt f. (-,-en) porjun (-s) f. , penitenziar (-s) m. , ‹pop› büsc m .

Haftapparate

Meyers

Haftapparate ( Haftorgane ), Vorrichtungen zur vorübergehenden oder dauernden Anheftung der Tiere an eine Unterlage; so besitzen Polypen am …

Haftāra

Meyers

haft·ara

Haftāra (hebr., Mehrzahl: Haftaroth , »Schlußvorträge«), Stücke aus den Büchern der Propheten, die beim jüdischen Gottesdienst an Sabbat-, F…

haftbant

AWB

haft·bant

haftbant st. n. ; vgl. an. haftbönd n. pl. hapt-bandun: dat. pl. S 365,1,4 ( Merseb.; zu -pt- vgl . Braune, Ahd. Gr. 13 § 139 Anm. 7 ). Fess…

haftbar

DWB

haft·bar

haftbar , adj. verantwortlich für etwas ( s. DWB haft 3 und haften 4): jemand für eine sache haftbar machen.

haftbarkeit

DWB

haftbar·keit

haftbarkeit , f. : die haftbarkeit des herausgebers, verlegers und druckers ( einer zeitung ). Hall. zeitg. 1868, no. 90.

haftbefehl

DWB

haft·befehl

haftbefehl , m. befehl zum haftvollzuge: so wird .. dieser haftbefehl wider denselben ( einen flüchtigen ) erkannt. preusz. staatsanz. 1868,…

Haftbeschwerde

Campe

haft·beschwerde

○ Die Haftbeschwerde , Mz. die — n , eine auf etwas haftende, damit verbundene Beschwerde, so viel als Dienstbarkeit (Servitut ). C. Auch Ha…

haftbrief

DWB

haft·brief

haftbrief , m. was steckbrief, briefliches ersuchen einer behörde um vollstreckung der haft an einem verbrecher. Adelung.

Haftchnopf

Idiotikon

Haftchnopf Band 3, Spalte 751 Haftchnopf 3,751

haftdolde

DWB

haft·dolde

haftdolde , f. caucalis, auch klettenkörbel, weil der same der pflanze sich wie eine klette anhängt. Nemnich 2, 917 .

haftebrēf

KöblerMnd

hafte·brēf

haftebrēf , M. nhd. Haftbrief, Steckbrief E.: s. hafte, brēf L.: MndHwb 1/2, 191 (hafte)

haftec

Lexer

haftec adj. ahd. haftac, in ê-, ernst-, hant-, teilhaftec, s. auch heftec; die haft betreffend, eine haftige tât Halt. 773 ;

haftegelt

KöblerMnd

hafte·gelt

haftegelt , N. nhd. „Haftgeld“, Unterpfand ÜG.: lat. arra I.: Lbd. lat. arra? E.: s. hafte, gelt L.: MndHwb 1/2, 189 (hacht/haftgelt), Lü 13…

haftel

DWB

haf·tel

haftel , m. fibula, uncinulus. die unumgelautete form ist selten ( z. b. in Tirol, Fromm. 5, 445 ), häufiger ist häftel, am gewöhnlichsten a…

hafteldraht

DWB

haftel·draht

hafteldraht , m. draht woraus hafteln gemacht werden: hafteldraht von messing. Jacobsson 6, 7 a .

haftelgelt

KöblerMhd

haftel·gelt

haftelgelt , st. N. nhd. Handgeld, Draufgeld Q.: DRW (1432) E.: s. haft (4), gelt W.: nhd. DW- L.: DRW

haften

DWB

haf·ten

haften , verb. haerere, detineri, ahd. haftên ( Graff 4, 744 ), mhd. haften. die grundbedeutung dieses wortes einen haft oder halt haben, fe…

haften,

FWB

1. ›konkret an etw. hangen, haften, festgemacht sein‹; auch trans.: ›etw. an etw. anheften, anbinden‹.; 2. ›an jm. (Gott) / etw. hängen, mit…

haft als Zweitglied (30 von 5.022)

*haft

KöblerAfries

*-haft , Suff. nhd. ...haft ne. ...some Vw.: s. *bōf-, *brek-, *dêl-, *rīke-, *stand-, *undêl-, *wōst- E.: germ. *hafta-, *haftaz, Adj., gef…

*ankerhaft?

KöblerMhd

*ankerhaft? , Adj. nhd. Anker... Hw.: s. ankerhaft (2) E.: s. anker, haft (1)

*brechhaft

KöblerMhd

*brechhaft , Adj. nhd. „brechhaft (?)“ E.: s. brechen, haft W.: nhd. (ält.) brechhaftig, Adj., brechhaftig, DW 2, 352, DW2 5, 740

*brekhaft

KöblerAfries

*brekhaft , Adj. Hw.: s. brekhaftich

*bōfhaft

KöblerAfries

*bōfhaft , Adj. nhd. bubenhaft ne. villainous Hw.: s. bōfhaftich E.: s. germ. *bōbō-, *bōbōn, *bōba-, *bōban, sw. M. (n), Bube; vgl. idg. *b…

*dunkerhaft

KöblerMnd

*dunkerhaft , Adj. nhd. finster, dunkel Hw.: s. dunkerhaftich E.: s. dunker (2), haft

*dêlhaft

KöblerAfries

*dêlhaft , Adj. Hw.: s. dêlhaftich E.: s. dêl, *-haft

*dādelhaft

KöblerMnd

*dādelhaft , Adj. nhd. tadelhaft Vw.: s. un- E.: s. dādel (2), haft

*egihaft?

KöblerAhd

*egihaft? , Adj. nhd. züchtig ne. chaste Vw.: s. un-

*ernusthaft?

KöblerAnfrk

*ernusthaft? , Adj. nhd. „ernsthaft“, heftig ne. violent, intense Hw.: s. ernusthafto; vgl. ahd. ernusthaft* E.: s. ernust*, *haft?

*fuorhaft?

KöblerAhd

*fuorhaft? , Adj. Vw.: s. gi-

*geburthaft

KöblerMhd

*geburthaft , Adj. Vw.: s. un- E.: s. geburt, haft W.: nhd. DW-

*gemālschaft

KöblerMhd

*gemālschaft , st. F. Vw.: s. hant- E.: s. gemāl, gemāhel, schaft W.: nhd. DW-

*gestalthaft

KöblerMhd

*gestalthaft , Adj. nhd. „gestaltet“ Vw.: s. un- E.: s. ge, stalt, haft W.: nhd. (ält.) gestalthaft, Adj., gestalthaft, DW 5, 4191

*gihthaft

KöblerMhd

*giht·haft

*gihthaft , Adj. nhd. „beichtbereit“ Vw.: s. be- E.: s. giht, haft W.: nhd. DW-

*habschaft

KöblerMhd

*habschaft , st. F. Vw.: s. gēr- E.: s. haben W.: nhd. (ält.) Habschaft, F., Habschaft, Besitz, Eigentum, DW 10, 95

*hāderhaft

KöblerMnd

*hāderhaft , Adj. nhd. zanksüchtig Hw.: s. hāderhaftich E.: s. hāder, haft

*hōchhaft

KöblerMnd

*hōchhaft , Adj. nhd. hochragend E.: s. hōchhaftich

*krȫnhaft

KöblerMnd

*krȫnhaft , Adj. nhd. voll Murren seiend, zänkisch, klaghaftig, murrhaftig Hw.: s. krȫnhaftelīke*, krȫnhaftelīken* E.: s. krȫnen (2), haft S…

*kīfhaft

KöblerMnd

*kīfhaft , Adj. nhd. streitsüchtig, zänkisch, im Streit befindlich, uneinig, streitbar, kriegerisch Hw.: s. kīfhaftich E.: s. kīf, haft

*lesterhaft

KöblerMnd

*lesterhaft , Adj. nhd. lasterhaft Hw.: s. lesterhaftich E.: s. lesteren, lester?, lesteren, haft W.: vgl. nhd. lasterhaft, Adj., lasterhaft…

*loubhaft?

KöblerAhd

*loubhaft? , Adj.? Vw.: s. gi-

*michelhaft

KöblerMhd

*michelhaft , Adj. nhd. groß, herrlich Hw.: s. michelhaftig E.: s. michel, haft W.: nhd. DW-

*muothaft

KöblerMhd

*muot·haft

*muothaft , Adj. nhd. „muthaft“ Vw.: s. ge- E.: s. muot (1), haft W.: nhd. DW-

*muozhaft?

KöblerAhd

*muozhaft? , Adj. nhd. erlaubt ne. permitted Vw.: s. un- Hw.: s. muozhafto*

*nādhaft?

KöblerAhd

*nādhaft? , Adj. Vw.: s. gi-

*nāmhaft

KöblerMnd

*nāmhaft , Adj. nhd. namhaft, namhaftig, benannt, mit Namen versehen (Adj.) Hw.: s. nāmhaftich E.: s. nāme (1), haft W.: s. nhd. namhaft, Ad…

*nōchhaft

KöblerMnd

*nōchhaft , Adj. nhd. genügend, ausreichend Vw.: s. un- Hw.: s. nōchhaftich, nōchhaftlīk, nōchhaftlīken E.: s. nōch, haft

Ableitungen von haft (17 von 17)

behaft

DWB

behaft , devinctus, obligatus, connexus, captus, altes rückumlautendes part. praet. von beheften, statt der neuen form beheftet. man darf es…

behafte

KöblerMhd

behafte , Adv. nhd. besessen, bestrickt, verpflichtet, festgesetzt, ergriffen, ausgestattet, vorhanden, anwesend, befestigt, gebunden, gefan…

behaften

DWB

behaften , haerere, fixum esse, bekleiben, ahd. haftên, anahaftên, vgl. DWB anhaften sp. 364: denn es darauf nicht behaften noch bleiben mag…

enthaft

Lexer

ent-haft part. s. entheften.

enthaften

DWB

enthaften , e custodia dimittere, aus der haft entlassen.

êrhaft

Lexer

êr-haft adj. BMZ ehrenhaft Lanz. Lampr. En. (êrh. tôt 204,1). Pass. (106,44. 116,49. 166,50. 189,27. K. 151,23) ; herrlich, glanzvoll, êrhaf…

êrhafte

Lexer

êr-hafte , êr-haft adv. ib. Diem. êrhaft predigen Germ. H. 7,285. er hieʒ machen êrhaft eine vil grôʒe wirtschaft Pass. K. 22,24.

gehaft

DWB

gehaft , m. verpflichtung womit man behaft oder einem verhaft ist ( vgl. DWB haft m. 2, c ): dasz wir herrn J. V. als unserm erbherrn .. mit…

gehaften

FindeB

* gehaften swv. haften bleiben PsM. RWchr.

hafte

Lexer

hafte stf. ib. verknüpfung. einer hafte allein, nur Diut. 1,284. 85 ; haft, verwahrung, in hafte nemen Halt. 772 ; hindernis, sunder hafte M…

urhaft

DWB

urhaft , adj. , als verdeutschung von originell im 8. jahrzehnt des 18. jhs. aufgekommen, ohne durchzudringen: die teutsche sprache ... ist …

verhaft

DWB

verhaft , m. und f. gefangensetzung. mhd. nur in einem belege nachgewiesen; geschlecht schwankend. nhd. zuerst in den wörterbüchern von Stei…

verhaften

DWB

verhaften , verb. haftend unbeweglich machen, mhd. verhaften. zusammensetzung mit dem einfachen haften, welches intransitiv ist, daneben hef…

verhaftlich

DWB

verhaftlich , adj. und adv. haftend: das gemüt und seel verhaftlich zusammenkommen und geflossen seien. Fischart ehz. 572 .

verhaftung

DWB

verhaftung , f. festhalten, festhaften, bei Kramer (1719) 239 . 1 1) zu verhaften nr. 1: wan mit der zeit der leim stark erhärtet und die zu…

zerhaft

Lexer

zer-haft , zer-haftic adj. BMZ sumptuosus Dfg. 566 b ; niht zerhaft, -haftic (non prodigus) Br. 26 b .