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Geist

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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Geist

Bd. 1, Sp. 1450
Geist 1. Alle guten Geister loben Gott den Herrn. – Eiselein, 216; Simrock, 3186. Im Morgenlande bestimmt man das näher und sagt: Die Christen loben Gott morgens. Holl.: Alle goede geesten loven den Heer. (Harrebomée, I, 211.) 2. Alle guten Geister loben ihren Meister. – Eiselein, 216; Simrock, 3185; Braun, II, 471. 3. Besser ein Geist der fliegt, als eine Seele die kriecht. 4. Dem Heiligen Geiste sind in Rom die Flügel beschroten und die Mönche haben aus den Federn Schlafkissen gemacht. – Klosterspiegel, 28, 6; Eiselein, 217. 5. Den Geist soll man nicht tödten. »Einmal erweckt«, sagte Hr. von Radowitz im erfurter Parlament, »ist der Geist nicht wieder zu bannen. Er kann zeitweise schlummern, aber er wird immer wieder erwachen.« (Vgl. Westdeutsche Zeitung, 1850, Nr. 76.) Frz.: On ouvre mieulx l'esprit que l'en ne le clost. (Leroux, II, 275.) 6. Der Geist baut den Körper. Die Rückwirkung des Geistes auf Gestaltung, Haltung u.s.w. des Körpers ist wol nicht zu leugnen; aber sollte man nicht mit einigem Recht sagen können: Der Körper baut den Geist? (Vgl. Moleschott, Kreislauf des Lebens und Die Lehre von den Nahrungsmitteln; ferner Dr. L. Büchner, Kraft und Stoff.) 7. Der Geist der Frauen ist von Quecksilber, ihr Herz von Wachs. 8. Der Geist des Menschen ist wie ein unauslöschliches Flämmlein in einer papiernen Laterne. 9. Der Geist ist fort, das Fleisch ist geblieben. Holl.: De geest is er bij hem uit. (Harrebomée, I, 211.) 10. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. – Matth. 26, 41; Schulze, 230; Henisch, 1446; Büchmann, 161. D.h. das Fleisch ist stärker als der vom Geist beeinflusste Wille. Die Chinesen sagen, um die Gewalt der sinnlichen Neigungen gegenüber den geistigen Einflüssen zu schildern: Der Geist Ngar beschützt den Saal, und doch verehrt man den Geist Sao mehr, der über die Küche gesetzt ist. Frz.: L'esprit de l'homme est prompt et la chair est faible. Holl.: De geest is wel gewillig, maar het vleesch is zwak. (Harrebomée, I, 211.) 11. Der Geist thut das allermeist. Ueberall, namentlich aber in der Jugend- und Volksbildung; es ist aber ein trauriges Zeichen der Zeit, wenn man bei ihrem Anblick mit Faust ausrufen muss: »Ich finde nicht die Spur von einem Geist und alles ist Dressur.« (Goethe's Sämmtliche Werke.) Holl.: Dat is de geest: die 't minst hebben, maaken 't meest. (Harrebomée, I, 211.) – Niets gaat voor eenen goeden geest. (Harrebomée, I, 212.) 12. Der Heilige Geist ist der Gottseligen, die Erfahrung aber der Gottlosen Schriftschlüssel. – Opel, 395. 13. Dess Geistes Trost vnd Muth ist mein Schatz vnd erbgut. – Petri, I, 23. 14. Du solt allen geystern nicht glauben. – Agricola I, 22; Simrock, 3187. 15. Ein geduldiger Geist ist besser denn ein hoher. – Petri, II, 188. 16. Ein Geist erkennt den andern. Böhm.: Duch ducha poznává, a srdce srdci návĕští dává. (Čelakovský, 238.) 17. Ein trawriger geist verdorret Marck vnd Bein. – Henisch, 1446, 45. 18. Es ist kein Geist so böse, der nicht vorm Kreuz entwiche. 19. Geist ist gut, aber Verstand besser. Böhm.: Vtipu třeba časem, ale rozumu vždycky. (Čelakovský, 202.) Poln.: Dowcip czasem potrzebny, ale rozum zawsze. (Čelakovský, 202.) 20. Geist macht nicht feist. 21. Grosse Geister begegnen sich. – Simrock, 3188. 22. Grosse Geister fehlen auch. »Der Geist der Menschen sieht nur in die Höhe und sein Verstand vor die Füsse; daher kommt es, dass auch grosse Geister oft stolpern und hinfallen.« (Welt und Zeit, V, 204, 306.) 23. Grosse Geister genirt es nicht und kleinen geht es nichts an. 24. Grosse Geister marschiren nicht auf der Heerstrasse. »Grosse Geister eilen der Zeit stets voraus und sitzen immer schon oben auf der Wetterfahne des Thurms, wo sie sich lustig im Winde drehen, während die Schnecke des gewöhnlichen Menschen noch am Fusse herumkriecht.« (Dr. Mises, Schutzmittel für die Cholera, Leipzig 1832.) 25. Grosse Geister und Krebse ehrt man nach dem Tode. 26. Hoe groter Gêst, hoe groter Bêest. Je grösser Geist, je grösser Thier. Geniale Menschen sind nicht selten liederlich und ausschweifend. Holl.: Hoe grooter geest, hoe grooter beest. (Harrebomée, I, 211.) 27. Ich mache Geister, aber ich sag's nicht, sprach der Kapuziner zum Nachtwächter. – Klosterspiegel, 47, 17. Er setzte nämlich, als ihn der Nachtwächter traf, auf das Grab des jüngst verstorbenen Bürgermeisters Krebse, denen er brennende Wachslichter auf den Rücken klebte, damit die Witwe bei ihm Messe lesen lasse. 28. Ich will ihr einen neuen Geist geben, wie geschrieben steht, sagte der fromme Mann, und walkte seine Frau. Holl.: Mijn geest getuigt zulks, zei Jeremias de kwaker, en hij ontboot zijne vrouw voor den vrederegter. (Harrebomée, I, 212.) 29. Irrige Geister stifften viel Böses. – Petri, I, 62; Henisch, 1446, 41. 30. Man muss an keine Geister glauben. – Simrock, 3190; Körte, 1865. Oft liebt und diebt sich's nur, wo man glaubt, es spuke. »Nicht jedem Geist man trauen soll, die Welt ist falsch und Lügens voll.« Darum schrieb auch A. von Humboldt unter dem 2. April 1856 an den Director Jobard, der ihn über seine Meinung in Betreff des neuen Spiritualismus gefragt hatte: »Ich habe immer die Schwäche, nie einen heiligen Schreck vor der Vergeistigung des Fichtenholzes und dem Psychographen-Mysticismus zu haben.« (Vgl. National-Zeitung, Berlin 1856, Nr. 173.) 31. Man muss nicht jeglichem Geiste glauben. – 1 Joh. 4, 1; Schulze, 293; Richard, 378. Böhm.: Ne všelikému slovu vĕř. (Čelakovský, 20.) Holl.: Men en sal alle gheesten niet gheloven. (Tunn., 18, 20; Harrebomée, I, 212.) Lat.: Omni spiritui tu semper credere noli. (Fallersleben, 494.) 32. Man sieht wohl, wess Geistes Kind einer ist. – Körte, 1865a; Simrock, 3189; Eiselein, 217; Braun, II, 472. 33. Mit frischem Geist und flinker Hand kommt man durch alle Land. Holl.: Kloeke geesten en kundige handen worden gevoed in alle landen. (Harrebomée, I, 211.) 34. Nicht jeder Geist lässt sich in eine Flasche bannen. 35. Schöne Geister finden (kennen) sich. So nannte der Dichter Schubart den Dichter Nikodemus Frischlin den Bruder seines Geistes. Frz.: Les beaux esprits se rencontrent. (Leroux, II, 250.) 36. Thätiger Geist und sinnige Hand ziehen den Segen ins Vaterland. – Grabschrift der Barbara Uttmann. 37. Wen der Geist Gottes nicht lehret, den lehret auch kein Pfaffe, ob er ihm schon einen Tag dreimal predigte oder misstficirte. – Opel, 376. 38. Wenn der Geist einmal frei ist, lässt er sich schwer wieder binden. Lat.: Facilius mentem aperiri, quam claudi. (Bovill, I, 194.) 39. Wenn kommt der Heilige Geist, gilt das Korn am allermeist. (S. 42.) – Kirchhofer, 319. 40. Wenn man nach einem geist hawet oder schlägt, so verwundet man sich selber. – Henisch, 1416, 62; Petri, II, 668; Klosterspiegel, 28, 7; Eiselein, 217; Simrock, 3191. Soll schon zuweilen einer Regierung begegnet sein. Nach einer von Fr. Schultheis in den Hausblättern von Hackländer (1865, Nr. 13, S. 61) unter der Ueberschrift Die tapfere Schildwache erzählten Volkssage hat ein Soldat tapfer auf einen Geist losgeschlagen, der ihm des Nachts um 12 Uhr erschien. 41. Wenn wi singt vam hilligen Gêst, so gelt de Wêt dat allermêst. (Fehmarn.) – Schütze, II, 17. Der vorjährige Weizen (das Getreide überhaupt) ist zu Pfingsten am theuersten, weil noch kein neuer da ist. 42. Wer die Geister nicht kann regieren, soll sie nicht citiren. »Die ich rief, die Geister, die werd' ich nun nicht los.« (Goethe's Zauberlehrling.) 43. Wo der heilige Geist meister ist, da lehrnet man vil in kurtzer frist. – Henisch, 1446, 32. 44. Wo die meisten Geister spuken, da sind die wenigsten zu Hause. Der Stachel dieses Sprichworts geht wider die Erfinder von Geistergeschichten und ihre Gläubigen, gegen Spiritualisten, Tischrücker und Genossen. 45. Wo Geist ist, da rührt sich Geist. Böhm.: Slabý duch nic nevytvoří, a jen čas na zařbůh moří. (Čelakovský, 211.) 46. Wo Geist ist, da spuken keine Geister. 47. Das erriethe selbst der Heilige Geist nicht. Lat.: Nec Apollo, quid sibi haec velint, intelligat. (Eiselein, 216.) 48. Das hat ihm der Heilige Geist nicht eingegeben. Holl.: Het was gelijk de Heilige Geest, die het mij ingaf. (Harrebomée, I, 298.) 49. Den heyligen geyst reden leren. – Franck, II, 21b. Den, der weit über uns steht, belehren oder meistern wollen. (S. Adler 21 u. Frosch 87.) 50. Der Geist Saul's ist über ihn gekommen. Er ist von Bosheit, Zorn, Rache erfüllt. Böhm.: Napadl ho duch Saule proroka. (Čelakovský, 17.) 51. Der Heilige Geist spricht aus ihm. Holl.: De Heilige Geest spreekt uit zijn' mond. (Harrebomée, I, 298.) 52. Einen grossen Geist genirt das nicht. n.: Et høgt gemyt foragter de høge og elsker middelmaadige ting. (Prov. dan., 224.) 53. Er hat den Heiligen Geist sammt den Fedarn g'schlickt. (Oberösterreich.) – Baumgarten. Spottweise von einem Ueberfrommen oder Ueberklugen. 54. Er hat einen hohen Geist, als wenn er auf dem Kirchhofe geschlafen hätte. 55. Er ist mit seinem Geiste in der Schüssel. 56. Es hat dem Heiligen Geist und uns gedünkt. Ursprünglich die Redeweise, mit der die Apostel ihren Beschlüssen Kraft gaben und welche die Väter des Tridentiner Concils, blos mit Weglassung des Heiligen Geistes, angenommen haben. (Reinsberg VI, 34.) 57. Seinen Geist aufgeben. Frz.: Rendre les abdois. 58. Sie fahen an im Geist und enden im Fleisch. – Eiselein, 217. »Der Zettel ist Geist, der Intrag Fleisch, ist Dirdendei, halb linen, halb wöllen.« [Zusätze und Ergänzungen] 59. Der auf Geister schiesst, der trifft sich. – Gutzkow, Ritter, 293. 60. Dort hat der heilige Geist noch nicht rumort. Dies Sprichwort ist im vorigen Jahrhundert zu Frankfurt a.O. entstanden und wird meist ironisch von einem Hause oder Orte angewandt, dem es an dem rechten Glauben gebricht. 61. Der Geist klebt nicht am Staube. Lat.: Difficile est, fateor, sed tendit ad ardua virtus. (Philippi, I, 118.) 62. Der Geist ist dem Fleische allezeit entgegen. Bei Tunnicius (1354): De geist is dem vleische alle tyt entegen. (Mens est infirmae semper contraria carni.) 63. Die der heilige Geist lehret, was sollen die in heidnische Pfützen zur Schule gehen. – Opel, 376. 64. Ein grosser Geist geht seinen eignen Weg. Lat.: Gravis animus dubiam non habet sententiam. (Philippi, I, 171.) 65. Er ist der Geist, der stets verneint. Immer widersprechend. In Goethe's Faust sagt Mephistopheles: Ich bin der Geist, der stets verneint. 66. Kann der heilige Geist im Felleisen auf Concilien reisen, so können ihn die Kapuziner auch im Zipfel tragen. – Klosterspiegel, 27, 7. 67. Man brachte die Geister auf die Auction, ein jeder fand seinen Geist am passendsten. – Merx, 190. 68. Schwach von Geist und schwer von Hand macht dem Lehrer harten Stand. 69. Was der Geist gründet, nicht bald schwindet. Lat.: Et memorem famam, qui bene gessit, habet. (Philippi, I, 140.) 70. Was sich zum Geist soll klären, muss kochen erst und gähren. – Frieske, 5. 71. Wenn die Geister weiss gehen, bedeutets, dass die Mägd dicke Bäuch kriegen. – Simplic., Vogelnest, 469. 72. Wenn der Geist auswärts ist, was nützen die Augen daheim? 73. Wo der Geist ist Herr und der Körper Knecht, da ist die Wirthschaft recht. Lat.: Si corpori anima praeest, animam cura prius. (Sailer, Sprüche, 14.) 74. Den heiligen Geist mit Federn fressen. – Luther's Tischr. 112b. 75. Die dienstbaren Geister. – Eselsfresser, 1, 14. 76. Die Geister platzen aufeinander. Zur Bezeichnung eines heftigen Meinungsaustausches. In einem Briefe Luther's vom 21. August 1524 in Bezug auf das Auftreten Münzer's an die Fürsten von Sachsen heisst es: »Man lass die Geister aufeinander platzen und treffen.« (Vgl. Büchmann, X, 52.) 77. Er hat den heiligen Geist allein gefressen. – Herberger, Ib, 637. 78. Heiliger Geist auf Buchau zu! Wird hauptsächlich angewandt, die Einwohner von Buchau, einer kleinen Stadt im Kreise Ellbogen, zu necken. In der dortigen Kirche war eine hölzerne Taube, das Symbol des heiligen Geistes, unbrauchbar geworden. Man schickte den Sakristan nach Lubenz, um eine andere zu holen. Dieser kaufte aber dort eine schöne, weisse, lebendige Taube, die ihm aber unterwegs aus dem Korbé, in dem er sie trug, davon flog, wobei er in die Worte ausbrach: »Heiliger Geist auf Buchau zu!« die seitdem sprichwörtlich geworden sind.
12264 Zeichen · 353 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    geistst. M. (a)

    Köbler Anfrk. Wörterbuch

    geist , st. M. (a) nhd. Geist ne. spirit ÜG.: lat. spiritus MNPs Hw.: vgl. as. gêst (1), ahd. geist Q.: MNPs (9. Jh.) I.…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    geist

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    geist O 2,22,21 s. gangan.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GEISTstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    GEIST ( Gr. 1,665. 2,199. Graff 4, 269 ) stm. geist. — der plural geiste; die geister Frl. FL. 14,30. übliu geister MS. …

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    geistF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    geist , F. Vw.: s. gēst (1)

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geist

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Geist , des -s, plur. die -er, ein buchstäblich nach dem Lat. Spiritus gebildetes Wort, von welchem es auch seine Be…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geist

    Goethe-Wörterbuch

    Geist einmal in B 1 pl -e N6,101,18. Von ca 3500 erfaßten Belegen etwa zwei Drittel iS des menschl Geistes (Pkt I); reic…

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Geist

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Geist , bezeichnet im allgemeinen den Gegensatz zum Körper, näher das übersinnliche, selbstbewußte Etwas in uns, welches…

  8. modern
    Dialekt
    Geist

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Geist [Kait O. Str. Ndhsn. ; Kæit K. Z. Han. Betschd. ; Kát Bühl Ndrröd. Saarunion ; Kǽt Wh. ; Pl. –ər] m. 1. Gespen…

  9. Sprichwörter
    Geist

    Wander (Sprichwörter)

    Geist 1. Alle guten Geister loben Gott den Herrn. – Eiselein, 216; Simrock, 3186. Im Morgenlande bestimmt man das näher …

  10. Spezial
    Geistm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Geist , m дух , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geist

941 Bildungen · 817 Erstglied · 116 Zweitglied · 8 Ableitungen

Ableitung von geist

ge- + ist

geist leitet sich vom Lemma ist ab mit Präfix ge-.

geist‑ als Erstglied (30 von 817)

Geist(s)tauff

Idiotikon

Geist(s)tauff Band 12, Spalte 561 Geist(s)tauff 12,561

geistabstumpfend

GWB

geistabstumpfend die g-en Curtage [ in Karlsbad ] B29,275,20 Tomaschek 1.9.18 Josef Mattausch J. M.

geistabwürdigend

DWB

geistabwürdigend , den geist herabwürdigend, geistabwürdigender zwang Schubart bei Campe.

geistader

DWB

geist·ader

geistader , f. arteria, als lebensader ( s. geist 2): arteriae, gaistaudern. Mones anz. 8, 495 (15. jh. ), mhd. geistâder bei Megenberg, nl.…

geistähnlich

DWB

geist·aehnlich

geistähnlich , dem geist ähnlich: als dasz ein stoff entständ' aus tausend myriaden von unbeschaulichen geistähnlichen monaden. Wieland natu…

geistängster

DWB

geist·aengster

geistängster , m. von beichtigern, die in der beichte nur den geist ängstigen: aber wo das geschehe, so würde den seelmordern und geistengst…

gêⁱstakker

MNWB

gêⁱstakker , -acker , gê(i)ste- , m. , auf der Geest liegender Acker.

geistanregend

DWB

geist·anregend

geistanregend , den geist anregend, z. b. unterricht, im gegensatz zu geistlähmend, geisttödtend u. ä.

geistarm

DWB

geist·arm

geistarm , an geist arm, ursprünglich im gegensatz zu solchen, die sich des geistes ( eig. heiligen geistes ) und damit ihren eignen geist r…

Geistarmer

Wander

geist·armer

Geistarmer Einn geystarmen macht eyn yeder zinss reich. – Franck, I, 116 b .

geistaufgeben

DWB

geist·aufgeben

geistaufgeben , n. ' den geist aufgeben ' ( sp. 2627) als subst.: das unsern helden zwei ganze tage quälte, so schrecklich quälte, dasz weni…

geistaufgebend

DWB

geistaufgebend , bei Fischart : der auch also lacht, dasz im der geistaufgebend nestel zersprang. Garg. 156 b ( Sch. 289), dasz er sich todt…

geistbegabt

DWB

geist·begabt

geistbegabt , mit geist begabt ( Campe ): gern reihen wir diesen beiden geistbegabten männern noch den liebenswürdigen Claudius an. Fr. Schl…

geistbeherzt

DWB

geist·beherzt

geistbeherzt , durch geist beherzt (geist als lebenskraft sp. 2667): ein merklicher unterscheid zwischen einem welt- und geistbeherzten mens…

geistberauscht

DWB

geistberauscht , von begeisterung berauscht: da ergreifet Rosadora geistberauschet ihre harfe. Brentano 3, 261 .

geistblitzend

DWB

geistblitzend , von geist blitzend ( vgl. geistsprühend): Schleiermacher fand ich wunderbar verändert .. seine geistblitzenden scharfen züge…

geistbēst

KöblerMnd

geist·bēst

geistbēst , N. Vw.: s. gēstbēst L.: MndHwb 1/2, 91 (gê[i]stbêst)

geistbȫrde

KöblerMnd

geistbȫrde , Sb. Vw.: s. gēstbȫrde

geistchen

DWB

geist·chen

geistchen , n. kleiner geist: morgen bin ich bei euch, und die liebe Meyern hat versprochen mir ihr geistgen zu schicken mich abzuhohlen. Gö…

geistdank

DWB

geist·dank

geistdank , m. geistiger dank oder dank im geiste: sagen sie dem .. Böttiger für das mir gemachte vergnügen meinen geistdank. Gleim in Bötti…

geistdurchdrungen

DWB

geist·durchdrungen

geistdurchdrungen , von geist durchdrungen: dieses kleine wesen ( eine spinne ) war freudedurchdrungen oder geistdurchdrungen, so lang mein …

geist als Zweitglied (30 von 116)

Freigeist

RDWB1

Freigeist m вольнодумец устар. , свободолюбивый, (человек) известный своим свободомыслием, не признающий авторитетов (а не "свободный дух")

Gemeingeist

RDWB1

Gemeingeist m дух коллективизма совет. , солидарность, чувство локтя идиом. , дух сопричастности

Gemeinschaftsgeist

RDWB1

Gemeinschaft·s·geist

Gemeinschaftsgeist m (Lakune) стремление участвовать в общей жизни, дух причастности к общественной жизни, дух коллективизма совет.

Korpgeist

RDWB1

Korpgeist m товарищеский дух устойч. , (мужская) солидарность устойч. , чувство локтя идиом. , соборность книж.

Lebensgeist

RDWB1

Lebensgeist m j-s ~er wieder wecken idiom. - пробудить кого-л. к жизни идиом.

Quälgeist

RDWB1

Quälgeist m (kein Bezug zu "дух") мучитель

Schöngeist

RDWB1

Schöngeist m (kein Bezug zu "дух" и "красивый") любитель искусств, ценитель искусства, эстет

Teamgeist

RDWB1

Teamgeist m чувство локтя идиом. ; чувство товарищества идиом. , совет. ; коллективизм совет. ; умение жить в коллективе; умение работать в …

Alaungeist

Adelung

alaun·geist

Der Alaungeist , des -es, plur. inus. in der Chymie, ein aus dem Alaune destillirter Vitriolgeist.

armehilligegêⁱst

MNWB

armehilligegêⁱst , armehillegê(i)st , n. , Spital (z. hlg. Geist).

Bleygeist

Adelung

bley·geist

Der Bleygeist , des -es, plur. inus. ein brennender Liquor von herben Geschmacke, welchen man erhält, wenn man Bleysalz in einer Retorte des…

Bū(w)geist

Idiotikon

Bū(w)geist Band 2, Spalte 489 Bū(w)geist 2,489

Carmelīter-Geist

Adelung

carmelit·er·geist

Der Carmelīter-Geist , des -es, plur. inus. in den Apotheken, ein zusammen gesetztes Melissenwasser, welches aus Melissen, Citronenschalen, …

eifergeist

DWB

eifer·geist

eifergeist , m. zelus: und der eivergeist enzündet in. 4 Mos. 5, 14 . 30.

Êssiggeist

Adelung

essig·geist

Der Êssiggeist , des -es, plur. inus. in der Chymie, die durch die Destillation erhaltene geistige Säure des Essiges; destillirter Essig.

feldgeist

DWB

feld·geist

feldgeist , m. daemon campestris: Zihim werden sich da lagern und ire heuser vol Ohim sein und strauszen werden da wonen und feldgeister wer…

flattergeist

DWB

flatter·geist

flattergeist , m. homo vagus, levis: ich hasse die fladdergeister ( var. weblinge) und liebe dein gesetze ( vulg. iniquos odio habui, LXX πα…

fluobargeist

AWB

fluobargeist st. m. ; ae. fróforgást. — Graff IV, 270 s. v. geist. fluobar-geist: nom. sg. T 171,1. Beistand, Helfer, Tröster, Paraklet, Bez…

Freygeist

Adelung

frey·geist

Der Freygeist , des -es, plur. die -er, ein freyer Geist, eine Person, welche frey, d. i. ohne Vorurtheile, denkt und handelt. Am häufigsten…

Ableitungen von geist (8 von 8)

begeisten

DWB

begeisten , inspirare, divino spiritu afflare: durch eigne, lebhafte kraft begeistet werden. Lohenst. Arm. 1, 1116 ; laszt euch einen gott h…

entgeisten

DWB

entgeisten , spiritu privare, gegentheil von geisten ( mhd. wb. 1, 497 a ) spiritu implere: dar umbe hât got sîn nâturlich bilde, sînen sun,…

ergeisten

Lexer

er-geisten swv. mit geist erfüllen, begeistern. got in irgeiste mit sô gnâdinrîchir vlût Jer. 147 d .

geiste

DWB

geiste , f. handvoll, s. gäuste, gaufe .

ungeist

DWB

ungeist , m. , gegenstück zu geist. als neubildung bei Campe und danach in den wbb. des 19 . jhs.; nicht von Göthe ( s. unten die stellen au…

ungeistlich

DWB

ungeistlich , adj. adv. , gth. von geistlich; mhd. ungeistlich; mnl. ongeestelijc. vgl. ungeistig, aber-, übergeistlich; mhd. nihtgeistlîche…

urgeist

DWB

urgeist , m. , erst im letzten viertel des 18. jhs. auftretend, noch von Adelung der gemeinspr. abgesprochen (' ein nur bey den mystikern un…

vergeisten

DWB

vergeisten , verb. die zusammensetzung hat dieselben bedeutungen wie das einfache zeitwort ( theil 4, 1 2 , 2743), jedoch intensiver. 1 1) z…