Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
b
380, 49, Codex Oxon. Julius 83 (13. Jh.) be-
zeugt, dessen Dialektstand im wesentlichen als
mfrk. gekennzeichnet wird (so Bergmann,
Mfrk. Glossen 269, bes. 273. 276); das Wort er-
scheint in einem Zusammenhang, der nach P.
Piper, Lit.bl. f. germ. u. rom. Phil. 18 (1897), 76
um einen zusätzlichen Trennpunkt zwischen
pasch und wiese zu vermehren ist, also nicht pa-
schwiese (wie noch Ahd. Wb. I, 802), sondern
wie folgt: pratum. pasch. wiese. bameth, wozu
Steinmeyer in Fn. 15 aus Schuerens spätmndl.
Teuthonista (1477) zitiert
„bend (die neuere, und in Fn. 16 zu bameth notiert:
Ausgabe des Teuthonista von J. Verdam 1896
druckt beemt [bend] 31). wese. weyde. wijsche.
mate. pasch“
„nndl. beemd“. Neben der nndl. Standardform
beemd m. fehlt es im Mndl. nicht an Varianten
wie bemt, bempt, bendt, bampt, während im
Deutschen zahlreiche mundartliche Entspre-
chungen wie Bänd, Band, Banden u. a. nach den
Angaben von Müller, Rhein. Wb. I, 436 ff. und
den noch genaueren und jüngeren Aufnahmen
von E. Westphal, Rhein. Vj.blätter 4 (1934),
129 ff., bes. 161 f. und 152. 155 (mit Karten),
sich besonders linksrheinisch bis zur Mosel und
Eifel hin südwärts ins hochdeutsche Dialektge-
biet erstrecken. Dem Sachgehalt nach scheint
das Wort vorwiegend
„nicht eingefriedigte,zu be-
baumlose Heuwiese, meist abgelegen“
zeichnen; doch melden sich auch Fälle, in de-
nen von
„aufstehenden Bäumen“oder
„einge-die Rede ist.
hegter Gartenwiese“