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B

got. bis spez. · 25 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
88 in 25 Wb.
Sprachstufen
11 von 16
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Eintrag · Campe (1807–1813)

B

Bd. 1, Sp. 356a
B, der zweite Buchstabe des Deutschen A B C, wird mit Öffnung der Lippen leicht ausgesprochen und ist ein weicher sanfter Laut, der von dem harten Laute p, welcher auf ähnliche Art hervorgebracht wird, sehr verschieden ist und sich leicht unterscheiden läßt, ob dies dem größten Theile der O. S. gleich sehr schwer fällt, die ihn meist härter fast wie p aussprechen. I der harten O. D. Mundart lautet er im Anfange der Wörter fast immer wie p, indem man Pär, Paum, für Bär, Baum spricht. I Anfange der Wörter, wie in blau, bleiben, Blick und in der Mitte, wie in haben, beben, leben fällt diese weiche Aussprache leicht, wie auch in denjenigen zusammengesetzten und abgeleiteten Wörtern, wo hinter dem b ein e weggeworfen ist, wie in Bübchen, Knäblein, Lebtage. Am Ende der Wörter aber lautet er härter, wie in Weib, Leib, Dieb, so auch in der Mitte der davon abgeleiteten und damit zusammengesetzten Wörter, als weiblich, Leibrock, Diebstahl, doch nur, wenn die Silbe damit schließt. I den Wörtern, wo dieser Buchstabe doppelt vorkömmt, lautet er auch sanft, wird aber häufig unrichtig hart ausgesprochen, Ebbe, Krabbe, schlabbern. Stehet das b aber in Zusammensetzungen doppelt, so lautet das erste, weil die Silbe, zu der es gehört, den Ton hat und weil es am Ende derselben stehet, scharf, wie in abblasen, abbitten, abbrennen. Wegen Ähnlichkeit in der Aussprache und im Klange ist b, p, f, v, w oft mit einander verwechselt worden, wovon noch jetzt Gift von geben, wapnen für waffnen Überbleibsel sind. Auch schreiben noch jetzt manche Igber und Igwer, Zitwer und Zitber, Witwer uud Witber. Das B welches im O. D. oft am Ende der Wörter angehängt oder sonst eingeflickt wird, wie in Lamb, umb, Ambt, nimmbt, sambt, ist aus der guten Aussprache und Schreibung längst verbannt. Das B am Anfange des Wortes ist nicht immer Stammbuchstabe, sondern oft die Ableitungssilbe be, die ihr e verloren hat, wie in bang, bleiben  — I der Tonkunst bezeichnet B den siebenten Ton der Tonleiter, aber den um einen halben Ton tiefern, da jeder Ton in einen höhern und tiefern zerfällt. Die Tonarten, deren Grundton B ist, sind das harte B (b dur) und das gelinde oder weiche B (b moll). Ferner dient in der Tonkunst das b zum Zeichen vor allen übrigen Noten, daß man den Ton, vor dessen Note es steht, um einen halben Ton tiefer nehmen soll. Bei den Tonwerkzeugen mit Tasten heißt auch die Taste, welche den Ton b anschlägt, b, so auch bei der Glockenwalze (Harmonica) die Glocke, welche diesen Ton angiebt. Zum Zählen und Bezeichnen wird B eben so wie A gebraucht. Sprichwort: Wer A sagt, muß auch B sagen. S. A.
2606 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    bBuchstabe

    Köbler Got. Wörterbuch

    b , Buchstabe nhd. b, Abkürzung für 2 ne. b, abbreviation for 2 Q.: Bi (340-380), Kal (zweiter Nov.), Sk; B.: b Joh 6,9 …

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch

    Althochdeutsches Wörterbuch · +23 Parallelbelege

    B Gl 1,734,53 s. ubar.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    B

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    B die bezeichnung des gelinden lippenlautes, dem der harte, durch p bezeichnete, zur seite steht. So wie bei allen weich…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bBuchstabe

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +38 Parallelbelege

    b , Buchstabe nhd. b (Buchstabe) Hw.: s. abēbōk; vgl. mhd. b E.: s. lat. b, Buchstabe, B; von phön. bêth, Sb., Haus W.: …

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    B

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    B , der zweyte Buchstab des Deutschen Alphabetes, welcher mit den Lippen ausgesprochen und wegen seiner Leichtigkeit von…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    b

    Goethe-Wörterbuch

    b , B 1 als Laut, zweiter Buchstabe des Alphabets: in der Silbenbildungsformel des Elementarunterrichts ‘A B-Ab’ s a,A(A…

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    B

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    B in den aus dem phönicischgr. stammenden Alphabeten der zweite Buchstabe. Als röm. Zahlzeichen ist B = 300,  = 3000; i…

  8. modern
    Dialekt
    B

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    B Band 1, Spalte 1,803

  9. Sprichwörter
    B

    Wander (Sprichwörter)

    B 1. Drei B muss eine Frau meiden; sonst ist sie von schlimmer Art: Beutel, Brôk (Hose) und Bart. Holl. : Baard, broek e…

  10. Latein
    b

    Mittellateinisches Wb.

    b (f.: l. 11; n.: l. 14sqq.) littera secunda alphabeti Latini . v. et beta. I gener.: Beda hist. eccl. 5,2 p. 284,8 dici…

  11. Spezial
    b

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    b m.inv. ‹mus› B, Ton der absoluten Tonleiter.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit b

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Keine Komposita gefunden — b kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.