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günnen

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
6 in 4 Wb.
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2 von 16
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3
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7

Eintrag · Westfälisches Wb.

günnen V.

Bd. 2, Sp. 1318
günnen V. [verbr.] 1. gönnen, neidlos zugestehen. He günt mi dat nich (Kr. SteinfurtStf Rh). Et es eäm te günn’n (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dat sind mui de Luie teo günnen (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — Paarformel: Günnen un giewen (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). — Ra.: Hö günt ’n de Äugen in’ Koppe nich er ist sehr mißgünstig (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@LüerdissenLü || mehrf.). He chünnt mi nich dat Swatte inn Auge dass. (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@RöckinghausenRö || mehrf.). Dä günnt äm dät Witt in de Oge nich dass. (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@PolsumPo || mehrf.). Hai günnt mi dat Schwatte unnern Nagel nit dass. (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LehmuferLu || mehrf.). Hoi günnt kainen mer os sick sümst er ist sehr selbstsüchtig, mißgünstig (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Eck günne änne olles, wat eck sümt häbbe es ist mir gleichgültig, was er hat und wie es ihm geht (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs = PLATENAUWB). Dat was mi nich gunnt sagt jmd., dem ein Stück Essen auf den Boden fällt (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl || mehrf.). — Sprichw.: Wai ’n annern nix gann, hadde d’r sülwer nix van (Kr. BürenBür Kr. Büren@LichtenauLi || ähnl. mehrf.). Ick gönne jeden wat, awer mi dat Maiste (Kr. MindenMin Kr. Minden@WindheimWh || mehrf.). — Sagw.: Wann einem nicks egunnt es, dann kritt me ouk nicks, saggte de Sue, doa har se diän Truoag ümestot (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — 2. zuteil werden lassen, gewähren. Hä günt sik niks (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Ik gönn mi noch ’n Köppken Koffie (WMWB). — Ra.: Hai hiät sik enen gunt er hat Alkohol getrunken, ist betrunken (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@BontkirchenBo || mehrf.). Heu günnt sick annern öbber auk wat sagt man von einer reichen Person (Lippe OESTERH). ⟨Vokalismus: ü [verbr.], ›üᵉ‹ [Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Unn], u (die krfr. Stadt HagenHag die krfr. Stadt Hagen@HagenHg), ö [verstr.]. — Prät.: 1./3. Sg.: günde (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl), gunte [die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. IserlohnIsl Kr. ArnsbergArn Wal] sowie gan im Reim; Part.: -gunt [verstr.], -gont (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl); günt bzw. gönt nur in Wendungen wie Dat is mi nich gönnt (Kr. SteinfurtStf Ar)⟩ ¶ Vgl. RHWB 2,1491: gunnen; NDSWB 5,801: günnen¹, gönnen.
1662 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    günnenv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    günnen , gönnen , v. [Prs. I. 1. 3.

  2. modern
    Dialekt
    günnenrefl.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    günnen gönnen Mi 29 b ; Jac. 1, 126. 1. überlassen, gewähren, gestatten: dei Tit möt hei uns, sin Knechts, günnen Ro Rib…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit guennen

9 Bildungen · 0 Erstglied · 4 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von guennen 2 Komponenten

gu+n+nen

guennen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

guennen als Zweitglied (4 von 4)

begünnen

MNWB

begünnen , swv. , (P. Prt. begünt, begönt), vergönnen, bewilligen. — (S. auch beginnen. )

ergünnen

MNWB

ergünnen , ergönnen , s. vorgünnen, swv. , gestatten.

ōvergünnen

MNWB

over·guennen

° ōvergünnen (auer-) , swv. : gönnen, überlassen , dãrümme mot ik des amptes in desser kerken aftrēden unde ênem andren ȫ. (Meckl. Jb. 16, 1…

vorgünnen

MNWB

vor·guennen

vorgünnen , -gönnen , v. ( Präs. vorgan , vorgünst -günnest , vorgan -günt; Prät. vorgünde -günnede -gönde; Part. prät. vorgünt -gönt -günne…

Ableitungen von guennen (5 von 5)

begünnen

MNWB

begünnen , swv. , (P. Prt. begünt, begönt), vergönnen, bewilligen. — (S. auch beginnen. )

entgünnen

DWB

entgünnen , invidere, misgönnen, nnl. ontgunnen, gleichviel mit entbünnen oder empünnen, dessen praesens empan oben sp. 420 angezogen wurde;…

ergünnen

MNWB

ergünnen , ergönnen , s. vorgünnen, swv. , gestatten.

missgünnen

RhWB

miss-günnen (s. S.) Rip, Nfrk schw.: nach dem Nhd.

vergünnen

PfWB

ver-gunnen , ver-günnen schw. : 1. a. 'sehr gönnen', ve (r) gunne [verbr.]. Sie kann 'me annere net die Aue im Kopp (net 's Esse, net 's Sch…

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APA
Cotta, M. (2026). „guennen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/guennen/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „guennen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/guennen/wwb. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „guennen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/guennen/wwb.
BibTeX
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