Wossidia
stahn Prä
s. stah, steihst, steiht, Prät. stünn,
Part. Prät. stahn stehen Mi 85
b 1. Formen: die 2. und 3. Pers. Sg. hat auch bei Schriftstellern mit Monophthongen -ei-: steiht Bri. 2, 50; Hey. Punsch. 5; Hack. Papp. 44; seltener ist steht 26; Zand. Bill. 19; Jac. bringt für Pa und LuLudwigslust@GrabowGrab sḍęit, sonst sḍe·t 2, 137; im S von Sta@ ist steht auf einen Mittelstreifen beschränkt Teu. in Teuth. 10, 3; in a. Spr. daneben stat: Red. Ost. 79; der alte Imperativ stand! ist, als Subst. umgedeutet, neben stah! als Aufforderung zum Stehenbleiben in Kinderspielen erhalten (
s. unt. 7); im Prät. galt früher auch
stund: Babst 1, 12; Muss. Spr. 54; Nerg. 168 und stunn ebda; Mi 85
b sowie in a. Spr.
stot: Rost.-Osl. Hand. (K.) 39. 2. aufstehen: As s' ... von dat Lager (Krankenlager)
stünn Reut. 7, 122; hei ... stunn mit en Ruck von den Kapteihn sinen Schot in de Höcht 4, 439; Dunn steiht oll Schröder sacht tau Höcht 1, 184; Hey. Kam. 86. 3. stehen, aufrechten Stand haben, Gegensatz zum Sitzen und Liegen a. in alter Zeit standen die Kinder bei Tisch, in der Gegend von RoRostock@DoberanDob auch die erwachsenen Mädchen D. Jb.
f. Volksk. 11, 9; von Pflanzen: dit Johr stahn dei Räuben achter 'n Barg SchöSchönberg@GrevesmühlenGrev; dei Tüffel stahn
gaut int Krut versprechen eine gute Ernte Lu, Ro, Schw, Wa; ... nich ollig in de Strünk Lu; dat Halw steiht hinner di an du läßt die Hälfte stehen, zum schlechten Mäher SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; Sachen: dat Schapp steiht in de Eck WaWaren@LiepenLiep; Rdaa.: nu staht ji as de dummen Jung's hir vör mi (wißt nichts Vernünftiges zu sagen) Reut. 6, 206; ein Schmutzfink
steiht stif vör Schit HaHagenow@RedefinRed; grad' möt 'n stahn Zuruf beim Dreschen LuLudwigslust@LeussowLeuss; my stünn de Haar to barg (vor Ergriffenheit) Babst Naschr. 7; wenn einer sich sehr gut an etwas erinnert: dat is binah, as wenn dat vör mi steiht WiWismar@WendorfWend; mit finalem Infinitiv: (hei) stünn ... tau horken H. Schrö
d. Buerh. 1, 36; Allens steiht tau bäden Puls Licht 17;
spazieren stahn
s. spazieren;
tau stahn kamen entstehen, werden: so is Christenhoff to stahn kamen StaStargard@ZippelowZipp; denn kümmt dat anners to stahn ändert sich die Sachlage RoRostock@RibnitzRibn; substantivierter Infinitiv: hier kann eener in 'n Stahn drinken beim Anblick eines tiefen Sees Gü; ein Mensch mit Plattfüßen
kann in 'n Stahn starben WaWaren@Groß GievitzGGiev; dor künn nich een dat Stahn behollen bei Sturm im Boot WiWismar@KirchdorfKirchd; dat jumpt, dor kann 'n dat Stahn in de Boot nich hebben Wo. Seem. 2, 173. b. bes. Verwendungen: vör Gericht stahn Reut. 3, 254; standhalten: 'ick wil dick staan ass en eerleck Keerl' Laur. in Nd. Jb. 11, 148; dorför mütt hei sinen Richter stahn H. Schrö
d. Buerh. 3, 78; he (ein Schiff)
stünn den Stoß Bri. 4, 55; verteidigen, schützen: ick stah vör Pommern un Preußen as Wall un Muer Wo. Sa.; dee (eine nicht zu übertreffende Karte)
steiht vör Roßbach PaParchim@GoldbergGoldb; dee (gute Karten) stahn as 'n Bom Wa; seem.: wenn dor väl See stahn deit hoher Seegang ist WiWismar@PoelPoel; in See stahn auf See sein: Bri. 2, 262; de Kaperschonk stünn nu pil up min Backbuurd (hatte Kurs auf) 189; 'n stif (
s. d.) Schipp steiht bäter bekommt schwerer eine seitliche Neigung RoRostock@AlthagenAHag; ick hadd' Netten stahn hatte Netze ausgesetzt Ribn; alles hett stahn alle Segel waren gesetzt Wi; ick hadd' 'n Hus stahn in Malchin besaß es MaMalchin@LiepenLiep; Draken stahn laten (Drachen steigen lassen) Bri. 4, 19;
Posten stahn
s. Posten
1 1 (
Bd. 5, 552); Pracher stahn ausharren, um eine Gabe zu erhalten Wo. Sa.; tor Döpe stahn (a. Spr.) und vör de Döp stahn
s. Döp 2 (
Bd. 2, 374); (Ge)vadder stahn
s. Vadder;
Pät stahn s. Pät 1 (
Bd. 5, 332); Paden stahn Gevatter stehen Mi 61
a; wenn jem. etwas zur unrechten Zeit tut: du wist ok Päding stahn, wenn de Kinddöp vörbi is GüGüstrow@BützowBütz. 4. stehen, an einer Stelle bleiben, Gegensatz zur Bewegung a.
eig.: dun stunt ick noch ehn Stoht Babst 1, 12; de Stark stünn as 'n Lamm ganz ruhig RoRostock@VolkenshagenVolk; Reut. 2, 424;
furts kem ok ehr Blaut tau 'n stahn Mark. 5, 29; Rdaa.: stah Di de Bein nich in 'n Liew H. Schrö
d. Buerh. 2, 139; gute Pferde laten nicks stahn ziehen gut Wi; LuLudwigslust@Groß LaaschGLaasch; von einem beliebten Gericht:
dor lat ick alles för stahn WaWaren@Schloß GrubenhagenSGrub; der Trinker kann den Branntwein nich stahn seihn LuLudwigslust@LaupinLaup; up de Bohr stahn aufgebahrt sein: Hey. Punsch. 5; gekoppelt: bald steiht 't, bald geiht 't von der Mühle WaWaren@JabelJab; ick kann nich stahn oder gahn bin ganz hinfällig StaStargard@FürstenhagenFürstenh; se müßten all' stahn un gahn kœnen stämmig sein AKäb; Bri. 3, 99; du sühst mi hier, as ick stahn un gahn dau (unvorbereitet) 177; Zand. Bill. 19; so stünn un sünn dei junge Fru Wagtsm. Dörp. 1, 28. b. übertr. heil bleiben, nicht entzweibrechen, sich nicht verändern: so lang', as wi läben, steiht dei Welt WiWismar@PoelPoel; Stein (Ziegelsteine), dei vör Wind un Wäder nich stahn daun SchwSchwerin@DambeckDamb; in de Midd (eines Flusses) stunn dat Is noch (war es noch fest) Reut. 4, 349; dat Wäder steiht bleibt gleich WaWaren@RöbelRöb; Regel: Oost mit Rägen, Steiht he dree Dag', steiht he ok nägen Wi; a. Spr. gültig bleiben: 'dit scal stan ... dre iar van desser tyd' (1355) UB. 13, 670; sich nicht bewegen, vom Essen: mi steiht dat so vör de Bost es steht vor dem Magen öft.; im Magen bleiben: ob sei (Austern) woll bi 'n Hund stahn im Schwank GüGüstrow@Groß WokernGWok; Wo.Neum. Volksschwänke 45; em steiht dat Foder nich er muß
schiten StaStargard@GrammertinGramm. 5. freie Verwendungen a. als Soldat dienen:
wo hest du stahn? HaHagenow@BelschBelsch; allgem.; a. Spr. pandes stahn verpfändet sein: 'in usen sloten, de en (ihnen) pandes staen' (1362) UB. 15, 234; mit
Adv.: de Pir stahn gaut sind gesund HaHagenow@RedefinRed; sine Papiere stünnen gaut waren gut Lübth; denn' steiht de Lun nich gaut er ist übel gelaunt RoRostock@KühlungsbornKühl; de Hot steht ehr got kleidet sie Ro; a. Spr. höhnisch stahn lächerlich aussehen: 'wo hOenisch wrde dat stahn, Wen se wrden mit dem Erse bloets HOevets gahn?' Laur. Schg. 2, 261; dat kümmt ehr slicht tau stahn wird teuer SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; dat ward tau grad' stahn ist zu derbe HaHagenow@RedefinRed; he stünn mi neger in dat Blot as Kasper-Möhme (war näher mit mir verwandt) Bri. 2, 115; drög' stahn von Kühen, die vor dem Kalben keine Milch geben allgem.; davon: de Kauh möt up 'n Sünndag oder Dunnersdag stahn bliben zuletzt gemolken werden GüGüstrow@GülzowGülz; dat steiht dorhen ist ungewiß öft.; dat steiht babenan ist das Beste WaWaren@JabelJab; Zand. Bill. 63; trans. einstehen für: 'dar scole wy beyde ane staan tů like scaden unde vromen' (Verlust und Gewinn teilen; 1357) UB. 14, 211; 'den vromen scole wi staen na mantale der lůde' (1371) 18, 65; dat müßt ick allein stahn die Kosten für eine Krankheit bezahlen RoRostock@GresenhorstGres; den Risiko stahn Wa; kosten: 'dat makerlon ... steyt 5 ß Lub.' (um 1515) Beitr. Rost. 3, 2, 12; 'ene nyge lucht, de stunt I gulden' Slagg. 196
a; '3 dossin grawer hode, stoden 1 dossin 2 Daler' Rost.-Osl. Hand. (K.) 40; dusend Daler steiht dat in de Pacht ist für 1000 Taler verpachtet WaWaren@JabelJab; sinen Mann stahn sich als tüchtig erweisen: Stillfr. Köst. 1, 14; de Koort steiht ehren Mann ist gut MaMalchin@BrudersdorfBrud; Wuurt stahn Rede stehen: tauierst wull sei em noch nich recht Wurt stahn Wagtsm. Mart. 26; refl. und rezipr.: Dändörper un Dierhäger künnen sick nich stahn sich nicht vertragen RoRostock@DändorfDänd; sick as Kukuk un de Säbenstirn mit einanner stahn sich gegenseitig meiden Mi 85
b; sick gaut stahn in guten Vermögensverhältnissen leben allgem.; sick breit stahn ebenso SchöSchönberg@DemernDem; dat steiht sick wenn bei bestimmten Kartenspielen beide Spieler gleichwertige Karten ziehen RoRostock@DierhagenDierh; mit folgendem Infinitiv in abgeblaßter Bedeutung sein: 'Gy vruchtet, dat nycht to vruchtende stat' Red. Ost. 79;
dat steiht ehr nich to verdenken RoRostock@RibnitzRibn; Reut. 2, 340; öft.; tau hoffen stahn: Stillfr. Köst. 1, 320; tau verlangen stahn: 2, 80; tau weiten stünn 't nich (man konnte es nicht wissen) H. Schrö
d. Buerh. 2, 127; ick glöw, wat to glöben steiht was glaubbar ist Gü;
dat steiht dorup to sehn RoRostock@RibnitzRibn; Beispielsprw.: stahn dan Ding' ok tau ännern? hadd' de Diern seggt, hadd' 'n Kind krägen SchwSchwerin@BanzkowBanzk; mit
Part. Prät. von schriben: ne Vörfrucht steiht nich vörschräben ist nicht vorgeschrieben Damb; ein Kauh steiht mi man tauschräben habe ich nur zu verlangen PaParchim@DobbertinDobb;
s. anschriben (
Bd. 1, 370); verkürzt aus inschräben stahn: hei hett in stahn sein Name hat in der Zeitung gestanden, er ist gestorben (1968) WiWismar@PoelPoel. b. mit Präp.; an: stünn dat an mi (läge es an mir) Bri. 2, 66; bi: ditmal stünn dat (Fastelabendbier) bi Kählern (mußte er es abhalten) Wagtsm. Dörp. 1, 73; för: 'vor desse ... sculde steyt eme ... Parleberghe' (ist ihm verpfändet; 1323) UB. 7, 119; einstehen für, bürgen: 'ik ... sta en vor ene rechte warscop (Bürgschaft)' (1365) 15, 490; för mi stah 'ck ganz un för min Fru halw Stillfr. Sl. 165; dor stünn hei för dafür war er verantwortlich HaHagenow@DreilützowDreil; gegen: tauletzt ... stünn allens gegen ehr (war ihr feindlich) Stillfr. Köst. 1, 82; in: 'de (ein Übertreter der Zunft bestimmungen) schal stan in den broke na rade, lere und wisze unses amptes' (muß Buße zahlen; 1372) UB. 18, 642; in de Dreih stahn von Flüssigkeiten,
z. B. Bier, wenn sie auf dem Punkte stehen zu verderben Mi 17
a; dat steiht in Dörchläuchten sin Gunst (in seinem Belieben) Bri. 3, 100; ick ... stunn in de Meinung (war der Meinung) Reut. 6, 344; nah: verlangen, trachten nach: 'Gy stat alle tid na myneme vramen' Red. Ost. 1049; 'Na der scheren steit dy (einem Schneider) de hant' 1433; dee (Pferden) stahn de Tähnen nah 'n Fang sie sind freßgierig Wa; denn' steiht de Lecker dornah er möchte es haben HaHagenow@RedefinRed; beim Kartenspiel: nah 't Gewinnen stahn ehr (den Karten) de Been nich nah Wa; sin Gedanken stahn nah buten von einem Kinde, das sagt, was es denkt WaWaren@JabelJab; tau: 'an dessen sloten unde landen, de us tho pande stad' (verpfändet sind; 1332) UB. 8, 304; '(sie) scolen den ratmannen van deme Stralessunde tů rechte stan, oft se se sculdegen willen' (sich stellen; 1328) 7, 565; 'des ... steyt to deme rade, oft ze dat voranderen wyllen' (steht im Belieben des Rates; um 1400) 24, 152; denn' stahn de Finger to 'n Gripen er möchte alles an sich reißen Wa; to min Wür (Worten) stah 'ck as 'n Mann (was ich versprochen habe, halte ich) Bri. 1, 144; dei Stock steiht einen gaut tau Hannen ist bequem zu fassen: Meckl. Heim. 7, 123; up: 'were, dat unse ... ome van Stettin schelinghe hedden mit unsen vedderen van Werle, de schal up uns stan' (zu unserer Entscheidung stehen; 1328) UB. 7, 634; 'Dit alles steit up mynen SOehn' (hängt ab von) Schlue 21; up den
Fall stahn
s. Fall (
Bd. 2, 783); up Wollewen steiht min Sinn nich (ist nicht gerichtet auf) Reut. 6, 208; 240; sien Stark ..., dei up 't Kalwen stünn (kurz vor dem Kalben war) Puls Hw. 168; dor stah ick fast up daran glaube ich fest RoRostock@DoberanDob; (hei) stünn ... fast un stiw up sine Ansicht Stillfr. Köst. 1, 27; wo steiht he (ein Pferd) upt Mul? sind seine Zähne in Ordnung? Ro; ein altes Pferd steiht nich mihr gaut uppe Kusen RoRostock@GresenhorstGres; vör: wenn dat vör 'n Gewitter steiht wenn ein Gewitter bevorsteht LuLudwigslust@DömitzDöm. 6.
Part. Prä
s.: stahn Kuurn auf dem Halm stehendes Getreide MaMalchin@NeukalenNKal; Getreide, das sich nicht infolge Regens oder Hagels niedergelegt hat, Gegensatz Lägerkuurn Wa; GüGüstrow@WokrentWokr; stahn Säw wie Stahsäw (
s. d.) StaStargard@UsadelUsad; mit stahn Wagen führen mit drei Wagen einfahren, von denen gleichzeitig der eine beladen, der zweite zur Scheune gefahren und der dritte entladen wurde, so daß es keinen Leerlauf gab, davon die Rda. beim Trinken: ick führ mit stahnden Wagen trinke abwechselnd aus zwei Gläsern: Latend. Agr. 228; Nu ward 't mit stahen Wagen gahn Tarn. Mart. 52; entstellt: he führt mit 'n Stannwagen in RoRostock@DierhagenDierh; stahn Lamp wie Schinlamp (
s. d.,
Bd. 6, 79): tauletzt kemen de stahn Lampen up LuLudwigslust@PolzPolz; seem.: stahn Füer festes Leuchtfeuer WiWismar@KirchdorfKirchd; 'n stahnen Füer Hob; stahn Got
s. gaut 5 b (
Bd. 3, 83); stahn Geschirr wie stahn Got RoRostock@RibnitzRibn; fischerspr.: stahn Geschirr Stellnetze, Reusen, Gegensatz
Treckgeschirr Ro Rostock@RibnitzRibn; stahn Netten ebenso Warn; müllerspr. stahn Isen wie Mœhlenisen (
s. d.,
Bd. 4, 1240): dat stahn Isen geiht dörch den Unnersteen Wa; stahn Well wie Königswell (
s. d.,
Bd. 4, 536 und Mœhl 2 a,
Bd. 4, 1229) HaHagenow@WittenburgWitt; a. Spr. 'stande erve' Gebäude: 'veerhundert mark Lubesche ... legghen unde schicken an wisse stande erve unde an ligghende grunde' (Wi 1397) UB. 23, 352;
s. Stadtbauk; 'niemandt schal fromden ... liggende grunde oder stande erve ohne vorweten des rades vorkopen' (um 1560) Beitr. Rost. 4, 2, 57; 'van liggenden Grnden und standen stOecken' (ebenso; Ro 1563) Wiechm.-Hofm. 2, 54; stahn Water stehendes Gewässer: aqua palustris, lacustris, stagnans, reses 'stande Water' Chytr. 69; 'dat druddendeyl des standen lutken waters' (1360) UB. 14, 638; 'myt ... wateren, stande unde vletende' (1475) Jb. 25, 119; 'in stander ee' (während der Ehe; 1557) Beitr. Rost. 3, 2, 23; 'stande gelt' regelmäßig zu zahlender Geldbetrag: 'es ist ... keynn stannde gelt tho dissem gilde' (1516) Jb. 57, 243; 'to deme geven ... de ... inwaners des dorpes an stander konningsbede 12
M.' (1552) Tessin Buk. 53; 'standes votes' stehenden Fußes, sofort: 'gynck hen standes votes' Slagg. 143; 'se musten strack, standes fote de arbeit laten anstan am buwte' Dietr.
V. Lohe 30; davon noch mod.: dat geiht 'n stahn Draff schnell RoRostock@RibnitzRibn. 7. imperat. Bildungen: stah! oder stand! fordert beim Stahball (
s. d.) die Mitspieler zum sofortigen Still stehen auf; Ruf des Swindriwers beim Kulsœgspiel Ha; stah seggen sehr gut sein:
dat seggt mals stah! Mi 85
b; He ritt Eer na Un haalt See wedder trüg, denn Sine Leew secht: sta (ist sehr stark) Babst Naschr. 4; de oll Schult rüst't 'ne Hochtit ut, de säd man: 'Stah!' (war großartig) Reut. 7, 473; 3, 162;
Schoh ..., de man orig so Stah säden Bri. 7, 233; dee hett Pir vör 'n Wagen, dat 't man so stah seggt Wi; sin Wirtschaft seggt man so stah RoRostock@DierhagenDierh; ne Koort, dat 't ornlich so stah seggt Ro; hüt säd' 't stah gab es schwere Arbeit Wa; verkürzt: Hüser ..., De stun'n man dor, as stah man so Reut. 1, 186; vereinzelt: en' gauden 'Stahstiew' (Stock) Camm. Vadd. 62; Stahbi und Stah-up-ungah
s. d. — Zss.: af-,
an-,
be-, bi-,
dörch-,
ent-, gegen-,
in-, nah-, œwer-, rin-,
rüm-,
rut-, tau-,
üm-,
unner-,
up-,
ut-,
ver-, vör-,
wedderstahn. — Mnd. stâ
n. — Br. Wb. 4, 991; Dä. 455
a; Da. 210
b; Kü. 3, 262; Me. 4, 798.