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klingen

mhd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
35 in 22 Wb.
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8 von 16
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

klingen trans.

Bd. 4, Sp. 351
Wossidia klingen Prät. klüng', ä. Spr. -u-, Part. klungen und klingt klingen, hell tönen: Johanni hebben sei (die verwunschenen Glocken) klingt WaWaren@LexowLex; So schön de Trummels ook un Piepen darby klungen Babst Naschr. 2; et klingt by em nagrade al so wat holl (er steht vor dem Bankerott) Mantz. Ruh. 2, 49; 'dytslve (diese katholische Lehre) ... klinget alse ein thobrakener Poth' Gry. Paw. C c 3a; häufig in Verbindung mit andern einen Laut bezeichnenden Verben; so mit singen sprw.: 'Hebbe ick wat dar klinget (Geld), so erlange ick wol wat dar singet' Gry. Wed. P 4a; dor (in einem stillen, freudlosen Hause) is kein Singen oder Klingen LuLudwigslust@LaupinLaup; dor kümmt nich Singen oder Klingen nah das wird totgeschwiegen, vergessen werden RoRostock@AltheideAHeide; dor is nich mihr von sungen oder klungen Wi; von einem Verschollenen: dor is nich Singen un Klingen von kamen HaHagenow@RedefinRed; vom Gewitter: dat klingt un singt üm uns WaWaren@TressowTress; von der Erntezeit: so 'n Klingen un Singen gung dörch de Luft, as wenn von all'n Karkthurns de Klocken lüdd'ten Derb. 1, 16; mit klappen: 'idt (das Buch von Reinke Voß in hd. Übersetzung) wil gantz nicht klingen, Idt klappet jegen dat original tho reken, Als wen men plecht ein stcke vuel Holt tho breken, Edder schmit einen olden Pot jegen de Wand' Laur. Schg. 4, 632; wenn s' (die Peitschenhiebe) nich klingen, klappen sei Reut. 1, 180; von einer nicht bestandenen Prüfung: nu, dat 't klingen süll, nu klappte dat Stillfr. Köst. 2, 237; von einer nicht zustande gekommenen Verlobung: as 't klingen süll, dunn klappt dat HaHagenow@RedefinRed; im Volksreim: Klingt dat nich, so klappt dat doch, Höllt min Mudder den Sack vör 't Lock WiWismar@MecklenburgMeckl; ähnl. der volkstümliche Trost: wenn 't nich klingt, denn klappert 't doch Wo. Sa.; mit gegenteiliger Auffassung des Wortsinnes sprw.: wat nich klappt, dat klingt ok nich GüGüstrow@LaageLaage; Wat so en malle Kumpan (schlechter Dichter und Erzähler) henfummelde, klingt nich un klappt nich J. H. Voss Wint. 35; ferner: dat klingt un klœtert LuLudwigslust@Neu BrenzNBrenz; im Volksreim: Dor juuchen se, dor klüngen se, Dor danzen se, dor sprüngen se StaStargard@DrosedowDros; läuten, klingeln, auch trans.: 'dat se (die Katholiken) sick na erem Dode ... mit Vigilien unde Seelmissen musten tho Grave singen, klingen unde bringen laten' Gry. Paw. K 2a; 'auff 8. Uhr soll zum ersten, ein viertheil nach 8. zum andern, und halber neun zum dritten mahl geklinget, und damit zugleich zu singen angefangen werden' (Hofkirchenord. 1613) Bär. Ges. 1, 3, 13; denn wenn de Köster klingt So iß de Klock all Dre Babst Pet. 6; nu geiht 't los, seggt dei Hansdörper Köster, klingt ward nich RoRostock@RibnitzRibn; dat klingt es läutet sagt man in Sta, wenn die kleinste Glocke allein gezogen wird Nd. Kbl. 5, 78; ebenso beim Läuten der Hofglocke, z. B. zur Mittagspause StaStargard@SchönbeckSchönb; mit persönlichem Objekt: Trina würd' klingt (durch ein Klingelzeichen gerufen) Bri. 6, 44; sonst jem. zurechtweisen mit Worten wie auch handgreiflich: ick will di ... klingen! Reut. 5, 116; 131; denn ward 'ck em klingen 209. Zss.: an-, be-, dal-, in-, rœwer-, tau-, tauhop-, tausamen-, verklingen. — Mnd. klingen. — Dä. 235b; Kü. 2, 136; Me. 3, 157.
3110 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    klingenstv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +11 Parallelbelege

    klingen stv. s. klimmen.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    klingenN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    klingen , N. nhd. Klingen (N.), angenehmer Klang, Musik Hw.: vgl. mhd. klingen (3) E.: s. klingen (1) W.: s. nhd. Klinge…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Klingen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Klingen , verb. neutr. welches mit dem Hülfsworte haben verbunden wird, und in doppelter Gestalt üblich ist. 1. Als ein …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    klingen

    Goethe-Wörterbuch

    klingen Kleinschr des subst PartPräs B26,35,13 ; im Vers 3.PersPräs ‘klinget’ u unflektiertes attributives PartPräs 6,19…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Klingen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Klingen , Pflanze, s. Nasturtium .

  6. modern
    Dialekt
    klingentrans.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    klingen Prät. klüng', ä. Spr. -u-, Part. klungen und klingt klingen, hell tönen: Johanni hebben sei (die verwunschenen G…

  7. Sprichwörter
    Klingen

    Wander (Sprichwörter)

    Klingen 1. Das eine klinget, das andere klatschet. – Herberger, I, 2, 273; Schottel, 1117 a . 2. Der hat, das klingt, de…

  8. Spezial
    Klingenn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +3 Parallelbelege

    Klingen , n звучание , ср

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klingen

77 Bildungen · 49 Erstglied · 22 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von klingen 2 Komponenten

klin+gen

klingen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

klingen‑ als Erstglied (30 von 49)

klingen I

SHW

klingen I Band 3, Spalte 1421-1422

klingen II

SHW

klingen II Band 3, Spalte 1423-1424

Klingen+bach

PfWB

klingen·bach

Klingen + -bach m. : ehem. FlN. a. 1563: Klingenbach [Zweibr I, 255 (IB-Nd'würzb)]. — Der erste Wortteil (wie auch in den folgenden Stichwör…

Klingenberg

Wander

klingen·berg

Klingenberg Zu Klingenberg am Main, zu Würzburg auf dem Stein, zu Sommerach auf dem Sand wachsen die besten Wein' im ganzen Land (auch: zu B…

Klingenborn

PfWB

klingen·born

Klingen-born m. : ehem. FlN. a. 1563: Klingenborn [Zweibr I, 255 (IB-Nd'würzb)]. —

klingenbächelîn

MWB

klingen·bächelîn

klingenbächelîn stN. ‘(rauschend) fließendes Gewässer, (Gebirgs-)Bach’ oder ‘Bach, der durch eine Talschlucht, ein Kerbtal fließt’ (Syntagma…

klingenbächelīn

KöblerMhd

klingen·bächelīn

klingenbächelīn , st. N. nhd. rauschend fließendes Gewässer, Bach, Gebirgsbach, durch eine Talschlucht fließender Bach Q.: Loheng (1283) E.:…

klingenfetzer

DWB

klingen·fetzer

klingenfetzer , m. rotwelsch, leiermann, nach 'klingenfetzerin, leierin ' weim. jahrb. 4, 98, das. 'klingen, leier '.

klingenfieber

DWB

klingen·fieber

klingenfieber , n. studentisch, furcht vor der klinge, dem duell; wie kanonenfieber, lampenfieber.

klingenförmig

GWB

klingen·foermig

klingenförmig von flacher, scharfgratiger, (leicht geschwungener,) sich verjüngender Gestalt; nur in morpholog Beschreibung verschiedener Kn…

Klingenfëtzerin

Idiotikon

Klingenfëtzerin Band 1, Spalte 1150 Klingenfëtzerin 1,1150 u.

klingenhieb

DWB

klingen·hieb

klingenhieb , m. 1 1) schwerthieb: herbei vor meinen klingenhieb! Bürger 54 a ; das träumt von klingenhieben, von schlacht nur und geschosz.…

Klingenhüll

MeckWB

klingen·huell

Klingenhüll f. die dunkle Frauenmütze der Biestower Tracht mit perlenbesticktem Haarbeutel.

klingen II

RhWB

klingen II Rhfrk -iŋ-, –e-, Part. gəgluŋ, –o- ; sonst -e·ŋ.- u. vielfach -i- [ Bitb-Geichl -a- ; LRip auch -ø- ; Eup -i- u. -ę- ], Praet. -o…

Klingenklöpper

MeckWB

klingen·kloepper

Klingenklöpper -e- m. 'Klingenklopfer', Messerschmied Ro Ribn ; Gebäck aus minderwertigem Weizenmehl: Tau Grabow giwwt 't 'ne Ort von Stuten…

klingenkȫper

KöblerMnd

klingenkȫper , M. Vw.: s. klingenkȫpære*

klingenkȫpære

KöblerMnd

klingenkȫpære , M. nhd. Klingenhändler E.: s. klingen (1), kȫpære L.: MndHwb 2, 580 (klingenkȫper) Son.: langes ö, jünger

klingenmöhre

DWB

klingen·moehre

klingenmöhre , f. gleich klingelmöhre: siser, klingenmören vel gritzelmören. Faber thes. ( Dief. 538 c ).

Klingenmünster

Meyers

klingen·muenster

Klingenmünster , Dorf im bayr. Regbez. Pfalz, Bezirksamt Bergzabern, an der Linie Rohrbach-Steinweiler-K. der Pfälzischen Eisenbahn, hat ein…

klingenpfad

DWB

klingen·pfad

klingenpfad , m. fuszpfad der durch eine schlucht führt ( s. klinge sp. 1174), mhd. klingenphat Dietrichs erste ausf. 490.

klingenpfat

KöblerMhd

klingenpfat , st. M. nhd. „Klingenpfad“, Fußpfad durch eine Schlucht Q.: VirgSt (13./14. Jh.), VirgW E.: s. klinge (2), pfat W.: nhd. (ält.)…

klingenphat

Lexer

klingen·phat

klingen-phat stm. fusspfad der durch eine klingen, schlucht führt. si fuoren manic lîten und manic tiefen klingenpfat Da. 490.

klingenprobe

DWB

klingen·probe

klingenprobe , f. probierung der schwertklinge vor dem gebrauche Campe ( vgl. Krünitz 40, 582 ): ein maler der aus willkürlichen punkten gru…

klingen als Zweitglied (22 von 22)

vȫrklingen

KöblerMnd

*vȫrklingen , sw. V. nhd. die kleinen Glocken der Schule läuten Hw.: s. vȫrklingære E.: s. vȫr (4), klingen Son.: langes ö, örtlich beschrän…

bücklingen

MeckWBN

buck·lingen

Wossidia bücklingen einen Bückling machen: dorbi bücklingt he uck gor to väl S. Neum. Volksm. 288.

durchklingen

DWB

durch·klingen

durchklingen , personare. 1 1. untrennbar, mit klang durchdringen. ich hör singen im grünen hag ein wunnigliche nachtigal, ir stimb durchkli…

erklingen

DWB

erk·lingen

erklingen , n. sonitus: als er zum saal hereintritt, schreit er laut, die mauer bebt bei seiner stimm erklingen. Gries Bojardo 3, 1, 59 .

geklingen

KöblerMhd

gek·lingen

geklingen , st. V. nhd. „klingen“ Q.: HvNst (um 1300) (FB geklingen) E.: s. ge, klingen (1) W.: nhd. DW- L.: FB 117b (geklingen)

irklingen

KöblerMhd

irklingen , st. V. Vw.: s. erklingen

nachklingen

DWB

nach·klingen

nachklingen , verb. hintennach klingen, nachtönen. 1 1) eigentlich: das nachklingende pleonastische ( im metrum ). Göthe an Herder 1771 ( d.…

ohrenklingen

DWB

ohren·klingen

ohrenklingen , n. ( s. ohr I, 5): ohrenklingen und saussen. Colerus 3, 297 b ; das ohrklingen und ohrschallen, da es den patienten ist, als …

pfennincklingen

KöblerMhd

pfenninc·klingen

pfennincklingen , st. N. nhd. „Pfennigklingen“ Q.: Renner (1290-1300) E.: s. pfenninc W.: nhd. DW- L.: LexerHW 2, 239 (phennincklingen)

Ricklingen

Wander

rick·lingen

Ricklingen Du bist noch nich vor Ricklingen vorower. – Schambach, I, 19; Lohrengel, I, 406. Ricklingen ist ein Pfarrdorf an der Leine im Für…

Schnëpfe(n)klingen

Idiotikon

Schnëpfe(n)klingen Band 3, Spalte 657 Schnëpfe(n)klingen 3,657

vorklingen

DWB

vor·klingen

vorklingen , verb. , vor- sive überklingen, superare cantu Stieler 982 ; ' unter mehreren klingenden dingen vor andern gehört werden ' Adelu…

Wiederklingen

Adelung

wieder·klingen

Wiederklingen , verb. regul. neutr. mit haben, (S. Adelung Klingen ,) einen Klang wieder zurück schicken, wie wiederschallen; doch nur selte…

Wohlklingen

Wander

wohl·klingen

Wohlklingen Es klingt nicht wohl auf der Harfe, wenn man Gott lästert. – Simrock, 4344.

Wolf(s)klingen

Idiotikon

Wolf(s)klingen Band 3, Spalte 657 Wolf(s)klingen 3,657

în klingen

MWB

în klingen stV. ‘etw. erklingen lassen’ nu Tristan der begunde / einen leich dô lâzen clingen în / von der vil stolzen vriundîn / Grâlandes …

überklingen

KöblerMhd

überklingen , st. V. nhd. „überklingen“, übertönen Q.: JTit (3. Viertel 13. Jh.) E.: s. über (1), klingen W.: nhd. (ält.) überklingen, sw. V…

īnklingen

KöblerMhd

īnklingen , st. V. nhd. „einklingen“, in die Saiten klingen, erklingen lassen Q.: Trist (um 1210) E.: s. īn, klingen (1) W.: nhd. (ält.) ein…

ūzklingen

KöblerMhd

ūzklingen , st. V. nhd. erklingen aus Q.: Seuse (1330-1360) (FB ūzklingen) E.: s. ūz, klingen (1) W.: s. nhd. ausklingen, V., ausklingen, DW…

Ableitungen von klingen (6 von 6)

beklingen

DWB

beklingen , campanae sono celebrare, beläuten: ( dein leib ) bleibt unbeleut und unbeklungen, ohn alle seelrecht unbesungen. Waldis 4, 46 ; …

entklingen

DWB

entklingen , resonare: und sie sasz und lehnte sich sanft auf eine harfe, der ein weinender laut entklang. Messias 15, 346 ; des herzens kla…

erklingen

DWB

erklingen , n. sonitus: als er zum saal hereintritt, schreit er laut, die mauer bebt bei seiner stimm erklingen. Gries Bojardo 3, 1, 59 .

geklingen

KöblerMhd

geklingen , st. V. nhd. „klingen“ Q.: HvNst (um 1300) (FB geklingen) E.: s. ge, klingen (1) W.: nhd. DW- L.: FB 117b (geklingen)

Mißklingen

Campe

Mißklingen , v. ntr . unregelm. ( s. Klingen ) mit haben , Mittelw. d. verg. Z. mißgeklungen , unrein, übel klingen, auf eine dem reinen ang…

verklingen

DWB

verklingen , verb. tönend verschwinden, unhörbar werden. zusammensetzung mit klingen ( th. 5, 1179), dessen bedeutung durch ver verneint wir…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „klingen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klingen/meckwb
MLA
Cotta, Marcel. „klingen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klingen/meckwb. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „klingen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klingen/meckwb.
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