Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
klenken swV.
2 ‘etw. (Töne, Musik u.ä.) hervorbringen, erschallen lassen’
3 ‘erklingen, läuten’ (von Glocken)
1 ‘etw. (Glocken, Saiten, auch Schwerter u.ä.) zum Klingen bringen, erklingen lassen, läuten’ si muosten umb schouwen, / ob ez wærn man oder frouwen, / wer die glocken klanct EnikWchr 26425. 26444 u.ö.; glocken, / die man ze gotes dienste klenget Renner 6569. 5844; swer mit kunst uf herpfen wan eine seiten klenget JTit 3565,1; sich saczt Cirad czu der iuncfrowen / [...] vnd begunde met mit ir czu trink[en] / vnd dy pusawn czu clinken Dalimil 13,42. – ir zweier freunt [...] / die helme kunden klengen, alsam si wern in einer kezzel smitten JTit 5893,4; ritterliche da ir swert / der arme kraft da clancte / durch wapen, daz ez lancte / die sel von dem libe WhvÖst 17581. – subst.: daz klenken [der Glocke] wart im aber kunt EnikWchr 26440. – mit Refl.-Pron. ‘erklingen, läuten’ diu glock klenkt sich ander stunt EnikWchr 26414 2 ‘etw. (Töne, Musik u.ä.) hervorbringen, erschallen lassen’ ûz der blüete clenket / vil süezen dôn / manec wildiu nahtegal KvWLd 4,20; die snuere moissen brechin wol, / so wa der esil clinkit gigen tone Stolle (Z) 121:n.3,4; dô sunget irz [das Kyrie eleison] niht glîch unde kundet ez niht wol klenken mit dem dône PrBerth 1:496,11; Martina 70,74; NibB 1964,4. – bildl.: also horte man sin lop ie clengen / in allen richen, swa man in bekande JTit 3582,2. – subst.: rotten, hærpfen, zimbeln und ziterje, / vil suͤzer doͤne klenge [La. klengen ] fuͤrt man vor im JTit 6194,4. – mit erspartem Obj. (vgl. klingen stV.): sô [...] diu lerche clenket / in daz ôre sîn KvWLd 7,49 3 ‘erklingen, läuten’ (von Glocken): diu glock aber offenbar / hêt geklenket umb daz reht EnikWchr 26411; vil glockilin beyde von silbir und von golde, di do klingetin MarcoPolo 36,25
MWB 3,1 349,30; Bearbeiter: Hansen