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grinen

mhd. bis Dial. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
14 in 13 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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23
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24

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

grinen

Bd. 3, Sp. 285
Wossidia grinen greinen, grinsen, den Mund verziehen, so daß die Zähne sichtbar werden, oft refl. Monschr. 3, 53; N. Monschr. 5, 272; Niem. Idiot. 10; grinen boshaft, lautlos lächeln Mi 29a; von Tieren, die beißen wollen, so vom Pferd: kik, dat As, dat grient sick all Wi; grinen Pir dœgen nich RoRostock@KlockenhagenKlock; ebenso: dat is 'n grinen Deuwel RoRostock@KühlungsbornKühl; beides auch auf Menschen bezogen; bes. in Vergleichen, die ein boshaftes oder falsches Lächeln bezeichnen: he grient sick as 'n däänsch Pierd HaHagenow@RedefinRed; LuLudwigslust@LeussowLeuss; grinen as 'n Pingstvoß RoRostock@GresenhorstGres; Klock; Reut. 7, 318; ... as 'n Oktobervoß MaMalchin@GielowGiel; ... as 'n Ap: Derb. 1, 170; ... as so 'n Adder: Tarn. Burrk. 3, 51; auch: dat is 'n grinen Voß ein Heuchler Ha Hagenow@RedefinRed; vom Menschen direkt meist ohne den üblen Nebensinn: 'Als man schrifft von tween wisen Narren, Der de ein plecht altid grinen, de ander blarren' Laur. Schg. 2, 10; Aß he 'n Kattenpuckel maakt, funk he an to grinen Babst Kön. 10; As ne Diern ..., de sick grient Bri. 1, 60; im Volksreim öft. von Vögeln, Gestirnen und leblosen Gegenständen: De Hahn set up den Wimen, Dee füng' sick an tau grinen Wo. V. 2, 1570; De Sünn dee schient, De Man dee grient 1, S. 294; 4, 633; so auch in den Rdaa.: wo de fulen fägen, dor grinen de Winkel GüGüstrow@SchwaanSchwaan; durchscheinen, -schimmern: So ball de Knuppen up den Böhmen Man grinen, datt se dreeg'n Babst 1, 94; hier äwer griente de gele Sand dörch den dünnen, spirigen Roggen Stillfr. Köst. 1, 1; vom Rothaarigen: dat is dat Vullblaut, denn' grient dat Blaut dörch de Hoor HaHagenow@RedefinRed; leuchten: den Delf grient de Schelmstück ornlich ut de Ogen SchwSchwerin@PinnowPinn; ähnl. von der Morgendämmerung: de Dag grient all HaHagenow@RedefinRed; vom Feuerschein: Un dörch dat Finster grient dei Schien Von 't Führ Welln. Volk 58. Subst.: ut Grinen kümmt Schrigen es schlägt leicht ins Gegenteil um StaStargard@StrelitzStrel; Drohung: lat dat Grinen, du ward'st dat Lachen dorbi an RoRostock@Nienhagen bei DoberanNHagD; Seiht äverst dorby ihrbar uht un laht dat Grienend syn (Ro 1741) Kohf. Hg. 27, 2; he iß een Grien in de Grütt 'ein Mensch, der leicht lächelt und nichts zur Sache saget oder leistet' Mantz. Ruh. 14, 77; oll Grin inne Grütt alberner Bursche StaStargard@StrelitzStrel; 'n Grin uppe Grütt ein Scheinheiliger HaHagenow@RedefinRed; SchwSchwerin@GodernGod; Wi. Dim. im Kinderreim, bei welchem die Mutter den Daumen ihrer rechten Hand vor dem Kinde auf und ab bewegt: Sühst du woll dit Dümeken? Wist du nich mal eins grineken? Wo. V. 3, 240 a; Sühst du woll Düming? Kannst du woll grining? b; subst.: giff mi mal 'n lütten Grining her 239; mak mal 'n Grining RoRostock@KühlungsbornKühl; WaWaren@FederowFed; 'n Grineken maken RoRostock@RibnitzRibn; eine unsichere Lautform greenen bei Kohf. Hg. 28, 2a; 29, 2b. Zss. an-, be-, butt-, dörch-, griwwel-, rutgrinen. Mnd. grînen. Br. Wb. 2, 543; Dä. 161a; Kü. 1, 611; Me. 2, 478; Schu. 81; Teu. 1, 84.
2745 Zeichen · 62 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    grînenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    grînen stn. daʒ ich durch sîn grînen niene lâʒe MS. 1,81. a. er bîʒet dâ sîn grînen niht hât widerseit Walth. 29,9. daʒ …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    grinen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    grinen, st. v. den Mund verziehen zum Knurren, Winseln, Heulen, Lachen etc.

  3. modern
    Dialekt
    grinen

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    grine n [krínə fast allg.; krinə in Bed. 2 K. Z. ; kræìnə Bühl Ndrröd. N. ] Part. gegrint, grint u. grinne n [krìnə Hi. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grinen

10 Bildungen · 2 Erstglied · 5 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von grinen 2 Komponenten

gri+nen

grinen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

grinen‑ als Erstglied (2 von 2)

grīnensmte

WWB

grinen·s·mate

grīnensmate Adj. [verbr.] 1.1. dem Weinen nahe, im Begriffe zu weinen. So ne Brut up’n Hochtītsdag, de is alltit grinensmaote ( Stf Ar ). — …

grinen als Zweitglied (5 von 5)

angrînen

MNWB

angrînen , stv. , jem. die Zähne weisen.

begrînen

MNWB

* begrînen , v. , belachen.

pigrinen

MNWB

° pigrinen , subst. : (in der Vbdg.:) dat sêre p. Hautausschlag, Räude; — entstellt < lat. serpigo; vgl. ° petigine.

tôgrînen

MNWB

*° tôgrînen , swv. : zulächeln, „ Dat steit so jahr un dag, un müt he undertüsken de deren spreken nich noch geven er een küsken, noch krige…

Ableitungen von grinen (3 von 3)

begrînen

MNWB

* begrînen , v. , belachen.

ergrînen

Lexer

er-grînen stv. II. BMZ intr. anfangen zu grînen Gudr. Wolk. 14,4. 15 ; tr. zum grînen bringen Buch d. r., ir wellet die armen liute gar unde…

vergrinen

ElsWB

vergrine n [fərkrenə Hf. ] Part. verweint: e vergrine n s Gsicht, vergrineni Auje n . — Schweiz. 2, 746.