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schinnen

mhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
8 in 7 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
6
Verweise raus
16

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

schinnen

Bd. 6, Sp. 80
Wossidia schinnen Prät. schünn, ä. Spr. schund, Part. Prät. schunnen, schinn't schinden: Mi 76a; Muss. Spr. 53 1. die Haut, das Fell abziehen: vom Abdecker LuLudwigslust@LeussowLeuss; im Schäfergruß: Wat hest du dor lihrt? — Schinnen, schaben, blitzen un ok witt maken Wo. Sa.; schinnen un schören (s. d.) SchöSchönberg@GrevesmühlenGrev; in Wetterregeln: Lichtmeß (2. 2.) hell Schinn't den Buern dat Fell Gü, Ha, Pa; Marien (25. 3.) ... Schö; übertr. schwer arbeiten: Kierl as 'n Heuoß, dei kann œwer schinnen HaHagenow@RedefinRed. 2. bis auf die Haut ausrauben, plündern: 'so schole wy ... nymende rOeven, schynden eder beschedeghen' (1391) UB. 22, 36; 'dat ... alle ... nemende ... schynnen edder roven willen' (1394) 328; heimsuchen, hart behandeln, quälen: Gott ihr väl Hänn', Gott schinn väl Müler Wunsch bei großem Kindersegen (1919) HaHagenow@RedefinRed; Wo. V. 3, 677 b; vgl. ihren (Bd. 3, 946) und schännen; de Lüd' würden schinn't bet int Blaut (1920) RoRostock@BartelshagenBart; gekoppelt: 'darumb schOelen se ere Underdanen nicht baven mate besweren, pylgen (peinigen, s. pilgen, Bd. 5, 405) unde plagen, schinden unde schaven' Gry. Lb. 1, H 3b; I 4a; schinnen un schaben RoRostock@KlockenhagenKlock; 'gantz unbarmhertzigen hefft men de Leyen geschntet und geschindet' Gry. Paw. O 2b; wat ward so 'n Volk doch schinn't un plackt! Camm. Reg. 79; dat Schinnen un Schäweln (durch die Gutsbesitzer) güng los Vadd. 121. 3. schmerzen: nu ward dat jo all schinnen Wa. 4. Zss.: af-, be-, dal-, tauhopschinnen; Knakenschinnen. Zu Schinn. — Mnd. schinden, schinnen. — Br. Wb. 4, 655; Dä. 408a; Da. 185b; Me. 4, 358.
1530 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schinnenstv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    schinnen stv. BMZ ] s. unter schînen das prät. schân.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schinnensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    schinnen , sw. V. nhd. schinden, peinigen, häuten, Fell abziehen, plündern, rauben, ausplündern, ausrauben, berauben, be…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schinnen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schinnen ( Pityriasis furfuracea capillitii ), lose Schüppchen auf der Kopfhaut, aus dem eingetrockneten Talg der Talgdr…

  4. modern
    Dialekt
    schinnentr. v.

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    schinnen I tr. v. D. Si. schienen: e Koref sch. — lux. 380 ebenso.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schinnen

5 Bildungen · 2 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schinnen 2 Komponenten

schin+nen

schinnen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schinnen‑ als Erstglied (2 von 2)

schinnen II

LothWB

schinne n II [šìnə fast allg.; šiə Ri. Fi. Mtsh. ; šenən Bo. D. Si. — Ptc. gəšùn, gəšent, gəšat, gəšu] tr. v. 1. schinden: e Pärd sch. — …

schinnen als Zweitglied (2 von 2)

Zuschinnen

Wander

Zuschinnen Zuschinnen (zureden) hilft. ( Oberharz. )

Ableitungen von schinnen (1 von 1)

beschinnen

MNWB

beschinnen , swv. , berauben, plündern.