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spinnen

mhd. bis spez. · 25 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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32 in 25 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

spinnen

Bd. 6, Sp. 626
Wossidia spinnen selten spennen WiWismar@BenzBenz; Hack. Papp. 70, Prät. spünn, älter spunn, vereinzelt spann s. 1 c, sei spinnten WaWaren@MoltzowMoltz, Part. Prät. spunnen, selten spinnt RoRostock@ElmenhorstElm spinnen 1. eig. von der Arbeit am Spinnrad a. Sachliches: auf den Dörfern spann man Flachs und Wolle für den eigenen Bedarf, vgl. für den SW Land. Ann. 1846, 2, S. 92; während mit dem Niedergang des Flachsanbaus im 19. Jh. (vgl. Flaß 1 a, Bd. 2, 953) das Spinnen von Flaß um 1935 gänzlich aufhörte, wurde Wull noch nach 1945 gesponnen; das Spinnen der Wolle erfolgte in alter Zeit im Sommer: de Woch vör Pingsten güng' 't Schapscheren los un dat Wullspinnen Schö; in 'n Winter Wull spinnen un in 'n Sommer Flaß häkeln is so gaut, as wenn de Pest in 'n Land is GüGüstrow@NiendorfNiend; wesentlich mehr Arbeit mußte auf das Spinnen des Flachses verwandt werden: man begann Micheel (29. 9.) StaStargard@GrünowGrün, am 24. 10. Friedl oder Martini (11. 11.) SchöSchönberg@MalzowMalz; die Angaben für den Schluß des Spinnens schwanken sehr, mehrfach werden Wihnachten oder der 6. 1., Lichtmeß (2. 2.), Fastelabend, Marien (25. 3.) und Ostern genannt; zumindest die Heid' sollte zur Jahreswende aufgesponnen sein LuLudwigslust@LeussowLeuss; StaStargard@PragsdorfPragsd; Wa Waren@SchwarzSchwarz; vör drei Deil möt man sick häuden: spinnen in 'n Sommer, Bedd' maken up 'n Abend un frigen upt Öller HaHagenow@PicherPich; de beste Spinntit wir söß Wochen vör Wihnachten un söß Wochen nah: denn nahher kalwt all 'n Käuhken, un de Gaus leggt 'n Eiken WaWaren@RöbelRöb; wenn die Kohlmeise im Frühjahr spinn dick, spinn dick ruft, hett dat Spinnen keen Oort mihr Wo. V. 2, 955c; man spann abends bis gegen 23 Uhr, auch am Tage, soweit es die anderen Arbeiten zuließen, zuweilen von 4 Uhr an; ein Mädchen schaffte am Abend eine Spule Flaß oder zwei Spulen von der beim Braken, Swingen und Häkeln abfallenden Heid' (s. d., Bd. 3, 578), wenn auch am Tage gesponnen wurde, zwei Spulen Flaß oder drei bis vier Spulen Heid'; auf den Gütern mußten die Mädchen in jedem Winter eine bestimmte Menge, meist 24 Pfund, spinnen GüGüstrow@BoitinBoit; s. Knockenflaß; jede Diern müßt twölf Pund Flaß un twölf Pund Heid' spinnen för 'n Hoff RoRostock@NiederhagenNiederh; 36 Pund Flaß PoppB; die Daglöhnerfrugens hatten acht bis neun Pfund Hawheed' zu spinnen StaStargard@FeldbergFeldb; Friedl; Wold; RoRostock@Poppendorf bei BentwischPoppB; Großmudder hett 14 Pund Hawheid' spinnen müßt WaWaren@LuplowLup; die jungen Mädchen spannen abends gemeinsam, etwa sechs Mädchen bildeten eine Haud', die jeden Abend in einem anderen Hause zusammenkam und um das mit Kein unterhaltene Kaminfüer oder eine Tranfunzel saß; sobald sie Zeit hatten, kamen auch die Knechte; Sagen, Geschichten wurden erzählt und verschiedene Scherze getrieben, auch tanzte man ein wenig; vgl. Wo. in Pld. Heim. 11, 21; Schönb. Kal. 1920; Erinnerungen an dieses gemeinsame Spinnen hatten sich um 1930 vor allem in Sta, Wa, Lu, in geringerem Maße in Ha, Pa, Schw, sonst nur vereinzelt erhalten; der Brauch selbst war fast überall abgekommen Atl. d. Volksk. N. F. 34a. Der gehörig vorbereitete Flachs (vgl. Flaß 1 b, Bd. 2, 956, und bes. braken2, Bd. 1, 1087) wurde am Wocken(stock) zum Wocken gewunden, Heid' legte man in die Twäl, einen Stock mit einer oder mehreren Astgabeln; man spann aber auch häufig Heid', seltener Flaß, der dann oft unter das Schürzenband gesteckt war, wie Wull ut 'n Arm rut; mit der linken Hand zupft die Spinnerin Fasern aus dem Rohmaterial, die rechte hand, deren Finger meist angefeuchtet werden, sorgt für die richtige Spannung und gleichmäßige Stärke des entstehenden Fadens; dieser läuft zunächst in die Düll (Bd. 2, 554), das hohle Ende der Spinnelwell, auf dem das Flüchtentüg sitzt, tritt durch ein Querloch wieder hervor, wird dann abwechselnd über jeweils ein Häkchen am Flüchtentüg geführt und kommt zuletzt auf die Spaul; Spill (Spinnel) und Spaul drehen sich mittels der Snur, dabei bekommt der Faden eine Drehung und wird straff aufgewickelt, da die Spindel etwas schneller als die Spule läuft; vgl. Spinnrad 1 b mit Abb.; zur weiteren Verarbeitung vgl. Flaß (Bd. 2, 960), Goorn 1 (3, 223), Treckeltüg, upbömen, wäben. Im Alter von etwa elf Jahren lernten die Mädchen das Spinnen; zuerst spannen sie die grobe Schäwel- oder Sackheid', es folgte die Finheid', dann Flaß und zuletzt Wull; besonders viel spannen die alten Frauen, die sich oft ihren Lebensunterhalt damit verdienen mußten RoRostock@DierhagenDierh; wi spünnen ok uppe Hälft bekamen die Hälfte des gesponnenen Garns als Lohn PaParchim@GoldbergGoldb; nicht selten spannen auch die Knechte: ick künn bäter spinnen as väl Frugens MaMalchin@LiepenLiep; meist beschränkte sich ihre Mitarbeit aber auf das Winnen (s. das), vgl. Wo. in Pld. Heim. 11, 21; berufsbedingte Tätigkeit war das Spinnen beim Reiper und Seiler; vgl. Reiper 1 (Bd. 5, 851). b. Volksglaube: allgem. ist es verboten, am Sonnabend nach Eintreten der Dunkelheit oder dem Einläuten des Sonntags und am Sonntag zu spinnen; de Fru, dei up 'n Sünndag spunnen hett, sall noch in de Sünn sitten un spinnen RoRostock@WillershagenWill; wer Sünnabendabend spinnt, dei kümmt in de Man Wa; ... dei spinnt sick 'n Strick üm 'n eigen Hals SchöSchönberg@Klein BünsdorfKBünsd; PaParchim@BroockBroock; auch donnerstags wurde vielfach nicht gesponnen Sporn; 'efft he (der Teufel) se (die Hexen) wol des Donnerdage Avendes nicht spynnen leth' Gry. Lb. 2, L 2b; in dei Twölften durfte nicht gesponnen werden allgem.; sonst kümmt Fru Gaud' un sett't sick int Flaß beschmutzt ihn LuLudwigslust@GrabowGrab; wat Wihnachten noch nah is, dat vertüdert Mudder Gaud' GSchmölen; öft. in Lu, Wa, Sta; findet Fru Goden am 6. 1. Flachs auf dem Wocken, so sagt sie: so väl Wockenhoor, so väl gode Johr, findet sie aber noch Hede: so väl Wockenhoor, so väl Unglücksjohr, und macht Schmutz hinein StaStargard@LeussowLeuss; vgl. 1 a; als Frauen in den Twölften spannen, is ne naakte Hand dörch 't Finster kamen: spinnen un spinnen un kœnen nich mal ne naakte Hand bespinnen LuLudwigslust@DütschowDütsch; abgeschwächt: spinnen darf man in de Twölften, œwer dat Rad möt rügg'lings gahn StaStargard@Hohen ZieritzHZier; ... œwer de Spaul möt vull sin PaParchim@SpornitzSporn; dat Knüttelgoorn (Strickgarn, also Wolle) würd' in de Twölften spunnen SchöSchönberg@BäkBäk; wenn man Aschermittwoch spinnt, gedeiht der Flachs im kommenden Jahr nicht LuLudwigslust@LaupinLaup; Grab; wenn 'n Doden in 'n Hus' is, sall 'n nich spinnen, süs möt de Dod' ümt Hus lopen GüGüstrow@GülzowGülz; eine Wöchnerin darf vor ihrem Kirchgang nicht spinnen, süs spinnt se den Jung' den Boort af HaHagenow@WittenburgWitt; magische Kraft hat das Twölftengoorn (s. das), es soll in der Neujahrsnacht auf rückwärts laufendem Spinnrad gesponnen werden WaWaren@LansenLans; das erste Garn, das ein Kind spinnt, ist Glücksgoorn, es hilft beim Kalben Wred; gegen Knirrband muß eine Frau, dei linksüm spinnen kann, einen Faden spinnen MaMalchin@DargunDarg; LuLudwigslust@LaupinLaup; s. afbinnen 1 (Bd. 1, 90); wenn die Kühe beim ersten Austrieb über einen Wollfaden gehen, der gesponnen wurde, als man jem. begrub, bissen sie nicht LuLudwigslust@LaupinLaup; Orakel: Olljohrsabend hebben sei 'n Faden spunnen un denn' vör de Dör bunnen, dei den Faden dörchritt, ward Brüjam WiWismar@NeuklosterNKlost. c. sonstiger sprachlicher Niederschlag: linum 'Flaß, edder allent wat sick spinnen leth' Chytr. 271; neben allgem. verbreitetem spinnen begegnen vereinzelt als Syn. snurren, dreigen, drullen, drulken, dwulken, drurken, drurksen, drucksen; zahlreich sind die Ausdrücke für ungeschicktes Spinnen: bulstrig, dreidrähtsch, tau drall, tau drell, duttig, knockerig, knuppig, unegal spinnen; drulken, fuschern, knüppeln, prudeln, tüdern; einen rindreihen, -drulken; sick wat anspinnen, -sugeln, trechtdreihen, -drucksen, -drullen, -sprudeln; 'n Blaumengoorden, Drei-, Drell-, Drummel-, Pickdraht, Dütt, Dütten, 'n fulen Faden, Farken-, Hasen-, Katten-, Mus'-, Rotten-, Swinkœtel, Hauhner-, Kükenogen, Käden, Krillen, Kükenköpp, 'n Kauh-, 'n Reipstrang, schöne Sädelsträng', Pipentroddeln, 'n Pudel, Sackbänn', Wustband, Sackgoorn, Slapstäden, Ströphasen spinnen (maken); so dick as Hameldutt, bald Kükenkopp, bald Flœgelklopp spinnen; ne Rott inspinnen; 'n schönen Knuust vördreihen; 'n schönen Kopperdraht fallen, 'n Sparling dörchlopen, Knuppen inlopen, 'n schönen Dutt uplopen laten. Rdaa.; wenn einer nichts wagt: wer nich spinnt, behöllt sin Flaß Wa; HaHagenow@LankLank; MaMalchin@DargunDarg; Reisen bringt von 'n Liw, Spinnen bringt up 'n Liw Pa; de Frugens mœgen hüt nich mihr spinnen un winnen Gü; de Fruwens, de in andern Hüsern spinnen (umhergehen und schwatzen), spinnen in eeren eegnen Hüsern nich veel Mantz. Ruh. 13, 54; 't Regieren gung em von de Hand as jenne Dirn dat Flaßspinnen (leicht) Reut. 7, 211; dat steiht em an as dat Hauhn dat Spinnen paßt nicht zu ihm MaMalchin@RittermannshagenRitt; dee sitt dor mit an as Korlin mit 't Wullspinnen Pa; Spinnen ist langwierig und bringt wenig ein: Spinnen will 'n sitten Noors weiten erfordert StaStargard@FriedlandFriedl; Spinnen Kost't Knaken un Sinnen Lu Ludwigslust@LiepeLiepe; mit Spinnen verdeint 'n nich dat Solt upt Brot HaHagenow@BelschBelsch; so väl kann 'n bi 't Spinnen nich verdeinen wenn man beim Kartenspiel einen guten Gewinn einstreicht Red; scherzhaft: Binnen un Meihen Is man 'n Bücken un Dreihen, hadd' de oll Fru seggt, œwer dat Wullspinnen treckt einen den Mark ut de Knaken GüGüstrow@NiendorfNiend; Dat Meigen Is sonn' Dreigen, Oewer dat Wullspinnen, Dat is Minschenschinnen RoRostock@BentwischBentw; weitere Reime: Un as de Buer in Leiden kamm, Dor set de Fru bi 'n Aben un spann: Wo. V. 2, 1593; Dor stünn de Magd vör 't Füer un span (: Hahn, gahn): 1507; Spinnen Is ein klein Gewinnen, Dei 't nich deit, Mit 'n naakten Noors geiht WaWaren@WredenhagenWred; Rog; Wull du nich spinnen, Kriggst du keen Linnen HaHagenow@BoizenburgBoiz; Wo. V. 4, 34b; Spinn, Mädchen, spinn, De Friger geiht herüm WaWaren@WredenhagenWred; Hausstandsreime: Spinne-giern Heit min Diern öft.; Spinne-Twiern ... SchöSchönberg@MoorMoor; Spinne-fin Heit min Trin WaWaren@MalchowMalch; Besonderes: dee is spinnen (nah 't Spinnen) gahn ist im Zuchthaus StaStargard@SadelkowSad; hei möt ne Titlang spinnen HaHagenow@RedefinRed; öft.; vgl. Spinnhus. 2. bildl. und übertr.; Toback spinnen Tabakblätter zu langen Rollen zusammenwickeln: spunnen Toback würd' in grote Rullen köfft un üm 'n Hals hängt WaWaren@JabelJab; spinnen mit der Spinnangel fischen Wa; vom Altweibersommer: de Mettensommer spinnt HaHagenow@RedefinRed; nach dem Geräusch des Spinnrades vom Schnurren der Katze: dat geiht, as wenn de Katt spinnt wenn einer schnarcht ebda; Gedanken spinnen, Erdachtes erzählen Wa; schwindeln Lu Ludwigslust@GrabowGrab. 3. FN. Spinnbarg; Zss.: af-, an-, be-, ent-, in-, œwer-, rin-, üm-, up-, utspinnen; Abl. eigenspunnen. — Mnd. spinnen. — Br. Wb. 4, 952; Dä. 448b; Da. 275a; Kü. 3, 224; Me. 4, 755.
10220 Zeichen · 123 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    spinnenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    spinnen stn. Albr. 15,30. Elisab. 450.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    spinnenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    spinnen , st. V. nhd. spinnen, weben, Netz spinnen, hinterhältig bewerkstelligen, listig knüpfen, gedanklich entwickeln …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Spinnen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Spinnen , verb. irregul. Imperf. ich spann, (im gemeinen Leben ich sponn), Conj. ich spänne, (im gemeinen Leben ich spön…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    spinnen

    Goethe-Wörterbuch

    spinnen [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Spinnen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Spinnen , nennt man die Verarbeitung eines faserigen Stoffes zu einem gedrehten Faden. Die ursprüngliche u. älteste Art …

  6. modern
    Dialekt
    spinnen

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    spinne n [pìnə u. penə O. U.; Part. kpùnə, ‘gspunnen’ Murner Schelmz. 47 Kloster ] 1. spinnen. Hützetag wurd nimm vil…

  7. Sprichwörter
    Spinnen

    Wander (Sprichwörter)

    Spinnen 1. Da sie spann, hatte sie an. – Petri, II, 64. 2. De nich spinnt, de nich winnt. ( Bremen. ) – Köster, 251. 3. …

  8. Spezial
    spinnen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    spin|nen (spann, gesponnen) I vb.tr. 1 (Fasern zu einem Faden drehen) firé (fira) 2 ‹fig› (ersinnen) tiesce (tiesc, tesc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spinnen

236 Bildungen · 204 Erstglied · 26 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von spinnen 2 Komponenten

spin+nen

spinnen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

spinnen‑ als Erstglied (30 von 204)

Spinnenbein

SHW

Spinnen-bein Band 5, Spalte 1187-1188

Spinnenfink

SHW

Spinnen-fink Band 5, Spalte 1187-1188

Spinnenfix

SHW

Spinnen-fix Band 5, Spalte 1187-1188

spinnen als Zweitglied (26 von 26)

rockenspinnen?

KöblerMnd

*rockenspinnen? , sw. V. nhd. „Rocken spinnen“? Hw.: s. rockenspinnen (2) E.: s. rocke (1), spinnen?

abspinnen

DWB

abs·pinnen

abspinnen , filum deducere, nnl. afspinnen, den faden von der spindel abspinnen, den rocken, den flachs abspinnen. figürlich, etwas vollende…

afspinnen

MNWB

afspinnen , stv. , den wocken a. den Wocken abspinnen, pensum absolvere.

ane spinnen

MWB

ane spinnen stV. ‘etw. für jmdn. spinnen’ (mit Dat.d.P.): gelücke span / im cleider an Frl 5:62,15; was glück im freuden spinnet an, / das r…

anespinnen

KöblerMhd

anes·pinnen

anespinnen , sw. V. nhd. „anspinnen“, für jemanden spinnen Q.: Frl (1276-1318), Mügeln E.: s. ane, spinnen (1) W.: nhd. (ält.) anspinnen, sw…

anspinnen

DWB

anspin·nen

anspinnen , filum annectere, stamen ordiri, nnl. aanspinnen: die spule ist schon angesponnen, die raupe spinnt sich an, die spinne spann sic…

aufspinnen

DWB

auf·spinnen

aufspinnen , linum conficere, nnl. opspinnen: aller flachs ist aufgesponnen. auch sich die finger wund spinnen.

ausspinnen

DWB

aus·spinnen

ausspinnen , filum e colo ducere: die parze spann seinen lebensfaden lang aus; du zerest dich aus, wie ein spinn, die nur mucken facht, und …

bespinnen

DWB

bes·pinnen

bespinnen , tela involvere: die raupe, die spinne bespinnt das laub; im herbst sind die wiesen mit fäden besponnen; saiten, knöpfe mit dünne…

drahtspinnen

DWB

draht·spinnen

drahtspinnen , n. wenn der geplattete und zu lahn gemachte gold- oder silberdraht um seide geschlagen und damit zu fäden gesponnen wird. fra…

einspinnen

DWB

eins·pinnen

einspinnen , schw. inspinna, dän. indspinde, 1 1) nendo implicare: dem flachs, in den flachs haare einspinnen. 2 2) filis involvere: die spi…

entspinnen

DWB

ent·spinnen

entspinnen , nere, nnl. ontspinnen, 1 1) eigentlich faden ausspinnen: der seidenwurm entspinnt aus seinem leibe lange faden. 2 2) moliri, co…

erspinnen

DWB

ers·pinnen

erspinnen , 1 1) nendo efficere, texere: was sie bei tag erspunnen und erwebet hat, bei nacht die mäus zernagen. Fischart ehz. 496 . wer auc…

inspinnen

MeckWBN

ins·pinnen

Wossidia MeckWB inspinnen seilersprl. aus einer bestimmten Menge Hanf nicht die geforderte Länge des Fadens erzielen: hei spinnt in Wi Wisma…

œwerspinnen

MeckWBN

ow·erspinnen

Wossidia œwerspinnen überspinnen: de Mudden (zu Mutt 1 ) œwerspinnen ehr Eier Wa Waren@Rogeez Rog .

rockenspinnen

DWB

rocken·spinnen

rockenspinnen , n. das spinnen am rocken, besonders das gemeinschaftliche in der rockenstube: ich schatz, wir gen zum rockenspinnen und schu…

Schȫ(n)spinnen

Idiotikon

Schȫ(n)spinnen Band 10, Spalte 319 Schȫ(n)spinnen 10,319

Seidenspinnen

DRW

seiden·spinnen

Seidenspinnen, n. Herstellung von Fäden aus Seide; insb. als zünftische, gewerbliche oder obrigkeitlich angeordnete Arbeit; auf dem Land im …

Sīde(n)spinnen

Idiotikon

Sīde(n)spinnen Band 10, Spalte 319 Sīde(n)spinnen 10,319

Tabakspinnen

DRW

tabak·spinnen

Tabakspinnen, n. Zusammendrehen von Tabakblättern zu einem langen Strang, der anschließend für den Verkauf zu einer Rolle aufgewickelt wird …

überspinnen

DWB

ueber·spinnen

überspinnen , v. , untrennb. verbindung. prät. nhd. regelmäszig -spann, pl. -spannen, daneben vereinzelt -sponnen z. b. Triller poet. betrac…

umspinnen

DWB

umspinnen , vb. , untrennbar. 1 1) eigentlich, spinnend umhüllen: ( er hat ) das gold geschlagen ... und die seide damit überzogen und umspo…

verspinnen

DWB

vers·pinnen

verspinnen , verb. , als compositum in mhd. zeit noch nicht verbreitet; bei einem ' euanere, v'spinnen' Diefenbach gloss. 211 c und Diefenba…

Wulle(n)spinnen

Idiotikon

Wulle(n)spinnen Band 10, Spalte 319 Wulle(n)spinnen 10,319

Ableitungen von spinnen (6 von 6)

bespinnen

DWB

bespinnen , tela involvere: die raupe, die spinne bespinnt das laub; im herbst sind die wiesen mit fäden besponnen; saiten, knöpfe mit dünne…

entspinnen

DWB

entspinnen , nere, nnl. ontspinnen, 1 1) eigentlich faden ausspinnen: der seidenwurm entspinnt aus seinem leibe lange faden. 2 2) moliri, co…

erspinnen

DWB

erspinnen , 1 1) nendo efficere, texere: was sie bei tag erspunnen und erwebet hat, bei nacht die mäus zernagen. Fischart ehz. 496 . wer auc…

gespinnen

Lexer

ge-spinnen stv. I, 3. BMZ Neidh. Helbl. ;

verspinnen

DWB

verspinnen , verb. , als compositum in mhd. zeit noch nicht verbreitet; bei einem ' euanere, v'spinnen' Diefenbach gloss. 211 c und Diefenba…

zerspinnen

DWB

zerspinnen , verb. , ver-, ausspinnen: so lasse sich auch der amiantenstein ... in fAedeme z. Lohenstein Arm. 1, 182 a ; Gottsched anm. gel.…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „spinnen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/spinnen/meckwb
MLA
Cotta, Marcel. „spinnen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/spinnen/meckwb. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „spinnen". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/spinnen/meckwb.
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