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Rettich

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Rettich

Bd. 16, Sp. 829
Rettich (Rhaphanus L.), Gattung der Kruziferen, einjährige oder ausdauernde, verzweigte, kahle oder rauhhaarige Kräuter mit häufig fleischig angeschwollenen untern Stengelteilen, leierförmigen Grundblättern, end- und blattgegenständigen Blütentrauben mit weißen oder gelben, purpurn geäderten Blüten und verlängerter, stielrunder, ein- bis zweigliederiger Hülfe. Etwa zehn Arten, meist im Mittelmeergebiet und in Europa. Der Gartenrettich (R. sativus L.), borstenhaarig, mit fiederspaltigen Blättern, hellvioletten Blüten und gedunsenen, lederartigen, zugespitzten, walzenrunden, nicht ausspringenden Schoten mit runden, braunschwarzen Samen, von unbekannter Herkunft, wird in mehreren Varietäten kultiviert. Der Ölrettich (R. sativus oleiferus), der Stammform am nächsten stehend, wird in China gebaut, liefert als Sommerfrucht fast denselben Ertrag wie der Winterraps. Die Kultur erfordert mehr Umsicht als die des Rübsens, ist aber sicherer; das Samenöl ist nicht ganz so gut wie Rüböl, das Stroh härter als Rapsstroh, aber die Schoten sind nahrhafter. Der Rübenrettich (R. sativus rapiferus, R. niger), mit großer, weißfleischiger, außen verschieden gefärbter, rüben- oder mohrenförmiger Knolle von scharfem Geschmack, wird in mehreren Varietäten in etwas bindigem, aber kalk- und sandhaltigem Boden mit alter reicher Dungkraft gebaut. Man unterscheidet zweijährigen Winter- und einjährigen Sommerrettich, von denen ersterer sich den ganzen Winter hindurch hält, während letzterer schon um Weihnachten den Geschmack verliert (s. Tafel »Gemüsepflanzen I«, Fig. 16–18). Die Knolle verdankt ihren scharfen Geschmack einem schwefelhaltigen ätherischen Öl. Mäßig genossen, befördert der R. die Verdauung; früher benutzte man ihn auch als Arzneimittel, und Rettichsaft mit Zucker dient noch jetzt als Volksheilmittel gegen Husten und Heiserkeit. Das Radieschen (Monatsrettich, R. sativus radicula), mit kleiner, kugeliger oder rübenförmiger Knolle und purpurroter oder weißer Schale, ist einjährig und wird in mehreren Varietäten (s. Tafel »Gemüsepflanzen I«, Fig. 19–21) im Glashaus, in Mistbeeten und im freien Lande kultiviert. Von R. caudatus L., in Java, werden die Blätter und die meterlangen Früchte gegessen. Der Hederich (R. Raphanistrum L., s. Tafel »Unkräuter«, Fig. 7), mit weißen, gelben, auch violett geäderten Blüten und zweigliederigen, in einsamige Stücke zerspringenden Schoten, findet sich als Unkraut auf Äckern und wird durch die Hederichjätemaschine bekämpft. – Der Meerrettich gehört zur Gattung Nasturtium (s. d.).
2550 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rettichm.

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    Rettich m. Wurzelgemüse mit rübenartig geformter, würzig-scharf schmeckender Wurzel. Der Name der durch die Römer vermit…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Rettich

    Goethe-Wörterbuch

    Rettich Gemüsepflanze mit länglich od kugelig verdickter, weißfleischiger, scharf schmeckender Wurzel aus der Familie de…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rettich

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Rettich ( Rhaphanus L .), Gattung der Kruziferen, einjährige oder ausdauernde, verzweigte, kahle oder rauhhaarige Kräute…

  4. modern
    Dialekt
    Rettich

    Schweizerisches Idiotikon · +5 Parallelbelege

    Rettich Band 6, Spalte 1630 Rettich 6,1630

  5. Sprichwörter
    Rettich

    Wander (Sprichwörter)

    Rettich 1. Faule Rettig vnd böse Ruben, gottlose Pfaffen, Huren vnd Buben vnd auch stinckender Branndtwein gehören zum T…

  6. Spezial
    Rettich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ret|tich (Raphanus raphanistrum) m. ‹bot› (-s,-e) 1 re de víscia m. 2 rate (rati) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rettich

15 Bildungen · 11 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von rettich 2 Komponenten

ret+tich

rettich setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

rettich‑ als Erstglied (11 von 11)

Rettich, Julie

Meyers

rettich·julie

Rettich, Julie , geborne Gley , Schauspielerin, geb. 17. April 1809 in Hamburg, gest. 11. April 1866 in Wien, trat zuerst 1825 auf dem Hofth…

Rettich (Name)

Wander

rettich·name

Rettich (Name) Rettich (Name). Die Rettich tauft. Eine wiener Redensart, deren Entstehung folgende ist. Friedrich Halm war der ungeschicktes…

Rettichsalat

PfWB

rettich·salat

Rettich-salat m. : wie schd., Red(d)ichsalat [ FR-Tiefth LU-Altr LA-Mörzh ], -solat [ NW-Kallstdt ], -selat [ LA-Nd'hochstdt ]. Südhess. IV …

Rettichsamen

Wander

rettich·samen

Rettichsamen Rettichsamen ins Meer stupfen. Lat. : In aqua sementem facis. ( Sutor, 410. )

Rettichwurzel

GWB

rettich·wurzel

Rettichwurzel Rothe Haut der Radieschen nicht ausdehnbar..Ausdehnbarkeit der R. nur bis auf eine gewisse Tiefe wo sie alsdenn wieder zart un…

rettich als Zweitglied (4 von 4)

meerrettich

DWB

meer·rettich

meerrettich , m. cochlearia armoracia, pflanze und wurzel derselben, die als speise und gewürz gebraucht wird. der ahd. name meri-ratich, me…

wasserrettich

DWB

wasser·rettich

wasserrettich , m. 1) der meerrettich, ' raphanus minor ' Diefenbach gl. 484 b . 2) die veränderliche wasserkresse, nasturtium ( sisymbrium …