Flachs Rhfrk
flags; dann (schon Birkf-Idar, Bernk-Rhaunen)
flās [WMosfrk
n. Mos
--, –ō-, –ūă-; uSaar
-- in geschlossenem Geb.; Sieg-Leuschd
-E-; im SNfrk im Selfk
-a-, –-]; Klevld
-a- [
-ā:- in Mörs bis einschl. Binsh Rheinkamp Repelen;
flaks Mörs-Kamp Kamperbr] Sg. t.
m.: 1. wie
nhd.; man unterscheidet verschiedene Sorten:
Springfl., Klanglein, dessen Samenkapseln, in der Sonne getrocknet, von selbst aufspringen, im Gegens. zum
Dresch- oder
Schleisslein, dessen Kapseln gedroschen werden müssen Rhfrk, Mosfrk; den
Bauernfl. (grobfaserig) gegenüber dem
Steinfl. (feinfaserig) Zell-Pünderich, den
rhengsche (rheinisch) Fl. (feinfaserig) gegenüber dem
Böschefl. (aus dem Waldlande, grobfaserig), von dem es hiess:
rhengscher Fl. ziert de Kes (Kiste),
B.fl. föllt de K. Siegbg; weiterhin den
Spätfl. vom
Frihfl. Simm-Leideneck, den
Langfl. (auch
lange Fl.) vom
korte Fl. Nfrk;
grise Fl. Geilk;
stohlklürige Fl. Geilk-Lindern;
Deckkopp Geld-Hinsbeck;
Dülker Stüpp u.
Bröchter St. nach den Orten Kemp-Dülken u. Bracht;
Löck (Lüttich);
Sprähnəlek (Sprähnerling) langer Fl. Prüm;
Willing feiner u. langer Fl. Simm, Goar; nach der aus Russland stammenden Saat
Asso, Libau, Schwarzmeersot, Tonnsoət (Tonnensaat) Nfrk,
Tonnleng (-lein) Sieg;
Wiərsoət (Widersaat) war selbstgezogener Samen, der im folgenden Jahre zur Saat verwendet wurde Kemp-Dülken. — Man sagte, dass der Fl. auf ein u. demselben Grunde nur alle sieben Jahre gedeihe; deshalb auch das Reigenlied
: Fl. siəhne, Fl. s., sieve Joəhr send öm; Madelinche, driəhn dech heröm! M. hät sech herömgedriəhnt, dat hät dat hengeschte []Eng (Ende)
fürgesatt (-gesetzt)
; Fl. siəhne, Fl. s., siəve Joəhr send öm SNfrk, Dür. — Als Fl.land (
s. d. u.
Fl.bläch, Werkgarten) wurde stets das beste Feld mit lockerem Boden, der
moll oder
gröndeg war, ausgesucht; man sagte, das Fl.land
moss su feng (fein)
sen wie en Ölligsfeld (Zwiebel-) Rip; das im Herbst bestellte Feld gewann an Güte, wenn ein strenger Winter es stark ausfror:
brav schniə mäckt e got Fl.joəhr; völ Schni, völ Fl. Nfrk.
Wenn St. Markes de Klompe usdeiht, mach et Feld für Fl. bereit Ahr. — Anfang Mai bis Mitte Juni wurde der Fl. ausgesät (
usquichen Wippf), wenn der Boden so warm war, dass man seine Wärme verspürte, wenn man sich auf die Erde legte; wenn die sog. Fl.buche grünte Bernk-Hochschd, wenn die Birken Laub bekamen Kreuzn.
Fl. sä frih! Ottw.
Wer of Medardi baut, de treckt vell Fl. on Kraut May.
Uf Medardi werd de Fl. wie en Haar Wend.
Wer Fl. han mag, der sä fir Karfreidag Goar.
De Sot am Dag für Hemmelfahrt hät für de Fl. de beste Art Sieg.
Werk get no Servoz gesicht (gesät) Malm, Prü
m. Wer freh sät, brauch beim Späden net ze kafen Neuw. Ist der Flachs des Morgens gesät, so blüht er auch nur morgens u. so auch ähnlich nachmittags; aber dann blüht er sich tot; säte man ihn zudem im Neumond bei aufgehender Sonne, so blühte er am Morgen u. ergab langen u. zarten Bast; die Nachmittagssaat ergab höchstens kurze u. schroffe Faser.
Den hongersten Dag siəhn, hongert Stond en der Grongk, h. Dag över de Grongk SNfrk, u. zwar musste die
Lesət (Leinsaat) dick ausgestreut werden, damit die Faser nicht zu grob wurde:
nöng (9)
Kickder (Keider)
op en Dummdeck Wippf; wenn man mit dem nassen Daumen auf das gesäte Stück drückte, mussten fünf Körner dran hängen bleiben; deshalb sagte man auch von anderer dichter Saat:
de Some steht wie Fl. SNfrk; doch musste der Samen nur so aus den Händen
flutschen, angersch kom he te deck te legge; man rechnete auf einen Morgen 60 Pfd. Saat.
Werk hot ger Satz festen Boden; deshalb liess man das Vieh beim
Walen (Wälzen des Bodens) den Boden
ferm dämmern (feststampfen) Eif; auf dem Hunsrück wurde das Fl.stück noch
gestickelt mit Reisern durchstochen, damit der zu mächtig werdende Fl. sich nicht legen konnte. — Bauernregeln über das weitere Gedeihen des Fl.:
Der Dau mott der Fl. maken Nfrk.
Hät mer Fastnacht en kale (kalte)
Nas, krigt mer herno det Feld voll Fl. Siegld.
Lichtmess hell on klor git en got Fl.johr Rip, Allg.
Es et Leitmess Sonneschin, wird de Fl. lang on fin Mettm.
Pals Drofnos (Tröpsnös) (Pauli Bekehrung 25. I.)
get e gut Fl.johr Trier-Beschd.
Wenn [] et rent (regnet)
of Palmsonndag, soll mer Fl. sähn an de Bach Bernk-Veldenz.
Wenn's Pingste rent, wässt de Fl. om Stän (Stein) Simm-OTiefenb.
De Fl. geht met dem Haver op Geld-Aldekerk.
Margrot (Margaretha)
brengt dem Werk den Droht Malm-Amel.
Wann Fl. gerot, verderbt et Hei Ottw. So lang die Eiszapfen an der Dachrinne werden, so lang wird auch der Fl. Hunsr. — War der Fl. etwa handhoch, dann wurde er gejätet (
s. jäten, krauten, wijen), damit der
Dreck oder
Onrot, das Unkraut, das Wachstum nicht weiter hinderte;
de Fl. wiəss net iəhter, bes de Fraulöck (-leute)
dröver gerötsch sen Rip;
om Pitter on Paul, wenn de Fraulüj derduər sind gewes, dann geht de Fl. föran Nfrk; dies »Krauten« war für die Mädchen u. Frauen eine sehr schwere Arbeit, da es innerhalb
einer Woche wegen des schnellen Wachstums des Fl. geschehen sein musste; es geschah so früh,
dat mer et irschte Kruck (Kraut)
mem Klompe devun kann dragen MülhRh-BGladb;
Fl. kruggen (krauten)
on Lüs süəken es en kribbelege Ärbicht Sol-Opladen; am Nrhn wurden
Daghüərsche genommen als
Krüərsche, die oft vierzehn Tage lang auf einem Stück auf den Knien rutschen mussten, bis sie den Fl.
schuən (schön) hatten. — Der Fl. wuchs nun weiter; er wurde zur
Hiərt (noch bastloser Fl.stengel),
kom en de Blom on schmitt Bolle (Samenkapseln) SNfrk. Der Hunsr-Bauer besuchte während des Wachstums Sonntags das Fl.feld, riss hier u. da ein
Hiər aus, um zu messen, wie viele Fäuste er hoch war; war es lang, dann sagte er:
et get lang Bockse dis Johr. — Waren die Kapseln, die
Knobben Rhfrk, Mo
sfrk,
die Lenghöder (Leinhäupter) Malm,
die Knotten Rip, die
Bollen Nfrk reif u. waren die
Hoseblire (Hosenblätter) Hunsr, die untern Blätter, bis zu der
Schere (Verästelung des Stengels) abgefallen, dann begann die
Ernte, das
Plöcken oder
Roppen (11 — 13 Wochen nach der Aussaat) [wollte man recht feinen Bast, der nicht
storkeg war, erzielen, so rupfte man den Fl., wenn der Samen anfing, sich auszubilden Berg]; im nrhn. Grossbetrieb wurden hierfür
Plöcker schen gemietet, deren jede an
einem Tage ihren
Sester = 30 alte köln. Ruten zu erledigen hatte; vor dem Pflücken war die Einteilung in
Sester besorgt; am letzten
Plöckdag wurde den Arbeitenden Weissbrot verabreicht, u. Nachbarn, nachdem sie vorher einen
Schrank gepflückt hatten, wurden zum Kaffee eingeladen Kemp-Grefr; in Geld-Leuth barg der zuletzt gerupfte u. zusammengebundene (grösser als die übrigen),
Weisch, Plöckweisch genannt, in sich ein Päckchen Tabak oder eine Flasche Schnaps für den
Räəper; die
Plöckerschen wurden
[] gegen Ende ihrer Arbeit mit einem Schnäpschen traktiert u. kehrten dann in lustigster Stimmung, Lieder singend, nach Hause zurück, wo es
Wetmos, einen dicken Milchbrei, auch
Räəp-papp genannt, gab. — Der gerupfte Fl. wurde mit einem Strohseil oder mit ein paar
Spier Fl. zu einzelnen Bündeln zusammengebunden; am Nrhn machten 12
Hampele (Handvoll) = 1
Weisch; in Gummb 12
Hanfele = 1
Schilling; in Sol 32
Hafele = 1
Schatz; in MGladb-Rheind 12—13
Hampele = 1
Buət [dazu folg. Benennungen dieser Rupfbündel:
Putsch, Pl.
-i- Hunsr, Saar,
Reiste Westerw,
Böschel Aach-Ld,
Wipp Heinsb,
Bordel Geld]; diese Bündel stellte man auf dem Fl.felde um Reiser herum gegeneinander auf u. stülpte einen Hut aus einer Fl.garbe darüber, man
kastete ihn,
stellte ihn
of Kaste Rhfrk, Mosfrk,
setzt ihn of Heis-cher Simm,
op Husten Sieg,
op Stiegen Wippf,
op Böck Aach-Ld,
op Hückelcher MülhRh-BGladb; im Westerw stellte man 10—12
Reisten so zusammen; im Kempld u. in der Dürener Gegend legte man die
Hafele kreuzweise übereinander u. bildete so
Schräng (Sg.
Schrangk), die stehen blieben, bis die
Bollen trocken waren; im Saargeb. wurden die
Putschen zum Trocknen u. Rösten aufgehängt [am Nrhn nicht allg., auch in der Eif nicht]. — Waren die Bündel gehörig
schier, wurde der Fl.
geräfft (räffen, reəpən, rippen, riffeln, sträffen, strählen, ströfen, ströppen; s. d. W.), in kleineren Betrieben auf der Tenne, am Nrhn
op der Bahn im
Fl.kamp selbst, auch
Bollebahn genannt, in der Regel 10 m im Geviert, mit der
Stämpel fest angestampft u. mit einem 50 cm hohen Wall umgeben. Zum Räffen diente die
Räff (Räəp, Ribbe, Sträff, Straffer, Strähl, Bock; s. d. W.), am Nrhn im Grossbetrieb eine Doppelräffe mit 1—4
Blatt; jedes
Bl. hatte 30 (auch wohl 15—20) eiserne, viereckige, 1 cm dicke Zähne, die nach oben spitz zuliefen u. mit den Kanten gegenüberstanden, im einzelnen 3 mm auseinanderstehend (
s. im übrigen Räffe); am Nrhn übten berufsmässige
Räəper die Arbeit, indem sie von
Bahn zu
B. zogen; auch halfen sich die Nachbarn mit den Bahnen aus, deren es in einem Dorfe 6—8 gab; die Kinder als Zulanger waren gern gesehene Helfer; jeder
Räəper hatte einen solchen
Weischlänger hinter sich stehen, der ihm auf seinen Ruf:
Fl. op! (oder
Buet! oder
Bollflass!) einen neuen
Weisch auf die hinter dem Räffenden sich hinziehende Bank legte; ausserdem stand ihm eine
Bengersche (Binderin) zur Seite, die den von den
Bollen befreiten Fl. in
Buəte band (
s. weiteres bei räffen); die Morgensräffe begann in aller Frühe, sobald der Tag anbrach (3 Uhr); bis 7 Uhr wurde gearbeitet, dann war Frühstückspause,
[] bei der
Sup (Kempsche Papp, Fl.papp, Räəppapp), eine dicke Suppe aus Milch, Weck, Mehl u. Zucker, gereicht wurde; dabei trank man Schnaps; während die
Räəppapp verzehrt wurde, sang man scherzend:
Bollflass, B., hät de Fl. och Bollen an? oder
hon mer dich, hon mer dich emol met dem terriəte Kamesol; auch sonst herrschte während der Arbeit viel Mutwillen; wer an der Bahn vorbeikam, wurde
utgelut (ausgelautet), es wurde ihm alles Tadelnswerte aus seinem Leben u. Treiben vorgehalten; auch lief bes. angesehenen oder reichen Vorbeigehenden eine Frau nach u. wischte ihnen mit etwas Fl. die Schuhe, dabei sprechend:
he nehm ech üch gefange, en Ihr un net en Schand, ich gönn üch dat leve Leven, äver e Drenkgeld mot ühr geve! Jül-Boslar; froher Gesang belebte die Arbeit; Frauen u. Mädchen liessen oft einen lauten Juchzer
(Jüchen) recht lange anhaltend erschallen; wenn in der Nähe eine andere gleichstarke Gruppe räffte, so suchte man sich gegenseitig zu übertreffen; die Fleissigeren, die bald den Fl. »durch« hatten, zündeten dann ein Feuerchen an u. riefen den andern jubelnd zu:
Fimpkesräəper, F.! das wurmte diese, u. zuweilen kamen die Verspotteten herüber, um das
Räəpfür zu löschen, was oft Händel absetzte; bes. gern wurden die helfenden Kinder
gemockt zum Narren gehalten; da erhielt ein Junge den Auftrag, eine Schürze voll
Bollen der Frau des Hauses für die
Räəppapp zu bringen oder die
Feəgräəp bei einem Bauern zu leihen; dieser liess den Gefoppten entweder an der Treppe warten u. goss ihm von oben herab einen Eimer Wasser über den Kopf oder verwies ihn an den nächsten Nachbar, u. so wanderte der Junge oft von Nachbar zu
N., bis ihn endlich das Sturzbad erreichte; auch der Hunsr-Bauer liebt beim Sträffen den Scherz; war der gegenüberstehende Sträffer zu steif u. blieb mit seinem
Hafel in den Zähnen hängen, dann schlug ihm der andere auf die Finger,
dar et kitzelte; auch am Nrhn bei der einfachen
Räəp, wobei auf der einen Kante meist ein Junge, auf der andern ein Mädchen sass, wurde dieser Scherz geübt; der Geschlagene rief dann:
Holut, Melk en der Buk! — War man bald fertig mit dem
Räəpen, so sang man am Nrhn das
Räəpled: Do sall en jonge Mad fröch opstohn usf., ein Wechselgesang zwischen den
Räəpern u.
Bengerschen; war der Fl. alle ‘durch’, stellten sich alle auf u. riefen in die hohle Hand oder in einen
Klomp (Holzschuh) ein langgedehntes
Bollflass; dann zog man ins Dorf zum festlichen Kaffee, eine Fahne voran; verschiedene Männer banden sich einen Strohkranz um den Leib; auf langen Stangen trug man die leeren Bierkrüge u. manches übrige Gerät; Gesang
[] u. das laute
Jüchen der Frauen erschallten; vor dem Hause wurde dann ein kleiner Tanz, der
Hucketanz in der Kniebeuge, abgehalten, u. dann begann der Schmaus;
der Räəper es ene Freəter; die Kinder holten sich dabei ihre
Räəpbotterramm [in Sieg-Kurschd versammelte sich abends die Jugend beim sog.
Fl.brei]. — Verschieden verfuhr man im Flachlande u. Berglande in der Weiterbehandlung des Fl.; am Nrhn u. NRip trennte man sich nach dem Schmaus in zwei Gruppen: die einen gingen zur Bahn zurück, um die Bollen zu ordnen; die andern, die Wetterfesten, rückten zum Wasser, zur
Fl.ruət (Ruət, Rot, Rotkul, Fl.kul, Fl.dik, Waterrot Nfrk;
Russkul, Fl.russ, Fl.ruster, Rusterpohl NRip (
s. d. W.); fast bei jedem Bauernhof war eine solche
Rotkul; war keine vorhanden, so wurden die mit 4 Strohhalmen zusammengebundenen 3
Hampele Fl. (Räəpbötche oder
Buəte Fl.) in die
Hofgruəf geworfen; an der
Ruətkul wurde der kapselfreie Fl. in runde, feste Pyramiden, die sog.
Ruəten gebracht, jede für sich fest verstaut war, oben meist schmäler als unten; jede
Ruət war schwimmfähig; auch folgende Art war verbr.: der Arbeiter an der
Ruət, der
Watermann, band zwei
Bötsches mit der Spitze beieinander, dann wurden 20
B. vornan im Wasser über Kreuz gelegt, u. man legte mit der Gabel einen Kranz darum; abwechselnd legte man so die
B. über Kreuz und im Kranze, bis das Ganze fest u. stark genug war, dass man darauf stehen konnte; jetzt war das
Scheppke (Schiffchen) fertig; der
Watermann, der sich auf die Mitte stellte, stiess es mit einer Stange in die Mitte der
Ruətkul, die Leute schmissen ihm weitere
B. zu, die er über Kreuz u. im Kranz legte, bis der ganze Vorrat verstaut war; dann kam eine Lage Wirrstroh
(Blotzstrüh) darüber; dann stach man
Rösche (Wasen) ab u. legte diese darauf, damit das Ganze unter Wasser tauchte, oder der
Watermann, mitten im Wasser stehend, hob mit seinem Spaten den
Mutt (Schlamm) aus dem Grunde der Kaule u. deckte damit seine
Ruəte solange, bis der ganze Fl. unter Wasser war; jede
Ruəte bekam ein Zeichen u. eine Nummer zum Wiedererkennen, natürlich nur dort, wo die
R. verschiedener Bahnen eingelegt wurden; es gab nur wenige, die die Kunst des Rotenbaues verstanden; gerade diese Leute wurden dann immer gesucht u. auch besser bezahlt. War die Arbeit am Wasser geschehen, so rüstete man wie beim
Räəpen in derselben festlichen Weise zur Heimkehr; zu Hause gab es Weckbrei mit Zucker u. Zimmt als erster Gang, Stockfisch mit Kartoffeln als zweiter Gang.
Wenn de Kermesse klenke on de Fl.ruəte stenke, dann es de beste Tit verbei MGladb-Rheind. — Waren nun in der
Rot (Rossten) die
[] Bollhüser, die an den Stengeln noch haftenden Stücke der Samenkapseln, faul geworden, war der Fl. genug
gemutt (
gerustert NRip,
gedeicht) oder warf die
Ruət Blasen, dann war der Fl.
rip (mür, mörf, flöck), meist in 6, 7 bis 14 Tagen; dann wurde er hervorgezogen u. auf die Spreite (Heide, Stoppelfeld) gefahren u. dort von den
Spreiərschen gespreit; zu gegebener Stunde, wenn der Fl. alle gespreitet war, kam der Meisterknecht mit der Karre ins Feld, um die
Spreierschen heimzuholen; auf der Karre befand sich ein grosser Zweig, an dem ein Blumenstrauss hing; sobald die Fuhre in Sicht war, liefen die
Spr. darauf zu, um sie zu besteigen; die nun zuerst dort war und den Strauss erhaschte, erhielt ein Geschenk, meist ein
Brabanter Kopftuch; dann fuhren die
Spr. unter dem Liede »Ich stand auf einem hohen Berge u. sah ins tiefe Tal« nach Hause, wo es festlichen Kaffee gab. — Nach acht Tagen wurde der gespreitete Fl. mit der
Fl.ro (-rute)
gewengt (gewendet); darnach probierte ein
Schwenger, ob
de Hiərt sprock war; fand er dies, so wurde der
flögge Fl. gerappt; jede
Hampel mit einigen Fl.stengeln umbunden zu
Buəte; diese
B. wurden zu
Brakweisch zusammengetragen; man brachte ihn dann zur
Bahn, wo er noch etwas lag; dann führte man ihn nach Hause, wo man ihn an einem trockenen Orte bis zum Winter aufbewahrte, wo er
gebuəkt oder
gebrakt wurde SNfrk. — Im Berglande war die Tauröste in Gebrauch, nicht das
Rustern in der
Rusterkul; hier spreitete (
spreden Rip,
zedden, of Mare leə Rhfrk) man den gesträfften Fl. sogleich auf die Wiese, damit er dort
rezt (
rezen, ressen, rucksen, ausrupsen;
s. rösten) oder
muddischt; man nannte die Wiese
die Rez, Rezwies, Rucks; war der Fl.
mar (mür, schier, gezeidigt, zeiər), d. h. waren die Holzteile des Stengels aufgebrochen, was 11—12 Tage dauerte, so kam er auf die
Därr in der Brechkaule (
s. d.), die ein Stück Wegs vom Dorfe entfernt lag; über der Brechkaule lag die
Brechhord, ein hölzerner Rahmen mit Drahtstäben; an manchen Orten des Hunsr hatte die
Brechkaule eine andere Form, indem das Feuer nicht direkt unter der
Brechhord angezündet wurde, sondern in einem seitwärts von der Darre liegenden längeren oder kürzeren Gange, der mit Mauerwerk überwölbt war, von wo aus der Rauch zur Darre zog; die
Brechkaule hiess in der WEif
Rückskaul, in Saarbr
Hetschkaul, mSieg, Wippf, Altk
Äuelskul, in Gummb
Nickkul, worüber drei eiserne Stangen lagen; im Hunsr, wo auch noch der Gemeindebackofen vielfach herrscht, war die
Brechkaul Gemeindeeigentum; erst musste also gelost werden, wer von den Bauern an der Reihe war; hier geschah
[] auch das Dörren u. Brechen gleich hintereinander; unten in der Kaule wurde das Feuer angesteckt, die Frau, die
gehetzt hatte, musste das Feuer in der K. zusammenhalten u. die Wände nass halten; wenn etwas Fl. doch verbrannte, hiess es:
et krige de Engelcher Buckse Westerw; in Gummb stand neben der
Nickkul ein Eimer mit Wasser, um die zu hoch schlagende Flamme zu dämpfen; auch hier fand das
Nicken sofort nach dem Dörren statt; sonst im Berg probierte man den auf der Röste liegenden Fl., indem man ein
Spier zerrieb; ging der
Schiəf (Mark) sofort heraus, so war der Fl.
mür; man nahm ihn auf, band ihn in Bürden u. verteilte ihn dann in
Bussen (1
Buss = 2
Hafel); diese brachte man in den Backofen nach dem Brotbacken, was aber oft verboten wurde; hier wurde er durch die Dörre
schier; auch in der Eif, im Westerw, Sieg kannte man neben der Dörre über der Brechkaule die Dörre im Backofen; doch übten dies nur kleinere Leute. — Neben dem Dörren (
hetschen Saarbr) her ging also in dem o. bezeichneten Geb. das
Brechen (äueln, nicken, schnöppen, klammen;
s. d. W.) auf dem Instrument, das
Brech (Brechbank, –maschin, –stock, Brak, Äuel, Nick, Micke, Schnöpp, Klamm, Fl.brech, Fl.vuəl;
s. d. W.) genannt wird; diese
Breche hatte man gleichzeitig mit dem
gestraffte
n Fl. zur Br.kaule gefahren, aber abseits, wohin der Rauch aus der Kaule nicht hinzieht. — Dem
Braken ging früher das
Boken (-ū-) mit der
Bok voraus oder wurde statt des
Brakens geübt; die
Bok (Buəker, Buəkbleuel, Bochbreche) war ein grosser hölzerner Hammer, unten flach und gerillt; oft genügte als
Bok auch ein kantiges Brett oder ein kantiger
Stomp; mit diesem Gerät wurde der Fl. vor dem sog.
Kaltschwingen (nur an der Sonne getrocknet) geklopft; das
Boken war eine schwere Arbeit; daher ein niederrh. Volkswitz: Vater:
Op, Jan, boke! Jan:
Hoa, Var, boke? V.:
Op, Jan, de Papp es gar! J.: (rasch u. freudig):
Ja, Var, ech habb all en Hos (Strumpf)
an. Auch beim
Boken holte man gern kundige
Böker (Flassböker). — Durch das Brechen wurden die holzigen Stengelteile gelöst, die
Granen Hunsr, LRip hier u. da,
Tellen oder
Sprockeln WMosfrk,
Schiəf u.
Oschiəf, Schef Siegld, Berg,
n. Ruhr, Mörs, Geld,
Sprin(en) Saarbg, Trier,
Sprelen Sieg-Altenr,
Reischel Zell-Merl,
Agelten, Anen Verbr. (
s. Agen) genannt wurden;
s. ausserdem
Holz, Kaff, Spreu, Spliss, Spressen; die zurückbleibenden Fasern hiessen in der Eif
Schleissen. — Nach dem Brechen wurde der Fl., weil er sich durch das Schlagen längte, oben u. unten gezupft
(gezocht) Hunsr, im Wittl
iwerhauen, von den noch anhaftenden Holzteilen befreit. — Die
Hafel gebrochenen
[] Fl. wurden zusammengedreht zu einer
Reist, die zu 50 in eine Bürde gebunden wurden Hunsr; im Berg wurden sie zu
Kloven gewunden, indem man sie in der Mitte anfasste u. einigemal umeinander drehte. — In Wend kam der Fl. vor dem
Brechen noch auf die
Fl.reib, auf der er hin- u. hergerieben wurde zur Lockerung der Holzteile. — In Neuw nannte man das
Br. u.
Schwingen zusammen
schleren; die Frauen, die beim
Br. halfen, wurden in Waldbr zur
Flasshuəst, an der Sieg zur
Brechhost, einer Zusammenkunft mit Kaffee, eingeladen; an der Saar u. auf dem Hansr übten die brechenden Frauen manchen Mutwillen: die an der Kaule vorbeigehenden Burschen desselben Dorfes wurden von den dort beschäftigten Mädchen gepackt u. in die K. getragen; jedes
M. gab dem Burschen einen Kuss; damit war der B. verpflichtet, den
M. abends soviel Liter Wein zu stiften, als sie ihm Küsse gegeben hatten; man nannte dies Spiel
howänzele. — Am Nrhn im Grossbetrieb fand das
Braken im Winter statt, wie übrigens auch in einigen Teilen des nördl. Berglandes. — Danach wurde der gebrochene Flachs, von dem es hiess:
wie heller (besser)
gebrakt, wie gemäckliger schwänge (SNfrk), dem Schwingen unterzogen; am Nrhn geschah dies im
Schwenghüskə, Schwengstal, Schwenges, meist ein durch eine Zwischenwand abgeteilter Raum des Backhauses, das aus Fachwerk, Lehm u. Holz gebaut, abseits im Baumgarten stand; das Schwinggerät bestand aus dem
Schwengstapel, auch einfach
Stapel genannt, dem
Schwengstock (
Schwingstecken Hunsr),
Schwingbock (Bernk) und der
Schweng; der Schwingstock bestand aus einem 50 cm langen, 15—18 cm breiten Bodenbrett, in das ein aufrechtstehendes gleich dickes u. breites Brett eingelassen war, 80 cm hoch; oben hatte dieses Standbrett einen 12 cm breiten u. 18 cm langen Einschnitt (im Hunsr hatte dieses Brett auf der dem Einschnitt gegenüberliegenden Seite einen gebogenen Aufsatz
(Nas)); die Schwinge (
Schwingmess Hunsr,
-brett Dür,
Schlag Rheinb) war ein dünnes Brett, 60 cm lang, 12—15 cm breit, mit einem Stiele; am Nrhn hatte man die deutsche und die französische hochaufrechtstehende Schwinge; die französische Schwinge machte die grobe Arbeit, die deutsche machte den Flachs sozusagen spinnfähig; bis zu den 50er Jahren wurde diese Arbeit hier auch noch von Frauen
(Schwengersche) gemacht, u. zwar nicht nur am Tage, sondern auch abends bei Monden- oder Lampenschein; damals kamen auch noch viele Fremde ins Erkelenzer Flachsland zur Winterszeit, welche diese Arbeit im Tagelohn besorgten, meistens aus dem Nordwesten des Kreises u. aus dem nahen Holland; die
Schwengersche [] hielt nun mit der einen Hand den Flachs in die Öffnung des Schwingstockes, mit der andern Hand fasste sie die Schwinge u. schlug am Flachs entlang, damit die
Schwenganen, die beim Brechen noch nicht gelösten Holzteile (
s. o. die Bezeichnungen), abgingen; mit der
Krätz wurden ihm dann noch die
Strepp ausgekratzt; nachdem dann noch das
Schwengwerk ebenfalls ausgekratzt war, blieb an gereinigtem Fl. der
Splet übrig; die
Spl. wurden zu einem
Sten zusammengebunden, der 5 Pfd. wiegen musste Geld-Leuth; in Gummb schied sich beim Schwingen das
Werk vom reinen Fl., dem
Kern, der zu
Klanken, armdicken Strängen, gebunden wurde; man wog sie nach Pfunden; in mSieg, Wippf, Gummb nannte man den Schwingabfall
Lormocks, –motz(e) (den reinen Fl.
Gespenn); im Hunsr, Mayf, Siegld
Hod, Hodche, Hotsch, Höderich, in Kemp
groəve Quos on fine Quos (aus letzterem wurden Seiler gedreht), im WMosfrk
Osiən, Osiken (
s. Asinge), für Säcke, Seile noch geeignet (andere Bezeichnungen
Schwingedreck Siegld-Hellerhsn,
Schwitz Wittl-GrLittgen,
Kod Rees-Brünen). — Im Hunsr verwandte man bis jüngst öfters die
Schwingmaschin, eine
Gritzmaschin, eine Maschine zum Zerkleinern des Futters, die an den Göpel angeschlossen wird; als am Nrhn durch das Aufkommen der Fabriken der Tagelohn für die Schwinger zu hoch wurde, fuhr man den Fl. zum Schwingen in eine Fabrik, wo mit Dampfkraft geschwungen wurde, so in Erk-Wegbg. Mancherorts, bes. im Berglande, kam der Fl. vor dem Schwingen noch einmal in den Backofen. — Auch fanden hier u. da bei u. nach dem Schw. Festlichkeiten unter den Frauen statt, die sich gegenseitig zur
Schlör (Westerw), zum
Schwingovend (MülhRh-BGladb) mit Spiel u. Tanz, Weissbrot u. Reisbrei als Festessen einluden; in der Eifel wurde dabei die
Schwingkirmes der Frauen, die ausschliesslich beim Schwingen beschäftigt waren, gefeiert; die Nachbarinnen halfen sich nämlich gegenseitig aus u. feierten heute hier, morgen dort dabei die Schwingkirmes; da wurde das beste Brot, aus Roggenblume gebacken, u. das schönste Stück Rauchfleisch vorgesetzt, u. das Schnapsgläschen trug mit der Kaffeetasse Sorge, dass sich nicht allzuviel Wergstaub in der Kehle festsetzte; vom frühen Morgen bis zum späten Abend ertönten dann neben dem Schlag der Schwinge Volkslieder, Rätsel wurden gelöst, und in der Dorfchronik alter u. neuer Zeit ward Umschau gehalten; den Männern, die ihre Schritte auch nur in die Nähe der Arbeitsstätte — Scheune oder Stall — lenkten, wurden die Schuhe geputzt; gebrach es diesem oder jenem also Geehrten an Opfersinn, so musste er sich wohl oder übel eine gründliche Reinigung mit dem
[] äusserst rauhen Wergabfall gefallen lassen; aber selbst auf diese Gefahr hin wagten sich doch die Dorfburschen zur Mittags- oder Vesperpause an die Schwingstätte heran, um allerlei kleine Bosheiten zu verüben, die Schwingen zu verbergen, dies u. jenes mitzunehmen, Satz in die Kaffeekanne zu werfen udgl.; in Bitb-Dahlem konnte es vorkommen, dass neckende Burschen, die bei den
Schwangerschen vorbeigingen, von 2 oder 3 Paar kräftigen Armen ergriffen, zu Boden gelegt u. festgehalten wurden, während andere mit Geschwindigkeit u. Geschicklichkeit ihn unter den Kleidern so mit Schwingabfällen auffüllten, dass er steif u. starr dalag u. sich nicht bewegen konnte; dann hob man ihn auf u. stellte ihn auf seine Füsse, u. für den Spott brauchte er wahrlich nicht zu sorgen. — Nach dem Schw. musste man den
Splet, dat Gespenn noch auf der Hechel hecheln (
s. d.), in der Eif vom starken Geschlecht besorgt; eines Morgens erschienen zwei
Hecheler, scherzweise auch Heuchler genannt; nachdem sie das obligate
Birebomströppche erhalten u. das Nationalfrühstück der damaligen Zeit, den
Hoawerbrei, zu sich genommen, gingen sie an ihre Arbeit; die Faserbündel wurden auf einen
Stupp (Holzblock) gelegt u. mit hölzernen Hämmern tüchtig geklopft; dadurch wurden sie recht weich u. geschmeidig; nun wurden sie durch die Hechel gezogen; die Hechel ruhte auf der
Hechelbank (Bock), deren Untergestell vier Stempel hatte; sie bestand aus einem kräftigen, 50 cm langen, 12 cm breiten Brett mit mehreren Reihen langer (8—10 cm), spitzer, kantiger Zähne, von denen jede folgende Reihe in der Lücke der vorhergehenden stand; durch diese Zähne wurde der geschwungene Fl. rasch gestreift, um nochmals den gröberen Stoff abzustreifen; dieser hiess am Nrhn
Heəkelwerk, sonst einfach
Werk; in Goar-Morshsn nannte man den ersten Abfall beim Hecheln
dat Afgeziehs, beim zweiten Hecheln streifte sich das
Werk ab, u. was man an reinem Fl. in der Hand behielt, hiess
det Flässe oder
Ker, in Altk-Horhsn
Flanke, im Berg
Klanken, in Sieg-Süchterschd
Stenflass, an der Saar, Hunsr
Hor, im Siegld
Herət, in Grevbr-Wickr
Palz; in Prüm, Malm nannte man das feinere Werg beim Hecheln
Ospenn, Öspennt (
s. Aspinn), das minder feine
Lengospenn; in Kemp unterschied man beim
Werk et groəf on et fin W., in Bitb
et Groft u.
et ren Gr., et rauh Gr. u.
et best Gr. (auch in Geld, Grevbr
et Grofwerk, in Bernk-Berglicht
Grundwerk, in Saarbg, Wittl, Trier-Ld
et Krompwerk, in Bitb-Betting
et Groft u.
et Leiwerk, in Jül-Boslar
Kratzwerk (gröber) u.
Klewerk (feiner), letzteres auch in Geld, Grevbr, Wippf, im Siegld
Köpewerk, in Wippf-Bechen
Selwerk, weil daraus Seile gesponnen
[] wurden); den reinen Fl. nannte man
Reisten WEif. — Das Werg band man zusammen in
Wacken (Prüm),
Wecke (Hunsr),
Wickele (Ottw),
Hafele (Wittl),
Plöck (Nfrk); den reinen Fl. in
Zöpp (Hunsr),
Kneifcher (
ebd.),
Knäpp, Knoapen (WEif),
Dogge (Ottw),
Köppke (Nfrk); am Nrhn band man 20 bis 25
Köppkes, die oben zu einem Köpfchen gedreht waren, zu einem
Kriəkel zusammen, indem man die
Köppkes in der Mitte umschlug u. zusammenfasste; um diese Mitte schlang man ein letztes
K. — Nach dem Hecheln war der Fl., soweit er nicht fürs Haus versponnen wurde, verkaufsfertig; freilich nur im nrhn. Fl.lande, bes. der Erk-Gegend, zog man ihn für den Fl.markt,
z. B. in Xanten (höchster Preis 4,30 Mk. für 1 Stein = 5 Pfd.); doch sanken die Preise schnell, als die Baumwolle ihren Siegeszug antrat u. die russische Konkurrenz dazukam; heute ist der Fl.bau, nachdem er Jahrzehnte fast völlig geruht hatte, unter dem Mangel der Kriegsjahre, hier u. da wieder aufgelebt; doch wird dies von kurzer Dauer sein; mit ihm wird eine reiche techn. Nomenklatur untergehen. — Über die weitere Bearbeitung des Fl.
s. spinnen, haspeln, spulen, weben. — Andere, noch nicht vermerkte RA.:
Hor wie Fl. fl.blond Allg.
Dat os ener Frau Fl. wenn zwei Dinge gleich sind Schleid-Hellenth.
Wie der Fl., su der Fadem Köln.
Nei Werk, alt Fl. Geld-Straelen.
En grusse Lengzoch (Leinzucht)
on en gr. Schwengzoch os nicks für ene gerenge Mann Waldbr-Schönenb.
De hät et Fl.spenne net erfonge der Dumme Malm-Vith.
Em en Hir Fl. muss en Fra siewe mol iwer de Zaun springe Goar-Morshsn, Prüm-Ihren.
Wenn en Mädche traue (heiraten)
well, dann mott et ene Sten Fl. frenge, en Stongk (Stunde)
grawe on en Peərdsspor voll pische könne Kemp-Lobberich.
Et koum (kam)
eine Bur van Ass (Ast in Belgien),
de hauw (hatte)
eine Keil (Kittel)
va Fl. en hauw ei silvere Spuleke (Spule)
; valaderia, Spuleke, et koum eine Bur van Ass Heinsb-Millen. — Rätsel.
Klen sen eich, gruss gen eich, blo bleih eich, Knäpp (Käpp) krein eich Saar, Trier, Bernk.
E grin Kled un bloə Blume uf em Kopp; war is dat? Hunsr.
As ek was jungk en schon (schwongk), drug ek en blaue Kron; as ek was alt on stif, bunden se mej en Band öm et Lif; dann worden ek gestoten un geschlagen un derno van Heren (Herenkenger) un Grawen gedragen (van Riken on Ärmen, van Prinzen on Graven, van Here on Gr., vom Graf gedrage, dör Heren on Dames dör et Land gedrage, on douch von Juffere on Here gedrage, för König on Fürsten op den Desch gedr.) Nfrk, LRip.
Wie ech jongk wor on schön, drog ech en Kruən, [] on wor mi Kledche (Kleid)
grön; wie ech alt wuərd on stif, bongen (banden)
se mer en Band öm de Lif; do wuərd ech gereffelt on geraffelt, gestuffelt on gestaffelt; dat ech den Hals broch, dähten se mech dann schlagen, on am Eng (Ende)
wuərd ech van den Heren gedragen uWupp.
Se kloppten mich un roppten mich, un Heren un Fürsten drohn mich Altk-Herd.
Krickel de Krackel (Fl.)
leit hanner der Hoch (Hecke, Hag)
; wat de Sonn mih schengt, de Krickel de Krackel mih sprengt Bitb-Feilsd.
Dem beste Blom (Fl.)
plöckt öm net; dem beste Vogel (Biene)
schüt (schiesst)
öm net; et beste Hot (Holz) (Rebe)
haut öm net Geld-Leuth. — 2. übertr. a.
rure Fl. Weidenröschen Goar-Dommershsn;
livele Fl. Frauenfl., linaria vulg. Eusk-Ahrem. — b. blondes Haar;
de hät Fl. om Kopp Rip.