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slapen

ahd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
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9

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

slapen

Bd. 6, Sp. 331
Wossidia slapen Präs. slap, slöppst, slöppt, Prät. slöp, slep schlafen; beliebtes Sprichwort: wer lang' slöppt un hill löppt, kümmt ok to Stadt: Nützl. Beitr. 1824, S. 324; ... denn' sägent Gott in 'n Slap RoRostock@DierhagenDierh; Dei früh upsteiht, väl vertehrt, Dei lang' slöppt, denn' Gott ernährt: Nds. 8, 77a; slapen as 'n Tax, ne Rott, 'n Pierd, 'n Türk; für begraben liegen: min Kinner slapen all' up 'n Kirchhoff LuLudwigslust@KlüßKlüß; Wunsch: slap rund, dat du morgen nich kantig büst WaWaren@EldenburgEld; slap di keen Quesen zum Langschläfer; wenn de Ful slöppt, is he am flitigsten Bri. Volkssp. 28; Unglück slöppt nich Wa; du slöppst jo woll noch den Deuwel 'n Uhr af Wo. V. 3, 200; as de Damm (RoRostock@HeiligendammHDamm) noch mihr slapen ded' sich noch nicht so entwickelt hatte RoRostock@DoberanDob; dat (Jahr), wat eben slapen gahn was (zu Ende gegangen war) Quitz. 2, 199; so lang' as 'n slöppt, sünnigt 'n nich Wa; dee slöppt ok nich up Rosen hat viel Sorgen HaHagenow@BelschBelsch; dee hett achter slapen (eig. hinten im Bett, vorn lag ein anderer) ist etwas verrückt StaStargard@WulkenzinWulk; hüt slapen wi ahn Singen un Weigen sagen wohl Mäher abends WaWaren@EldenburgEld; sitt he to slapen H. Schröd. Garw 213; 'by slapender tyt' (zur Schlafenszeit) UB. 18, 450; an Schlafstätten hatte man oft neben Schlafbänken das Schrankbett, die Klus oder Butz; früh um acht Uhr abends ging man zu Bett, damit man früh morgens um drei oder vier Uhr die Arbeit beginnen konnte Horn Selmsd. 2,21; ein Schlaflied um 1680 hat gelautet: 'Wo hell de Mand nich schient, De Düvel is uns fyend, De Kat springt up den Aven, Met eere ver Klaven, Se rögt eren Schwengel, Slapt wohl, jy leven Engel' Schum. Gedank. 62. Zss.: af-, be-, dörch-, hen-, tau-, ut-, verslapen. — Mnd. slâpen. — Br. Wb. 4, 815; Dä. 425a; Da. 195a; Kü. 3, 134; Me. 4, 508.
1737 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    slapensw. V. (1)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    slapen , sw. V. (1) nhd. schlagen ne. beat (V.) Hw.: s. slapfan* Q.: PG (9. Jh.?) E.: Herkunft ungeklärt? L.: ChWdW9 766…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    slapen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    slapen, st. v. schlafen; bi slapender dêt, tît, zur Nachtzeit, vgl. dêt.

  3. modern
    Dialekt
    slapen

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    slapen Präs. slap, slöppst, slöppt, Prät. slöp, slep schlafen; beliebtes Sprichwort: wer lang' slöppt un hill löppt, küm…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit slapen

15 Bildungen · 5 Erstglied · 7 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von slapen 2 Komponenten

sla+pen

slapen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

slapen‑ als Erstglied (5 von 5)

Slapenstit

MeckWB

slapen·stit

Slapenstit f. Schlafenszeit: 't is Slapenstid Reut. 5, 282; sei güng Slapenstit in ehr Kamer H. Schröd. Buerh. 1, 129. — Da. 195 a .

slapen als Zweitglied (7 von 7)

beslâpen

MNWB

bes·lapen

beslâpen , stv. , 1. beschlafen, beiliegen, Beilager halten. 2. auf etw. (Betten) liegen . 3. beslâpen sîn in ênem hûse zum Schlafen unterge…

inslâpen

MNWB

ins·lapen

* inslâpen , stv. , (vom Todesschlaf:) einschlafen , entschlafen.

œwerslapen

MeckWBN

ow·er·slapen

Wossidia œwerslapen eine kurze Zeit schlafen: hei slöppt eins œwer Wa; s. Slepegrelle.

vorslâpen

MNWB

vors·lapen

vorslâpen , stv. , intrans. übertr. schläfrig, träge werden am gê(i)ste vorslappen unde v.; trans. verschlafen, schlafend versäumen dat klop…

ūtslapen

KöblerMnd

ūtslapen , st. V. Vw.: s. ūtslāpen*

Ableitungen von slapen (3 von 3)

beslâpen

MNWB

beslâpen , stv. , 1. beschlafen, beiliegen, Beilager halten. 2. auf etw. (Betten) liegen . 3. beslâpen sîn in ênem hûse zum Schlafen unterge…

verslapen

MeckWB

verslapen 1. den rechten Zeitpunkt verschlafen: denn möt ick mi all up de Horch leggen, wenn ick nich verslapen will Ha; Rda.: dat is all la…