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slapen

ahd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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7

Eintrag · Westfälisches Wb.

slapen V.

Bd. 5, Sp. 39
slapen V. [allg.] 1. sich im Zustand des Schlafes befinden. Ek kann nich schlopen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@SchwelmSw). Hä sloäpet ganz faste (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Slōap’m we’ ’k nit, blauß en Vǟidelstüntken sitten un dosen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Hai schlaip bit in den lechten Dag (KkWb). Se bääden sik un göngen dann schlaopen (WmWb). Slōap guet! (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Hä hïet slecht slōap’m ist übelgelaunt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Du häst woll nich gaut schlaopen? wenn jmd. ein verdrießliches, brummiges Gesicht macht (Kr. MindenMin Kr. Minden@KutenhausenKh). — Ra.: Sick rund sloben sich ausschlafen, lange schlafen, durch langen Schlaf das Körpergewicht erhöhen (Kr. HalleHal Bh). He hät alleen schlaopen wenn der Apfel sehr kalt ist (Kr. BeckumBek Al). Hāi slpet ächen hat nichts zu sagen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || mehrf.). Ek schloap vüern habe etwas zu sagen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Gb). Do mau’ ’k ǟis noch öäwer slōap’m überlegen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Ik mot ēste mål drüöwer schlåpen ich muss mir Bedenkzeit nehmen (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh). Lo dä Sāke slōap’m! lass die Sache ruhen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Dänn schlöppt dä Kopp der ist dumm (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@WerfenWf). — Sprichw.: Wä im Slōap’m schitt, brūket nit te drücken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Däi schlept, sünniget nicht (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa || mehrf.). Well lange schlöpp, owwer hännig löpp, öwwerhaalt noch jeeden Lahmen (WmWb). Wä lange schlöpt, dän Guott erniährt; wä froi opstait, sien Guot vertiärt sagt sich der Faule (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Becker siek guet berret, schlöäpet guet (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — 2. übernachten, untergebracht sein. Schlopen loten beherbergen (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@UlfkotteAd). — 3. Geschlechtsverkehr haben. Bi’m Jungen, bi ne Dǟiene slōap’m (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). De eine het en Brut, un de annere schlept der bie (Kr. MindenMin Kr. Minden@KutenhausenKh). — 4. (von Gliedmaßen) vorübergehend gefühllos sein. Dat Been is an’t Schlaopen (WmWb). — 5. (von Holz) abgelagert, trocken sein, nicht mehr arbeiten. Dat Holt schlöpp (WmWb). ⟨Präs. 3. Pers. Sing.: ›slaepet‹ [die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. SoestSos die krfr. Stadt HagenHag Kr. IserlohnIsl Kr. ArnsbergArn Kr. BrilonBri Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp], ›slǟp(e)t‹ [die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch Olp], slöppet [Kr. DetmoldDet Hellweg Kr. HöxterHöx Kr. BürenBür Kr. WarburgWbg Wal], slöpt [Ravensbg Lippe Kr. WarendorfWdf Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Stadt WittenWit die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. SoestSos Enr], slöp [Kr. LübbeckeLüb Münsterl (außer Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Lhs) Hfd], slept [Kr. MindenMin Dor]. Prät. 1./3. Pers.Sing.: ›slē¹p‹ [verbr.], slaip (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@SchlangenSl), slēp [WMünsterl Rek], ›slo¹p‹ [Tek], ›slo²p‹ [Ahs]; Pl.: ›slē¹pen‹ [Kr. MindenMin Kr. SteinfurtStf Kr. HerfordHfd Kr. LemgoLem Kr. WarendorfWdf die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. SoestSos Kr. IserlohnIsl Kr. BrilonBri Olp], slēpen (WmWb), slöüpen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe (›o¹‹)); Part.: -slopt (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh), sonst -›slapen‹⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,1178: schlafen III; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 11,37: slāpen; HnVwb 3,188: schlafen. Zus.:→ dō²d~.
4556 Zeichen · 171 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    slapensw. V. (1)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    slapen , sw. V. (1) nhd. schlagen ne. beat (V.) Hw.: s. slapfan* Q.: PG (9. Jh.?) E.: Herkunft ungeklärt? L.: ChWdW9 766…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    slapen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    slapen, st. v. schlafen; bi slapender dêt, tît, zur Nachtzeit, vgl. dêt.

  3. modern
    Dialekt
    slapen

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Wossidia slapen Präs. slap, slöppst, slöppt, Prät. slöp, slep schlafen; beliebtes Sprichwort: wer lang' slöppt un hill l…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit slapen

30 Bildungen · 5 Erstglied · 22 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von slapen 2 Komponenten

sla+pen

slapen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

slapen‑ als Erstglied (5 von 5)

Slapende

WWB

slap·ende

Slap-ende n. „Schlafstelle“ ( Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil) Wal Bh).

Slapenstit

MeckWB

slapen·stit

Wossidia Slapenstit f. Schlafenszeit: 't is Slapenstid Reut. 5, 282; sei güng Slapenstit in ehr Kamer H. Schröd. Buerh. 1, 129. — Da. 195 a …

slapen als Zweitglied (22 von 22)

afslapen

MeckWB

Wossidia afslapen ausschlafen, zu Ende schlafen: wenn wi afslapen hadden Ro Rostock@Althagen AHag ; wi slapen ierst gaut af Ha Hagenow@Redef…

beslapen

LW

bes·lapen

be-slapen, 1. beschlafen, Beilager halten. 2. zum Schlafen benutzen. 3. zum Überdenken eine Nacht verziehen.

dō²dslapen

WWB

dō²d-slapen V. [verstr.] (+ sik ) so (lange) schlafen, daß man stirbt. — Sprichw.: De Fliedige löppt sick dot, un de Fule schlöppt sick dot …

dörchslapen

MeckWB

doerch·slapen

Wossidia dörchslapen durchschlafen: hei hett dei Nacht dörchslapen ist keinmal aufgewacht Ma Malchin@Gnoien Gnoi .

duᵉrslapen

WWB

duer·slapen

duᵉr-slapen V. [ die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Isl] durchschlafen.

ferslapen

WWB

fers·lapen

fer-slapen V. [verstr.] 1. (teilweise + sik ) über einen bestimmten Zeitpunkt hinaus, zu lange schlafen. — Sprichw.: Biäter is, wek sich ver…

henslapen

MeckWB

hen·slapen

Wossidia henslapen hinüberschlummern, entschlafen, sterben: nu is sei langn henslapen H. Schröd. Buerh. 1, 150; Wa Waren@Röbel Röb ; Gü Güst…

inslâpen

MNWB

ins·lapen

* inslâpen , stv. , (vom Todesschlaf:) einschlafen , entschlafen.

nachtslapen

MeckWB

nachts·lapen

Wossidia nachtslapen nachtschlafend, adj. in der Verbindung nachtslapen Tit Zeit, wenn alles schläft: 'in nachtslapener tydt' Slagg. 84; 'by…

oªwerslapen

WWB

oªwer-slapen V. [WMünsterl] überschlafen. Dat mutt ik öwwerschlaopen ( WmWb ).

œwerslapen

MeckWBN

ow·er·slapen

Wossidia œwerslapen eine kurze Zeit schlafen: hei slöppt eins œwer Wa; s. Slepegrelle.

tauslapen

MeckWB

taus·lapen

Wossidia tauslapen einschlafen Ha, Lu, Schö; (Pa) Weltz. Jungm. 12; mit en fram Gebett ... sleep sei fredsam tau ( Pa Parchim@Spornitz Sporn…

utslapen

MeckWB

Wossidia utslapen bis zur Genüge schlafen: dat ick de Nacht tüm iersten Mal ... richtig utslöp Bri. 2, 262; S. Neum. Volksm. 80; Rda. zum Mi…

verslapen

MeckWB

vers·lapen

Wossidia verslapen 1. den rechten Zeitpunkt verschlafen: denn möt ick mi all up de Horch leggen, wenn ick nich verslapen will Ha; Rda.: dat …

wegslapen

WWB

weg·slapen

weg-slapen V. einschlafen. He was de öwwer weggschlaopen ( WmWb ).

widerslapen

MeckWB

wider·slapen

Wossidia widerslapen weiterschlafen: Vadder un Mudder künnen ruhig widerslapen Ro Rostock@Ribnitz Ribn .

ûtslapen

LW

ût-slapen, ausserhalb des Hauses schlafen, nachts nicht heimkommen.

ūtslapen

KöblerMnd

ūtslapen , st. V. Vw.: s. ūtslāpen*

Ableitungen von slapen (3 von 3)

beslapen

LW

be-slapen, 1. beschlafen, Beilager halten. 2. zum Schlafen benutzen. 3. zum Überdenken eine Nacht verziehen.

verslapen

MeckWB

Wossidia verslapen 1. den rechten Zeitpunkt verschlafen: denn möt ick mi all up de Horch leggen, wenn ick nich verslapen will Ha; Rda.: dat …