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fleiten

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
4 in 4 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

fleiten

Bd. 2, Sp. 990
Wossidia fleiten -ee flekt. flüttst, flütt, a. Spr. auch fletet; flöt, -o-; flaten 1. fließen, strömen: 'alle watere vlitende unde stande' (1346) UB. 10, 17; 'dat water, dat daraf vletet' (1351) 13, 100; 'uppe de beke to myddeme strome, dese vlut ute deme stowedyke over den stich' (1400) 24, 112; 'uth dem fuhr (Feuer) bin ick geflaten' (Glockeninschrift RoRostock@ParkentinPark 1555) D. Schröd. Kirchenhist. 2, 117; 'also entspringet und flth ock darher (von Gott) de Christlike HOepeninge' Gry. Wed. H 1a; aqua fluvialis 'fletende Water' Chytr. 69; 'dat flütt uth eener trüen Aader' (die Bittschrift; Ro 1732) Nd. Kbl. 24, 31; wat an de Bedler flütt (den Bettlern gegeben wird; 1746) Kohf. Hg. 33, 2; Mi 23a; dat kunn in Vergätenheit geraden wäsen ..., so väl Water, as dor all œwer von den Barg runne flaten was Bri. 3, 107; en fleiten Water Stillfr. Sl. 132; Morgenrot, abends Dreck flot sprw. StaStargard@WesenbergWes; Volksreim: Ick wull, dat alle Barg Botter wiren Un alle Grünn' Grütt, Un kem denn 'n warmen Sünnenschin Un de Botter flöt nah de Grütt herin, Ei wei, dat müßt 'n Fräten sin Wo. Sa.; was man vergißt, dat flütt einen ut 'n Kopp LuLudwigslust@Alt JabelAJab; nu flütt dat jo anners in de Welt geht anders zu MaMalchin@StavenhagenStav. Dem Volksglauben nach macht fleiten Water alle Zauberei unmöglich, vgl. Arch. Landesk. 14, 509; es nimmt Krankheiten mit sich hinweg, vgl. Feewer II 2; Osterwater darf nur ihm entnommen werden und wird selbst so genannt, vgl. Bartsch 2, 259. Zss.: af-, be-, ent-, hentau-, in-, tau-, verfleiten. 2. schwimmen: dei Gäus' fleiten œwer 'n Dik GüGüstrow@KobrowKobr; ein großes Glas mit gutem Schnaps ist ornlich eenen, wo ne Aant mit Jungen up fleeten kann WiWismar@KirchdorfKirchd; im Abzählreim: Unse lütte Sidenkater Flöt up dat blanke Water Wo. V. 4, 906; 907 b; von den zu Schwänen verwünschten drei weiblichen Nachtmahren heißt es: so kamen se rœwer to fleeten von Engelland Sag. 2, 434; min Schipp flütt as ne Seejungfer Wo. Seem. 2, 102; 'wohin die tiefer gehenden (Schiffe) nicht fließen können' (Ro 1847) Hafenord.; he süht eenen lever sinken, as fleeten (sprw., der Mißgünstige) Mantz. Ruh. 24, 59; Fett flütt jümmer baben (sprw.) Babst Kön. 2; so fett fidelt Lux nich, dat dor Parlen up fleiten Ma Malchin@GnoienGnoi. — Mnd. vlêten. — Br. Wb. 1, 413; Dä. 123b; Kü. 1, 475; Me. 2, 146.
2245 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    fleitensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    fleiten , sw. V. Vw.: s. flöiten L.: Lü 483b (fleiten)

  2. modern
    Dialekt
    fleiten

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    fleite n [flæitə Hf. ] Speichel aus dem Munde laufen lassen, von kleinen Kindern. Syn. gīsle n .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fleiten

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Ableitungen von fleiten (2 von 2)

befleiten

MeckWB

befleiten befließen, überschwemmen, nur im Part.: de Sandbarg wir mit Water beflaten im Volksreim Wi; Swerin is ganz mit Water beflaten wääs…

verfleiten

MeckWB

verfleiten , verfleeten verfließen: nu is ne ganz Tit verflaten S. Neum. Volksm. 161; de Wochen verfleeten jo Wa; verschwinden: de Heiligkei…