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daun

nhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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11 in 8 Wb.
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3 von 16
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

daun Adv., refl., Akk., Dat., Part.

Bd. 2, Sp. 269
Wossidia daun don tun; dau, deist, deit, daun (daut); ded'; dan: Mi 14a I. tun, machen, verrichten, bewirken, anwenden 1. absol.: wat deit, dat deit (eine gute Arbeit findet ihren Lohn) Babst 3, 184; wenn een deit, wat he kann, denn kann he nich mihr don, as he deit Bri. Volkssp. 26; sülst dan, ball dan 28; he deit man so er verstellt sich RoRostock@KlockenhagenKlock; dau di nich so! stelle dich nicht an GüGüstrow@GülzowGülz; man so daun (nur bildlich) Reut. 3, 72; man blot, as man so dohn (nur zum Schein) Quitz. 2, 236; ick ward' den Düwel daun ich werde mich hüten RoRostock@RibnitzRibn; klauk snacken kann jeder, man daun is 'n Ding Bey. Swin. 64. 2. mit einem Sachobjekt, welches durch die Tätigkeit hervorgebracht wird, bald mit, bald ohne Dat. der Person: 'Testament don' (GüGüstrow@BützowBütz 1508) Bär. Ges. 4, 1, 11; 'warlich ydt my grodt wunder dede' Schlue 29; 70; 'einen falschen Eydt doen' Chytr. 147; Inpaß dohn Einspruch erheben Mantz. Ruh. 2, 51; Inspruch daun PaParchim@WerderWerd; 'n Inseihn dauhn (Einsicht üben, sich ins Mittel legen): Reut. 6, 23; 227; Gegenstand daun Widerstand leisten GüGüstrow@KobrowKobr; einen Gegenstand daun einen in seinem Fach Tüchtigen in der Leistung erreichen, den Wettbewerb mit ihm aufnehmen können öft.; Gewalt daun Gewalt anwenden RoRostock@KörkwitzKörkw; SchöSchönberg@CarlowCarl; sinen Flit daun seinen Fleiß daran setzen LuLudwigslust@NeustadtNeust; min Diern hett dor väl Mäuh üm dan sich sehr damit abgemüht RoRostock@BörgerendeBörg; Wach daun Wache stehen Ribn; 'n Eid daun einen Eid leisten Bartensh; Wa; hett en Swur dorup dahn Reut. 3, 276; un hadd ok so'ne Reden dahn 5, 345; hei hadd 'ne grote Arwschaft dahn 6, 284; 'n gauden Danz daun LuLudwigslust@EldenaEld; de Schullern vonein daun tüchtig essen HaHagenow@RedefinRed; dee kann ne gaude Mahltit daun er ist ein starker Esser RoRostock@KlockenhagenKlock; Hochtit daun Hochzeit halten Wa; wenn ener Hochtit deit Babst 3, 166; Kinnelbier daun Kindtaufe halten MaMalchin@BrudersdorfBrud; Trin Tran Hett Kinnelbier dan Wo. V. 4, 413; 2, 1744; dee hebben ne Tuuschfri dan über Kreuz geheiratet LuLudwigslust@EldenaEld; se hett de Sag' dan den abergläubischen Brauch vollzogen Wa; wi müssten twei Jagddag' daun an zwei Tagen Treiberdienste leisten MaMalchin@RemplinRempl; ganze Dag' hebben se daun müsst im Hofdienst arbeiten RoRostock@RetschowRetsch; twei Tœg' hebben se dan beim Rübenausziehen WiWismar@PoelPoel; se daun ehr Gedicht sagen es her MaMalchin@SchorrentinSchorr; dor deit hei de Oorn ist dort als Erntearbeiter tätig SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; wenn de Oorn dan wir vollendet war Schö; einen Gesellschaft daun ihm Gesellschaft leisten RoRostock@RibnitzRibn; Camm. Herz. 31; daun se mi de Leiw GüGüstrow@GülzowGülz; do mi den Spass mache mir das Vergnügen Sta Stargard@ThurowThur; dat Water hett väl Not dan Schaden verursacht HaHagenow@RedefinRed; ick hadd' em keenen Tack dan hatte das Pferd nicht geschlagen RoRostock@WarnemündeWarn; de Moort hett ehr Kinner Rennlichkeit dan sie gesäubert Börg; wenn de Gewitter ierst den Oosten fat't hebben, denn hebben se ehr Kraft dan sind sie nicht mehr so stark Dierh; Dor is kein Saterdag so dick, Dat dei Sünn nich deit 'n Blick Bartsch 2, 218; häufig mit subst. Inf.: ick heff dat Mäten dan habe gemessen SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; du hest dat Utdüden ja nu dan hast alles erklärt Ha Hagenow@RedefinRed; dee dat Geiten dan hett den Glockenguß Witt; de Lihrling hett 't Scheiten dan hat für den Förster das Wild geschossen Schö Schönberg@GrevesmühlenGrev; dee hett dat Swälent dan Teer bereitet LuLudwigslust@LeussowLeuss; dee hebben dat Fuhrwarken dan die Fuhren geleistet SchöSchönberg@CarlowCarl; wer hett dat Gäben dan? die Karten ausgeteilt RoRostock@KühlungsbornKühl; ick dau 't Anhürent höre zu MaMalchin@GielowGiel; Wa Waren@Alt SchwerinASchwer; as ick noch dat Wildwachtent ded' Wildwächter war RoRostock@AltheideAHeide; dee hebben dat Hauptfechten tau daun die meiste Arbeit zu leisten LuLudwigslust@Groß LaaschGLaasch; dat Regieren möt se meist daun sie hat das Regiment im Hause WaWaren@JabelJab; de Wisch deit dat mihrst Wassen noch wird im Graswuchs noch besser Ro Rostock@KühlungsbornKühl; de Forstlüd' (Waldarbeiter) möten noch Hawgahn daun för de Buern Ackerarbeit tun Wa; ick heff min Deinent int Preusch dan habe dort gedient MaMalchin@NeukalenNKal; PaParchim@Groß PankowGPank; ick heff min Wahnen hier dan habe immer hier gewohnt RoRostock@SteffenshagenSteff; mehrf. vom nahen Tode: dee hett sin mihrst Schiten ok woll bald dan HaHagenow@RedefinRed; RoRostock@KlockenhagenKlock; dee hett ok woll 't mihrst Schaulhollen dan GüGüstrow@GülzowGülz. 3. etwas, nichts tun: denn' deit 't nicks mihr er ist so reich, daß ihm dieser Rückschlag keinen ernsten Schaden bringt WaWaren@Groß FlotowGFlot; dat süll ick man dan hebben, säd' de Jung', as de Vagel wat in de Supp maakt hadd' Gü Güstrow@GülzowGülz; ick dau 't nich, säd' de lütt Diern, ick lat 't bloss daun SchwSchwerin@GadebuschGad; ick kann 't daun, ick kann 't ok laten habe die freie Wahl öft.; ick kann 't daun, ick kann 't ok laten, hadd' de Buer ok seggt RoRostock@RibnitzRibn; WaWaren@RöbelRöb; un wat se daun künnen, dat wullen se ok nich laten Formel in der Einladung zum Begräbnis Ro; Wa@Jaëbetz; Bri. 1, 143 ff. gibt der Formel don un laten den besonderen Sinn (den Schnaps) bezahlen und (im Magen) unterbringen können; wat do ick mit 'n Noors, wenn he nich schitt von einer unbrauchbaren Sache StaStargard@HelptHelpt; ebenso: wat dau ick mit 'n Apen, wenn he nich danzt PaParchim@DamerowDam; hest du all markt, dat Kalk wat dan hett? das Wachstum gefördert hat Gü; wat deit dat Wäder? Dat steiht Zwiegespräch beim Anmelken einer Starke, um diese zum Stillstehen zu veranlassen HaHagenow@RedefinRed; LuLudwigslust@Groß LaaschGLaasch; PaParchim@BelowBel; ick will di süs wat daun häufig als Abweisung einer ungerechtfertigten Forderung; verhüllend für cacare: wer mi veracht't, denn' dau ick wat GüGüstrow@Groß MethlingGMethl; 'ik dhoe wat up de Jumfern' Laur. Nd. Jb. 3, 100; dee deit noch wat in 'n Bund (beschmutzt die Windeln) vom Unerfahrenen Jeppe 23; einen wat up 'n Stock daun (ihm Ärgernis bereiten): H. Schröd. Buerh. 2, 82; ebenso: einen wat up 'n Spon daun HaHagenow@RedefinRed. 4. mit Adv. oder präpositionalen Verbindungen: 'vuldohn' vollführen Raup. 63; vull dauhn för wat für etwas aufkommen Mi 104a; einen dat mit daun es ihm begreiflich machen 55b; von dohn hebben nötig haben Jeppe 38; dar baven don übertreten Monschr. 1, 48; branddüchtig un woll tau daun Bri. 5, 164; nu ward 't mör daun jetzt wird es angenehm Ro; he ward all so sinnenlos daun vom schwachsinnigen Alten MaMalchin@RemplinRempl; he ded ... gor to krank (stellte sich krank) Hey. Punsch. 30; gaut daun gehorchen RoRostock@KlockenhagenKlock; de Hund will nich gaut daun HaHagenow@RedefinRed; die Braut muß beim Eintritt in das neue Heim geloben, dat se gaut daun will Bartsch 2, 65; einen gaut daun ihm eine Liebe tun; gah af, dau Mudder gaut zum lästigen Kinde GüGüstrow@GülzowGülz; dee künn ok hengahn un daun Lüd' gaut vom Müßiggänger RoRostock@RibnitzRibn; hier hett he bloss so dan von schwach gedüngtem Acker Wa; dor würd' väl üm dan, dat se recht schön würd' auf das Verfertigen der Austhark wurde große Mühe verwandt Schö; dat de oll Fru noch so väl üm un an dan ward sie so liebevoll gepflegt wird Ro Rostock@GresenhorstGres; einen wat tau nah daun ihn kränken GüGüstrow@KobrowKobr; dat deit mi glik väl das ist mir auch recht HaHagenow@RedefinRed; wenn de Dälendriwer nicks mihr daun ded' keine Wirkung mehr ausübte RoRostock@DoberanDob; dor willen wi nich œwer daun darüber wollen wir nicht spotten GüGüstrow@RothspalkRothsp. 5. mit refl. Akk. oder Dat.: 'unde wy ... scholen uns von hertoghen Johanne ... nummer dun, wenden oder keren' (WaWaren@RöbelRöb 1376) UB. 19, 140; ick ward' mi nah Hannover don dorthin übersiedeln StaStargard@FriedlandFriedl; Johannisdag middag Klock twölf deit sick de Bäukenbläut up de Mast (setzt sie Frucht an) Bartsch 2, 291; sick apen daun sich öffnen RoRostock@KörkwitzKörkw; de Häben deit sick apen wenn es blitzt SchöSchönberg@DemernDem; he fluucht, dat sick de Stein vonein daun flucht lästerlich RoRostock@KühlungsbornKühl; sick von Dagen daun sich zu Tode quälen: Muss. Spr. 81; dee hett sick leid dan vom Selbstmörder HaHagenow@RedefinRed, statt des häufigeren hett sick 'n Leed andan; hadd' sick 'n bäten tau nah dan sich verletzt RoRostock@KühlungsbornKühl; sick einen in de Krös' daun sich den Magen überladen Ro. II. austun, leihen, geben, reichen: 'der se us achteyn hundert mark rede leghen und daen hebben' (Wi 1359) UB. 14, 440; 'up rente dan hadden' (PaParchim@DobbertinDobb 1491) Jb. 59, 179; 'dat nah desser Tydt schall nummet Geld don in der Borgher Huse, sunder Unsen unde Unses Rades ... medeweten und Vulbordt' (GüGüstrow@BützowBütz 1508) Bär. Ges. 4, 1, 8; 'deden en (dem Rate) ... sovele gelt, als se vorteren scholden' (1563) Beitr. Rost. 17, 13; 'Adam, do mi dine vordere hant' Red. Ost. 593; dau mi 'nen Daler Mi 14b; Säd' ick 't nich, säd' ick 't nich, Dau den Jung' de Fidel nich in einem viel gesungenen Tanzlied; de Rider hett em 'n Hund dan Wo. Sag. 1, 26; keen een hett em wat dan ihm etwas auf seine Bitte gegeben Ro; Laken daun? wollen Sie ein Laken? fragten die Bademeister die Badegäste RoRostock@WarnemündeWarn; wedder daun zurückgeben Wa; ein Hemd hett se mi dan geschenkt GüGüstrow@GülzowGülz; RoRostock@KlockenhagenKlock; SchöSchönberg@DemernDem; wenn man nicht behext werden will, sall man nicks ut 'n Hus' don ausleihen StaStargard@NeubrandenburgNBrand; legen: Kem 'n lütt Hünning von Möllen, Dee lep nah Dreeköllen, Ick dau di sin Nam inne Mund, Rad' mal, wo heit de Hund? Wo. V. 1, 952 a. III. hergeben, ausmachen, betragen: 'ein Creutzer tut unser Müntze 5½ Pfennig Lübisch' Mantz. Sel. 2, 217; wat daun de Prisen hüt? HaHagenow@RedefinRed; Wa Waren@JabelJab; de Gäus' daun twei Pund geben zwei Pfund Schmalz her RoRostock@KühlungsbornKühl; de Rogg' hett dat acht Kuurn dan WiWismar@PoelPoel; dat sin Gasten, den hei hüt seigt hadd, bi 't Döschen ein Kurn mihr dauhn würd as Braunen sin Reut. 4, 278; in de Läng' hett dat noch wat dan vom Getreide, das wenig Korn, aber viel Stroh hergibt LuLudwigslust@Hohen WoosHWoos; wenn dat Kuurn wat ded' einen guten Ertrag brachte WaWaren@RothenmoorRoth; ähnl.: seiht, wat dat Bier deit, dat is stark Bier Jeppe 30. IV. ganz allgemein zur Erweiterung und Verstärkung eines vorhergehenden Verbalbegriffs, oft nur als Abschluß einer Aufzählung; von Personen: 'hee grunsde sick, hee dacht un deede' (1732) Kohf. Hg. 22, 2; dat hett nich gahn, nich dan vom Wechselbalg PaParchim@SuckowSuck; ick heff dor väl gahn un dan war oft dort Wa; ick heff dor nich lang' gahn oder dan LuLudwigslust@LüblowLübl; ick heff dor deent un dan Sta Stargard@UsadelUsad; is se all up, un steiht se un deit se? Frage nach dem Befinden der Wöchnerin MaMalchin@RemplinRempl; se frett un deit von einer Kuh, die bei guter Nahrung nur wenig Milch gibt RoRostock@TessinTess; he fluucht un deit gerät in Zorn Wa Waren@Klein LuckowKLuck; se stähnt un klaagt un deit Latend. Laur. 16; se späält nich oder deit nich von einem kränklichen Kinde ebda; he schrifft un deit jo nich ist kein Federheld Wa; dor äten se beid' un don se beid' StaStargard@StrelitzStrel; un küssen sick un dauhn sick Stillfr. Lust 53; uns würd' grugen un huddeln un frieren un daun SchöSchönberg@GressowGress; denn ward 'n sweiten un daun WiWismar@PoelPoel; ick heff nich lägen un dan war nicht bettlägerig RoRostock@KlockenhagenKlock; wi hebben doktert un dan (haben viele Mittel angewandt) Latend. Laur. 16; wi hebben so väl bruukt un dan ebda; denn lacht un ded' hei sick WaWaren@JabelJab; dee recht't un ded' mit 'n Fürsten hatte einen Rechtsstreit mit ihm ebda; de ollen Daglöhners haakten un deden bi de Ossen Schw Damb; mit sachlichem Subj. und Obj.: nu steiht un deit dat dor von einem neu errichteten Gebäude RoRostock@WarnemündeWarn; dat dampt un deit von der Dreschmaschine WiWismar@SternbergSternb; dat is all inknickt un dan von niedergetretenem Korn RoRostock@GresenhorstGres; dat Hus ward jo utmöbelt un dan für das junge Paar hergerichtet HaHagenow@DöbbersenDöbb; dor kann keiner führen oder daun von einer unwegsamen Gegend WaWaren@PenzlinPenzl; dor wir väl Kikent un Daunt das erregte großes Aufsehen HaHagenow@WaschowWasch; in diesen Verwendungen häufig bei Reut. 2, 408; 3, 145; 202; 5, 122; 124; 127; 161; 218 u. öft.; Bri. 5, 129; Egg. Trems. 160; 168; 170; Hey. Punsch. 229; L. Reinh. Gött. 22; Stillfr. Köst. 1, 122; 264; Wagtsm. Mart. 72. V. daun mit Inf. umschreibt ein einfaches Verbum 1. im Nebensatz: 'was aber die geringeren Sorten betreffen tut' Münzord. von 1568; 'weil ... seine (Gottes) Allmacht ... kein anders dan das Opfer unser Lippen ... erforderen thutt' (StaStargard@StrelitzStrel um 1600) Kern Hoford. 1, 254; wenn wi nah Hus führen deden LuLudwigslust@ConowCon; wenn ick bi em kamen dau, ward' ick em dat seggen RoRostock@KlockenhagenKlock; wenn ick em raupen dau GüGüstrow@GülzowGülz; bit dat dat Water kem un ehr all verslingen ded Matth. 24, 39; die Häufung Inf. und flektierte Form begegnet nur literarisch, häufig bei Reut.: wenn einer dauhn deiht, wat hei deiht, denn kann hei nich mihr dauhn, as hei deiht 5, 107; dat du mi nich seggen känen dauhn deihst 1, 16; 194 u. öft.; wu de Dütsche sick trösten don deit Bri. 1, 127; vertellen don ded 2, 22; kosten don deit 55; wat mi angahn don deit 68 und andernorts. 2. im Hauptsatz nur, wenn das Verbum diesen beginnt, z. B.: kann hei räden? Kœnen deit hei gaut WaWaren@JabelJab; kennen dau ick em nich GüGüstrow@GülzowGülz; wahnen deit hei hier nich ebda; hüren ded' em dat nich es gehörte ihm nicht; weiten dauh ick ein Reut. 7, 458; fein gahn don deit dat Bri. 2, 94; fett smekken don deit dat 153; danach so gehäuft auch bisweilen in der Mda.: daun daun kœnen se em gor nicks SchwSchwerin@GadebuschGad; nicks daun dau ick am leiwsten daun Pamp; Reut. verwendet diese Umschreibung im Hauptsatz häufig, um einen bequemen Reim zu erzielen: Pirdokter was hei, Borchert heit hei, Un up 'n Kirchhof liggen deiht hei 1, 63; Sag', magst du ok woll Eierkauken? Verdeuwelt girn eten dauh 'ck en 167; 192; 5, 248. 3. in Verbindung mit dem Inf. mit zu wird daun gebraucht, um eine dauernde Handlung oder einen Zustand auszudrücken: wat deist du hier tau hulwaken warum durchwachst du die ganze Nacht RoRostock@KlockenhagenKlock; wat daut ji hier rümmer tau krupen GüGüstrow@GülzowGülz; wat daun wi hier noch tau lopen RoRostock@WarnemündeWarn; he fröggt em, wat he dor tau wanneln deit Dob; ick dacht, wat sast du hier rümtauliggen daun Ribn; dat (das alte Gerät) heff ick verbrennt, wat sall dat up de Däl rümmer tau stahn daun? WaWaren@Groß GievitzGGiev; wat wullen sei ümmer in den Hus' tau sitten dauhn? Stillfr. Sl. 62. VI. Infinitiv oder Gerundium 1. subst.: 'ok vragede ick em, wo em nutte duchte, dat ik myn dond helde upper wedderreise' (wie ich mich verhalten sollte; 1394) UB. 22, 419; 'so muste der düfel drauf kein thunt mehr haben' (dort nicht mehr Macht haben; Ro 1584) Bartsch 2, 25; he harr sien Dohn (seine Arbeit) Babst 3, 131; Lehm. Ith. 99; dor hett sei ehr Daunt hatt war dort beschäftigt GüGüstrow@KobrowKobr; HaHagenow@PicherPich; RoRostock@RibnitzRibn; Sta Stargard@StrelitzStrel; WiWismar@NeuklosterNKlost; dor hett dee sin Daunt mit darüber hat er zu befehlen WaWaren@PenzlinPenzl; mit de groten Herren hadd' hei kein Daun mit hatte keinen Umgang mit ihnen RoRostock@BehnkenhagenBehnck; mit 'n Düwel heff 'ck sinlärer kein Daunt mit hatt erklärte ein Alter, als er nach Teufelssagen gefragt wurde Ribn; hadd' sin Daun mit de Fru (pflegte Umgang mit ihr) Heim. 6, 271; 'daß er mit seinem Weib kein Thunt haben kann' (keinen geschlechtlichen Verkehr; Pa Parchim@SteinbeckSteinb 1558) Schw Archiv; he hadd' sin mihrst Daunt hatt mit 'n Jung' die meiste Arbeit RoRostock@RibnitzRibn; du hest din Don mit Pird un Plog Hey. Kam. 157; un harr sien Dauhn mit Schap un Bück Tarn. Burrk. 3, 42; ick heff min Daunt in de Schrift hatt hatte schriftliche Arbeiten zu leisten GüGüstrow@Klein UpahlKUp; he hadd' sin Daun as Timmermann war von Beruf Zimmermann RoRostock@WarnemündeWarn; dor hett 'n Zwerg sin Dohn hat (hauste dort) Pfitzn.-K. 81; un ehr riklich' Dohn har H. Reinh. Schg. 127; hadd ... bi ehr Großmudder ehr Dauhn Stillfr. Köst. 2, 148; se seggen jo, Petermännchen hadd' sin Daun för sick seine eigene Art SchwSchwerin@GodernGod; as 't noch hüt sin Dohn (seine Gewohnheit) H. Schröd. Garw 142; dat is 'n slimm Daun eine böse Arbeit RoRostock@AltheideAHeide; Kühl; Loep. 113; in N. is dat 'n trurig Daunt ein armseliges Leben Wa; dor wir väl Daun mit davon wurde viel erzählt RoRostock@RibnitzRibn; dat is all ein Daunt es ist gleichgültig, es kommt nicht darauf an; sneert würd', wenn se henführen deden, un wenn se nah Hus führten, dat wir ein Daunt LuLudwigslust@ConowCon; na, denn is 't mi ok een Don Bri. 2, 241; de Immen un de Minschen dat is all ein Daunt sie gleichen sich in ihren Lebensbedingungen SchöSchönberg@GrevesmühlenGrev; Ein Dauhn (es sei, wie es wolle), dor stünn he sienen Mann Tarn. Mart. 45; oft gekoppelt: 'un na demsülven ehr donth unde latent richten' Gry. Wed. B 2b; hadd noch ... Gewalt äwer ehr Dauhn un Laten Reut. 2, 44; je, Sei hewwen jo Daun un Laten (haben zu befehlen) Bri. 5, 43 u. öft.; dor hett he dull sin Daunt un Wirkent von einem Kobold, der dort sein Unwesen treibt MaMalchin@GielowGiel; stabend: sien Dauhn un Dingen Tarn. Burrk. 4, 44; er Doon un Driben Egg. Trems. 5. 2. mit tau: 'steit uns unde en nicht to donde Peter Langjohannen in sodanen saken bytoliggende' (es kommt uns nicht zu; Wi 1464) Jb. 36, 98; 'he hadde mit einer kho to dont gehat' (Unzucht getrieben; 1578) Beitr. Rost. 17, 44; dor heff ick nicks mit tau daun mit solchen Dingen gebe ich mich nicht ab RoRostock@MüritzMür; dor hebben anner Lüd' wat mit tau daun dabei ist Hexerei im Spiel SchwSchwerin@Groß WelzinGWelz; he (der Lindwurm) kriggt 't mit dat Lamm tau daun macht sich darüber her MaMalchin@NeukalenNKal; so wat hebben se dor ümmer von tau daun davon zu erzählen RoRostock@RibnitzRibn; dee is mit de Fri tau daun geht mit Heiratsgedanken um RoRostock@KlockenhagenKlock; ick bün dor mank tau daun damit beschäftigt ebda; wi wiren för N. tau daun unser Schiff war dahin auf Fahrt Warn; ick bün väl in Rostock tau daun wääst war oft dort Ribn; dat hett 'n poor Dag' tau daun es währt einige Tage MaMalchin@RemplinRempl; dat maakt de Wind tau daun verursacht es RoRostock@RibnitzRibn; so scharp bi de Wind as 't mœglichst tau daun is wie es irgend möglich ist ebda; öft. formelhaft beim Weiterspinnen einer Erzählung: wat nu tau daun? RoRostock@WarnemündeWarn; C. Reinh. Holtrev. 116; wat is dor tau daun? Gü; wat is hier tau daun? Schö Schönberg@BössowBöss; wat hett min Schachtsch tau daun? Stillfr. Köst. 1, 218. VII. Einzelheiten 1. Part. Prät.: min Vadder maakt dan Arbeit (im Rätselschwank) Wo. V. 1, 990, 3; stahn dan Ding' ok tau ännern? SchwSchwerin@BanzkowBanzk. 2. Imper.: Johann Daukeingaut Taugenichts Ro Rostock@KlockenhagenKlock; dat is unsern Herrgott sin Daunichgaut ebenso WaWaren@Groß GievitzGGiev; dau mi nicks Bezeichnung für einen Schnaps N. Monschr 3, 27; Johann Dauminicks unbedeutender Mensch RoRostock@RibnitzRibn; im Aprilscherz muß der zu Foppende vom Kaufmann för 'n Schilling Dauminicks holen MaMalchin@ChemnitzChemn. 3. Dim.: Alleine, alleine, Wer will di wat däune (zum Kinde, das die ersten Gehversuche macht) Wo. V. 3, 285 a; Krischœning, min Sœhning, Wat hebben s' di denn dœning? (Neckreim auf den Namen Christian) 4, 145. — Zss.: af-, an-, be-, hen-, her-, hervör-, in-, nah-, ruter-, tau-, üm-, up-, ut-, ver-, vör-, wegdaun. — Mnd. dôn. — Br. Wb. 1, 224; Dä. 83a; Kü. 1, 349; Me. 1, 766; Schu. 83.
17711 Zeichen · 231 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    daunm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    daun , m. die grosze hanfnessel, galeopsis tetrahit Schmeller 1, 375 .

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Daun

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Daun , Flecken in der preuß. Rheinprovinz, an der Eifel, mit 600 E., 3 Mineralquellen, Kupfergruben u. einem Schlosse, v…

  3. modern
    Dialekt
    Daun

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Daun Band 3, Spalte 3,1848f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit daun

32 Bildungen · 27 Erstglied · 2 Zweitglied · 3 Ableitungen

daun‑ als Erstglied (27 von 27)

²Daunat

WWB

dau·nat

²Dau-nat Adj. [verstr.] taunaß, naß vom Morgentau. ~niᵉtele Taubnessel → Dō²f-niᵉtele .

daunendecke

DWB

daune·n·decke

daunendecke , f. mit daunen ausgefüllt. gerade ein bette wie ich es liebe, matratze, daunendecke, ein paar pantoffeln davor mit zierlicher t…

daunenfeder

DWB2

daune·n·feder

daunenfeder f. : 1553 Elisabeth v. Braunschweig-L. fürstenbrw. 227 M. 1965 frankf. allg. ztg. 289,7.

daunenjunges

DWB2

daunenjunges n. vogeljunges mit daunengefieder: 1938 dunenjunge Conrad-M. ursprung 186.

daunenkleid

DWB2

daune·n·kleid

daunenkleid n. gefieder von jungvögeln: 1871 Darwin, abstammung 2 1,248. 1962 dunenkleid Wendt liebesleben 285.

Daunenköper

Meyers

daune·n·koeper

Daunenköper ( Inlet ), Baumwollengewebe mit 36 Ketten- und 32 Schußfäden auf 1 cm. Garne Kette Nr. 16–20 engl., Schuß Nr. 20–24 engl. Bindun…

daunenweich

DWB2

daune·n·weich

daunenweich adj. : 1604 dunweik meckl. wb. 2,583. 1940 forstbetriebsdienst 2 693 W./O. Th. Kochs

Daunessel

RhWB

daun·essel

Dau-nessel dǫu- Siegld , Altk , Waldbr , Bitb-Dudeld ; dǫnęisəl Monsch-Witzerath ; dā- Simm-Laub , Zell-Briedel , Koch-Lutzerath , Prüm-Waxw…

Daunia

Herder

Daunia , der nordwestl. Theil des alten Calabrien, nach den Dauni benannt, die aus Epirus eingewandert sein sollen.

Daunou

Herder

dau·nou

Daunou (frz. Dohnu), Pierre Claude François, geb. 1761 zu Boulogne sur mer, kam 1792 in den Nationalconvent, vertheidigte die Gironde, rette…

daunschelig

PfWB

daunschelig Adj. : ' einfältig, zimperlich ', daunschelich [ RO-Messbhf ]. — Das Wort steht neben dauschen in Rhein. I 1295/96 , duschelich …

daunsna

KöblerAn

daunsna , sw. V. (2) nhd. schnüffeln Hw.: s. deyna, duni, dūnn (1), daunn E.: s. daunn L.: Vr 74b

daunten

RhWB

daun·ten

da-unten d:o·n.ən, də- usf.; Mosfrk, Siegld di·n.ən, –e- : wie nhd.

daunter

RhWB

daun·ter

da-unter d:o·n.ər usf.; Mosfrk di·n.ən, –e- ; Siegld donə ; Goar dhunə : 1. unterhalb. Et Hus d. want de N.; d. (dronner) dohn ech et net …

daun als Zweitglied (2 von 2)

Haundidldaun

Wander

Haundidldaun Es ist ein Haundidldaun. ( Wien. ) Ein Scheltwort mehr gemüthlicher Art und ohne streng begrenzten Begriff, etwa in der Bedeutu…

rœwerdaun

MeckWBN

Wossidia rœwerdaun herüberreichen, über den Tisch: dau mi mal den Bricken rœwer! Lu Ludwigslust@Groß Laasch GLaasch .

Ableitungen von daun (3 von 3)

bedaun

MeckWB

bedaun 1. besorgen, beschaffen, pflegen: dat möt bedan warden begossen werden Sta Kold ; häufig in Verbindung mit anderen Verben: dat is bep…

daune

DWB

daune , f. 1 1. die unter den gröbern federn der vögel sitzende pflaumfeder, niederd. dune dun Quickborn 227. Stieler 348 . altnord. dûn plu…

verdaun

MeckWB

verdaun , verdon 1. trans. a. weggeben: wenn he ... em (einen Hof) verköfft un verdan hett Bri. 4, 198; verleihen: 'welk knecht synes heren …