gut
Rhfrk
-ū- [innerh. ausschl. Kreuzn-Sobernh Waldböckelh Sponh Gebr im O. bis einschl. Kreuzn-Seesb Weitersborn, Simm-Schwarzerden Königsau Schlierschd u. Birkf
-ou-, wenn nicht betont
-ū-, –u-], flekt.
-rə; an der Saar südl. einschl. Saarl-Überherrn Friedrichsw Wadgass Bous Ensd Hülzw Schwarzenholz
gut;
n. davon
-ōu-, –o·u. [doch
-u- Leb Knorschd Hüttersd Primsw Limb Dorf Saarwelling Dilling Roden Fraulautern Bisten Neuforw Picard SBarbara Wallerfang Beaumarais Lisd Holzmühle u.
n. Guising OLimbg Rehling bis GrHemmersd Eimersd Fremersd, Merz-Ficking Becking Honzr] bis einschl. Saarl-Biring Fremersd, Merz-Ficking Haustdt Honzr Hargarten; ausserdem w. Saarbg-Butzd Tetting Hellend Eft u. ö. Saarbg-Greimerath OZerf Wilting OEmmel zum Hochw hin;
-ū:- nw. Saarbg-Sinz Faha Trassem Serrig Biebelhsn nach Bitb hin; sonst in Saarbg
-ō:-; sonst Mosfrk
-ū:-, –ō:- [Wittl-Sehlem
-uv-; Bernk
-o·u.-], flekt.
-də(n); Rip
jō:t, flekt.
-də [Aach
-o-, flekt.
jo·u.ə]; Berg
xōt, j-, –ō:-, -ū·ə.- [OBerg auch
-ū-], flekt.
-də(n); Eup
γo·u.t, flekt.
γo·u.ə; SNfrk
jō:t; doch w. Geilk-Stahe Kreuzr, Heinsb-Harzelt Selsten Löcken Haas Driesch allmählich >
-o·u.- übergehend;
-ǫ·u.- Kemp-Dülken; innerh. Kemp-Mülhsn Ödt Hagen Klörath, MGladb-Neersen Schiefbahn Hardt, Neuss-Büderich Heerdt, Düss-OCassel, nach
N. Kref-Ürding, ausschl. Traar, Kemp-Hüls Orbr Kempen Schmalbr
-o·u.-; u. einschl. dieser
N.-L. u. weiterhin
n. einschl. Geld-Gelinter Broekhsn
-ū:-; flekt. mit Ausfall des
-d- n. ausschl. Jül-Linnich, einschl. Erk-Holzw Immerath, Grevbr-Otzenr Aldenhv (ausschl.), ausschl. Neuss-Glehn Bütgen Driesch Heerdt, u. zwar
jō:, jō·ə. bis einschl. Geilk-Gillr Hatterath Randerath, Erk-Baal Kalzem Holzw Berverath Venr, Grevbr-Herrath Buchholz Wickr, Neuss-Zoppenbr Steinhsn;
n. davon
jo·.ə, selten
j·ə., u. noch nördlicher
jǫ·.ə, seltener
jo·.ə, u. im
ū:-Geb.
juə bis einschl. Geld-Niederd Herongen Wankum Harzbeck, Kemp-Schmalbr Broich SHubert Orbr Hüls, Mörs-Niep Vluyn Neuk;
n. davon
xujə; Klevld
γūt [MülhRuhr, Duisb
-ū:-], flekt.
γuə [MülhRuhr, Duisb
xuə; nö. Rees-Loikum Mühlenr Heiderott Isselr Voshövel Gerthend
γūiə; Rees-Bricht
-ō-; Rees-Dämmerwald u. Schermbeck
γōdə; Rees-Overbeck u. Dinsl-Gahlen Heisterkamp Besten Östrich
-od-]; Steigerung
bęsər, bęstə (
s. d. W.); doch wird bei Beteuerungen u. emphatisch auch
jō·ə.r gebraucht, so in der RA.:
Heə es goər äs got Heinsb-Lümb; ebenso
jotstə, –ō:- Aach, Schleid-Hellenth, Prüm-Mürlenb, Koch-Leienkaul
Adj.: von guter, brauchbarer Beschaffenheit, im Gegens. zu
schlecht, in RA. oft betont,
z. B. G. en schleət es wit vanen (voneinander) Aach, Monsch.
En go Meneng (Meinung)
ös so g. äs en schlechte Hommess (Hochmesse) Kempld.
En g.ər Anhaler (der bei der Arbeit antreibt)
es besser wie zehn schlechte Schaffer Ottw, Birkf.
Och e schlechter Mensch kann emol e g.ə Rot (Rat)
gön Trier-Mehring.
Et os ken Hond esou schlecht, hen hat noch en g. Eienschaft Prüm-Ihren.
Wer met dem G.ən fürlef (vorlieb)
nömmt, mott dat Schleite auch mögen Sol.
Wat g. fort es, köt net schlech wedder von guten vergangenen Tagen Sieg.
Er hat's g. im Kopp, awer schlecht in de Fiss Ottw-Neunk.
Besser schlecht gefoahr, wie g. gangen Bitb, Allg.
G. gedohn en gau (schnell)
gedohn, dat kann schlech tesame gohn Mörs, Geld.
De wirp g., triff äver schlech Schleid-Hellenth.
Der kann net g. peifen, aver schlecht söngen Westerw.
En bitsche, wat g. üs, üs beter äs su völl, wat ni dog MülhRuhr. — Absol. stehend.
G. es g., ävel beister es b. Aach, Allg.
En betje (biss-chen)
g. es beter as völ Ärmut Emmerich.
En G.ən Knopf mit Rand als Gewinn beim Klickersp., im Gegens. zum
Dos, dem einfachen Knopf Saarbg.
Jet G.s bezahlt mer net lech ze dür Sieg.
Wenn me ens jet G.s hät, da mott me et mar behaue (behalten),
sät de Bur, du hel (hielt)
de se Ferke fif Joəhr Kemp.
Wann en armer Mann mo wat G.s hät, dann well et och gar net Dag wern Westerw.
Dat es aver doch bie (wie)
nöcks G.s schlimme Vorbedeutung Neuw-Lorschd.
Mer hert neist G.s mih, et leit (läutet)
alt wider en de Andacht Trier.
Dech es nicks G.s bedent du verdirbst es durch schlechte Behandlung MGladb, Allg.
De het neis G.s em Leif keine guten Sitten Prüm-Burb.
Voan dem kammer neist G.s erwoarden Bitb, Allg.
Et schellde (schellte) (
u. a. Tätigkeiten)
wie nüs G.s sehr stark Aach, Schleid, Monsch, MGladb.
Wie all neist G.s mit besonderer Ausdauer, Eifer, Bosheit Rhfrk, Mosfrk, Rip in Malm, Monsch, Köln-Brauw, Ahrw-Remag u. in Wermelsk,
z. B. de legt (lügt),
stilt, flucht, schänd, schafft, läft (läuft) udgl.
wie all n. G.s; der hot sich ofgefehrt wie all n. G.s; der Owe brennt wie all n. G.s; de es su frech (verdorwen) wie all n. G.s; su kalt wie all n. G.s; he sohch (sah)
dren wie all n. G.s; dat lo as ebbes wie all n. G.s ein Hindernis;
dann helt (holt)
dich all n. G.s! Drohruf. —
Dat as des G.ən ze viel Bitb, Allg.
Des G.ən kammer och zo völl kriege, sät de Bur, do fel (fiel)
em en Kar Mes op et Lif Jül-Linnich. — Im bes. I.1. für die Dauer oder längere Zeit in brauchbarem, tüchtigem, nützlichem Zustande. a. vom Menschen, tüchtig im Berufe;
en g.ə Lihrer, Pastur udgl. Rip, Allg. RA.:
Ene ale Fuhrmann es ene g.ə Wegwiser Rip, Allg.
Wer met nem Schlipersch (Schleifer)
Piss gemakt es, göt ouch wiər nen g.ən Schliper Sol.
Et sen net all g. Köuch (Köche),
de lang Metzer drohn Schleid-Reifferschd.
Ne g.ə Frau un ne g.ə Katt (Katze)
halen dat Hus rein Ess.
Ne g.ə Söper (Säufer),
äwer ne schleite Löper (Läufer) Düss.
G.ə Dernen en g.ə Gas (Gast)
kommen betits (bei Zeiten)
no Hus Mörs. — b. von Tieren. RA.:
De het en g. Perd för de Wage gute Fürsprache Geld (
s. Pferd).
E g. Ferken frett alles Nfrk, Allg.
Ne g.ə Hahn wiərd selde fett Rip, Allg.
Die g.ə Kih leie en der Krepp der Ertrag hängt vom Futter ab Goar (
s. Kuh).
En g. Katz kömmt ömmer widder Trier.
G. Duve komme wedder Dür. — c. von konkreten Dingen;
en g. Maulwerk han; en g. Nas (
Long, Augen udgl.)
han;
en kener g.ər Haut stechen Mosfrk, Allg. RA.:
Der hot e g.ə Kopp, fer Leis ze zielen Trier.
Der hät en g. Stömm, fir em Fell (Feld)
ze arweden May.
Et geiht em bi em Müller, de en g. Bach hät gute Einnahmequelle Neuw-Dattenbg.
Ne g.ə Weg es kene Ömweg Dür, Allg.
Siewen Pond Rendflesch get en g. Zopp Saarbg, Allg.
Wat den en net mag, es dem annern e g. Sach Mosfrk.
G. Brut get g.ə Mogen (Magen) Westerw.
G. Denge kommt langsam, wie möt der Oəss (Ochs)
de Melk, alle siəve Joəhr noch gene Droəpp Kemp-Grefr.
Alle g.ə Denge sin drei Nfrk, Allg.
G. Deng, wat sech betert (bessert) Nfrk, Allg.
G. Geschiərr es half Ärbet MGladb-Giesenk.
G. Koəs es halve Luhn Sieg-ODollend.
He es nen goən Tun (Zaun)
öm den Hoff er passt gut auf das Seinige auf NBerg.
En g. Habit brengt Kredit Klev.
G. War lüəst Feinds Geəld Aach.
Den löt (lässt)
Rüben g. Mus sin Mörs. Der Verschwender
os en em g.ə Johr jongk geweəs Schleid.
Alles es g., wat onsen Herrgott geft, saj dem Bur, mar dat Fölle es te klein Geld-Kevelaer (u. viele a. RA.).
Zwei g.ər Grosche 25 Pfg.stück Mos. —
Ebenso g., wie gleichwertig (von Dingen u. Lebendem);
dat es esu g. wie Geld e jen Teisch (Tasche) von einem Versprechen einer zahlungsfähigen Person, die Ware bald zu zahlen Aach;
dat es su g., als wie gefonge (gefunden);
noch su g. wie neu; esu g. wie sicher; der en es esu g. wie der ander Rip, Allg. RA.:
En Hehler es esou g. wei den Stehler Saarbg-Faha.
Mi Geld es esu g. wie dat va riche Lü (Leuten) Aach. —
d. von Abstrakten;
goden Art zo jet han Neigung, Geschick Rip, Allg. RA.:
G.ə Rot es dür (teuer) Rip, Allg.
G.ən Mut es half Tehrgeld Nfrk, Allg.
G.ə Rast es halwe Mast zu einem gesagt, der immer arbeitet Mettm-Vohwinkel.
Enn (Ende)
g., alles g. Allg.
Wat langk wiəd, wiəd och g. Rip, Allg.
We ke Fehler macht, de macht ach nicks g. Saarbr;
der noch nicks verdorwe hät, micht och nicks g. Kobl-Bend.
Wellste get g. make, dann överil (übereile)
dech neit! Eup.
Wann et bal g. es, soll me ophüre Sieg.
Weə weəss, wofür dat g. es; dat es lang g. genog för döm Aach, Allg.
Et as g. fir en Earscht (Erstling),
sot de Fra, du hott se e Kand mat äm Ben kret leicht zufrieden zu stellen Bitb-Dahlem. — e. als
Adv., in richtiger Weise, tüchtig. RA.:
G. gekaut, es half verdaut Rip, Allg.
G. gedohn en gau (schnell)
gedohn, dat kann schlecht tesame gohn Klev, Nfrk.
G. gekloppt os half geschloff (geschliffen) bei der Sense Prüm-Ihren.
G. iwerloigt (überlegt)
as half geschafft Trier-Mehring.
Twie hell (harte)
Sten mahle selle g. SNfrk.
We g. mahlt, de g. moldert Jül-Linnich.
E g. gefodert Kengk (Kind)
on Rengk (Rind)
kann och alt ens en Mohlzick (Mahlzeit)
üverschlage Bergh-Blatzh.
We g. ete will, de mutt auk g. dasche (dreschen) MülhRuhr.
We g. ackert, trick (zieht)
och g. Neuss.
Dau sings g., mach, dät de neust on't Maul kres! May-Wierschem. —
Dat mät sech g. sieht gut aus Rip;
enem et g. sage einen gehörigen Verweis erteilen Erk-Kofferen;
he hät et g. dren er hat es gut aufgefasst;
do sed er net g. dren das habt ihr nicht richtig erfasst SNfrk;
ich wöll, duə wöərsch, wo de g. wöərsch! Aach-Berensbg, Allg.;
et (Kond) hat g. gemach entwickelt sich g. Koch-Urschmitt; sonst
et hät sech g. gemach Allg.;
de wess och g., wat e deht Rip, Allg. —
Et geht g. so wie es soll, nach Wunsch Allg.;
geiht et g., da geiht et g. MülhRuhr, Allg.;
wann dat g. geiht, dann geiht et mer g. Köln;
et geht esu lang g., bes et net mih g. geht Dür. — 2. nur für eine kürzere Zeit oder einen bestimmten Zweck brauchbar;
de Rock es (noch) g. (genog) für bei de dreckige Arbet Rip, Allg. RA.:
Wat g. is vor die Kält, is ach g. vor die Wärm, hat de Schäfer gesat, do hat er ach (auch)
em Summer de Mantel angedohn Simm-Horn.
Neischt eas g. vor ean de Awen (Augen) Merz. — Sehr oft ironisch Allg. RA.:
De es g., den Dut te holen der Langsame Sol, Verbr.
De ös mar g., für gruəte Bruər (Brote)
klen te make Kempld.
Dau bes g. fir en de Wurscht zu einem Wohlgenährten Rhfrk.
Dat ös g. für onge en de Röz (Kiepe) für eine geringe Gabe, die kaum des Annehmens wert ist Eusk-NDrees.
Dat Lok (elendes Haus)
ös g. för Müs on Ratte Mörs.
Du bes nit g.! wie ist das möglich! Geld. — 3. aus dem im übrigen schon Guten herausgehoben (meist trägt g. den Hauptton). a.
de g.ə Rock (et g. Kled) der neue, noch nicht viel getragene Rock (Sonntagsrock), im Gegens. zum Alltagsrock;
de g. Stuff das Staatszimmer im Gegens. zur gewöhnlichen Stube (
g. Kamer Eup, Selfk, Rees), u. so vor allem, was noch neu, nicht viel gebraucht ist Rip, Allg. — b. von bestimmten Zeiten;
et get eweil g.ən Dag es wird hell Bitb-SThomas;
ene g.ə D. ein hoher, ein Festtag Heinsb, May-Trimbs;
gure Dags an Feiertagen Goar;
der g.ə Dag han zur ersten hl. Kommunion gehen Geilk-Birgden;
sei g.ən D. hon (halen) die Osterkommunion empfangen Bitb;
de g. Weək Karwoche mit dem
g.ə Donderdag, g.ə Fridag, g.ə Sodeschtig Klevld, Geld, Mörs, Selfk. — 4. wohl erhalten, vollständig, gesund;
die Sach es (noch) g.; mer halen alles g. (beienen) Rip, Allg. — Von der körperl. Gesundheit;
ech sen (gar) net g. (dran) krank;
et es mer net g. (ze Mot); ech föhle mech net g.; macht, dat ühr widder g. werd Rip, Allg.;
ech bön nicks jet g. gar nicht wohl Heinsb;
he es wer g. op Schött Kref;
he süht widder g. us Rip, Allg.;
ech han et net g. en bin unpässlich MGladb;
et net g. setten habbe unwohl sein Geld, Kemp;
de stecht en kene g.ən Schuhnen gesundheitl. oder wirtschaftl. nicht in einer beneidenswerten Lage Mosfrk;
de hat ken g. Ketsch (Obstgehäuse)
en er ist nicht gesund Erckeyenbg;
op g.ə Weg siən gute Fortschritte machen Kemp. — Von geistiger Gesundheit;
dem es et net g. der ist wohl verrückt;
ech glöf, et es der net g. gesagt, wenn einer unerfüllbare Forderungen stellt oder starke Lügen vorbringt Rip, Allg.;
den is nit g. in Namen des Vaders Klev, Rees;
den het et nit g. Geld-Weeze. — 5.a. vorzüglich; über das gewohnte Mass hinaus;
ech kann noch g. hüre deutlich Rip, Allg.;
g. bestadt (geheiratet)
es half um Himmel Daun-Neroth;
g. em Rigel (Regier) sen im Stande, in Ordnung Rip;
g. ze Foss sen Rip, Allg.;
g. va Worp siə starker Esser sein Aach;
g. en der Wehr sen reich sein Rees;
g. em Stand sen Allg.;
dat kömmt min g. te pass Nfrk. RA.:
E wenneg schef (schief),
dät joffert g. macht zur Jungfer, kleidet vornehm Heinsb.
We sich et Bett g. mat (macht),
lit (liegt)
och g. Grevbr.
Wat g. fort es, kimmt net bis (böse)
widder Neuw-Dierd.
G. üverlet (-legt)
es half gewirkt Erk. — b. in der Menge genug, viel, reichlich, zuviel. α. g. gemessen, geladen, gewogen;
en g. Kar Mes (Mist);
en g.ə Korf voll Äppel; de Bütt es g. voll Rip, Allg.;
der helt (holt)
et Maul och g. voll Koch, Allg.;
de Kar es g. gelade; g. woge das volle Gewicht abgeben (trans.), hohes Gewicht haben (intrans.) Rip, Allg.;
die han fir e g.ə Plog Land Prüm;
e hat e g. Stickelche Geld ist reich Goar, Allg.;
e g. Steck Feld grosses Feld Neuw;
ver han ene g.ə Dösch voll Eəter (Esser) SNfrk;
et es schun e g.ən Stonn, dat et Meddig gelaut hot Bernk;
et es at (schon)
en g. Stond her; he wart at en g. Zit; et es at (schon)
(en) g. ach Dag her vorbei;
e g. Johr fruchthar Rip, Allg.;
dat hat g. Weəg noch Zeit Aach;
ech sen en g. Del (Teil)
besser;
he hät ene g.ə Z
og kann gut kneipen Rip, Allg.;
dat sen gern on g. 50 Steck sicher Goar, —
gour on geəre Birkf. RA.:
Wer g. schmert, der g. fährt Sol, Allg.
Et es ens (gleichgültig),
wie de Koh hesch, wann se eckersch (nur)
g. Melch git Dür.
Do han eich mir de Häng g. en geweische Rip, Allg.
De setz g. en der Woll er ist reich Rip. Allg —
De hät en G.ən em Uhr; he hat sech en G.ən gepack (weg) er ist bezecht Eif, Allg.;
en hat sich e G.ə kot (gekauft)
(gekropt) Bitb;
en hat e G.ə um (am)
Ben Bitb-NWeis;
he hat er ene G.ə drin Klev, Rees;
er hat enen G.ən dran Geld-Aldekerk;
den hät g. wat an de Füt (Füssen) ist reich Mörs — β. zur Verstärkung eines schon gesteigerten Begriffes;
de Koh get g.ə Notze kernige Butter Sieg;
nen g.ən Schnapp mache; dat köt an em g.ə Hirot eröm Aufwand macht eine gute Partie bezahlt Rip, Allg.;
den hot e g.ə Schutzengel gehot Trier, Allg.;
ne g.ə Frönd es beister wie Geld e jen Teisch Aach, Allg.;
ich wönsch der g.ə Besterong Rip, Allg.;
se es en g. Hoffnung schwanger Verbr.;
op g. Glöck Allg.
Ech sen g. satt; mer sen g. frönd (stemm); he es g. gelihrt versteht etwas;
dat Veh es g. gelikrt versteht etwas;
dat Veh es g. gefodert; ke es g. kathollisch (u. ä.) Rip, Allg.;
se sen g. gerascht rüstig Saarbr;
de has g. ferm gestocht Koch-Laub;
et as mer g.ər erscht ernst Bitb-Dudeld;
me seun net mih g.ər stämm freund May-Bollig. — Auch bei ungünstigen Erscheinungen,
z. B. et es g. kalt (hess); et hät g. gefrore; do häste den äver es g. usgeschand geschimpft;
de Kerl es g. voll bezecht;
he hät sech g. besoffe; de es g. em Tron (Tran) Rip, Allg. —
Do mäks do der äver en, noch en suə, dann es et g. zu einem, der etwas erzählt, was man ihm nicht glaubt Kref. —
Öm g. spiəle um einen bestimmten Einsatz (Gegens.
omesös) Heinsb;
ome g.! es gilt, beim Klickern Heinsb-Erpen;
mir net g.! durch diesen Ruf macht der Klickerspieler einen missglückten Wurf ungültig Wermelsk. — γ.
et g. für han hohe Pläne haben,
z. B. bei Vorbereitungen zu einem Feste, dieses reichlich ausgestalten; eine weite Reise zu machen Allg. — δ. zu g., zu reichlich Allg.;
de ment et ze g. er arbeitet zu lange an der Sache, die doch schon g. ist (ein wenig tadelnd);
et ment et höck (heute)
ze g. möm Renen (Regen);
de Sonn ment et ze g. Rip, Allg.; mit andern Verben selten. — ε.
zu (ze, se) guts gründlich, ordentlich, auf die rechte Weise, in hervorragendem Masse, zu sehr Birkf, Simm, Saarl, Merz, Saarbg, Trier, Wittl, Bernk, Bitb, Prüm, Daun, Neuw [daneben
ze(r)gotsterig Bitb, Prüm (hier auch
zu gutsig u.
fir ze guts(ig), –tsterig; Bitb-Mettend
ze gotst u.
fer z. g.; Merz-Erbring
se gutse; Trier-Stdt
zu gutsdersch], meist
Adv.;
den mecht sein Arwet ze g.; en get dofir ze g. bezahlt (auch
fir ze g.);
en hot sich den Schnopp ze g. (fir ze gutsterig) geholt; den hat des (fir) zu g. kreien seinen Teil gekriegt, etwa bei einer Schlägerei, einem faulen Handel Prüm-Ihren;
ich hon em dös (fer) ze gotst gen Hiebe Bitb-Mettend;
hea mecht neist ze g. nichts recht gründlich, sondern alles mangelhaft Bitb-Rittersd;
et hot heit ze g. gerent geregnet Bernk-Neumag;
mer hatten noch net ze g. ze Mettich gess Bitb;
ech han noch net ze g. do gele (gelegen) Saarl-Hüttersd;
guck se g.! sieh genau nach Birkf-Idar;
e hot noch zu g. nit angefang Simm;
et as ze g. (fer ze g.) dreckig Bitb-Mettend;
ze g. vill sehr viel Wittl. — Selten als
Adj., u. dann fast nur prä
d.,
z. B. die Porziunen sen zu g., et sen zu gutstig P. Prüm-Ihren. — c. reich, wohlhabend, in folg. Wend.:
De steht (sech) g.; de es g. dran; he hat et g. mache; de kan sech g. rühre Rip, Allg.;
die sitte g. dobei Wesel;
de es g. geseəte Eup;
den steht in g. Schuh Mörs-Xanten;
de steht des g. Prüm-Burb, Wittl-Spang Dahlem;
de es g. katholisch Kobl-Rübenach. RA.:
Et steəht es sich genge (keiner)
beister, als deə es sich g. steəht Aach.
De es us g.ər Familig aus reicher, aber auch angesehener
F. —
d. nützlich. α.
dat häste g. dohn dabei handelst du klug, zu deinem Vorteil Rip;
dat köt mer g. ist mir sehr nützlich Rip, Allg.;
der Sack es g. bem Mann ich sehe mich vor, es ist für alle Fälle Kref-Osterath;
dat mät sech net g., — löt sich net g. mache ist nicht g. tunlich Rip, Allg.;
wenn ich dich help, dann kömmt mich dat self och te g. Kemp-Boish, Allg.;
enem jet ze g. dohn Beihilfe leisten Sieg;
dem es g. Wursch schecke er sendet auch welche wieder Dür;
ich han hück (heute)
ne G.ə gemach einen Vorteil errungen; auch einen Scherz, ein Vergnügen Köln. — β. passend, so gut eingerichtet für einen bestimmten Zweck;
et es g. dat ... Allg. RA.:
Et es g., dat kodd (böse)
Köh stuppe (stumpfe)
Höəre hant Dür, Kref-Osterrath, MGladb-Odenk, —
dat der Scheffe sebbe sen, wat der ene net wess, wess der anger Schleid-Reifferschd, —
ech (bei dem Regen)
net vun Hotzucker ben Köln. — γ.
et es g. für den ... Allg. RA.:
Et es g. för de Möller, dat die Säck net spreche könne Jül-Linnich.
Me kann net weten (wissen)
wo et g. für es Sol, Allg.
Wat för den Schmed es g., es den Schnider sin Dot eines schickt sich nicht für alle Ess.
Wat net g. es för de Mul, es g. för den Arsch was nicht geeignet ist als Futter, ist doch noch g. zum Streuen Malm-Weywertz.
Wann dat net g. für de Wandlüs ös, dann wess ech net, wat beister ös, sät de Bur, on stoch se Hus en Brand Rip, Allg.
Wat g. es für de Wärmp, ös och g. für de Kält Rip, Verbr. — δ. bei Zeitangaben;
en g. Gelegenheit; dat wor en g. Zeck (Zeit)
(Dag) für den Rip, Allg. —
G.ən Titts (Tiden), g. Titts bald, früher, vielleicht NBerg;
g. Zit demnächst OBerg;
g. Zecks womöglich, schliesslich Sieg, Köln;
gutitts rechtzeitig Kempld;
bei g.ə Tit fast immer Kref-Fischeln;
ter g.ən Tit gewöhnlich Kemp;
mer hon schou bei g.ər Zeit anggefang früh Birkf, Allg. —
Ech woss net, dat e kunn wollt; an em g.ən Dag wor he do an einem Tage, von dem ich keine Ahnung hatte, der ihm aber sicherlich gelegen war; unerwartet;
du kanns es op en g. Kihr bei mer anrufen so wie es dir bei deinen Absichten u. Reisen passt;
du kanns es op en g.ən Dag (Ovend) bei mech kunn wie es dir passt Rip, Allg. —
Ze goderletz schliesslich Rip, Allg. — ε. beim Wünschen, Bieten der Tageszeiten Allg.;
zo g. prosit, beim Anbieten des Branntweinglases Malm;
g.ən Morge (Dag, Ovend, Nach); dafür auch
go Morge, gon Dag, gonovend, gonach oder
gəndag, gənovend, gənach; en Abend, auch einfach
nọvend! Allg.; im SNfrk, wo
go·u.ə gilt, aber
judde Dag; im Rip, Nrk auch mit Umlaut und Kürze
güdden (-ö-) Morge usf.; veraltet ist
got Zeit! Mosfrk; dazu die Zs. für den Nachtschlag der Kinder:
Gunachtsbatsch Simm, Goar, Birkf, Wend, Saarl, Ottw, Merz, Neuw, —
deckzu Simm-Schwarzerden,
Gənochtletzter Wittg-Berlebg,
Genachtsack Simm-Leideneck Reich,
Gudenachtschlapp Saarl-Felsbg,
Gonachtzeck Kreuzn-Seibersb, Bernk-Allenb, Zell-Raversbeuren,
-zopp Goar-OWesel. — Auch bei andern Wünschen,
z. B. G. Res (Reise);
g. Rötsch! Allg. — e. leicht erreichbar, zu tun;
dat es g. ze krige; he kammer g. eropklömme; dat ös g. dohn; du häs g. schwätze (kalle) bei deinen Verhältnissen;
er hät dat g. reskiere; du häs g. lache; dat kammer g. sehn; die Koh löt sech g. melke; die Sach pack sech g. an; dat deht sich net g. es ist schwierig zu tun; man tut es nicht gern Rip, Allg. RA.:
Du moss et g. könne wenn jmd. von seinen Taten prahlt MGladb.
Dor es g. drop hopen (hoffen),
ävel schlech drop fasten SNfrk.
Em Dauven (Tauben)
es g. predige Köln.
Wat en Bauer herget (hergibt),
es g. zehlen Merz.
Mer kennt mot dem g. zu Strech (Streich) zurecht Prü
m. Van anger Lüts (Leuts)
Leər es g. Reme schniə SNfrk, Allg.
Hönge nem ale Stock es g. schule (schauern) Bergh, Allg.
Bei Stell va Wengk (Windstille)
es g. Haver siəhne (säen) Aach, Monsch.
Meat en hungerege Ranze eas net g. danze May-Trimbs.
Met dem es net g. us enen Pott esse er ist streitsüchtig, gierig Dür.
Met de grusse Here es net g. Kirsche esse Rip, Allg.
En al Katz wönt (gewöhnt)
sich net g. Schleid-Kalleruth. Der Träge
kann senge Schwess net g. ruche Rip. — Ebenso g., wie Allg. RA.:
Mer kann den Esel esu g. gelode wie ledig kren Trier-Gilzem.
Et get ene Schlek (Schnecke)
esöu g. Nöt (Nacht)
on Dag wei en Hös (Hase) sowohl dem Faulen wie dem Fleissigen wird es Tag u. Nacht Saarbg-Faha. —
Gujekop Adv. Klevld;
gut- Geld, Rees, Kref;
gouəkouf Aach;
gode- Köln = billig, wohlfeil;
o, da's g.; dat es en gewäldig g. Kled; bei den N. es alles g. Klevld, Allg. (
s. o.);
jet ene goue Kauf siə von preiswerter Ware;
he moss et g. K. geve zu Kreuz kriechen Aach;
haje't (hättest du)
mar, säj Peckers, dann haje't g. Klev, Emmerich;
ne wohlfeile Kauf es nit lauter ne g.ə K. Köln. — In rip. Orten nur in folg. Verb.:
Dann sen ech och ken Broder Godekof dann sollst du meine Strenge, Unnachgiebigkeit kennen lernen Sieg-Ägid;
en Br. G. gutmütiger Mensch Ahrw-Remag;
dat sen en paar Bröder G. sie handeln einträchtig Sieg-Süchterschd;
dat es auch de (en) Br. G. bei dem muss man teuer bezahlen (ironisch gemeint);
Krämer G. Sol;
Pater G. Beichtvater, der leicht die Absolution gibt Erft. — 6. in rechtl. Beziehung, in folg. Wend.:
Do sen ech der g. für ich werde schon meine Schuld begleichen; ich habe Kredit; ich bin Bürge für den andern; du kannst mirs glauben; die Verantwortung trage ich; ich wette, dass ...; ich werde sorgen, dass Du deinen Lohn, deine Strafe bekommst (Drohung), Beteuerung, dass man entschlossen ist, etwas zu tun oder zu verhüten;
do sein ich der g. on Birg (Bürge)
defir Mosfrk;
för die tihn Daler, dor bön ek di g. för Mörs, Allg.;
für den N. sen ech (der) g. ich bürge für ihn;
ech blif dech g. derför ich übernehme die Bürgschaft; ich versichere dir, dass meine Aussage, Drohung ernst gemeint ist Aach, Allg.;
der es mer lang g. (genog) er hat Kredit bei mir; er wird sicher zahlen Allg.;
für ene g. sage (spreiche) sich verbürgen Rip, Allg.;
wat de an dem N. g. häs (zu fordern hast),
kas de en der Kamin schrive Rip;
jet (widder) g. mache jmd. den Schaden ersetzen, sichern, die erhaltenen Gaben, Gefälligkeiten, Wohltaten vergelten;
ech mach et üch widder g.; wie sall ech et üch w. g. m.? Rip, Allg.;
ich mach et üch bau (bald)
g. verlange beim Einkauf Kredit Aach;
he meck et möt die Mul g. Nfrk, Allg.;
zwei nackige Ärsch machen alles widder g. wenn zwei Eheleute sich zanken Kobl-Bend;
g. duhn g. schreiben, vergüten Goar. —
Jet werem (wiederum)
en et G. (
Gockt Eup-Raeren)
leəge zur Aussöhnung den ersten Schritt tun Aach, Eup. —
Jet te g. han zu fordern haben Nfrk, Allg.;
wat de an dem N. te g. hat, kann he och onger de Fotsoəhle (Fusssohlen)
schrive MGladb;
der hat noch Schlä (Schläge)
se g.; du hascht se noch se g. von gischter! die Hiebe Saarbr, Allg.;
dau hos noch jet ze g. vo mir! Prüm, Allg. —
Enem jet te g. geəve etwas vergeben, verzeihen MGladb, Rees. —
Dat mott (musst)
ühr ze g. haue (halten) wenn man die ganze Forderung nicht bezahlen kann (auch
ze g. han) Aach. — II. angenehm g. 1. zum Ausdruck des Genügens;
et es g. (su), hür op; och alt g.;
loss et g. sen; deht e jet, dann ös et g., deht e nüs, dann os et och g. er kann tun u. machen, was er will, seine Verhältnisse erlauben ihm alles; aber auch die Aufsicht genügt nicht Rip, Allg.;
no, et wor mer g. on dot (taugte)
net vill! Redensart, um eine weitere Auseinandersetzung abzukürzen Bergh-Hüchelhv;
et geht mer noch g.; du bös noch lang g. (genog) in deinem Äussern;
du bes mer g. genog deine Gesellschaft ist mir fein genug Rip, Allg.;
dat göf kene G.ə das endet nicht g. MGladb. RA.:
Och g., sät de Fluhfänger, do hatt he en Lus gepack Rheinb-Meckenh.
G., g., sagt de Möhne, wann se g. geschlopen hat Gummb-Bergneustdt. —
Et as all g. un sching (schön),
awer Hohner leien Eier nicht nur Worte, sondern auch Taten Bitb.
Dat es alles g. on wahl, et müt (müsste)
mar net esu völl Geld koste Aach.
Et os notz on g. Schleid-Hellenth;
no mach et kurt on g.! Rip, Allg.;
k. on g. schliesslich Allg. —
Op g. bedompe ungefähr Siegld 1840. — 2. des Beifalls, der Zustimmung;
g., g. gemach! Allg.;
et sall g. sen ich will es zugeben, will nachgeben;
et es g. die Verabredung gilt;
et es g. esu, ech well et esu mache; dat säs (sagt)
de g. ich pflichte dir bei; auch wenn jmd. vielleicht gegen Erwarten eine bedeutungsvolle Wahrheit ausspricht; manchmal auch zum Scherz oder Spott gesagt;
dat es g. getroffe (u. ä.) Rip, Allg.
seiste (sagst du)
g., flöttste fin die Ausrede ist mir recht Mettm-Haan;
dat wor mej doch nit g. af ich konnte mich nicht dazu verstehen Ruhr. — In der Erzählung zum Ausdruck des Fortschreitens, einen Absatz in der E. andeutend, worauf dann fortgefahren wird, auch um den Angeredeten in Spannung zu halten, in folg. Wend.:
Et wor g.; et wor mer g.; nu es et mech g.; on dat Deng wor g.; se leften en lang Zeck (Zeit)
glöcklich, do ... Rip, Allg. — Aber auch ironisch oder gar strafend;
et es g.! bleib bei deiner Absage, aber ich werde dir gelegentlich dran denken u. dann deinen Wunsch auch nicht erfüllen;
et (dat) es g.! ich werde deiner Beleidigung gedenken u. mich gelegentlich rächen;
dat es g., dat es g.! Ausruf der Schadenfreude Rip, Allg.
Dat os g., dat os g., Lis-chen os om sterwen; dat os g., dat os g., da kre mer och ze erwen! Daun-Tettschd. —
Du bös g. (du kanns su blive)! deine Forderungen an mich sind übertrieben; deine Streiche, Witze sind doch zu stark; auch fragend:
böste (noch) g.? Du bes g., du kanns dich afdrüge (abtrocknen) gesagt, wenn jmd. einen rechten Witz gemacht hat Aach-Warden. —
Du bös mer en G.ən! was hast du da gemacht; du hältst ja dein Versprechen nicht Rip, Allg. — 3. des sinnl. Empfindens, des Geschmackes, Wohlbehagens;
jet G.s etwas Leckeres; was haben wir gekocht? Antw.:
Ebbes G.s on e bess-che viel Saarbr;
g. Sache Leckereien Rip;
schütt en G.ən op Kaffee;
er hät des G.ən zevill Rip, Allg.;
en G.ə Schnaps MGladb;
sech en (de) G.ən andohn g. leben im Essen, Trinken, Faulenzen, sich das Leben angenehm u. bequem machen Rip, Mosfrk, Saar, Birkf;
en g.ən Dag han Rip, Allg.;
sich ne g.ən Dag (e g. Leve) aduəh Aach, Allg.;
de get senge g.ən Doge Fiss (Füsse)
honnebei (hintenbei) etwa den Junggesellentagen, wenn er heiratet Prüm-Ihren;
sing g. Dag möi (müde)
siə ruhige, geordnete Verhältnisse gegen sehr zweifelhafte Zukunft vertauschen Aach;
e g.ər Dag gedenkt lang Hunsr.;
do os (get et)
nüs zom G.ən da ist Schmalhans Küchenmeister Schleid, Rip;
sich wat tum G.ən (te g.) duhn sich stärken, laben, feiern Nfrk, Rip
(zom G.ə); he deht sech jet tum G.ən on brött (bratet)
sech en Mohr em Klomp Kref-Osterath;
sech et g. sen losse gemächlich leben Rip, Allg.;
den lässt sich et mol g. gohn Mosfrk, Allg.;
et dehr em gar ke g. Simm;
dat deht mech g. SNfrk, Allg.;
dat däht dem Mädche g. bis en et Hetzekülche (Herzgrube) Köln. RA.:
Beəter jet G.s em Lif als dröm eröm MGladb.
Eine Mann düht et am beste g. selbst essen macht fett Duisb.
Dat deht mer besser g. we den Balg voll Schläg Wermelsk.
Et deht mer esu g., os wonn ech de Bocks (Hose)
mot lokigem (lauwarmem)
Wasser geweisch krieg Prüm-Ihren.
Dat schmack su g. wie Tart Rip.
He ett ger, wat g. schmackt Heinsb.
Wat me wit holt, dat schmackt g. Sol.
G. schmecke get Beddelsäcke Eif.
Beter ens g. gelef, als emmer geuəselt (gedarbt) Kref, Kemp;
besser verzig Johr g. gelef, als achtzig J. Stein geklopp Köln.
Lang lef, wer g. lef MülhRh, Verbr.
Emol g. gess (gefrihstickt), gehr em de ganze Dag no; emol g. geschlacht, et ganze Johr on emol g. geheirat vor et ganz Lewe Bernk-Crummenau, Kreuzn, Saarbr, MülhRh-Eulenth. —
Höttste mär en anger g. Platsch! Verwünschung Aach-Berensbg. Frau:
Ech hon ewel ken g. Stonn bei dir; Mann:
Da gangk bas no Lichtenborn, dann haste en g. St. Prü
m. — 4. des innern, mehr geistigen Behagens;
dat deht enem g., wanmer van üch lef Löck (Leute)
geholfe krig Rip, Allg.;
do däht ech mer örndlech jet op mech selfs zo g. stolzes Selbstempfinden Sieg-Ägid. — III. von der Gemütsart. 1. von einzelnen Gemütszuständen. a. g. gelaunt, in folg. Wend.:
G. gedohn (opgeleg) sen Rip, Allg.;
he es g. gedohne muss Soldat werden Eup;
et g. stoəhn häbbe Kemp (auch ironisch
et Weər hät et g. st. es regnet anhaltend);
et g. mene Schleid-Hellenth;
se g. legge (liegen)
ha Aachen,
e hat geng Gouə op er ist nicht bei Laune Aach, MGladb;
g.ə Senn han Rip, Nfrk;
senge g.ən Dag han Bitb, Allg.;
bei dem ös heit ka g. Weder Trier, Allg.;
et os en g. Schauer an (bei) dem N. Prüm-Ihren;
e hat seng g. Schohn an Eusk;
e sticht höck (heute)
net on g.ən Schohnen Prüm-Steffeln;
de g. Mötsch a ha Aach;
öm g. Wedder anhale einem andern etwas abbitten Rip, Allg. RA.:
We net geck (zornig)
es, de es och net g. Dür-Winden.
Bes de g., beiss en de Hot; bes de bis (böse),
beiss en de Klis (Klösse)
! Neuw-Altwied. — b.
enem g. schwätzen (sprechen, sprochen, kallen) ihm schmeicheln, ihn loben, um sich seine Stimmung zu sichern Allg.;
g. Men (Meinung)
machen sich in Gunst bringen Wittl, Trier, Bitb;
für enen g. schwätzen ein gutes Wort einlegen Allg. — Auch
de hält sich de Arbeit g. der Faule Neuw. — c.
sech g. sen sich lieben Rip, Allg.;
op ümmes en g. Aug hewwe MülhRuhr;
e g. Og op enge geworpe ha Aach;
et g. op ene stohn han gern zu leiden haben Rip, Allg.;
go Lü eng befreundete Leute Altk;
mir stihn of kanem g.ə Foss (Fuss) wir sind nicht g. freund May, Allg.;
joə, nu kannste g. Weər opspelle freundlich sein Aach-Warden. —
Enem erum (wieder)
g. sen ihn wieder leiden mögen, ihm verziehen haben Bitb, Allg.;
liewe, beste Moder, nau sin doch weər g., ek well et ok ganz gewess nit weər duhn sagt das Kind zur erzürnten Mutter;
wenn se (die Mutter)
es gefteg ös, dann wörd se nit so lech weər g. Mörs, Allg. —
d. artig, folgsam, bes. von Kindern;
wosse (willst du)
g. sin (donn)? willst du wohl gehorchen, auch Ausruf der ungläubigen, misstrauischen Abwehr NBerg. — e.
g. dohn sich schicken, fügen, gedeihen Allg. α. mit persönl. Subj.;
he deht do (net) g. Rip, Allg. RA.:
Et deht ken Helligen g. un (in)
seinem Lann (Lande) Daun-Tettschd. — β. mit sachl. Subj.;
dat gestolle Geld deht ke g. an dem; et deht ke g. an dem, wann e dat deht Rip, Allg.;
do häste ge G.dohns van keinen Vorteil Erk, MGladb, Aach. RA.:
Onreət deəht nömmens g. Aach. —
f. et g. mene in bester Absicht handeln, wenn es auch nicht das Beste oder Richtigste ist, was er leistet;
mer moss em jet zogen (zugeben);
he ment et jo g.; he ment et ze g. Rip, Allg, — g.
en g. Wort g. gemeint, freundlich Allg. RA.:
E g. W. fend ömmer en g. Platsch (Ort) Eup, Allg.;
e g. W. brengk ne g.ə Fröngk Bergh-Blatzh. —
Enem g. W. gen Rip, Allg.;
für Geld on g. W. krit mer alles Rip, Allg. —
Met g.ə Well vorleif nemme Aach, Allg.;
et es g. gement (gemeint) Rip, Allg.;
gotsmots (
Adv.) gutwillig;
he gong oll (schon)
g. met Heinsb, Geld;
g.ə Mot han Rip, Allg. — h.
em G.ən (SNfrk, Klevld
in't G.ə) in guter Absicht (auch drohend);
ech son et dir em G.ən; em G.ən on em Bösen mit freundl. u. harten Worten Saar, Allg.;
me kann em Ifer enem de Kopp usrisse, äver em G.ə net wedder opsetze Sieg;
zom G.ə kalle einen beruhigen, besänftigen Rip, Nfrk. — 2. von dauernder Charaktereigenschaft. a. von rechter Lebensführung (doch fehlt im allg. der Begriff ‘sittl. g.’, u. der Begriff ‘gutmütig’ spielt mit hinein);
et is ke G.ə wenn einer im Rufe eines Diebes steht Hunsr.;
et es e ganz g.ər Kerl, er drenkt nor gere Hunsr, Allg.;
van dem Mädsche spreəke se net g. MGladb, Allg. RA.:
Der Mattes es ene g.ə Kerl, e set (sieht)
met enem Og jet schääl MüEif.
All Leckt (Leute)
se g., wo mer neist mot hen zu duhn hat Prüm-Ihren.
We g. es, hät Feinde Siebengeb.
Do bös ok ömmer g., wenn de schlöpps (schläfst) scherzh. Mörs, Allg.
Wemmer eich zwä sesammebind un walgert eich de Berg enunner, dann is kamol e G.ər uwen Kreuzn;
wenn me ow in de Sack stopp, kann me lang schockelen, ehr dat enen G.ən bowen kömmp Mörs.
Do bes och ene van de söve G., wu er sess (sechs)
va gehange sönd Eup.
Se hun gesot, de G.ən sein de Beschten, de Fetten sein g. mäschten, äwer dö seis kenen vun denen Saarbg-Greimerath, Simm-Laub;
de G.ə sing de Besten, äwol de Besten dogen neist Prüm-Mürlenb;
de G.ə sen de Beste, äver do hürsch de net bei Sieg-ODollend.
Wo G.ə sen, sen och Schlechte Sieg.
Du mott (muss)
de G.ə met de Quaje (Bösen)
lije (leiden) Klevld. —
De hat geng g. Melch gedronke ist ein nichtswürdiger Mensch Aach-Merkstein, Verbr.
Hean hot ke g. Gesicht er ist unsympathisch, durch u. durch schlecht Bitb;
de hät ke g. Og em Kopp Rip, Allg.;
an dem es ke g. Hor Rip. Allg.;
de lisst ka g. H. on de Leiden er hat eine böse Zunge Trier, Allg.;
hen hat kei g.ə Fodem an em geloss Bernk;
engen op ene g.ə Weig (Weg)
brenge zur sittlichen Lebensführung Aach. —
Eng schleəte Mull sätt miəh, äls hondert g.ə g. mache könne Aach, Allg. —
De g.ə Name ös lech verluare, äver schwiər wedde gewonne Bo-Dransd. —
G. gelef (gelebt)
on sellig gestorven es dem Düvel et Konzepp verdorven Kref. — b. zuverlässig;
et es en g.ən Hänn (Händen) Rip, Allg. — c. gutmütig, herzensgut, mildtätig, verstärkt
gölde-, durch-, ausg., mih wie g. Allg.;
bes g. Heinsb. RA.:
Su g. wie Brut, — en Stöck Br. Rip, Allg.; —
en wärmen Weck NBerg, —
Brock us der Poschweck (Osterweck) Aach, —
e Peərd Schleid-Blumenth, —
de Dut Rip, —
Gold Rip, Nfrk, —
et Wasser dep es Neuw, Sieg, —
as gen en onder den Kerktorn van Höns (Ruhr-Hünxe), —
mer könnt met Klompen drüver gohn Bergh-Heppend, —
he gäf de Boeks (et Hemb) vam Arsch Rip, Allg., —
me kaun se (die Frau)
van enen Ärm in den andere legge Geld, —
dat he ni mol en Flieg wat te leids deiht MülhRuhr, Allg.
De es so g. wie Gold un es so domm wie Holt (Holz),
un de Kopp es möt luter Strüəh utgefollt Kref.
O, dat es en g.ən Kerl; der hält gen Iserbahn em Fahren op, der stippt (tunkt)
gen Schlagfinster en den Kaffe, der schluekt gen Radnägel, der dritt (scheisst)
ok nich in de Kerke (Kirche) Gummb-Berghsn. —
De Go ech ich, der ich opferbereit etwas auf mich nehme, wozu andere keine Lust haben Siegl.
De hät ene G.ə em Rögge einen Buckel Eusk, Dür. — Einen gutmütigen Menschen nennt man:
ene g.(ə) Doddel, Dropp, Düppen, Hals, Hampel, Juckel, Judel, Juppes, Lupp, Mötsch (Mütze),
Pröll, Schof (Schaf),
Schlotsch, Schlucker, Schluff, Schlupp, Schlupphos, Sil (Seele),
Sock(s), Tabert, Dier (Tier),
Tröbbes, Zöbbel, Zöll, Zubbel (
s. d. W.); doch mit dem Nebensinn der Harmlosen, der sich zu oft alles gefallen lässt. RA.:
Hes es der Broər (Bruder)
von der g.ə Hous (Hals) Heinsb-Lümb.
He hät en g. Herz Rip, Allg. —
G. Lü mildtätige Leute Aach, Allg. [befreundete L., L., die miteinander sympathisieren, gut miteinander auskommen Neuw, Altk];
ech han g. Löck gehat die mir halfen Rip, Allg. RA.:
G. Lett sei besser wie boar Geld Bitb, Prü
m. Möt g. Lü es g. verkehren, sät de Köster, du trock he de Mottergottes et Kled ut Kref-Osterath. —
De löt (lässt)
os liewe Her enen g.ən Mann sin Geld, Allg.
Wat nə g.ə Mann han ich (2 mal),
hät mich Pastur gegeve, e stouch et Für, e kouch de Tee, ich moss en selver drenke; wat ne g.ə Mann han ich, e dräht der Sack no Möll on es der Esel selver! Dür.
Ne g.ən Mann, ne schönen M., sett en op'n Diss un iət dervan! gesagt, wenn ein Mädchen nicht reich heiratet Ess.
De es net weərt, dat en en g.ə Deubel holt Sieg. ODollend.
De hät och ne g.ə Gott (Hellege) agebett (angebetet) Rip, Nfrk.
Mer kann ene g.ən Hongk (Hund)
tärgen (reizen),
bes dat he kodd (böse) wird SNfrk (
s. Hund). A. fragt:
Sind se (die Mohrrüben)
äwer ok g.? die Verkäuferin antwortet:
Dern, die sind so g., ek bön all so döck an de Hop (Haufen)
vörbeigegohn, ond se häbben mi noch nit ens gebeten Mörs-Orsoy.
Et es gene Mann esu g., he hät ene Wolfszahnt (-zahn)
onger'm (unter dem)
Hot Rip, SNfrk. —
Bös esu g.! tu mir den Gefallen Rip, Allg., scherzh. Antw.:
Ek bön so g., wenn ek mine Well krig, — wenn ek schlop (schlafe) Mörs-Orsoy;
ech ben em ze g. gewes Rip, Allg.;
dij sin sech eiges (selbst)
te g. af zu gutmütig Klevld, Mörs, Kref. RA.:
Deə ze g. es, deə es allemallichs Geck Aach;
we me sich selwes te g. üs, üs me aunermanns Narr Mülh Ruhr;
all te g. es andermanns Geck Klevdl, Rees, —
is allemanns (Nowers) Hundsfott Ess, —
is annerleits Narr un e Stick vun der Lidderligkät Saarbr, May-Trimbs, —
is e Stick vun der Dummhät Saarbr-Völkl, Zell-Merl, —
den freassen de Sei (Säue) May-Trimbs. —
Goutertroue u.
tər g. Eup,
ze gouərtroue Eup-Raeren,
gouər-, gotser-, godertreu, ze gouer Treu Aach: gutmütig, leichtgläubig;
sät (sagte)
g. Tr. der Nonk (Onkel);
dat Mädche es ouch noch g. tr. — Guder Hänn (Hände) freigebig, gutmütig, schlechthin g. (prä
d. u. attrib.) Prüm, Malm;
guder Hand Bitb;
den os g. H., ze g. H. — Gott Ärms sehr freigebig Aach. —
Va dem hant de Ärme voll Gottduəhns gehat Wohltaten Aach. —
Der kinnt auch (euch)
grad de Gure duhn Gutes erweisen Simm (Rottmann). —
d. leicht verächtl.;
de g.ə Jung, wat wird dean sich noch verduhn! Bitb, Allg.;
dir gutsen Ihm (Ohm),
wat denkt dir wahl! Prüm-Mützenich.