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Brechen

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Brechen ntr., trs., trs., rec.

Bd. 1, Sp. 611a
Brechen, v. unregelm. ich breche, du brichst, er bricht; wir brechen ; unlängst verg. Z. ich brach; gebundene Form, ich bräche; Mittelw. d. verg. Z. gebrochen; Befehlsw. brich. I) ntr. 1) Mit sein, von harten Körpern, seinen Theilen nach mit einem gewissen Geräusch getrennt werden. Die Stange, der Balken bricht. Der Baum wird brechen, wenn er nicht gestützt wird. Das Eis bricht. Es muß biegen oder brechen. Der Zeug bricht, wenn er dick und steif ist, und da wo er zusammengefaltet ist entzwei gehet. So auch, der Faden bricht, er zerreißt. »Da eben von seiner Geduld der letzte Faden brach,« da seine Geduld zu Ende ging. Wieland. Uneigentlich. (1) Unvermögend werden, zu bezahlen, bei den Kaufleuten. I Hamburg sind viele angesehene Häuser gebrochen. »Als das Haus auf dem Punkte zu brechen stand, schoß er ihm 1400 Pfund Sterling vor.« Ewald. »Der Kaufmann ist gebrochen« (banquerot). Hüttner. (2) Das Herz bricht, empfindet heftigen Schmerz, großes Mitleiden. Das Herz bricht mir bei einem solchen traurigen Anblick. Das Herz möchte einem brechen. — und es brach mein armes Herz vor Betrübniß. Voß. (3) Plötzlich und mit Heftigkeit zum Vorschein kommen, eintreten. Die Nacht bricht herein. Nun brechen Einwendungen hervor, wie Waldwasser. Über ihn bricht alles Unglück herein. — Ih weiß, du strafst mich nicht, Wenn der verhaltne Strom aus meinen Augen bricht. Weiße. Auch, mit Überwindung eines Widerstandes zum Vorschein kommen. Die Sonne bricht durch den Nebel, durch die Wolken. Auch sagt man, es muß brechen, die Sache muß einen Ausschlag bekommen, kann nicht so bleiben. (4) Der Kraft beraubt werden. Die Augen brechen ihm, von einem Sterbenden, wenn die Augen starr und steif werden, den Glanz verlieren, und nicht mehr sehen. Die Augen sind ihm schon gebrochen. Auch bei der Empfindung heftiger Sehnsucht. Ir Auge fängt nun schmachtend an zu brechen. Voß. (5) * * Ein Gebrechen haben. »Der gebrochen ist.« 3 Mos. 21, 20. 2) Mit haben. (1) Sich zeigen, sich finden, gebrochen werden. Das Gold bricht niemahls in Flötzen; aber das Silber bricht zuweilen flötzweise. Vormahls brachen daselbst die reichsten Erze. (2) Mit der Fügung eines trs. Den Hals brechen, so fallen, daß das Genick bricht; dann uneigentlich, zu Grunbe gehen. Die Zähne brechen, von den Pferden gesagt, sie verlieren; so viel als schieben. II) intrs. mit sein. 1) Mit Gewalt, durch Anstrengung an einem Orte oder aus einem Orte gelangen. Ein Dieb wollte in das Haus brechen. Der Gefangene ist aus dem Gefängnisse gebrochen. Zuweilen auch, aber nicht gut, sich aus dem Gefängnisse brechen, sich gewaltsam, durch Zerbrechung der Fesseln, durch Durchbrechung der Mauern daraus befreien. Sie brachen durch die feindlichen Reihen. 2) Bei den Jägern, für wühlen. Die Sauen brechen nach ihrem Fraße. Von den Rebhühnern sagen die Jäger auch, daß sie brechen, wenn sie sich in den Schnee einscharren. 3) Mit jemand brechen, die mit ihm bestehenden freundschaftlichen Verhältnisse aufheben. »Lassen Sie uns mit einander brechen, wie Leute von Vernunft, die der Nothwendigkeit weichen.« Lessing. »Du siehst leicht, meine Schwester kann nicht brechen« (mit ihrem Bräutigam). Weiße. III) trs. die Theile eines harten, spröden Körpers mit einem gewissen Geräusche dadurch trennen, daß man die Enden desselben einander zu nähern sucht. 1) Eigentlich. Einen Stock in zwei Stücke brechen. Das Brot brechen. Eine Lanze mit jemand brechen, ehemahls in den Ritterkämpfen, uneigentlich, sich mit jemand in einen Streit einlassen. Das Eis brechen, uneigentlich, den Anfang mit einer schwierigen Sache machen. Den Stab brechen über einen Verbrecher, zum Zeichen des über ihn ausgesprochenen Todesurtheils. Flachs oder Hanf brechen, die Stengel vermittelst eines hölzernen Werkzeuges, der Breche, zerknicken und gleichsam brechen, so daß das Bast davon losgehet. I dieser Bedeutung wird es richtig regelmäßig umgewandelt, in der unlängst verg. Z. ich brechte, das Mittelwort der verg. Zeit, gebrecht. Getreide oder Malz brechen, es auf der Mühle grob zermalmen lassen. Х Einem den Hals brechen, ihn gewaltthätiger Weise ums Leben bringen. Sich den Hals brechen, durch einen Fall, Sturz  das Genick zerbrechen, oder überhaupt gewaltsam ums Leben kommen. Das hat ihm den Hals gebrochen, das hat ihn ins Verderben gebracht, zu Grunde gerichtet. Das bricht mir das Herz, uneigentlich, das erfüllt mich mit dem lebhaftesten Schmerze, mit großer Wehmuth, bringt mir den Tod. Komm, ende meine Qual, ersehnter Tod, und brich Dies Herz, um welches sich die Nattern winden! Bürde. I weiterer Bedeutung. (1) Für abbrechen. Blumen, Obst brechen. Uneigentlich, Х eine Gelegenheit vom Zaune brechen, einen nichtigen Vorwand zu einem Zwecke, einer Gewaltthätigkeit oder andern Ungerechtigkeit hernehmen, anführen. Dann, mit Gewalt absondern, bei Seite schaffen. Steine brechen, Erz brechen. Der Bergmann bricht über sich, wenn er über sich in der Höhe arbeitet. Das Schloß von der Thür brechen. (2) Für durchbrechen, durchbrechen machen. Bald nun wurzelte leis' und drang die Staude des Weihrauchs Durch die Schollen empor, und brach mit dem Sprosse den Hügel. Voß. Uns erscholl das Gerücht des neuentsprungenen Bornes Den der Medusische Gaul, der geflügelte, brach mit dem Hufschlag. Ders. (3) Für zerbrechen. Brechet den Tempel; drei Tag' und es hebt sich ein neuer vom Staube Wieder empor. — — Klopstock. (4) Auf den Reitbahnen. Dem Pferde die Kanaschen brechen, ihm durch öfteres Wenden und Beugen des Halses, wobei ihm der Kopf nach dem Vorderblatte hingezogen wird, die Halswirbel los und dadurch den Hals biegsam machen. Ein Pferd, mit welchem dieses noch nicht vorgenommen ist, heißt ein ungebrochenes. (5) Die Bahn brechen, einen Weg zuerst befahren, Bahn machen; uneigentlich, die Hindernisse zur Erreichung einer Sache bei Seite schaffen. (6) So viel als essen. Nichts zu beißen noch zu brechen haben. 2) Uneigentlich. (1) Den Theilen eines Körpers eine andere Richtung geben, für zusammenlegen, falten. Einen Bogen Papier brechen. Einen Brief brechen. Einen Rand brechen, durch Umbiegen des Papieres von allen Seiten demselben einen Rand geben. Tellertücher oder Mundtücher brechen, sie künstlich zusammenlegen. Dann, eine von der geraden Linie abweichende Richtung geben, so daß im Punkte dieser Abweichung eine Ecke und ein Winkel entstehet. Ein Dach brechen, einen Ab satz in demselben anbringen. Ein gebrochenes Dach. Die Lichtstrahlen brechen, in der Naturlehre, ihre Richtung verändern, dadurch, daß man sie durch Mittel von verschiedener Dichtigkeit gehen läßt. Ein gebrochener Strahl. I weiterer Bedeutung, einen Körper brechen, ihn von seiner Bahn ablenken, wenn man ihn in einer schiefen Richtung aus einem Mittel in ein anderes von verschiedener Dichtigkeit übergehen läßt. Die gebrochene Schrift, die eckige (Fractur). Eine gebrochene Treppe, welche Absätze und Ruheplätze hat. Bei den Jägern, ein gebrochener Lauf, der von der geraden Linie abweicht. Der gebrochene Stab, ein Zierrath bei den Kunstwebern und in der Baukunst, der mehrere gleichsam gebrochene und untereinander gestellte Stäbe vorstellt. Bei den Glasschleifern heißt brechen, die Kanten an dem Fuße eines Weinglases  abschleifen. Bei den Lederarbeitern, das Leder, welches zu Pfahlleder bereitet wird, mit den Füßen treten, wenn man es vorher mit Thran und Talg eingeschmiert, dann getrocknet und eine Kappe darauf gemacht hat, damit es breche und weicher werde. I den Bergwerken ist die gebrochene Schwinge ein Holz oder unter sich hangender Arm an einem Feldoder Streckgestänge, an welchem das hin= und herschiebende Gestänge befestiget ist. Bei den Uhrmachern ist der gebrochene Wellbaum, der Wellbaum einer Thurmuhr, auf welchem sich die hölzerne Trommel nebst dem Boden und Sperrrade befindet. Bei den Mahlern, die Farben brechen, die Farben, welche zu lebhaft sind, durch andere dunklere mildern. I gemeinen Leben, etwas, eine Sache über das Knie brechen, sie in der Schnelligkeit ohne gehörige Untersuchung abmachen, um davon zu kommen. (2) Den Widerstand eines Körpers überwinden, ihn gewissermaßen kraftlos machen. Kalke brechen die Säure, ziehen sie in sich, und hindern dadurch ihre Wirkung. So auch, einem seinen Sinn, seinen Willen  brechen, denselben überwinden, nicht durchgehen lassen. Du Waghals, dessen Eigensinn Nur selten oder spät zu brechen. Hagedorn. Verräther geh, du sollst nicht meinen Vorsatz brechen. Weiße. (3) Den Zusammenhang der Theile aufheben, oder in mehrere Theile theilen. Eine gebrochene Zahl, die nur der Theil einer ganzen Größe ist; ein Bruch. Gebrochene Worte, abgebrochene, deren Silben in Absätzen ausgesprochen werden, entweder aus großer Schwäche oder Leidenschaft. So auch, mit gebrochener Stimme hersagen. Ih stammelte den Dank ihr halb gebrochen vor. Weiße. Gebrochenes Deutsch sprechen, schlechtes, unverständliches. Die gebrochene Schreibart, die aus abgerissenen, unverbundenen und unzusammenhängenden Sätzen bestehet (die aphoristische Schreibart). S. C. Verdeutschungswb. Aphorismen. Ein Wort brechen, ein Wort, wenn es am Ende der Zeile nicht mehr Raum genug hat, brechen, bei einer Silbe abtheilen, und mit dem abgebrochenen Theile desselben eine neue Zeile anfangen. Einen Vers brechen, denselben, wenn er nicht in eine Zeile geschrieben oder gedruckt werden kann, theilen, und den Rest in eine neue Zeile bringen. I der Tonkunst, gebrochene Töne, Griffe, solche, die von den übrigen durch kurzen und schnellen Bogenstrich oder Griff angegeben und gleichsam davon abgebrochen werden. S. Reißen. So auch, gebrochen, als Bezeichnung daß die Töne, bei welchen sie stehet, auf die erwähnte Art angegeben werden sollen (Staccato). (4) Die Verbindlichkeit gegen eine Sache unbeobachtet lassen. Das Gesetz brechen, es übertreten. (5) Den Zustand einer Sache so verändern, daß die Sache selbst aufhört. Das Stillschweigen brechen, es nicht länger beobachten, endigen. Den Frieden, die Freundschaft brechen, ihn oder sie nicht fortdauern lassen, sondern durch feindliche oder unfreundschaftliche Handlungen vernichten. Den Bund brechen, die in demselben eingegangenen Verbindlichkeiten nicht erfüllen. Die Ehe brechen, wider die angelobte Treue handeln. Sein Wort, sein Versprechen, seine Zusage brechen, sie nicht erfüllen, denselben entgegen handeln. IV) rec. Sich brechen. 1) Seinen Zusammenhang verlieren, getrennt werden. Die Wellen brechen sich an den Klippen, den Küsten, stoßen an dieselben an, und verlaufen oder verlieren sich. 2) † Sich ändern. Das Wetter bricht sich. Die Kälte hat sich gebrochen, hat nachgelassen. Der Wein, der Harn bricht sich, bekömmt eine andere Farbe. 3) Eine andere Richtung bekommen, nehmen. Die Lichtstrahlen brechen sich im Wasser, und wenn sie durch das Glas gehen. 4) Durch eine von selbst erfolgte oder künstlich bewirkte Zusammenziehung des Magens, dasjenige, was in demselben enthalten ist, durch den Mund wieder von sich geben. Der Kranke hat sich mehrere Mahle gebrochen. Man möchte sich vor Ekel brechen. Ein Brechen erregen, bekommen. Das Brechen wollte gar nicht wieder aufhören; auch sich übergeben, in gemeinen Sprecharten speien, kotzen, köken  — Das Brechen. Die Brechung. S. d. und auch der Bruch.
11145 Zeichen · 188 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brëchenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +11 Parallelbelege

    brëchen stn. der schefte brechen Nib. 36,2.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brếchen

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Brếchen , verb. irreg. ich breche, du brichst, er bricht, wir brechen u. s. f. Imperf. ich brāch, Conj. brǟche; Mittelw.…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    brechen

    Goethe-Wörterbuch

    brechen vereinzelt subst, häufig im Zustandsperf 1 zerteilen, entzweibrechen, durchtrennen a etw (gewaltsam) zerbrechen;…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Brechen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Brechen , 1) das Aufwühlen der Erde durch Schwarzwild, um Wurzeln, Pilze, Raupen und Puppen ( Unter -, Erdmast ) zu erla…

  5. modern
    Dialekt
    Brechen

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Brechen Band 3, Spalte 3,158

  6. Sprichwörter
    Brechen

    Wander (Sprichwörter)

    Brechen 1. Brechen, pflügen und stark misten, füllt dem Bauer seine Kisten. ( Neisse. ) – Boebel, 133. 2. Heut' gebroche…

  7. Spezial
    brechen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    bre|chen (bricht, brach, gebrochen) I vb.tr. 1 (zerbrechen) rumpí (rump), spaché (spaca) 2 (in Stücke schlagen) spaché e…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brechen

158 Bildungen · 18 Erstglied · 135 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von brechen

br + -e + -chen

brechen leitet sich vom Lemma br ab mit Suffixen -e und -chen.

brechen‑ als Erstglied (18 von 18)

brechen I

SHW

brechen I Band 1, Spalte 1087-1088

brechen II

SHW

brechen II Band 1, Spalte 1089-1090

brechende

KöblerMhd

brech·ende

brechende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. brechend, herausbrechend, zerbrechend Vw.: s. herze-, ūz- Q.: MüOsw (2. Viertel 15. Jh.) E.: s. brechen …

brechenen

KöblerMhd

brech·enen

brechenen , sw. V. nhd. scheinen, leuchten E.: s. breche W.: nhd. DW- L.: Hennig (brechenen)

brechenhaft

DWB

brechen·haft

brechenhaft , mancus, corporis labe insignitus, was sonst brechhaft, bresthaft: wann ich doch eins ie melden sol, wie das der Heinz sei prec…

brechenhaft(ig)

FWB

1. ›mit Mängeln behaftet, schad-, fehlerhaft‹; 2. ›mit einem körperlichen Gebrechen behaftet, gebrechlich, krank‹

brechenhaftic

KöblerMhd

brechenhaftic , Adj. nhd. „brechenhaftig“, mit einem körperlichen Gebrechen behaftet Q.: Chr (1449/1450), Eheb E.: s. brechen (1), haftic (1…

brechenhaftig

DWB

brechen·haftig

brechenhaftig , dasselbe: ob ieman prechenhaftig sei an seim leib. fastn. sp. 696, 9 ; er ist ein brechenhaftig man. H. Sachs III. 1, 82 c ;…

brechen II

RhWB

brechen II Rhfrk -ęχ- ; Mosfrk -ę-, –E-, Eax-, Part. gebrǫx, –- ; Rip -E- [uSieg. LRip -ęi- ], Prät. -:x, ( -ō:-, Wippf -ū:- ), Part. jəbr…

brechenlich

KöblerMhd

brech·enlich

brechenlich , Adj. nhd. schadhaft E.: s. brechen, lich W.: s. nhd. (ält.) brechlich, Adj., brechlich, DW 2, 352 L.: Lexer 377b (brechenlich)

brechen als Zweitglied (30 von 135)

beinbrechen?

KöblerMhd

*beinbrechen? , V. nhd. „Bein brechen“ E.: s. bein, brechen W.: nhd. DW-

herzebrechen?

KöblerMhd

*herz·ebrechen

*herzebrechen? , V. nhd. „Herz brechen“ Hw.: s. herzebrechen (2) E.: s. herze (1), brechen W.: s. nhd. Herzbrechen, N., Herzbrechen, Brechen…

lidebrechen

KöblerMhd

*lidebrechen , V. nhd. „Glied brechen“, Glieder brechen E.: s. lidebrechen (2) W.: nhd. DW-

stillebrechen?

KöblerMhd

*stillebrechen? , V. nhd. „Schweigen brechen“ E.: s. stille, brechen

willenbrechen?

KöblerMhd

*wille·n·brechen

*willenbrechen? , V. nhd. unterdrücken Hw.: s. willenbrechen (2) E.: s. wille, brechen W.: nhd. DW-

zūnbrechen?

KöblerMhd

*zūnbrechen? , sw. V. nhd. „zaunbrechen“ Hw.: s. zūnbrechen (2) E.: s. zūn, brechen W.: nhd. DW-

Kapitalvrbrechen

RDWB1

Kapitalvrbrechen n (kein Bezug zu "капитал") особо тяжкое преступление устойч.

Kopfzerbrechen

RDWB1

Kopfzerbrechen n das macht / bereitet mir ~ idiom. - это не дает мне покоя

abbrechen

DWB

abbrechen , das brechen des flachses vollenden. wir haben bald abgebrecht, verschieden von dem part. abgebrochen des vorigen wortes.

abe brëchen, âbrechen

MWB

abe brëchen, âbrechen stV. tr., intr. nur vereinzelt, vgl. Eracl unter 2 und NvJer unter 6 ; âbrëchen nur Renner 8266. 1 ‘etw. reißend oder …

abe brëchen

Lexer

abe·brechen

abe brëchen BMZ tr. abbrechen, niederreissen Mh. 1, 10. abbruchthun, verkürzen, rauben Jer. 56 b , intr. sich los machen Jer. 181 b .

abgebrechen

DRW

abgebrechen Abbruch tun, abnehmen unde wir daz guot den liuten müge abe gebrechen 1216 Thomasin 8056 swaz so der man vindet oder dieben oder…

abzebrechen

KöblerMhd

abzebrechen , st. V. Vw.: s. abezerbrechen

anbrechen

DWB

anbrechen , incidere, particulam decidere, nnl. aanbreken: das erz anbrechen; ein brot anbrechen, einen käse anbrechen, angebrochener käse; …

anebrechen

KöblerMhd

ane·brechen

anebrechen , st. V. nhd. „anbrechen“, sich anmaßen Hw.: vgl. mnl. aenbrēken, mnd. anbrēken Q.: Buhlschaft (um 1380), GestRom E.: s. ane, bre…

Arschgebrechen

Wander

arsch·gebrechen

Arschgebrechen 1. Ein grosses Arschgebrechen machen. – Frischbier, I, 147. Von einer geringfügigen Sache viel Aufhebens machen. 2. He heft v…

aufbrechen

DWB

auf·brechen

aufbrechen , effringere, nnl. opbreken, erbrechen. 1 1) transitiv, ein haus aufbrechen; die thür, das thor aufbrechen. 1 Mos. 19, 9 . Garg. …

ausbrechen

DWB

aus·brechen

ausbrechen , evellere, egerere, erumpere, nnl. uitbreken, die transitiven bedeutungen 1—12 vorausgehend, die intransitiven 13—22 nachfolgend…

Bahnbrechen

Wander

bahn·brechen

Bahnbrechen Bahnbrechen ist nicht jedermanns Sache. »Niemand zum erst die ban wil brechen.« ( Waldis, IV, 58. )

beinbrechen

KöblerMhd

bein·brechen

beinbrechen , st. N. nhd. Knochenbrechen Q.: JvFrst (1340-1350) (FB beinbrechen) E.: s. bein, brechen W.: nhd. DW- L.: FB 31b (*beinbrëchen)…

birnbrechen

KöblerMhd

birn·brechen

birnbrechen , st. N. nhd. „Birnbrechen“ Q.: Miltenb (15. Jh.) E.: s. bire, brechen W.: nhd. DW- L.: LexerHW 2, 127 (nuzswingen), LexerN 3, 8…

dannenbrechen

KöblerMhd

dannen·brechen

dannenbrechen , st. V. nhd. abbrechen, abreißen Q.: Urk (1277) E.: s. dannen, brechen W.: nhd. DW2- L.: WMU (dannenbrechen 311 [1277] 2 Bel.…

Ableitungen von brechen (5 von 5)

entbrechen

DWB

entbrechen , steht nicht in den älteren wörterbüchern, selbst bei Henisch und Stieler nicht, erst Frisch hat das reflexivum, doch voc. theut…

erbrechen

DWB

erbrechen , effringere. 1 1) tr. ein thor erbrechen, aufbrechen; einen brief erbrechen; ein bein, einen knochen erbrechen, um das mark zu sa…

gebrechen

DWB

gebrechen , n. fehler, s. gebrech .

verbrechen

DWB

verbrechen , n. substantiver infinitiv des vorigen, in der älteren sprache nur mhd. und zwar im anschlusz an nr. 6, c des vorigen nachgewies…

zerbrechen

DWB

zerbrechen , verb. , wie das simplex brechen ( th. 2, 342) bis ins frühnhd. häufig, danach durch andere zss. von brechen und dieses selbst s…