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glum(m)

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

glum(m) n.

Bd. 8, Sp. 468
glum(m), n. (m.), trübes wasser, schlamm; vgl. glum(m), adj. niederfränkisch: sedimen van der seyken dat gloem of grontsop v. d. Schueren Teuthonista 129 V.; nordfriesisch: glum trübes wasser, überhaupt das trübe Chr. Johansen Föhringer u. Amrumer ma. 8; glumm (n.) trübung, bodensatz Schmidt-Petersen Föhr u. Amrum 52; glöm 'trübe im wasser' Bauer Moringer ma. 58. hierher auch: in den gluum fören 'ein heimtückisches ansehen haben, aussehen als einer, der einen bösen streich ausüben will' brem.-niedersächs. wb. 2, 520, wie in den drek fören (so Doornkaat-K. 1, 643) oder zu 2glumen 'einen bösen, heimtückischen blick auf etwas werfen', oder kontamination aus beiden? nach Adelung 2 (1775) 731 ist glumm (m.) 'kot, schlamm' ein oberdeutsches wort; er fuszt hier auf Frisch 1 (1741) 358c, der aus Stettler anführt: (es) setzte sich hiemit der glumm und das trübe wasser annales (Bern 1627) 202; diese stelle geht offenbar auf das oben unter glum (adj.) aus Luther angeführte zitat zurück: bis das glum und trübe wasser sich setze br. 8, 152 W.; unsicheres sprachgefühl substantivierte das adj. und gab ihm auch masc. geschlecht. anscheinend war das so gebildete substantiv auch sonst nicht unbekannt: so evangelisch hoch stand Luther ... weit hinausragend über seine parteileute ..., welche den bösen glum, das trübe wasser des zwiespalts in der kirche mehr liebten als den lautersten gesundbrunnen der evangelischen eintracht Göttinger gelehrte anzeigen 62 (1853) 624.
1500 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Glumm

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    † Glumm , adj. et adv. welches im Hochdeutschen veraltet ist, für trübe. Du trübest das Wasser mit deinen Füßen, und mac…

  2. modern
    Dialekt
    Glummm.

    Mecklenburgisches Wb.

    Glumm m. Glut unter Asche: Mantz. Ruh. 8, 36; Dor liggt dat Hus in Glumm un Asch Gild. Frank 164; Schimmer, Leuchten, be…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit glumm

15 Bildungen · 13 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

glumm‑ als Erstglied (13 von 13)

glummchen

SHW

glumm-chen Band 2, Spalte 1403-1404

glummsen

SHW

glumm-sen Band 2, Spalte 1403-1404

glummasche

DWB

glumm·asche

glummasche , f. : den braten auf glummäschen stellen, dasz er bisz zu gebührlicher zeit warm bleibe Garzonis piazza universale ... verteutsc…

glummen

DWB

glummen (glümmen), vb. 1 1) ablautende bildung zu glimmen ' schwach leuchten ', ' glühen ', vgl. glamme ' glut ', schles. glemmen ' anzünden…

glummer

DWB

glummer , m. , funke, nur spärlich bezeugt, vgl.: glomər glimmende asche Hofmann niederhess. wb. 108 , dazu s. o. sp. 191 den beleg aus Räte…

glummeren

WWB

glumm·eren

glummeren V. [ Hfd Wdf Hal SWestf] glimmen, schwach leuchten, glühen. Et glummert noch ( Isl Is ). — 2. am Morgen dämmern (Frbg.) ( Wdf Fü )…

glummerig

WWB

glumm·e·rig

glummerig Adj. [verstr.] 1. (von Asche) glimmend, glühend. Glummerge Aske ( Bür Bo ). — 2. (von Augen) glühend ( Tek Le).

glummern

DWB

glumm·ern

glummern , vb. , glimmen, intensivum zu glummen; Woeste westf. ma. 81 a ; Teuchert neumärkischer wortschatz 155 : ( die ) ubrige funcken ...…

Glummes

RhWB

Glummes, Glumster = Loch im Eise s. Galonster;

glum(m)se

DWB

glum(m)se , f. , funke, zu glumsen ( s. d. ), in der Schweiz vereinzelt neben dem dort allgemein üblichen glunse ( s. d. ) bezeugt ( kanton …

glum(m)sen

DWB

glumm·sen

glum(m)sen , vb. , glimmen, intensivum zu glummen wie glimmsen ( s. o. ) zu glimmen, allgemein verbreitet in südlichen teilen des bayr.-öste…

Ableitungen von glumm (2 von 2)

glumme

DWB

glumme , f. , funke, zu glummen wie glimme ' glut ' zu glimmen: anno 1607 ... ist aus ... eines bürgers haus ein unversehens feuer auskommen…

verglummen

MeckWB

verglummen 1. verglimmen Mi Nachtr. ; As Abendgläm, dei just verglummt H. Schröd. Gord. 231. 2. refl. sich versehen, falsch sehen: hest di w…