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Haben

ahd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Haben ntr, trs, trs, rec

Bd. 2, Sp. 493b
Haben, v. unregelm. gegenw. Z. ungebundene Form ich habe, du hast, er hat; wir haben, ihr habet oder habt, sie haben; gebundene Form, ich habe, du habest, er habe; wir haben  unlängst verg. Z. ich hatte  gebund. Form ich hätte  Mittelw. d. verg. Z. gehabt; Befehlw. habe. I der völlig und längst vergangenen Zeit nimmt es sich selbst zum Hülfssageworte an. I) ntr. mit der Fügung eines trs. und in einigen Bedeutungen trs. 1. Als ein für sich gebräuchliches Aussagewort wird es auf eine vielfache und mannichfaltige Art gebraucht. 1) I der Hand, mit der Hand halten, und in weiterer Bedeutung, an seinem Körper oder auch nur bei sich tragen. Hast du den Korb? hältst du ihn, hast du ihn gefaßt. Ja, ich habe ihn. Ih habe das Geld schon bereit. Ein Kind auf dem Arme haben. Einen Ring am Finger haben. Jemand an oder bei der Hand haben. Den Hut in der Hand, auf dem Kopfe haben. Schuhe an den Füßen haben. Kein ganzes Hemde auf dem Leibe haben. Dann, zu halten, zu nehmen geben. Hier hast du Geld, d. h. hier empfange Geld. Da hast du alles, was vorräthig ist. Uneigentlich. Bei der Hand haben, oder zur Hand haben, es bereit haben, es sogleich erreichen, nach Gefallen nehmen und gebrauchen können. Х Da hast du es, oder, da hast du dein Theil, von einem Verweise, der einem gegeben, von einer Wahrheit, die einem gesagt wird. Х Da haben wir's! da hören wir's, da kömmt es nun, wie es gesagt wurde. Man bedient sich auch dieses Ausdrucks, Verwunderung über eine unerwartete und unangenehme Sache auszudrucken. 2) I weiterer Bedeutung, wo es in den meisten Fällen das Dasein einer Aussage an einem und um ein Grundwesen anzeigt, welche Aussage gewöhnlich durch ein Sachwort ausgedruckt wird. I dieser weitern Bedeutung wird haben vorzüglich gebraucht: (1) für enthalten, in sich halten. Die Stadt hat viele schöne Häuser und meist wohlhabende Einwohner. Der Brunnen hat wenig Wasser. Das Land hat viele Gebirge und Flüsse. Ein Thaler hat vier und zwanzig Groschen. (2) An sich tragen, zu eigen haben, besitzen, sowol von Eigenschaften als von zufälligen Umständen, und sowol eigentlich als uneigentlich. Der Mensch hat einen künstlichen, geschicklichen Körper und eine vernünftige Seele. Ein Dreieck hat drei Ecken. Viele Fähigkeiten und Geschicklichkeit haben. Er hat wenig von seinem Vater, d. h. er ist ihm wenig ähnlich, er hat wenig von seinen Eigenschaften, seinen Eigenthümlichkeiten. Ein gutes Herz haben. Kein Herz haben, d. h. kein Gefühl, kein Mitgefühl haben; dann, keinen Muth haben. Gewalt Macht, Ehre, Ansehen haben. Glück, Unglück haben. Einen guten Erfolg haben. Jedes Ding hat seinen Namen. Recht oder Unrecht haben. Eine Gewohnheit, einen Fehler an sich haben. Х Er hat es an den Augen, d. h. er hat eine Augenkrankheit, ein Augenübel. Streit und Zank haben, Ruhe und Frieden haben. Überfluß, Schulden haben. Dann, zu eigen haben, sein nennen, von solchen Dingen, die außer uns sind. Gute, brave Ältern haben. Wohlgerathene Kinder haben. Umgang mit jemand haben. Viele Arbeit, viele Geschäfte haben. Viele Mühe mit einer Sache haben. Er soll meine Tochter nicht haben, d. h. bekommen, zur Frau. Er hat eine Adelige, d. h. zur Frau. »Du sollst nicht andre Götter haben neben mir,« d. h. verehren. Bei den Kaufleuten heißt haben, noch zu fodern haben, gut haben. Er hat (Credit). (3) Empfinden. Freude, Lust, Vergnügen an oder über etwas haben. Lust zu etwas haben. Liebe, Hochachtung gegen jemand haben. Etwas gern haben, es gern sehen, es mit Lust empfinden. Einen lieb haben. Mitleid mit jemand haben. Schmerzen haben. Widerwillen, Ekel, Abscheu an oder gegen etwas haben. Weder Scham noch Scheu haben. Hunger und Durst haben. Seine Noth haben. Vielen Kummer, viele Sorgen haben. Das habe ich am Gefühle, d. h. das fühle ich schon mit den Händen, ohne danach zu sehen. So auch, das hat er am Griffe. Zuweilen ist der Nebenbegriff der Thätigkeit, der thätlichen Äeußerung einer Empfindung damit verbunden. Geduld mit jemand haben, d. h. ihm Geduld und Nachsicht beweisen. Haben Sie die Güte, die Gnade, die Liebe, die Freundschaft für mich  (4) Als förmliches Eigenthum besizzen. Geld und Gut haben. Der Eine hat viel, der Andere wenig. Der Geizige will Alles haben. Wer da hat, dem wird gegeben. Vermögen haben, d. h. Geld und Gut besitzen. Er hat zu leben, d. h. er besitzt so viel, daß er davon leben, sich seine Bedürfnisse verschaffen kann. Х Hab' ich ist besser, als hätt' ich. Geld auf Zinsen stehen haben. Vieles Geld liegen haben. Zuweilen verliert sich der Begriff des Besitzes mehr oder weniger. Waaren feil haben. Eine Arbeit fertig haben. Nichts zu essen und zu trinken haben. Х Nichts zu beißen und zu brocken haben, d. h. sehr arm sein, oft nichts zu essen haben. Oft auch nur, in seiner Gewalt, in Verwahrung haben. Nun haben wir den Dieb endlich. Kaum naht' ich mich dem Ton, So hatte mich das Netz auch schon. Gellert. Einen Brief an jemand oder für jemand haben. (5) Vortheil, Nutzen haben. Was habe ich davon? Ih habe nichts an dieser Waare, d. h. ich verdiene, gewinne nichts daran. »Was hätte ich aber nun die ganze Zeit vom Lachen.« Rost. »Ih möchte wissen, was ich von dem ewig langen Schlafen hätte.« Weiße. (6) Bekommen. Für Geld ist alles zu haben. Diese Waare ist hier nicht zu haben. Wir haben Briefe von Hause. Er hat Befehl dazu. Ih habe dazu keine Vollmacht. Ih habe es von guter Hand, d. h. ich weiß es von zuverlässigen Personen. (7) Х Verlangen. Ih will es so haben. Ih weiß nicht, was Sie immer mit mir haben, was Sie von mir haben wollen. Wie es ein jeder gern hat. (8) Die Sache hat viel auf sich, d. h. sie ist sehr wichtig, hat viel zu bedeuten. Häufig wird haben noch in Verbindung mit einem andern Sageworte und dem Wörtchen zu, besonders im gemeinen Leben in verschiedenen Bedeutungen gebraucht. Einem etwas Wichtiges, Angenehmes zu sagen haben, es ihm sagen wollen oder müssen. Haben Sie mir noch etwas aufzutragen? Das hat noch nichts zu sagen, d. h. es schadet nichts, hat keine Folgen. Das hat viel zu sagen, d. h. darauf kömmt viel an. — Was hast du hier zu thun? d. h. was hast du für Ursache, Recht hier zu sein, oder was willst du hier? Da wird man wieder etwas zu thun haben. Daran hat er wieder etwas zu tadeln. Hat jemand etwas dagegen einzuwenden? — Er hat nichts danach zu fragen, d. h. er hat kein Recht danach zu fragen. Er hat hier nichts zu befehlen. — Danach hat sich ein jeder zu richten, d. h. danach soll sich ein jeder richten. — Viel Ungemach und Widerwärtigkeit zu erdulden haben, d. h. erdulden müssen. — Eine reiche Erbschaft zu hoffen haben, d. h. hoffen können, weil sie wahrscheinlich ist. Das hat etwas zu bedeuten. — Einem viel zu danken haben, oder ihm viel Dank haben, ihm viel Dank schuldig sein. Viel zu thun haben, auch viele Arbeit haben, d. h. noch viel thun müssen oder wollen, mit Arbeit überhäuft sein. Ih habe zu schreiben  Mit jemand zu thun haben, mit ihm Geschäfte haben und diese abmachen, mit ihm in Verbindung stehen. Wer ihn beleidiget, der hat es mit mir zu thun, d. h. der beleidiget mich und hat meine Ahndung zu fürchten. Ih habe nichts dawider, nämlich, zu sagen oder einzuwenden. Es wird niemand etwas dawider haben. Ih hätte noch eine Bitte an Sie, nämlich, zu thun. Ih habe nicht weit nach Hause, d. h. zu gehen, oder zu reisen  — Er kann es nicht besser haben, d. h. es kann ihm nicht besser gehen, er kann sich nicht besser befinden. Er will es nicht Wort haben, d. h. nicht gestehen. Er hat gut sagen, gut machen , d. h. er kann es leicht sagen, machen  Er hat es auf Einmahl bei mir weg, d. h. er hat meine Gunst auf Einmahl verscherzt. Er hat es kein oder keinen Hehl, d. h. er sucht es nicht zu verhehlen. »Ir Wesen hat sie kein Hehl.« Es. 3, 9. »Vor einem Fremden thue nichts, das dich Hehl hat,« dessen du dich schämest. Sir. 8, 21. † Du hast Zeit zu gehen, d. h. es ist Zeit, daß du gehest. † Eine Sache nicht Umgang haben können, sie nicht vermeiden können. 2. Als ein Hülfssagewort, mit welchem die vergangenen Zeiten aller überleitenden und rückdeutenden, wie auch vieler unüberleitenden und zuständlichen Aussagewörter gebildet werden. Ih habe es so gehört. Ih hatte mir es schon vorgenommen. Man sagt, er habe es absichtlich nicht gethan. Ih hätte gern mehr gegeben, wenn ich mehr gehabt hätte. Sollten Sie sich nicht geirrt haben? Ih will damit weiter nichts gesagt haben, d. h. ich will nicht, daß man das Gesagte so ernstlich nehme. Fehlerhaft ist die Wiederholung dieses Wortes. Ih habe es ihm gesagt gehabt. Was die unüberleitenden und zuständlichen Aussagewörter betrifft, mit welchen haben häufig verbunden wird, so ist in Ansehung der ersten überhaupt zu merken, daß sie es zwar gewöhnlich, aber dann nicht zu sich nehmen, wenn sie eine körperliche Bewegung, die nicht überleitend ist, bezeichnen, z. B. gehen, laufen, eilen, kriechen  Die zuständlichen nehmen haben zu sich, wenn man gewisser Maßen den Begriff einer Thätigkeit, eines Willens damit verbindet, z. B. die Bäume haben abgeblühet, oder ausgeblühet. Die Sonne hat geschienen. Das Licht hat lange gebrannt. II) rec. Sich haben, sich geberden, sich anstellen. Wer wird sich denn so albern, so lächerlich haben. Wie er sich wieder einmahl hat! Aber seh' ich, wie im Alltagskreise Frei und fröhlich, doch nach Sitt' und Weise, Sie so mädchenhaft sich haben kann. Bürger. III) Х imp. dasein, vorhanden sein; es giebt. Es hat keine Eile, es ist keine Ursache zur Eile vorhanden, man braucht nicht zu eilen. Es hat keine Noth, es ist keine Noth vorhanden. Es hat damit keine Noth, keine Gefahr, es ist dabei nichts zu befürchten, zu besorgen. Da hat es gute Wege, da ist nichts zu befürchten; auch, da ist nichts zu erwarten. Damit hat es Zeit, damit braucht man nicht zu eilen. Es hat seine Richtigkeit, es ist richtig. Ha! das Donatgeschmeiß! Kaum hört's und sieht's was Neues, So hat es gleich Geschreies, So puppern Herz und Steiß. Bürger. — hier hat's noch Nücken, Sagt, wie darein sich finden und schicken. Kl. Schmidt. I O. D. ist dieser Gebrauch noch ausgedehnter, wo man es häufig, gleich dem Französischen il-y-a, für es giebt setzt. »Da es vor Zeiten reiche Bauern gehabt.« Bluntschli. »I Zürich hat es neunzehn Glocken.« Ders. Viel Helden hat es jetzt, so hat's auch viel Poëten. Logau. Hieher gehört auch der Gebrauch, wo es mit sich noch verbunden wird, und einen mit Unwillen oder Spott verbundenen Einwurf, Wi= derspruch andeutet. »Ach, es hat sich was mit dem Galgen!« Lessing. »Ja, es hat sich wol.« Weiße. Das Haben. Das Haben ist besser, als das haben sollen. Bei den Kaufleuten ist das Haben so viel als das Guthaben, die Foderung (das Credit); entgegen dem Sollen, oder dem, was einer schuldig ist (das Debet). Die Habung kömmt nur in Zusammensetzungen vor; z. B. die Handhabung. — I Ansehung der Aussprache des a in haben ist zu merken, daß es in den Fällen, wenn b darauf folgt, gedehnt, hingegen, wenn s oder t darauf folgt, geschärft ausgesprochen wird.
10981 Zeichen · 274 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    habênsw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +19 Parallelbelege

    habên sw. v. , mhd. nhd. haben; as. hebbian, mnd. mnl. hebben; afries. hebba, habba; ae. habban; an. hafa; got. haban. —…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    habenstf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +10 Parallelbelege

    haben stf. s. habene.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    habensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    haben , sw. V. Vw.: s. habben

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Haben

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Haben , verb. irreg. neutr. Präs. ich habe, du hast, er hat, wir haben, ihr habet oder habt, sie haben; Imperf. ich hatt…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Haben

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Haben Gesamtheit des Besitzes; nur idWdg ‘Sollen und H., H. und Sollen’, aus der Kaufmannsspr übertr auf die eigene Lebe…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Haben

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Haben (frz. avoir , ital. avere , engl. creditor , abgekürzt cr .), in der kaufmännischen Buchhaltung soviel wie Credit …

  7. modern
    Dialekt
    haben

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    habe n [hâwə Wittenh. bis Han. Betschd. ; hôwə K. , Z. ; hèpə Rauw. Wh. ; Part. khâwə, khôwə; ghâpt Wittenh. Dessenh. ] …

  8. Sprichwörter
    Haben

    Wander (Sprichwörter)

    Haben 1. Bei Haben lebt sich's besser als bei Habensollen. Ung. : A ki birja, a' marja. ( Gaal, 837. ) 2. Besser haben a…

  9. Spezial
    Haben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    Ha|ben n. (-s,-) (Guthaben) avëi (-s) m. , credit (-ic) m. ▬ Soll und Haben ‹econ› dé y avëi.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit haben

186 Bildungen · 28 Erstglied · 150 Zweitglied · 8 Ableitungen

haben‑ als Erstglied (28 von 28)

haben I

SHW

haben I Band 3, Spalte 15-16

haben II

SHW

haben II Band 3, Spalte 15-16

habend

FWB

1. ›vermögend, über überdurchschnittlichen Besitz verfügend; im Besitz von etw. seiend (jeweils von Personen); in js. Besitz befindlich; vor…

habende

Lexer

hab·ende

habende part. adj. haltend, haftend. ein habende sicherheit Antichr. 204,40. habender gewalt Aneg. 36,64. diu habende kraft des magen Mgb. 3…

habendus

MLW

haben·dus

3. habendus , -a, -um. qui in futuro possidetur, futurus – (der) in Zukunft besessen (wird, werden kann), zukünftig : Dipl. Conr. II. 59 p. …

Habeneck

Meyers

habe·neck

Habeneck , Antoine François , Violinspieler und Dirigent, geb. 23. Jan. (oder 1. Juni) 1781 in Mézières, gest. 8. Febr. 1849 in Paris, Sohn …

Habengeld

MeckWB

haben·geld

Habengeld n. Hafengeld: portorium 'Havegelt, Bomgelt, Fehrgelt' Chytr. 525.

Habenicht

Wander

haben·icht

Habenicht Der Habenicht hat alle Jahre Junge. ( Wend. Lausitz. )

habenichts

DWB

haben·ichts

habenichts , m. der nichts besitzende, eine imperativische bildung wie habegern, haberecht, dem sinne nach = nichtshaber, s. d. kommen sie i…

Habenicks

MeckWB

habe·nicks

Habenicks -nichts m. mittelloser Mensch: Dat is Herr von Habenicks, Hett keenen Bodden in de Bücks Sta User ; dat 's ok Herr von Habenichts …

habeniht

Lexer

habe·niht

habe-niht stm. eine imperat. bildung: der nichts besitzende. der habeniht hât mich beroubet Kolm. 88,1. 6,10. 16. als name Habnut, Habinit Z…

haben II

RhWB

haben II. Formen: der Infinit. weist zwei, in den Formen han u. hębə (hęwən) (s. u. die einzelnen Vokalqualitäten) sich scheidende Geb. auf,…

Habenmeister

MeckWB

haben·meister

Habenmeister m. Hafenmeister; die Rostocker Hafenord. von 1847 besagt: 'der Lotsencommandeur zu Warnemünde und der Hafenmeister zu Rostock s…

Habenreisen

Wander

haben·reisen

Habenreisen Darüber wird sich ein Habenreisen heben. – Luther's Tischr., 520 a ; Saltzmann, Anh. 38 a .

Habenstaken

MeckWB

habens·taken

Habenstaken m. wohl entstellt aus Abenstaken (1, 41); im Volksreim: Huhei Habenstaken, Morgen wöllt wi Mandag maken d. h. feiern, blauen Mon…

habentia

MLW

habentia , -ae f. possessio, proprium, fortunae – Besitz, Eigentum, Habe, Hab und Gut : Chron. Ebersh. 34 p. 448,18 -a habentia monasterii s…

habênto

AWB

habênto adv. — Graff IV,727 s. v. habên. hab-endo: Nb 64,6. 116,30. 156,16. 190,24. 342,4 [72,26. 127,17. 167,27. 206,24. 374,21]. Nk 461,5 …

Habent sua fata libelli

Meyers

Habent sua fata libelli (lat.), »Bücher haben ihre Schicksale«, Zitat aus des Grammatikers Terentianus Maurus Gedicht » De literis etc .«

Habenzins

LDWB2

haben·zins

Ha|ben|zins m. (-es,-en) fic atifs m.pl. , fic dl credit m.pl.

habenīsen

KöblerMhd

habenīsen , st. N. nhd. „Habeneisen“, ein Eisenwerkzeug mit Handgriff ÜG.: lat. anuabile Gl Q.: Gl (Ende 12. Jh.) E.: s. haben (1), īsen (1)…

Habenᵈzǖg

Idiotikon

Habenᵈzǖg Band 17, Spalte 712 Habenᵈzǖg 17,712

haben als Zweitglied (30 von 150)

beschaben?

KöblerMhd

*beschaben? , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „beschabt“ Vw.: s. un- E.: s. beschaben (1) W.: s. nhd. beschaben, (Part. Prät.=)Adj., beschaben (Adj.…

gehaben?

KöblerMhd

*ge·haben

*gehaben? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. ūf-, un- E.: s. haben, gehaben W.: nhd. (ält.) gehaben, (Part. Prät.=)Adj., gehaben, DW 5, 2309 L.: B…

nihthaben?

KöblerMhd

*nihthaben? , V. nhd. „nichthaben“, nichts haben E.: s. nihthaben (2) W.: nhd. DW-

schaben?

KöblerMhd

*schaben? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. ge- E.: s. schaben (1)

abe schaben

MWB

abe schaben stV. sw. Part. Prät. SHort ; s. a. schab|ab 1 ‘etw. durch Schaben, Kratzen entfernen’ 2 übertr.: ‘etw. tilgen, zunichte machen; …

abegeschaben

KöblerMhd

abe·geschaben

abegeschaben , st. V. nhd. sich wegscheren, abschaben, auslöschen, tilgen, vertreiben Q.: Tauler (FB abegeschaben), Volmar (1249?) E.: s. ab…

abehaben

KöblerMhd

abe·haben

abehaben , sw. V. nhd. abhalten Q.: LuM (1437) E.: s. abe, haben W.: nhd. abhaben, sw. V., abhaben, DW 1, 53, DW2 1, 348 L.: Lexer 356b (abe…

abgehaben

DRW

abgehaben einem etwas anhaben als wir [Landsknechte] P. [dem betrügerischen Rottmeister] mit nichten nichtis mochten abegehaben, geleites ha…

abgeschaben

Lexer

ab-geschaben part. adj. ich bin alt unde kranc und bin nû gar abgeschaben Kol. 164.

abhaben

DWB

abhaben , in lebendigen, meist elliptischen redensarten, welche die alte praeposition ab erkennen lassen und aus dem zusammenhang zu ergänze…

abschaben

DWB

abschaben , abradere, abreiben. das moos vom baume, den bart ( von den wangen ) abschaben, holz mit glas abschaben, farben abschaben, abreib…

anbehaben

DRW

anbehaben, anbeheben I beanspruchen, einen Anspruch gerichtlich durchsetzen bdv.: anbehalten behabt ez [das Gut] im iemen mit rehte an 1275/…

ane behaben

MWB

ane behaben swV. ‘jmdm. etw. abgewinnen, mit Erfolg streitig machen’ die vursten dûht er ze hêre. / alle die êre / die si alle solten tragen…

ane haben

MWB

ane haben swV. teilw. Bedeutungsüberschneidungen mit ane heben 1 mit Akk.d.S. 1.1 überwiegend: ‘etw. (Kleidung) anhaben, tragen’ 1.2 ‘Besitz…

ane behaben

Lexer

ane·behaben

ane behaben einem etw. über ihn behaupten, ihm abgewinnen dem hât er den sic behabet an Erinn. 304,

anegehaben

KöblerMhd

ane·gehaben

anegehaben , sw. V. nhd. anhaben, tragen, bedrängen, bezichtigen Hw.: s. anehaben Q.: Lanc (1240-1250) E.: s. ane, gehaben (1) W.: nhd. DW2-…

angehaben

DWB

ange·haben

angehaben , incipere, gleichbedeutend mit anheben, doch förmlich davon unterschieden und abzuleiten von dem subst. anhab, angehab initium: d…

anhaben

DWB

anhaben in zwiefacher bedeutung, 1 1) an sich haben, an sich tragen, indui, von kleidungsstücken, nnl. aanhebben. ahd. daʒ kescuhe anahaben,…

anschaben

DWB

anschaben , arradere: den käse anschaben.

aufgehaben

DWB

auf·gehaben

aufgehaben , echte gestalt des part. praet. von aufheben. die sich, wie in erhaben, neben dem vorgedrungnen aufgehoben, erhoben lange geborg…

aufhaben

DWB

auf·haben

aufhaben , tectum esse, nnl. ophebben, auf dem kopf haben, gebildet wie anhaben und abhaben: er hat gar nichts auf, geht unbedeckt; die frau…

aufschaben

DWB

auf·schaben

aufschaben , radendo aperire, extenuare, fricando asperare. nnl. opschaven.

aushaben

DWB

aus·haben

aushaben , in verschiednen, elliptischen bedeutungen, 1 1) verlieren, gleichsam ausgespielt, seine rolle ausgespielt haben: er hat bei mir a…

b(e)schaben

Idiotikon

b(e)schaben Band 8, Spalte 17 b(e)schaben 8,17

behaben

DWB

behaben , ahd. pihapên tenere, obtinere ( Graff 4, 733 ), mhd. behaben ( Ben. 1, 599 ). 1 1) diese alte bedeutung von behalten, behaupten da…

beschaben

DWB

beschaben , deradere, ahd. piscapan, mhd. beschaben, nnl. beschaven: denn es ( das mal ) ist tief eingefressen, und hats beschaben gemacht. …

Ableitungen von haben (8 von 8)

behaben

DWB

behaben , ahd. pihapên tenere, obtinere ( Graff 4, 733 ), mhd. behaben ( Ben. 1, 599 ). 1 1) diese alte bedeutung von behalten, behaupten da…

enthaben

DWB

enthaben , wie enthalten, 1 1) sustentare, erhalten, unterhalten: aber in demselben tag gib im den lon seiner arbeit vor dem undergang der s…

erhaben

DWB

erhaben setzt Maaler 111 a , ohne umlaut, für erheben, efferre: zu einem heiligen erhaben, ascribere numinibus; erhabende, der erhebt, effer…

gehaben

DWB

gehaben , das urspr. part. praet. von heben, s. dort I, 3 ( alem. aber auch zu haben, s. d. A, 6); jenes auch bei Göthe noch: mit aufgehaben…

habene

Lexer

habene stf. BMZ s. v. a. habe, hafen Pass. (204,59. haben: entsaben 145,52).

urhaben

DWB

urhaben , v. , fermentare ( s. urhab 2) vocab. 1445 bei Schmeller-Fr. 1, 1033 . bes. im part. geurhabt fermentatus. vgl. urhabanaz fermentat…

verhaben

DWB

verhaben , verb. haltend beseitigen. 1 1) verhalten, zurückhalten, ahd. farhabên, abstinere, continere Graff 4, 734 ; mhd. verhaben vielfach…

Zerhaben

Wander

Zerhaben Er zerhat sich. – Frischbier, II, 2995. Verstärkung der Redensart: Er hat sich, d.h. er macht sich Sorgen, Kummer, kann seine Gefüh…