meinen öfter auch -ey- 1
sich intentional auf etw/jdn richten a
beabsichtigen, tun/haben wollen b
theoret/ästhet anstreben, intendieren c
betreffen d
lieben 2
glauben a
vermuten, für möglich halten b
annehmen, davon ausgehen, sich einbilden 3
(so und so) denken a
eine bestimmte Ansicht haben, vertreten b
für angemessen halten c
urteilen, behaupten 4
‘es so und so m.’ a
eine bestimmte Denkweise, Sinnesart haben b
so und so eingestellt sein gegenüber einer Sache/Person 5
im Sinn haben, eigentlich sagen wollen a
so bezeichnen, darunter verstehen b
bildkünstlerisch darstellen c
die Rede sein/reden von d
indirekt ausdrücken, andeuten 6
sagen, bemerken 1
sich intentional od voluntativ einem Gegenstand/einer Person od einem Ziel zuwenden a
beabsichtigen, zu tun gedenken; einmal iSv Hintergedanken haben Von dem epischen Gedicht [
‘I Lombardi alla prima crociata’ von TGrossi] wüßte ich kaum etwas zu sagen..doch muß ich hienächst ausdrücklich bemerken, daß keine Zudringlichkeit dabey gemeint seyn kann GWBB43,183,11 Streckfuß 26.11.27 K [
Mephisto zu Faust:] Die schlechteste Gesellschaft läßt dich fühlen,|Daß du ein Mensch mit Menschen bist.|Doch so ist's nicht gemeint|Dich unter das Pack zu stoßen GWB14,79 Faust I 1639 Darauf antwortete ich: Wenn Gott, mein Recht und meine Kräfte wollen und können, so werde ich wohl nicht wollen und können wie ihr wollt und meint GWB43,223,6 Cell II 4 Da sagt' er [
Reineke] zu Grimbart:|Unser kürzester Weg geht an der Mauer vorüber;|Aber er meinte die Hühner, wie sie im Freien spazierten GWB50,43 ReinF III 418 14,135 Faust I 2739 20,353,13 Wv II 13 27,166,16 DuW 8
uö iSv (haben) wollen, wünschen Mir ist das Volk zur Last,|Meint es doch dieß und das:|Weil es die Fürsten haßt,|Denkt es, es wäre was GWB5
1,152 ZXenNachl IX 948 Auf einen Brief wie ihr meynet will ich dencken und Euch einmal ein solch ostensible opus schreiben GWBB(Berend 82) Kestner 2.5.83 Angedenken an das Eine|Bleibt das Beste was ich meine
1) GWB5
1,114 ZXenNachl VIII 430
uö b
theoret/ästhet anstreben, im Sinn haben; eine Intention verfolgen, mBez auf künstlerische od philos Ideen u Vorhaben; öfter ‘wie es (mit etw) gemeint ist’ Ich studirte den Albertus Magnus, aber mit wenigem Erfolg. Man müßte sich den Zustand seines Jahrhunderts vergegenwärtigen, um nur einigermaßen zu begreifen was hier gemeint und gethan sei GWB36,23,6 TuJ 1807 Ich ließ vom zweiten Gesange [
der ‘Ilias’] eine Abschrift nehmen, um ihn neben mich hinzulegen und von Zeit zu Zeit, nach eigenem Gefühl und Sinn, einiges umzuändern; daraus entwickelt sich am leichtesten, was man meynt GWBB37,159,25 Zauper 6.8.2 Mit dem Costüm des Heeres ist es folgendergestalt gemeynt GWB16,496,1 Epimen Progr Ein kleines Modell, wie es mit dem Hintergrund der Hütte [
Dekoration für die Aufführung der ‘Paria’-Trilogie] gemeint sey GWBB38,220,8 CarlAug 16.8.24 K Ich habe die Schriften meiner ersten Jahre ohne Vorwort in die Welt gesandt, ohne auch nur im mindesten anzudeuten, wie es damit gemeint sei GWB7,3,11 DivNot
uö ‘ernst gemeint’ mBez auf die Autorintention; ‘(es) viel zu ernstlich/ernsthaft m.’ mBez auf überambitionierte Texte Als ich meinen abgeschlossenen Faust einsiegelte..mußte mir einfallen daß meine werthesten..Freunde nicht alsobald den Spaß haben sollten, sich an diesen ernst gemeinten Scherzen..zu ergötzen GWBB49,153,14 Boisserée 24.11.31 daß er [
Lavater in seinem Werk ‘Pontius Pilatus’] es viel zu ernstlich meynt um iemals ein gutes Werck in der Art zu schreiben GWBB5,299,26 ChStein 6.[4.82] Diese sehr ernsthaft gemeinten Gedichte gleichen..sämmtlich gutmüthigen Parodien GWB45,173,17 RamNeffeAnm 30,149,6 ItR
uö c
‘gemeint sein auf etw/jdn’: auf etw/jdn bezogen, gemünzt, ausgerichtet sein; einmal ‘wohin etw gemeint ist’ Wir halten fest im Auge, daß bei Hercules auf Persönlichkeit alles gemeint sei; nur unmittelbare That sollte den Halbgott verherrlichen GWB49
1,120,3 Philostrat Da nun jede Fabel eigentlich etwas lehren soll, so ist euch allen, wohin die gegenwärtige gemeint sei, wohl überklar GWB25
1,177,9 Wj III 8 4,84,14 AufklBem
uö d
iSv lieben, liebend gedenken2) [
Sie:] Du trauerst daß ich nicht erscheine,|Vielleicht entfernt so treu nicht meine,|Sonst wär' mein Geist im Bilde da GWB3,29 Äolsharfen 26 2
glauben, für wahr halten, mBez auf (mehr od weniger als gewiß) angenommene Tatsachen a
für (sehr) wahrscheinlich od möglich halten, auf bestimmte Weise einschätzen [
Selbiz zu Gottfried:] Es [
die Achtserklärung] ist ein Streich von Weislingen. [
Gottfried:] Meynst du!| [
Selbiz:] Ich meyne nicht, ich weis GWB39,97,15 Götz
1 III [
Niklas zum Vater:] Behüte Gott! Es [
die Geschichte vom Wassermann] ist ein Mährchen.| [
Vater:] Du meinst es wäre ganz und gar erlogen? GWB12,99,1 Fischerin Was meynst du Behrisch sollte es nicht bloser Stolz seyn, daß sie mich liebt GWBB1,146,9 Behrisch 20.11.67 Man meynt immer, die Narrheit der Parteiwuth müsse doch einmal eine Grenze finden; aber es gelingt ihr noch immer, sich selbst in's Unendliche zu überbieten GWBB23,183,1 Seebeck 28.11.12 K 38,130,10 Claud
1 uö b
(einen Sachverhalt) für gegeben halten, als Tatsache empfinden, davon ausgehen; meist mBez auf eine Selbsttäuschung α
(irrtümlich od aufgrund einer trügerischen Wahrnehmung) für wahr od wirklich halten, sich einbilden; auch in rhetor Frage; mehrf ‘Wunder (was) m.’ zur Kennzeichnung von übertriebenen Einschätzungen [
Alcest zu Sophie:] dein Mann geht aus dem Hause,|Man meint, ich gehe selbst zu einem Fastnachtsschmause;|Allein, das Hinterthor ist meiner Treppe nah -|Es merkt's kein Mensch im Haus und ich bin wieder da GWB9,55 Mitsch
3 264 denn niemand hatte sich vorgestellt, daß Narciß verwundet sei; alle meinten, ich habe ihn glücklich hinaus gebracht GWB22,275,5 Lj VI [
Hauptmann:] Der Jäger gestern lernt ihn [
den Zigeunerjungen] ein fein Waidmanns Stückgen, Reuter zu verführen dass sie
m. sie wären beysammen und sind weit auseinander GWB39,142,12 Götz
1 V 1 [
Mephisto:] Es kommt mir wahrlich das Gelüsten..|Mich als Docent noch einmal zu erbrüsten,|Wie man so völlig Recht zu haben meint.|Gelehrte wissen's zu erlangen,|Dem Teufel ist es längst vergangen GWB15
1,91 Faust II 6589 Das Auge hat einen anmaßlichen Verstand hinter sich, der wunder meint wie hoch er stehe, wenn er beweist, ein Sichtbares sei zu lang oder zu kurz GWB49
2,19,17 Relief Phigalia 39,249 Urfaust 184 38,40,6 AnekdoteWerth
uö β
sich so fühlen als ob, sich einbilden, imaginieren (auch in hyperbol Äußerungen) [
Gretchen zu Faust:] seine [
des Mephisto] Gegenwart schnürt mir das Innre zu.|..Das übermannt mich so sehr,|Daß, wo er nur mag zu uns treten,|Mein' ich sogar, ich liebte dich nicht mehr GWB14,176 Faust I 3497 Ob ich gleich noch immer derselbe bin, so mein' ich bis auf's innerste Knochenmark verändert zu sein GWB30,231,14 ItR wenn man wieder einmal so einen ganz wahren Menschen sieht meynt man, man käme erst auf die Welt GWBB4,150,4 ChStein 30.11.79 [
Jetter:] Begegnet mir ein rechter Wanst, mein' ich, den säh' ich schon am Pfahl braten GWB8,212,23 Egm II [
Stella:] O wenn ich..den Zauber der Liebe vergebens mit einem Drang, einer Fülle ausspreche, daß ich meine, ich müßte den Mond herunter ziehen GWB11,150,16 Stella II [
Antonio:] Sie spendete selbst mir ein reichliches Gold.|Ich meint', ich müßte sie in mich saugen|Die holde Gestalt der Königin GWB13
2,35 Kotzebue,Schutzgeist 697 B2,260,19 Gfin Stolbg 15.4.[75] B8,109,21 Herder 29.12.86 B27,194,10 Willemer 6.10.16
uö 3
(so und so) im Sinn haben, auffassen, beurteilen (u das Urteil zum Ausdruck bringen) a
(bei sich) denken, der Ansicht sein, von etw überzeugt sein; ‘anders m.’ einmal iSv eine andere Denkweise, Mentalität haben zum erstenmal kam mir der eigenste Sinn meiner Worte aus dem Munde eines andern reichhaltiger..wieder entgegen; was ich ahnete, ward mir klar, und was ich meinte, lernte ich anschauen GWB23,39,9 Lj VII 5 Es ist wahr ich bin ein groser Narr, aber auch ein guter Junge, Anette meynts, meynst du es nicht auch GWBB1,145,2 Behrisch [14.11.]67 Das liebe, allerliebste, gegenwärtige Publicum meynt immer: das, was man ihm vorsetzt, müßten jedesmal warme Kreppel aus der Pfanne seyn GWBB48,99,12 Zelter 29.1.31 Die Leute stehen wohl durch Zustände und Verhältnisse von einander ab, und
m. auch einer anders als der andere GWB40,318,5 Üb:Collin,Regulus ich meine nicht, daß irgend etwas Anmuthigeres und Zierlicheres dieser Art mir in die Hände gekommen wäre GWBB32,78,1 Boisserée 22.10.19 5
1,93 ZXen Nachl VII 119
uö b
(zu tun) für richtig halten, angemessen finden, dafürhalten; auch pejor: etw aus Unvernunft od zweifelhaften Gründen als richtig ansehen; öfter ‘ich/man sollte m.’ [
Niklas:] Wenn ich Dortchen habe, meintet ihr nicht, daß ich mich drinnen [
in der Stadt] nach einem Dienste umsehen soll? GWB12,96,26 Fischerin das Haupt-Elend der Intoleranz offenbart sich doch am meisten in den Uneinigkeiten der Christen selbst..Nicht daß ich meine, man sollte eine Vereinigung suchen GWB37,162,12 BriefPastors Der Vater..meinte, man müsse bei ihren [
der Kinder] Freuden ernst scheinen, und sie ihnen manchmal verderben, damit ihre Zufriedenheit sie nicht übermäßig und übermüthig mache GWB21,24,26 Lj I 5 Zärtlich zu sein,
m. die Leute, schicke sich nicht für Ehegatten. - Laß sie
m., versetzte ich, wir wollen es auf unsere Weise halten GWB28,347,15 DuW 15
uö c
urteilen, eine Meinung haben (u sie äußern), öfter absolut u substantiviert α
allg; auch pejor mBez auf wechselhaftes u oberflächliches Urteilen; öfter ‘darüber m.’: seine Meinung äußern; einmal ‘der M-de’ iSv der Argumentierende und weil wir Menschen doch immer
m. müssen, so werden Sie auch den hier und da geäußerten Meinungen nicht abhold seyn GWBB33,40,3 Schreibers 23.5.20 K Wenn sie [die Weiber] aber urtheilen und
m.,|Da will's oft wunderlich erscheinen GWB5
1,99 ZXenNachl VII 215 Es bedurfte der entschiedenen Zudringlichkeit dieses Mannes [
Mittlers], um..das Widerreden..
M., Um- und Wiedermeinen zu beseitigen GWB20,299,25 Wv II 8 Soll auch ich..meine Meinung verkünden,|Daß auch andere wieder darüber
m. und immer|So in's Unendliche fort die schwankende Woge sich wälze GWB1,297 Vs 6 Epist I Nur kämpfend weicht der Krieger, so der Meynende GWB53,359 Nur kämpfend B48,263,21 Sternbg 30.6.31 36,285,16 BiogrEinzh B36,417 Schultz 9.12.22 K
uö β
behaupten, Vermutungen anstellen; iUz sicher wissen, auch mBez auf (unsichere) Hypothesenbildung in wiss Kontext um die Stellung dieser Wissenschaft [
der Botanik] in Absicht sowohl des Erkennens als des Denkens, des Ordnens und des Meynens zu übersehen GWBB44,195,21 Soret 14.7.28 7,328,5 Div Plp
uö 4
‘es so und so m.’: eine bestimmte innere Einstellung, Sinnesart, Denkweise haben a
allg: so u so gesinnt sein, neben/iGz sagen, denken, fühlen uä Wenn man der Nachwelt etwas Brauchbares hinterlassen will, so müssen es Confessionen seyn, man muß sich als Individuum hinstellen wie man's denkt, wie man's meint GWBB46,129,17 Zelter 1.11.29 aus den Werken kann man sehen, wie es die Menschen
m., und aus den Meinungen voraussagen, was sie thun werden GWB27,79,28 DuW 7 Immer hab' ich nur geschrieben|Wie ich fühle, wie ich's meine, |Und so spalt' ich mich, ihr Lieben,|Und bin immerfort der Eine GWB3,369 ZXen VI 1841 Ich höre das ganze Jahr jedermann anders reden, als ich's meine; warum sollt' ich denn auch nicht einmal sagen, wie ich gesinnt bin? GWB42
2,222,11 MuR(879)B38,272,16 Langermann [16.10.24] K
uö b
auf bestimmte Weise gegenüber einer Sache od Person eingestellt sein α
‘es gut, ehrlich, redlich, nicht böse m. (mit etw)’ uä: (hinsichtlich einer Aufgabe) eine wohlwollende, rechtschaffene Einstellung, gute Absichten haben (u entspr handeln) [
Götz:] Er [
der Kaiser] meint's gut und möchte gern bessern GWB8,32,6 Götz
2 I 3 wenn ich es nicht so gründlich gut mit Marienbad meinte GWBB35,123,16 Rehbein 30.9.21 K daß es mit dem redlichen Forschen auch wirklich ehrlich gemeint sey GWBN13,450,13 NaturforscherBerlin [Sternbg] Ich habe..gehört daß du über den Brief im Merkur böse bist..Gegenwärtig kann ich nichts weiter sagen als daß ichs ernstlich und aufrichtig gemeint habe, daß meine Absicht war: einen Grundstein zu künftigem gemeinschaftlichen Bau manches wissenschaftlichen Denckmals zu setzen GWBB9,71,17 Knebel 28.1.89 Es war aber eigentlich so bös nicht gemeint, denn er gebrauchte diese Phrase mehrmals GWB27,268,17 DuW 9 B46,202,17 Maria Paulowna 2.1.30 K
uö β
‘es gut, herzlich, mütterlich, redlich, treu, (über)wohl m. (mit jdm)’ uä (je einmal ‘gegen jdn/zu jdm m.’): gegen jdn wohlgesinnt, ihm günstig sein Sie [
Aurelie] war die einzige Person, die es eigentlich gut mit ihm [
Wilhelm] meinte GWB22,254,20 Lj V 16 Empfiel mich der Fürstinn. Ihre Worte sind mir wahre Wohlthat, ich dancke dir daß du mir sie verschafft hast. Ich meynte es so herzlich zu ihr und begriff nicht daß sie mir nicht schrieb GWBB9,4,18 Jacobi 21.7.88 Mich armen Teufel, Herr Baron,|Beneiden Sie, so wie es scheint,|Weil die Natur vom Knaben schon|Mit mir es mütterlich gemeint GWB21,294,4 Lj III 9 Winckelmann war durchaus eine Natur, die es redlich mit sich selbst und mit andern meinte GWB46,60,15 Winckelm Charakter Leben Sie wohl und halten Sich überzeugt: daß es wenige treuer mit Ihnen meynen können als ich GWBB8,226,25 CarlAug [29.?]5.87 Glauben Sie Ihren Freunden, wie überwohl der Austeiler des ganzen es mit Ihnen gemeint hat GWBB2,40,2 Sophie La Roche [etwa 20.11.72] 39,30,10 Götz
1 I
uö γ
‘es gut m.’ uä iUz Gutes bewirken, leisten [
Lotte:] Der verfluchte Schuss!.. [
Werther:] Albert hats gut gemeint. Was kann man dafür, daß es die Leute gut
m. GWB38,39,19f AnekdoteWerth So schlecht es aber ist, so gut ist es gemeint GWB37,1,15 Neujahrswunsch 1757 1,6 Zueignung 65
uö 5
im Sinn haben bei einer (sprachl) Äußerung, eigentlich sagen wollen a
mit einem (schwer verständlichen) sprachl Ausdruck eine bestimmte Bedeutung verbinden, etw so bezeichnen, darunter verstehen In diesem Sinne vermuthet ein geistreicher Freund, der Berg Vaus solle der Berg Kaus heißen und dadurch der indische Kaukasus gemeint sein GWB41
1,180,8 DreiKönige ihn [
Newton] würde es vortrefflich kleiden, mit großer Behaglichkeit auszurufen: wenn ich Cirkel sage, so mein' ich eben, was nicht rund ist GWBN2,107,24 FlP 178 Zu vollkommenem Verständniß dessen, was unter diesem Worte [
Aberzahn] gemeynt sey, füge ich einen eingelegten Knoten einer Weinranke bey GWBB44,298,4 Riemer 28.8.28 Beilage Möchtet ihr mich, versetzte Charlotte..nur kürzlich belehren, wie es eigentlich hier mit den Verwandtschaften gemeint sei.. ..wenn ich aufrichtig sein soll, so ist es mir eigentlich nur um den Wortverstand zu thun GWB20,47,22 Wv I 4
uö(selten) b
bildkünstlerisch darstellen, abbilden in Betrachtung ziehend..ob hier [
auf der Lithographie] Fürstenwalde..gemeint sey GWBB44,107,22 Zelter 29.5.28 [
der Maler] Zog seinen Umriß leicht und klar,|Man konnte sehn, was gemeint da war GWB2,192 Künstlers Fug u Recht 14 49
1,397,12 Üb:Gérard,Collect des portraits hist c
die Rede sein/reden von; als genauere Bestimmung, Identifikation einer (zuvor erwähnten) Sache od Person, besonders in nachgestellter Auflösung einer Umschreibung daß von einem Hause die Rede ist, welches Timmler selbst kaufen..wolle. Sollte hiemit das Lößelische Haus gemeint seyn, so mache aufmerksam, daß es nicht stehen bleiben kann GWBB31,72,2 Weller 31.1.19 wenn uns nicht ein anderer Einfluß..immer offenbarer und gewaltiger beherrscht hätte. Ich brauche kaum zu sagen, daß hier Shakespeare gemeint sei GWB28,71 21 DuW 11 Sichtbar ist aber die Farbe und etwas das sich zwar beschreiben läßt, aber keinen eigenen Namen hat. Was wir
m., soll weiterhin klar werden GWBN3,13,22 FlH I [Riemer?] Auch ist hier der Platz, einer Halbkunst zu gedenken, welcher wir in Absicht auf Färberei sehr vieles schuldig sind, ich meine die Tapetenwirkerei GWBN1,240,22 FlD 604 Ein anderer Mann, obgleich in jedem Betracht von Behrisch unendlich verschieden, konnte doch in einem gewissen Sinne mit ihm verglichen werden; ich meine Oesern GWB27,153,4 DuW 8 Alle Neun, sie winkten mir oft, ich meine die Musen GWB1,313 Vs 127 VenEpigr 27 B6,415,22 CarlAug 26.12.84 B33,100,22 Schubarth 9.7.20
uö d
(etw Bestimmtes) indirekt sagen, darauf anspielen, hindeuten; (eine best Sache) verhüllt, sinnbildlich od rätselhaft ausdrücke; öfter in (Nach-)Fragen Caffé wollen wir trinken mein Fremder! - da meynt sie branliren;|Hab ich doch, Freunde, mit Recht immer den Caffé gehaßt GWB53,15, Vs 125 VenEpigrNachtr 36 [
Mephisto zu Gretchen:] Wie steht es denn mit Ihrem Herzen? [
Gretchen:] Was meint der Herr damit? [
Mephisto für sich:] Du guts unschuldigs Kind! GWB14,148 Faust I 3007 [
Tasso zur Prinzessin:] Du sagst mir Worte, die in meiner Brust| Halb schon entschlafne Sorgen mächtig regen.| [
Prinzessin:] Was meinst du, Tasso? Rede frei mit mir GWB10,147 Tasso 1050 [
Faust zu Mephisto:] wer bist du denn?| [
Mephisto:] Ein Theil von jener Kraft,|Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.| [
Faust:] Was ist mit diesem Räthselwort gemeint? GWB14,67 Faust I 1337 21,235,8 Lj III 1 B22,364,12 Sickler 28.4.12 K 50,19 ReinF II 81 52,35,17 ThS IV 7
uö 6
sagen, bemerken; einmal ‘etw gegen etw m.’ iSv kritisch anmerken; mehrf ‘ich meine (ja) nur so’ zur Abschwächung einer vorangehenden Bemerkung; öfter als Frage ‘wie meinst du?’ Sie sagte nein. Ich insistirte. Sie meynte, ich könnte da bleiben. GWBB1,136,1 Behrisch 10.[11.]67 Ich verstehe eben meinen Vortheil nicht, meinte er [
Merck] GWB28,171,23 DuW 12 ich habe mich gestern lang mit meinem Vater drüber unterhalten das sich endigte: ob denn Kestner sie [
Lotte] nicht bald herüber brächte, meynte er, dass man sie auch kennen lernte GWBB2,64,2 Kestner [11.2.73] Weit entfernt bin ich, etwas gegen so schöne Verhältnisse [
zwischen jungen Menschen beiderlei Geschlechts]
m. zu wollen GWB27,29,25 DuW 6 [
Söller zu Sophie:] Ich werfe dir nichts vor, ich meine ja nur so GWB9,45 Mitsch
3 78 11,43 Elp
2 975
uö(sehr häufig) gemeint
‘jd ist g. (etw zu tun)’: jd ist willens, entschlossen od bereit (etw zu tun) Charlotte..lehnte den wohlgesinnten Antrag ab, weil sie nicht g. war, in ihrer Umgebung etwas zuzulassen, wovor sie immerfort eine starke Apprehension gefühlt hatte GWB20,340,22 Wv II 11 Wegen Römhild muß bemerken, daß derselbe nur provisorisch angestellt war und daß ich nicht g. bin, ihn..gegen die Protestation der Behörden zu schützen GWBB31,72,7 Weller 31.1.19 Des Vaterlands Mitte versammelt uns hier..|Wo alles zum Höchsten, zum Besten g.,|Um unseren Herrscher entzückt sich vereint GWB13
1,126 ProlBln 1821 Vs 282 N1,79,3 FlD 190 A(MA13
2,384,34) Reglement 1.4.21 [Oberaufs]
uö → GWB
be- durch- GWB
um- GWB
ver- GWB
wieder- GWB
wohl- GWB
Gutmeinende GWB
Mitmeinende GWB
grundgemeint GWB
gutgemeint GWB
treugemeint übergemeint GWB
wohlgemeint GWB
Vielmeinerei Syn zu 1-5 denken Sinn(im S. haben) zu 1-3 vorstellen zu 2-3 dünken glauben wähnen zu 1 wollen zu 1a beabsichtigen begehren gedenken planen vorhaben wünschen zu 1b imaginieren intendieren intentionieren konzipieren zu 1c betreffen münzen(gemünzt sein) richten(sich r. auf) zu 2a annehmen mutmaßen vermuten zu 2b einbilden(sich e.) gedenken imaginieren phantasieren zu 3 urteilen zu 3b dafürhalten finden halten(halten für) zu 3cβ behaupten folgern schließen überzeugen(überzeugt sein) zu 4 bestreben(bestrebt sein) sinnen trachten zu 5c abbilden darstellen zu 5d andeuten anspielen zu 6 anmerken bemerken sagen versetzen vorbringen zu ‘gemeint sein’ beabsichtigen entschließen(entschlossen) gesinnt gesonnen gewillt willens 1) Hier klingt evtl auch die Bedeutung ‘sich erinnern’ an, auf die - nach Adelung - das wurzelverwandte faktitive Verb ‘mahnen’ mit der Bedeutung ‘in Erinnerung bringen’ hinweist, vgl Adelung2 3, 160.2) Zur alten Wortbedeutung ‘lieben’ vgl DWb 6,1930f; zur Deutung der Stelle mit dem Hinweis auf die Erneuerung der alten Bedeutung im 18.Jh vgl Fischer, 428 Lydia QuaasL.Q.