Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
behaben
behaben
behäbig Adj. ‘stattlich, wohlbeleibt und phlegmatisch, geruhsam, ruhige Behaglichkeit liebend’ (Anfang 19. Jh.), zuvor ‘wohlhabend’ (Goethe; so noch schweiz.), ‘bewahrend, festhaltend’ (15. Jh.), abgeleitet von (heute nicht mehr gebräuchlichem) behaben Vb. ‘be-, fest-, ent-, zurückhalten, gewähren’, ahd. bihabēn (8. Jh.), mhd. behaben. Zur Herleitung s. haben. Vgl. auch von Habe ‘Besitz’ (s. d.) abgeleitetes nhd. (älter) habig, häbig ‘habend, besitzend, wohlhabend, sparsam’, mhd. habec, hebec. Die Entwicklung zu ‘geruhsam’ vollzieht sich zuerst beim Substantiv Behäbigkeit f. ‘Behaglichkeit, Geruhsamkeit’ (Goethe, Anfang 19. Jh.).