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Sage

ahd. bis spez. · 24 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
52 in 24 Wb.
Sprachstufen
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161

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Sage

Bd. 17, Sp. 416
Sage, im allgemeinen alles, was gesagt und von Mund zu Mund weiter erzählt wird, also soviel wie Gerücht; im engern Sinn eine im Volke mündlich fortgepflanzte Erzählung von irgendeiner Begebenheit. Knüpft sich die S. an geschichtliche Personen und Handlungen, indem sie die im Volke fortlebenden Erinnerungen an geschichtliche Zustände, Persönlichkeiten, dunkel gewordene Taten zu vollständigen Erzählungen ausbildet, so entsteht die geschichtliche S. und, sofern sie sich auf die alten Helden des Volkes erstreckt, die Heldensage; sind aber die Götter mit ihren Zuständen, Handlungen und Erlebnissen Gegenstand der S., so entsteht die Göttersage oder der Mythus (s. Mythologie) und auf dem Gebiet monotheistischer dogmatischer Religion die Legende (s. d.). Hastet die Erzählung an bestimmten Örtlichkeiten, so spricht man von örtlichen Sagen. Noch eine Sagengattung bildet endlich die Tiersage, die von dem Leben und Treiben der Tiere, und zwar fast ausschließlich der ungezähmten, berichtet, die man sich mit Sprache und Denkkraft ausgerüstet vorstellt. Ost hat sich um eine besonders bevorzugte Persönlichkeit, wie z. B. König Artus, Dietrich von Bern, Attila, Karl d. Gr. etc., und deren Umgebung eine ganze Menge von Sagen gelagert, die nach Ursprung und Inhalt sehr verschieden sein können, aber doch unter sich in Zusammenhang stehen, und es bilden sich dadurch Sagenkreise, wie deren im Mittelalter in germanischen wie romanischen Ländern mehrere bestanden und zahlreiche Epen hervorgerufen haben (vgl. Heldensage). Die echte S. erscheint somit als aus dem Drang des dichterischen Volksgeistes entsprungen. Wie alle Volkspoesie blüht sie am prächtigsten in der ältern Zeit, aber auch bei höherer Kultur verstummt sie nicht ganz; vielmehr ist der Volksgeist noch heute tätig, bedeutende Vorgänge und Persönlichkeiten mit dem Schmuck der S. zu umkleiden. Die Anknüpfung an ein gewisses Wirkliches ist hauptsächlich das Merkmal, das die S. vom Märchen (s. d.) unterscheidet. Wie das Märchen, liebt sie das Wunderbare und Übernatürliche, obwohl es ihr nicht unentbehrlich ist. Am häufigsten heftet sie sich an Burg- und Klosterruinen, an Quellen, Seen, an Klüfte, an Kreuzwege etc., und zwar findet sich ein und dieselbe S. nicht selten an mehreren Orten wieder. Um die Erhaltung der deutschen S. haben sich zuerst die Brüder Grimm verdient gemacht durch ihre reiche Sammlung: »Deutsche Sagen« (Berl. 1816–18, 2 Bde.; 3. Aufl. 1891). Nächst diesen sind die Sammlungen von A. Kuhn und Schwartz (»Norddeutsche Sagen«, Leipz. 1848), J. W. Wolf (»Deutsche Märchen und Sagen«, das. 1845), Panzer (»Bayrische Sagen«, Münch. 1848, 2 Bde.), Grässe (»Sagenbuch des preußischen Staats«, Glogau 1871) und Klee (Gütersloh 1885) als besonders reichhaltige Quellen zu nennen. Als Sammler von Sagen einzelner Länder, Gegenden und Örtlichkeiten waren außerdem zahlreiche Forscher tätig, so für Mecklenburg: Studemund (1851), Niederhöffer (1857) und Bartsch (1879); für Pommern und Rügen: U. Jahn (2. Aufl. 1890), Haas (Rügen 1899, Usedom u. Wollin 1903); für Schleswig-Holst ein: Müllenhoff (1845); für Niedersachsen: Harrys (1840), Schambach und Müller (1855); für Hamburg: Beneke (1854); für Lübeck: Deecke (1852); für Oldenburg: Strackerjan (1868); für den Harz: Pröhle (2. Aufl. 1886); für Mansfeld: Giebel hausen (1850); für Westfalen: Kuhn (1859) und Krüger (1845), Weddigen und Hartmann (1884); für die Altmark: Temme (1839); für Brandenburg: Kuhn (1843) und W. Schwartz (4. Aufl. 1903); für Sachsen: Grässe (1874) und A. Meiche (1903); für das Vogtland: Köhler (1867) und Eifel (1871); für das Erzgebirge: J. A. Köhler (1886); für die Lausitz: Haupt (1862) und Gander (1894); für Thüringen: Bechstein (1835, 1898), Börner (Orlagau, 1838), Sommer (1846), Wucke (Werragegend, 1864), Witz schel (1866), Richter (1877); für Schlesien. Kern (1867), Philo vom Walde (1333); für Ostpreußen etc.: Tettau (183f) und Reusch (Samland, 1863); für Posen: Knoop (1894); für den Rhein: Simrock (9. Aufl. 1883), Geib (3. Aufl. 1858), Kiefer (4. Aufl. 1876), Kurs (1881), Schell (Bergische S., 1897), Hessel (1904); für Luxemburg: Steffen (1853) und Warker (1894); für die Eifel: P. Stolz (1888); für Franken etc.: Bechstein (1842), Janssen (1852), Heerlein (Spessart, 2. Aufl. 1885), Enslin (Frankfurt 1856), Kaufmann (Mainz 1853); für Hessen: Kant (1846), Wolf (1853), Lynker (1854), Bindewald (1873), Hessler (1889); für Bayern: Maßmann (1831), Schöppner (1851–1853), v. Leoprechting (Lechrain, 1855), Schönwerth (Oberpfalz, 1858), Sepp (1876), Haushofer (1890); für Schwaben: Meier (1852) und Birlinger (1861–1862), Reiser (Algäu, 1895); für Baden: Baader (1851), Schönhut (1861–65), Waibel und Flamm (1899); für das Elsaß: August St ob er (1852, 1895), Lawert (1861), Hertz (1872); für die Niederlande: Wolf (1843), Welters (1875–76); für Rumänien: Schuller (1857); für die Schweiz: Rochholz (1856), Lütolf (1862), Herzog (1871, 1882); für Tirol. Meyer (2. Aufl. 1884), Zingerle (1859), Schneller (1867), Gleirscher (1878), Heyl (1897); für Vorarlberg: Vonbun (1847 u. 1890); für Österreich: Bechstein (1846), Gebhart (1862), Dreisauff (1879), Leed (Niederösterreich, 1892); für Mähren: Schüller (1888); für Kärnten: Rappold (1887); für Steiermark: Krainz (1880), Schlossar (1881); für Böhmen: Grohmann (1863), Gradl (Egerland, 1893); für die Alpen: Vernaleken (1858), Alpenburg (1861) und Zillner (Untersberg, 1861); für Siebenbürgen: Müller (2. Aufl. 1885), Haltrich (1885). Die Sagen Islands sammelten Maurer (1860) und Poestion (1884), der Norweger: Asbjörnson (deutsch 1881), der Südslawen: Krauß (1884), der Litauer: Langkusch (1879) und Veckenstedt (1883), der Esten: Jannsen (1888), der Lappländer: Poestion (1885), der Russen: Goldschmidt (1882), der Armenier: Chalatianz (1887), die der Indianer Amerikas: Amara George (1856), Knortz (1871), Boas (1895); indische Sagen Beyer (1871), japanische Brauns (1884), altfranzösische A. v. Keller (2. Aufl. 1876); deutsche Pflanzensagen Perger (1864), die deutschen Kaisersagen Falkenstein (1847), Nebelsagen Laistner (1879) etc. Die Sagen bilden mit den im Volk umlaufenden Märchen, Legenden, Sprichwörtern etc. den Inhalt der Volkskunde (s. d.), die seit neuerer Zeit Gegenstand reger wissenschaftlicher Forschung ist. Vgl. L. Bechstein, Mythe, S., Märe und Fabel im Leben und Bewußtsein des deutschen Volkes (Leipz. 1854, 3 Tle.); J. Braun, Die Naturgeschichte der S. (Münch. 1864–65, 2 Bde.); Uhland, Schriften zur Geschichte und S., Bd. 1 u. 7 (Stuttg. 1865–68); Henne am Rhyn, Die deutsche Volkssage im Verhältnis zu den Mythen aller Völker (2. Aufl., Wien 1879); v. Bayder, Die deutsche Philologie im Grundriß (Paderb. 1883); Paul, Grundriß der germanischen Philologie, Bd. 2, 1. Abt. (2. Aufl., Straßb. 1901) und die Bibliographie in der »Zeitschrift des Vereins für Volkskunde«; Grünbaum, Gesammelte Aufsätze zur Sprach- und Sagenkunde (Berl. 1901).
6907 Zeichen · 110 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    sage

    Althochdeutsches Wörterbuch

    sage Gl 3,259,32 s. saga.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SAGEf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +15 Parallelbelege

    SAGE in waʒʒersage ? f. kanal. niderhalp des magen gêt ein waʒʒersage in die plâterun Genes. fundgr. 15,9. vgl. saig, wa…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    sageF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +16 Parallelbelege

    sage , F. Vw.: s. sāge (5)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sage

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Sage , plur. die -n, von dem Zeitworte sagen, was gesagt wird. 1) Im weitesten Verstande, alles, was jemand sagt, wo…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sage

    Goethe-Wörterbuch

    Sage 1 allg: Gesagtes, Aussage, Bericht, Kunde a neutral; einmal zugl iSv Prophezeiung; einmal iGz ‘Märchen’ Nelson war …

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sage

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Sage , s. Saga .

  7. modern
    Dialekt
    Sage

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Sag e [Sj Barr ] f. ( selten, halbgelehrt) Sage. Dis Gedicht is t nit wo h r, s is t nur e S.

  8. Sprichwörter
    Sage

    Wander (Sprichwörter)

    Sage 1. Allgemeine Sage ist selten ohne Grund. It. : Voce del popolo, voce d'Iddio. 2. Das sind Sagen, die schneiden kei…

  9. Spezial
    Sagef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Sage , f сказание , ср

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sage

241 Bildungen · 163 Erstglied · 71 Zweitglied · 7 Ableitungen

sage‑ als Erstglied (30 von 163)

Sage(n)bank

Idiotikon

Sage(n)bank Band 4, Spalte 1387 Sage(n)bank 4,1387

Sage(n)chänel

Idiotikon

Sage(n)chänel Band 3, Spalte 311 Sage(n)chänel 3,311

Sage(n)fieleⁿ

Idiotikon

Sage(n)fieleⁿ Band 1, Spalte 779 Sage(n)fieleⁿ 1,779

Sage(n)g(e)schir(r)

Idiotikon

Sage(n)g(e)schir(r) Band 8, Spalte 1171 Sage(n)g(e)schir(r) 8,1171

Sage(n)g(e)spa(nn)

Idiotikon

Sage(n)g(e)spa(nn) Band 10, Spalte 244 Sage(n)g(e)spa(nn) 10,244

Sage(n)g(e)stell

Idiotikon

Sage(n)g(e)stell Band 11, Spalte 74 Sage(n)g(e)stell -ä- 11,74

Sage(n)g(e)wirb

Idiotikon

Sage(n)g(e)wirb Band 16, Spalte 1149 Sage(n)g(e)wirb 16,1149

Sage(n)gatter

Idiotikon

Sage(n)gatter Band 2, Spalte 497 Sage(n)gatter 2,497

Sage(n)richter

Idiotikon

Sage(n)richter Band 6, Spalte 459 Sage(n)richter -ä- 6,459

Sage(n)schlegel

Idiotikon

Sage(n)schlegel Band 9, Spalte 266 Sage(n)schlegel 9,266

Sage(n)schlüssel

Idiotikon

Sage(n)schlüssel Band 10, Spalte 272 Sage(n)schlüssel 10,272 u.

Sage(n)schmid

Idiotikon

Sage(n)schmid Band 9, Spalte 863 Sage(n)schmid 9,863

Sage(n)schnuer

Idiotikon

Sage(n)schnuer Band 9, Spalte 1307 Sage(n)schnuer 9,1307

Sage(n)spanner

Idiotikon

Sage(n)spanner Band 10, Spalte 272 Sage(n)spanner 10,272

Sage(n)spitzen

Idiotikon

Sage(n)spitzen Band 10, Spalte 703 Sage(n)spitzen 10,703

Sage(n)steller

Idiotikon

Sage(n)steller Band 11, Spalte 199 Sage(n)steller 11,199

Sage(n)stuel

Idiotikon

Sage(n)stuel Band 11, Spalte 318 Sage(n)stuel 11,318

Sage(n)stëg

Idiotikon

Sage(n)stëg Band 10, Spalte 1496 Sage(n)stëg 10,1496

Sage(n)totz(eⁿ)

Idiotikon

Sage(n)totz(eⁿ) Band 13, Spalte 2272 Sage(n)totz(eⁿ) 13,2272

sagebære

Lexer

sage·baere

sage-bære adj. BMZ von sachen: was sich sagen, erzälen lässt, mit dat. d. p. die sint dekeinem vilân sagebære Wartb. 84,10. sîn rîcheit und …

sagebaum

DWB

sage·baum

sagebaum , m. juniperus sabina, s. sabenbaum sp. 1591. nd. sageboom brem. wb. 4, 571.

Sagebeiwort

Campe

sage·beiwort

○ Das Sagebeiwort , — es, Mz. — wörter , in der Sprachlehre, ein Beiwort, welches bei einem Sageworte stehet und dasselbe näher bestimmt (Ad…

Sagebienrad

Meyers

Sagebienrad (spr. ßāsch'bjäng-), s. Wasserrad .

sāgeblok

MNWB

sage·blok

sāgeblok (szage-) , m. , dicker, zum Zersägen bestimmter Block, Bohlenholz.

¹sāgebôm

MNWB

sage·bom

1 sāgebôm , m. , Baum der zum Zersägen bestimmt oder dafür geeignet ist.

Sāgebuk

WWB

sage·buk

Sāge-buk m. [verbr.] 1.1. drei- oder vierbeiniges Holzgerüst, auf dem man sägt. Inn’n Sāgebuck Holt sāgen ( Wdf Wd ). — 1.2. Nietezeichen au…

sage als Zweitglied (30 von 71)

Aussage

RDWB1

Aussage f высказывание показания (в суде, в полиции) Aussage gegen Aussage - его слово против моего, свидетелей нет

abesage

Lexer

abe·sage

abe-sage stf. BMZ aufkündigung d. freundschaft, fehdebrief. Chr. 2. 129, 30.

absage

DWB

abs·age

absage , f. renuntiatio, aufkündigung, aufsagung. zumal das aufkündigen der freundschaft und ankündigen der feindschaft: und sonach meine ri…

ansage

DWB

ans·age

ansage , f. enuntiatio, affirmatio, ahd. anasaga ( Graff 6 , 106), ags. onsagu: weil uns durch ansage der hochgelertsten und geistlichsten l…

antsage

Lexer

ant·sage

ant-sage stf. BMZ lossagung, abschläg. antwort Diem. Gen.

Aufsage

DRW

auf·sage

Aufsage Nebenform ufsegge; nl. opsegh I Kündigung I 1 Aufgabe eines Lehens usw. vgl. aufsagen (I 1) die selbe uffgabe und uffsege [Übersetzu…

aussage

DWB

aus·sage

aussage , f. testimonium, effatum: aussage der propheten; aussage der zeugen vor gericht; einstimmige oder unvereinbare aussagen; aussage th…

besage

DWB

bes·age

besage , f. aussage, nur als praep. secundum, laut, zufolge: nach besag und inhalt der rechte. canzlei und litelbüchlein, sampt der orthogra…

danksage

DWB

dank·sage

danksage , f. gratiarum actio, schwed. tacksägelse, dän. taksigelse, s. danksagung. so verehrt euch ein erbar rat hiemit zu danksag die zwöl…

entsage

Lexer

ent·sage

ent-sage stf. vertheidigung vor gericht. einem die entsage nemen Frankf. bürgermstb. 1440.

gegenzusage

DWB

gegen·zusage

gegenzusage , f. restipulatio, repromissio Aler 866 b , gegenversprechen Adelung.

gesage

DWB

ges·age

gesage , n. , mit umlaut gesäg, geseg, subst. verb. zu sagen. 1 1) ein mehrmaliges oder wiederholtes sagen, gerede: ach vater, sagt, was ihr…

hörsage

DWB

hoer·sage

hörsage , f. das sagen vom hören, gerücht, vgl. unter hören sp. 1808: sintemal ich allbereit die hörsage, dasz die see keine forellen leide,…

însage

Lexer

ins·age

în-sage , in-sage stf. einrede, einsprache Halt. 1030. Vilm. 185.

jâmersage

MWB

jâmersage stF. 1 von Leid handelnde bzw. Leid erregende Geschichte2 ‘Wehklage’    1 von Leid handelnde bzw. Leid erregende Geschichte: von d…

jāmersage

KöblerMhd

jāmer·sage

jāmersage , st. F. nhd. „Jammersage“, Unglückserzählung, Leid erregende Geschichte, von Leid handelnde Geschiche, Wehklage Hw.: vgl. mnd. jā…

kuntschaftsage

KöblerMhd

kuntschaft·sage

kuntschaftsage , st. F., sw. F. nhd. „Kundschaftsage“, Zeugenaussage Q.: Urk (1398), WeistÖ E.: s. kuntschaft, sage (2) W.: nhd. DW- L.: DRW

leitsage

Lexer

leit·sage

leit-sage swm. BMZ wegweiser Livl. Jer. vgl. Kuhn 17,396.

l.ssāge

MNWB

° l.s-sāge öffentliches Gerede (Livl. Ub. II 1, 767). Vgl. lantmêre.

lētsage

KöblerMnd

lētsage , M. Vw.: s. lēitsāge

missesage

BMZ

misse·sage

missesage swv. 1. sage was nicht wahr ist. swer anders giht der misseseit MS. 1,181. a. vgl. Er. 10012. Teichn. 211. du hâst misseseit Iw. 7…

nachsage

DWB

nach·sage

nachsage , f. 1 1) das nachsagen, die weiterverbreitung von etwas gehörtem: ich draut ( drohte ) auch ernstlich mit der nachsag. Rollenhagen…

nasage

LW

nas·age

na-sage, f. Nachrede, (böser) Leumund.

Ableitungen von sage (7 von 7)

besage

DWB

besage , f. aussage, nur als praep. secundum, laut, zufolge: nach besag und inhalt der rechte. canzlei und litelbüchlein, sampt der orthogra…

entsage

Lexer

ent-sage stf. vertheidigung vor gericht. einem die entsage nemen Frankf. bürgermstb. 1440.

gesage

DWB

gesage , n. , mit umlaut gesäg, geseg, subst. verb. zu sagen. 1 1) ein mehrmaliges oder wiederholtes sagen, gerede: ach vater, sagt, was ihr…

unsage

BMZ

unsage stf. schlimme geschichte. Hätzl. 2,5,227.

ursage

DWB

ursage , f. , ahd. ursaga ratio, occasio; mhd. ursage. das heutige nhd. kennt nur bed. 2. zur mischung mit ursache, s. d. 1 1) sage mit ur- …

versage

BMZ

versage swv. säge ab. die zene versagen Pass. K. 513,77. daʒ man im diu hörner versegt Megb. 154,27.