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sage

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Sage Die

Bd. 4, Sp. 11a
1. Die Sage, Mz. — n. 1) Überhaupt was man saget, der Ausspruch ; doch nur im gemeinen Leben. Nicht bei seiner Sage bleiben, sich in dem, was man sagt, nicht treu, nicht gleich bleiben. Seiner Sage nach, nach dem was er saget. »Vernehmt mein sag«, was ich sage. Theuerdank. Du bist mein Vater selbst, wird seine Sage sein, Opiz, d. h. wird er sagen. S. Aussage, Ansage, Zusage  2) I engerer Bedeutung, etwas was Mehrere von einer Begebenheit, Veränderung nachsagen, ohne daß man den Ersten, der es sagte, angeben kann, und ohne Rücksicht auf Wahrheit oder Unwahrheit. Es gehet die Sage, daß der Kaiser gestorben sei. Nach der Sage stand hier ehemahls ein Kloster. »Die Sage kam je weiter aus von ihm.« Luc. 5, 15. Besonders, eine von einem zum andern, von Geschlecht zu Geschlecht fortgepflanzte Mittheilung von einer Begebenheit in frühen Zeiten und der Ihalt dieser Mittheilung. Vor Erfindung der Schreibekunst bestand die Geschichte nur in Sagen, in dem, was man sich mündlich von Geschlechte zu Geschlecht erzählte. Die Sagen der Alten von ihren Göttern und Helden (Mythen). Nordische Sagen, die Sagen der Nordischen Völker. Sagen der Vorzeit. »Alle Sagen entstehen aus Gerüchten, die kirchlichen Überlieferungen selbst der Mönchslegenden sollen nicht aus bloßen Gerüchten entstanden sein. Es geht anfangs das Gerücht, daß ein Gespenst in einem Hause sei, mit der Zeit wird daraus eine Sage.« Eberhard. S. Gerücht und Überlieferung.
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