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BACKEN

mhd. bis spez. · 25 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

BACKEN vb.

Bd. 4, Sp. 28
BACKEN, älter auch bachen vb.  (1) herkunft und form. ahd. backan, bahhan, mhd. backen, bachen, as. bak(k)an(?), mnd. backen, mnl. baken, backen (st.), nnl. bakken (st. u. schw.), ae. bacan (st.), me. bāken (st. u. schw.), ne. bake (schw.), an. (ōn-abl.) baka, nisl. nschwed. nnorw. baka (schw.), ndän. bage. – ahd. bahhan (mhd. bachen), ae. bacan, mnl. baken führen auf germ. *bak-a- ‘backen’; auf einer vermutlich sekundären nbf. *bakk-a- beruhen ahd. backan (mhd. backen), mnd. backen u. mnl. backen (vgl. Seebold germ. st. verben (1970)87 f.). die gemination -kk- läßt sich entweder „auf ein assimiliertes *-kn- aus älterem *-gnˊ– mit präsentischem n-suffix“ zurückführen (Lloyd/S. et. wb. ahd. 1,420, vgl. Braune/R. ahd. gramm. 15286) oder als expressive intensivform erklären (vgl. Wissmann nomina postverbalia 160 ff. u. Seebold a. a. o. 88). außergerm. verwandt ist gesichert nur gr. φώγω ‘röste, brate’ (ō-stufe) zu einem idg. präsensstamm *bhéh3g-, *bhh3g-. zugrundezulegen ist eine gemeinsame idg. wz. *bheh3g- ‘braten, rösten’ (vgl. Rix lex. idg. verben 270), wahrscheinl. mit schwundstufe in germ. *bak-a- (vgl. Lloyd/S. a. a. o.). davon zu trennen ist wohl idg. *bheh1-(?), das ahd. bâen ‘wärmen’ (s. bähen) zugrundeliegt (vgl. Rix a. a. o. 267; eine andere herleitung aus einer lautmalenden idg. wz. *bhrәg-, *bhr(ә)g- bei Kluge/S. et. wb. 2481). der lautwert von -ch- als spirans, affrikata oder explosiv bzw. geminata ist im ahd. u. mhd. oft nicht eindeutig zu bestimmen (vgl. Braune/R. a. a. o. 135 ff. u. Paul mhd. gramm. 25156 ff.). spirans ist für das ahd. zuverlässig in einer alem. hs. nachzuweisen (s. 9.jh. unter 2 a), explosiva finden sich in frk. hss. (z. b. 11.jh. coquenda zibakkanne ahd. gl. 1,713,25 S./S.) u. alem. bei Notker (s. ⟨v1022⟩ unter 1 a; vgl. ahd. wb. 1,783). mhd. u. frnhd. bis ins 16. jh. überwiegt insgesamt (u. in analogie zu den st. präterita, s. u. flexion) die form bachen, bes. im obd. raum, vgl. ⟨1060/5⟩ bachen wiener genesis 3939 ATB. etwas schwächer ausgeprägt ist ihr gebrauch im md. raum, vgl. ⟨E13./A14.jh.⟩ ich buch Frauenlob I 12,27 ak., 1551 gebachen Scheit Grobianus 20 HND. die form backen ist außer in mnd. spr. mhd. nur im md., selten im ofrk. u. vereinzelt im wobd. bezeugt, vgl. ⟨1331/5⟩ backe Daniel 2525 DTM. im frnhd.bei Luther findet sich stets -ck- – breitet sich ihr gebrauch zunächst über den wobd. u. ofrk. raum stärker nach süden aus, so daß seit d. 17. jh. schreibungen mit -ck- insgesamt vorherrschen, vgl. ⟨n1391⟩ gebacken of ghebraden bruder Hans marienlieder 5085 ATB, 1428 gebacken akten gesch. verf. Köln 2,262 S., 1448 beckt weist. 6,62 G., M15.jh. backen privatbr. d. ma. 2,26 S., u1460 gebackin Cammermeister chr. 71 R., ⟨1557⟩ bucken chr. Bamb. 2,368 Ch., 1587 gebacken volksb. Faust 259 HND. gleichzeitig wird der gebrauch von formen mit -ch- – manche autoren verwenden auch beide variantenzunehmend auf texte des obd., seit d. 19. jh. des bair.-öst. sprachraums eingeschränkt, u. im 20. jh. ist er nur noch mdal. wobd. u. oobd. bezeugt, vgl. 1573 gebachen vn̄ gebrendt Fronsperger kriegßb. (1566)2,176a, ⟨v1661⟩ allwo sie .. einen guten vorrath .. gebachen Wurffbain reise 1,82 M., 1669 gebachenen steinen Grimmelshausen Simplicissimus 10 Sch., 1685 gebachne hueffnägl Abraham a s. Clara gack 179, u1725 das brod daß ward gebachen Stranitzky reyssbeschr 12 WND, 1785 bachen und mahlen Pestalozzi 3,84 B., 1835 hendln bachen Nestroy 9,122 B./R., 1855 in viel schmalz gebachen Leoprechting Lechrain 10, 1901 mīn mueter .. wenn si bacht in: schweiz. id. 4,958, 1904 bachen Fischer schwäb. wb. 1,555, 1940 morn bache mr bad. wb. 1,106a, 2002 brod bochn bayer.-öst. wb. II 1,839.im anlaut zeigen obd. formen bis ins frnhd. u. jünger noch mdal. öst. (sowie bair. u. schweiz. beim part. prät.) auch stimmlosen labial p (vgl. Reichmann /W. frnhd. gramm. [1993]84 f., bayer.-öst. wb. I 2,23, bayer.-öst. wb. II 1,842 u. schweiz. id. 4,956).bereits älter als das ahd. fast nur in gl. seit d. 9. jh. bezeugte verb ist die substantivische wortbildung ahd. brôtbeckila ‘brotbäckerin’, vgl. E8.jh. panificas prootpechilun ahd. gl. 1,409,60 S./S. (2) flexion. das verb folgt im ahd. u. mhd. der st. flexion (ablautklasse VI), im mnd. (vgl. Lasch/B. mnd. hdwb. 1,135) u. seit d. 16. jh. im nhd., ausgehend vom part. prät. (s. u.), der st. u. schw. flexion. st. prät. –bis ins 16. jh. ausnahmslos mit -ch-, seit mitte d. 18. jhs. nur noch mit -k- – überwiegt schriftsprl. noch bis ins 20. jh., bes. in gehobenem stil, u. nimmt mit ausnahme des part. prät. erst in d. 2. hälfte d. 20. jhs. gegenüber den seit d. 17. jh. auftretenden schw. formen ab, vgl. ⟨1468⟩ buech (Augsb.) chr. dt. städte 5,179, ⟨v1624⟩ buch Böhme theosophia (1730) 17,441 faks., 1656 backde in: hamb. wb. 1,192, 1691 ich buk, ich büke Stieler stammbaum 75, 1705 buck gottsgel. rathschläge 135 Arnold, 1734 ich buch, (quidam regulariter dicunt, ich buck) Steinbach wb. 1,54, ⟨1769/73⟩ buk Hermes Sophie (1778)5,476, 1784 bakte Schiller 3,471 G., 1804 backten Bonaventura nachtwachen 111 DLD, ⟨1979⟩ backte Ende gesch. (2000)136, 1985 buken Teschke bäume 68.neben dem normalerweise st. part. prät. gebachen, gebacken, älter (u. obd. noch mdal.) auch in der präfixlosen form bachen, backen, ist seit d. 16. jh. norddt. u. schweiz. (sowie jünger öst. mdal.) die schw. form gebackt, (ge)bacht belegt, vgl. 1404 bachen fleisch obrhein. stadtrechte I 90, 1560 gebackt hofordn. 1,199 K., 1608 ein backnen stein Schweigger reyssbeschr. 323 faks., 1619 die kiechlin sind frisch gebacht in: schweiz. id. 4,959, 1753 die mad(ame) .. hat einen speckkuchen gebackt Hamann brw. 1,40 Z./H., ⟨1804⟩ backne pflaumen Tieck (1828)1,105. 1892 si händ .. sëlber ’bachet in: schweiz. id. 4,957, 1894 ein kirchlein .. aus ziegeln gebackt R. Huch ged. 243, 1976 zu stark (ge)pachen sein bayer.-öst. wb. I 2,28, 1976 gɒpaxt ebd. 25.der stammvokal a des präs. zeigt in der 2. 3. pers. sg. ind. vor ahd. i-haltigen flexiven primärumlaut e (vgl. Braune/R. ahd. gramm. 15286 u. Paul mhd. gramm. 25256). unumgelautete formen (oder bair. auch solche mit sekundärumlaut a, vgl. ebd. 37) kommen daneben nahezu ebenso häufig vor; seit d. späten 20. jh. sind sie schriftsprl. außer im schweiz. u. öst. raum in der mehrzahl, vgl. 13.jh. er pechet in: Lexer mhd. hdwb. 1,109, 1551 man .. bacht Herr/R. feldbaw 48b, 1669 man .. mahlt, backt Grimmelshausen Simplicissimus 137 Sch., u1700 der becker, der becket seine semmeln weiß bergliederbüchl. 127 LV, ⟨1888⟩ du .. backest Rosegger ges. w. 12(1925)36, 1985 die Eva bäckt ausgezeichnete buchteln Kunz Bildberg 16, 2000 bäckt st. galler tagbl. (23.6.), IdS-arch., 2002 da bachofa baͦcht guat bayer.-öst. wb. II 1,840. 1 im heißen backofen, in der pfanne gar u. genießbar machen, werden. a brot, gebäck, kuchen u. dgl. (aus zutaten bzw. teig bereiten u.) durch starke, trockene hitze im backofen u. ä. gar (u. fest bzw. knusprig) machen, backwerk (gewerbsmäßig) herstellen auch absolut, selten mit verschobenem subjekt vom backofen hauptgebrauch: 9.jh. coxerunt puochan ahd. gl. 1,321,39 S./S. ⟨v1022⟩ also daz testîsen liget in demo fiûre . sô man darinne prot pacchet Notker 2,65,1 P. ⟨u1147⟩ diu frowe .. / si chochete unde buoch kaiserchr. 10683 MGH. 1275 daz brot daz von siben seztern weizen gebachen wirt corp. altdt. originalurk. 1,241b W. E13.jh. diu (brotbäckerin) wolte des morgens bachen / und ir teig machen Appet ritter 325 G. ⟨M14.jh.⟩ ich .. habe uf den kolen brot gebacken und vleisch gecocht Cranc 55 Z. 1370 das die brotbecker drie tage zuͦ der wochen bachen mögent strassb. zunft-verordn. 86 B. 1433 die herren von H. .. sullen geben ainem hirten alle achttag ain brott, alss man daz becht in der burg weist. 1,404 G. ⟨1439⟩ peken, die zu clain pachent ref. Siegmunds 267 MGH. ⟨1456⟩ so sachent sü .. in dem walde grosse röuche uffgan .., öfen bachen, küchin riechen Thüring v. Ringoltingen 50 TSM. 1473 do syne broders eyn broet boken in der aschen in: Schiller/L. mnd. wb. 1,138a. z.j.1501 doch ward kain laib (brot) nie unter vierhalb pfunden schwer gepachen Deichsler in: (Nürnb.) chr. dt. städte 11,635. ⟨v1565⟩ man hat auch pretzlein gebacken Mathesius ausgew. w. 24,32 L. 1604 sein (Calvins) täglich brot .. soll von dem aller zartistem meel, zucker vnd süssem wein gepacken gewesen sein J. Mayr epitome 280b. 1669 unsere kuchen backten wir in heisser aschen auß zerstossenem welschen korn Grimmelshausen Simplicissimus 32 Sch. 1725 Andree hatte brot zu backen Messerschmidt Sibirien 4,262 W. 1762 die brodte werden .. jezo so groß nicht mehr gebacken Carsted atzendorfer chr. 48 S. ⟨1824⟩ einem frühstück .., welches .. aus kaffé, früchten .. und gebackenem besteht Schinkel nachlaß 1,214 W. 1838 er (Blasedow) .. würde nicht einmal wissen, wann sonntag wäre, büke sie (Gertrud) nicht den tag vorher Gutzkow Blasedow 1,164. ⟨1888⟩ der lockende duft von frisch gebackenem brote Storm 6,303 K. ⟨1934⟩ als wir backten, fragte ich den alten, ob wir Bertls frau .. nicht einen laib brot geben wollten Scharrer maulwürfe (1945)78. ⟨v1956⟩ bäckt sie (die frau) noch die kleinen hirsefladen? Brecht stücke 11(1969)340. 2006 am abend backt Irene P. .. die traditionellen kringel. sie brauchen nur fünf bis sieben minuten im ofen nat. geographic Dtld. 12,46b.selten intrans. ‘in trockener hitze, im backofen garen, fest werden, genießbares backwerk ergeben’ u1480 nym ein ziegelstein, mach inn warm vnd geuß von dem duttern vnd pulver 3 kuchlin dar auff vnd laiß backenn mal. hausb. XIV B./S. 1782 frisch gemahlen und trocken gewordnes mehl .. backe besser leipz. intelligenz-bl. 21b. 2000 backofen auf .. starke unterhitze 210 grad .. stellen, damit der mürbteigboden knusprig bäckt n. kronen ztg. (23.4.)60.übertr. in phraseol. verwendungsweisen; redensartl. verlaß dich darauf und backe nicht iron.-krit. von der falschen erwartung, etwas ohne eigenes zutun erlangen zu können; idiomat. (jmdm.) küchlein backen ‘jmdn. liebevoll, zärtlich, mit vorzug behandeln’ , in neuer spr. kleine(re) brötchen backen ‘sich einschränken bescheiden, zurückstecken’: ⟨u1250⟩ ein vogel .. sprach: ‘vrowe, vrowe, din acker ist gesewet, din korn ist gesniten, din jungeste brot ist gebacken’ (‘dein schicksal, dein tod ist vorherbestimmt), hl. regel 43 DTM. ⟨u1340⟩ du redest als der gebacken hat (‘selber satt, gebt ihr dem hungernden kluge ratschläge), minneburg 4406 DTM. ⟨v1475⟩ du solt fürbaß nit gelauben den worten, so man dir vil verhaisset: wann wort pachen nit küchlein Eyb dt. schr. 2,143 H. 1494 narr losz von sollcher fantesy .. / das gott on arbeit belonung gytt / verlosz dich druff, vnd bach du nytt Brant narrenschiff 58a Z. 1519 er (der dichter) kan villicht jn (den bösen frauen) kein kuͤchle bachen / vnd muͦß sy ein mal zornig machen Murner 5,13 Sch. 1525 als solt er (der teufel zu Jesus) sagen: ja verlas dich auff gott und backe nicht. ey, harre, bis dyr eyn gebraten hun yns maul fleugt Luther w. 17,2,189 W. ⟨1586⟩ ein vergessner prassr / der .. auff die letzt mit blossen hackn / mus mager arme ritter backn (‘not leiden’) Ringwaldt warheit (1609)106. ⟨v1605⟩ dann ich hab mich willig ergeben, / vnder deß ordens regel zu leben ... / drumb darff man mir kein küchlein pachen. / macht mirs, wie mans andern thut machen! Ayrer d. ä. 3,1753 LV. 1605 (redensartl.:) backen vnd brawen gereth nicht al zeit gleich wol Petri weissheit K 2b. ⟨1685⟩ wo du nach guten tagen verlangest, so halts mit dem herrn .. damit ist dir dein brod gebacken (‘für dich gesorgt’) so lange du lebest Weise dr. 174 U. 1741 es ist nichts gebackenes daran .. es ist nichts vortreffliches Frisch wb. 1,46c. ⟨1844⟩ daß ihr beide ein solches haus bewohntet, .. und ihr backtet da euer ambrosiabrot (‘lebt im zustand göttlicher seligkeit’), um es andern mitzuteilen B. v. Arnim 1,365 Oe. ⟨1924⟩ bis der amtsschimmel sich müde hinlegte .. und die bahnverwaltung in aller stille kleine brötchen backte und Bullbergen eine station präsentierte Winckler Bomberg (1956)92. 2007 auch wenn Zürich kleinere brötchen backen muss, ist die organisation der drei (fußball) spiele dennoch eine aufwendige sache n. zürch. ztg. (7.2.)39b. b mit objektwechsel ‘getreide u. dgl. zutaten zu backwerk verarbeiten, etwas einem backwerk beigeben, zusetzen, in den teig mischen’, passivisch auch(versehentlich) in ein backwerk geraten’: ⟨u1250/72⟩ sô becket etelîcher fûlez korn ze brôte Berthold v. Regensburg 1,151 P./S. hs.1348/58 welch beke .. slecht malmel wil bakken zwickauer rechtsb. 46 U. ⟨u1460⟩ da sy die hosty wol beschautten, da ersachen sy das ain wancz darinn gepachen was Hartlieb dialogus 264 DTM. ⟨1463⟩ so sal er doen bachen zwey malder rocken korns vnd zwey vertzelen weyssen weist. 2,285 G. 1548 etlich pflegen solchen kümmel inn brot zubachen Ryff confectb. 263b. 1561 und ist durch-auß im gantzen landt / korn, weyn, gersten so thewr, / das man becht habern, kleien und sprewr Sachs 11,233 LV. 1620 ich .. kan aber nicht wissen, worvon es (das pastetchen) möge zugerichtet seyn, oder was dasselbige ist, so drein gebacket (ist), schausp. engl. komödianten 50 DNL. 1771 wir baken nunmehr kartuffeln meel, da die theurung nicht abnimmt Haller brw. 13 LV. ⟨1875⟩ und des pfarrers haushälterin buk freudentränen in den verlobungskuchen Rosegger ges. w. 22(1913)59. 2002 dös maͦi haͦma kloan baͦcha (eine kleine menge mehl verbacken), bayer.-öst. wb. II 1,840. c speise unter einwirkung starker hitze in der pfanne, im backofen in heißem fett (schwimmend) u. ä. garen, braten, rösten; häufiger auch als substantiviertes part. prät. (ge)backenes; herzuleiten von a: 12.jh. frixam (oleo) gepachena ahd. gl. 1,417,29 S./S. M14.jh. ein guͦt gebackenz b. v. guͦter spise 29 TSM. M14.jh. legez (eine teigtasche) in siedenz smaltz vnd backez harte ebd. 24. ⟨u1460⟩ gepachen ayr Hartlieb dialogus 193 DTM. u1480 ein gebackens. recipe das weiß von eyern vnd weissen mel vnd mach ein past dar von; reib in lang, schneid clein stucklin .., back sey in buttern mal. hausb. XXVI B./S. 1561 die halb nacht sie schier krapfen buchen Sachs 10,358 LV. 1587 allerley wildbret, bachens vnd dergleichen volksb. Faust 293 HND. 1628 an gekochtem reis .., an gebackenem reis Lubenau reisen 1,291 S. 1704 bratenes und bachenes Abraham a s. Clara gemisch 455. 1750 es lässet sich .. der aal backen, braten, kochen Chomel, lex. 1,9. ⟨1832⟩ weil Alexander Mentschikoff sehr schmackhaft / pasteten buk Immermann 15,192 B. 1853 weil er sich die gebratenen und gebackenen hühner bereits übersatt gegessen hat Stöber Sabina 147. 1954 wir haben uns die letzten kartoffeln aus den leergewordenen äckern geholt und backen sie in der asche Bergengruen rittmeisterin 24. 1998 gebackene scholle mit petersilienkartoffeln I. Schulze storys 297.selten intrans.im backofen garen’: 1548 nim ein .. pfann .., laß es (das marzipan) also gantz sittiglichen vnnd vast gemach bachen, daß es anfahet hart zuwerden Ryff confectb. 259b. ⟨1682⟩ wer würm .. im leib hat, der schneide einen coloquinten-apffel entzwey, laß den halben theil davon mit einer ochsen-gall in einer pfannen rösten oder backen Hohberg georgica (1687) 1,397a. 2005 ein olivenölgetränkter frischer rosmarinzweig, mit dem ich den backenden truthahn regelmässig kitzle n. zürch. ztg. (24.11.)7b. d mit objektwechsel ‘etwas einer in der pfanne, im backofen zu garenden speise beigeben, in sie mengen’: 1722 einen guten eyerkuchen .., worein gehackter gundermann gebacken ist J. G. Schmidt rocken-philos. 5/6,363. ⟨v1797⟩ (scherzhaft:) wenn das verschen von ihnen (anrede) ist, laß ich mich in eine pastete backen Gotter nachlaß (1802)328. 2 durch hitzeeinwirkung trocknen, dauerhaft machen, herstellen herzuleiten von 1. a ziegel, töpferware, figuren u. dgl. (aus ton, lehm formen u.) durch hitzeeinwirkung (im feuer, im ofen, in der sonne) trocknen, brennen, hart u. dauerhaft machen; geläufig gebackener stein: 9.jh. conficiendos za pauuanne za pachhanne ahd. gl. 1,274,45 S./S. ⟨1130/50⟩ die mortere noch den stein / der ne lach dar ane nechein; / iz waren gebackene zielen Lamprecht Tobias (1923)2,123 M. ⟨1421⟩ do buchen sie zigelsteine Rothe düring. chr. 26 L. ⟨1488⟩ von gepachen zusamen geschmelzten stainen Meisterlin in: (Nürnb.) chr. dt. städte 3,38. ⟨1541⟩ die statt ist nit von gebachen sunder von natürlichen vnd quader steinen gebauwen Münster cosmographei (1550)64. 1564 solche gebran̄te oder gebackene stein Fronsperger bauwordn. 2b. ⟨1647⟩ da das wasser durchgebrochen, die häuser, weil sie nur von erde, leimen und in der sonnen gebackenen steinen auffgesetzet, meist eingeweichet und niedergerissen Olearius reisebeschr. (1696)244b. ⟨v1661⟩ die gebäu und häuser dieses königreichs .. sind .. insgemein von gebacken oder gehauenen steinen aufgebauet Wurffbain reise 2,23 M. ⟨v1683⟩ daß anfangs ihre (der götter) bilder aus thone gebacken .. worden Lohenstein Arminius (1689)1,1418b. 1782 die vortreffliche statue eines todten Christus von .. Michael Angelo aus gebackner erde Withof academ. ged. 1,184. ⟨1853⟩ es werden .. krüge gebacken und porcellan gebrannt Riehl land (1861)302. 1879 in jenem .. erdklotz .. ist jene untermauer aus steinen mit einem großen teil der auf ihr ruhenden mauer aus wenig gebackenen mauersteinen wohl erhalten Schliemann br. 162 M. 1927 die kannenbäcker, die .. die glasierten kaffeetöpfe buken Paquet städte 459. 1999 die ersten gewerbe entstanden nach 1872 .. und belieferten die hauptstadt: ziegeleien backten steine, und die brauerei am Weißen See stellte bier .. her berl. morgenpost (21.4.)14.vereinzelt intrans.: ⟨v1644⟩ sie nehmen kley, erde, sand, stroh und pferde-mist, arbeiten das durch einander, formiren steine daraus, lassen sie in der sonnen backen Mandelslo in: Olearius reisebeschr (1696)19a. b früchte, getreide durch wärme-, hitzeeinwirkung (in der sonne, im ofen) dörren, haltbar machen; gelegentl erweitert vom trocknen u. aufbereiten anderer dinge, zuerst in allg. sinn: 10.jh. torrere backan ahd. gl. 2,158,15 S./S. 11.jh. torrete bakket ebd. 700,55. 13.jh. passe siccate gebaccen druuen ebd. 3,91,54. ⟨2.h14.jh.⟩ ouch machstu in der svnnen backin allirleyge frucht in: MWB 1,400. 1491 vier sester gebachner (tosti) gersten Oesterreicher Columella 2,279 LV. 1524 1 thonne gebacken pyrn d. grosse ämterb. dt. orden 203 Z. 1653 es ist ein altes weib .. geruntzelt wie eine gebackne birn Harsdörffer trichter (1647)3,124. 1715 obst backen, heisset das geschälte oder ungeschälte obst in backofen schieben, und darinnen dürre werden lassen Amaranthes frauenzimmer-lex. 1348. 1740 obst backen, .. wenn man .. aepfel, birn, pflaumen .. an der sonne treuget Zedler, universallex 25,300. 1782 kleine parthien von cocons oder seide, .. wenn .. erstere sortiret und gebacken sind leipz. intelligenz-bl. 464b. 1840 pflaumen haben wir viele gebacken Droste-H. br. 1,457 Sch. K. ⟨1901⟩ in der heuernte und wenn wir torf backen, da muss ich mit ’ran Frenssen Uhl (1902)72. ⟨1924⟩ sie spielten karten. um gebackene pflaumen Winckler Bomberg (1956)327. 1999 gebackene äpfel thür. wb. 1,499. c haar für die perückenherstellung durch hitzeeinwirkung dauerhaft kräuseln: 1715 haarflechterin, heisset dasjenige weibesvolck, so denen peruquen-machern die gebackenen und aufgekreuselten haare reyhen-weise in lange tressen flicht Amaranthes frauenzimmer-lex 708. 1786 die harte kruste von dem teig .., worin das haar zu den peruquen gebacken wurde Moritz Reiser 197 DLD. 1808 denn das kochen gibt den menschenhaaren noch nicht eine hinreichende krause, und daher müssen sie noch überdem gebacken werden Krünitz encycl. 108,56.auch: 1976 hǫɒ bǫxŋ haare brennen, ondulieren, bayer.-öst. wb. I 2,29. d von techn. verfahren ‘etwas durch starke hitzeeinwirkung herstellen’ 1793 stahl backen eisen durch cementiren in stahl verwandeln Adelung wb. 1,683. 1844 als die aus den eschweiler kohlen gebackenen coaks die eigenschaft hatten, leicht schlacken .. anzusetzen Reden eisenbahnen Dtlds. 2,2,1007.speziell intrans. von kohle ‘beim verkoken festen, stückigen, hochwertigen koks bilden’: 1790 kalck kohlen die geringsten die nicht backen .. die besten backen .. reine glanzkohlen im ofen abgeschwefelt zu cooks sind die besten Goethe II 13,369 W. 1873 die kohle ist von mulmiger und backender beschaffenheit, ausgezeichnet für schmiedefeuer Dechen mineralien 364. 1952 die kohle ist matt, aschereich und reich an flüchtigen bestandteilen; sie backt nicht Bubnoff Fennosarmatia 235. 3 bildl. u. übertr. von 1 a, z. t. auch von 2 a ‘jmdn., etwas (bereit-, wirklich) machen, (nach eigenen vorstellungen) schaffen; part.adj. gebacken ‘(in bestimmter weise) geartet, beschaffen’ , leise gebacken von menschen ‘weich, empfindlich, verzärtelt; jünger etwas nicht gebacken bekommen ‘etwas nicht zustande bringen’: ⟨M13.jh.⟩ dû himelischez brôt, .. dû dâ gebacken wurde in der aller reinisten muoter lîbe, der êwigen megede der himelischen küneginne sante Marîen dt. mystiker 1,376 P. ⟨2.h13.jh.⟩ daz wort sont ir also enphahen daz ez wone in úwrem hertzen: .. daz dir der prediger in geschnide und gemale, daz solt du bachen st. georgener prediger 240 DTM. ⟨u1370⟩ o herre Ihesus, du vil heiliges brot ... io pistu gepachen in dem ofen des heiligen crewczes Johann v. Neumarkt 4,134 K. 1530 das die sonnen unserer weisheit ferment ist und heffel, und nach dem sie uns bereit, demnach werden wir gebachen Paracelsus I 8,227. 1541 sie sind so leiß gebacken, so bald sie got mit der ruͦt anruͤrt, so werden sie noch aͤrger lestern vnnd werden vngedultig Franck sprichw. 2,140b. 1636 die pacta habt ihr selber gebacken und meinen schwiegervatern mit eingemischet Hoppe schwed.-poln. krieg 64 T. ⟨u1640⟩ an den frisch gebackenen reimem (!) Moscherosch gesichte (1646) 1,276. 1729 was werden vor licentiaten / und vor magister lobesan / des jahrs gebacken und gebrathen Henrici ged. (1727) 2,515. 1855 dann mag sie (Marie) sich irgend einen titelmann oder edelmann backen lassen Cornelius lit. w. 1,206 C. 1890 daß uns alle, wie wir gebacken sind, mal .. dieselben vier wände umspannen Holz br. 90 H./W. 1939 einem rechten kerl muß man anmerken, daß auch er einmal von erde gebacken ist Jahn Gleichen 79. 1983 damit sie (die studenten) fertig gebacken sind, sobald die museumsplätze vakant werden Gaus Dtld. 208. 1997 der ehemals legendäre fußballclub bekommt derzeit nichts so recht gebacken und hat den aufstieg in die bezirksoberliga verpatzt frankf. rundschau (8.7.)3. 4 etwas in, an etwas kleben, fest anhängen, mit etwas vermengen zusammenballen; auchdurch frost starr machen’; metonym übertr. von 1 a u. b; in älterer spr. st., in neuerer meist schw. flektiert; überwiegend im zustandspassiv, selten aktivisch: 1441 si (die bettler) kunnend in grossi bain machen / das in das hæs in die schinbain ist bachen teufels netz 6392 LV. 1497 ob die artzeny oder dz bant hert daruf (auf die blutende wunde) gebachen wer, das du ein stūd .. etwz vō füchtē dingen dar vf legest dz du lichtiglichen din bād magst wider ab getuͦn Brunschwig cirurgia 47a faks. ⟨1537⟩ wie denn unsere fuͤrsten und herrn jtzt dem bapst gar in den arss gebacken sind (nachschr.) Luther w. 46,608 W. 1631 auß grausamer geißlung gantz schmertzlich versehret, / .. war sein fleisch stark daran (an die kleider) gebackt kath. kirchenlieder 1,327 K. ⟨v1635⟩ dan weil die tropffen seind im fall / vom frost ertappet werden; / der backt, vnd härtets wie crystall Spee trutznachtigall 161 HND. 1719 eine von staub und sand, koth, und lehm oder thon, feuchte coagulirte massa oder gebackener klebichter klumpen Fleming jäger 1,1b. 1815 so war ich übern Daubensee gerannt, / der, wie mein starrend blut, zu eis gebacken Werner februar 57. 1867/8 drum zerfeilt’ ich den vorstahl (des schwertes) zu feinem staube, / buck ihn mit kleien in kleine klößchen Jordan Nibelunge 1,188. 1924 das / „neue heil“ / .. wird / in zickzackflammenden / riesenlettern, / .. an alle straßenecken / gepappt, / gebackt und geklackt Holz blechschmiede 2,828. 1969 dachziegel .., weil der kalk sie an die nachbarziegel gebacken hatte Strittmatter dienstag 67. 1985 tapeten an de wand b(acken) hamb. wb. 1,193.intrans.anhaften, kleben, verklumpen, sich zusammenballen’, auch ‘gefrieren (u. dadurch fest werden); selten refl.; mdal. auch mit objektwechsel; jünger umgangssprl. idiomat. backen bleiben ‘nicht in die nächste schulklasse versetzt werden, sitzenbleiben’: n1486 so lies menger (segler) mit alen segeln loffen und rurte ertrich oder stain, so bächt das schiff im tünnen wasser pilgerreisen 152 R./M. 1532 schnee, reiff und eiss .. es pflegt nach der sonnen deste herter zu backen Luther w. 31,1,450 W. ⟨1566⟩ leg die (pechringe) nicht auff einander, sie backen vnd kleben sonst auff einander Fronsperger kriegßb. 1(1571)183a. 1611 wenn aber haar vmbher sein, vnd drein (in den hautausschlag des pferdes) backen Colerus oecon. 4,159. 1734 es bäckt drausen J. A. Weber wb. 2,99a. 1831 formsand, welcher .. backender, also thonhaltiger sein muß in: Sanders wb. (1860) 1,65c. 1867/8 der (staub der insel, die vom meer abgetragen wird) backt sich am boden zu bergen wieder Jordan Nibelunge 1,343. ⟨1901⟩ da bäckt dir der arsch an a schemel fest G. Hauptmann ausgew. dr. 2,96 M. 1927 he is b(acken) blęben ist nicht versetzt worden Mensing schlesw.-holst. wb. 1,208. 1931 rotbraune erde blieb am stiefel backen A. Zweig frau 354. 1963 der schnee backt sehr gut Lenz stadtgespräch 301. 1999 die schüh backen ganz vull lehma thür. wb. 1,500. 2005 ich bin auch in der sechsten klasse backen geblieben, obwohl ich nur eine 5 in mathe hatte hamb. morgenpost (24.5.), IdS-arch. Schrader
25649 Zeichen · 938 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    backenstv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    backen stv. s. bachen.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    backenst. V., sw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    backen , st. V., sw. V. nhd. backen, braten, brennen Vw.: s. dörch-, ēn-, hals-, hūs-, kōken-, sunne-, tēgel-, tō-, tōhō…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Backen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Backen . Ich backe, du bäckst, er bäckt, wir backen, u. s. f. Imperf. ich būk, Conj. bǖke, Partic. gebacken; ein unricht…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Backen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Backen -kk- in Werth 1 , -k- B4,130,28 ; nach dem (selteneren) sg Gebrauch offenbar nur mask; iUz ‘Wange’ erhebl geringe…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Backen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Backen , s. Brot .

  6. modern
    Dialekt
    Backen

    Bayerisches Wörterbuch · +12 Parallelbelege

    Backen Band 1, Spalte 1,1414

  7. Spezial
    backenv

    Dt.-Russ. phil. Termini · +3 Parallelbelege

    backen , v сушить/высушить , гл

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit backen

257 Bildungen · 142 Erstglied · 109 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von backen 2 Komponenten

bac+ken

backen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

backen‑ als Erstglied (30 von 142)

Backenbart

SHW

Backen-bart Band 1, Spalte 531-532

Backenbord

SHW

Backen-bord Band 1, Spalte 531-532

Backenring

SHW

Backen-ring Band 1, Spalte 531-532

Backenzahn

SHW

Backen-zahn Band 1, Spalte 533-534

Backenbaltes

RhWB

Backen-baltes o. O. m.: Mensch mit dicken B.

Backenband

PfWB

backen·band

Backen-band n. : ' Eisenband, das zur Befestigung der Deichsel um die Vorderbacken gelegt ist ' (s. Abb. 9 bei Backen ), Backeband [GH-Zeisk…

backenbein

DWB

backen·bein

backenbein , n. os zygomaticum, os malae, der rundliche knochen in den backen. s. apfelbein : so drück ich dir aufs backenbein hübsch frisch…

Backenbirne

PfWB

backen·birne

Backen-birne f. , Backen-birnen Pl. : 1. kleine Birnensorte, die sich zum Backen eignet (s. 2), Backebeere [ KU-Trahw PS-Erfw ]. — 2. 'gedör…

Backenbirnen

RhWB

backen·birnen

Backen-birnen bakəbīrə(n) Rhfrk, Wittl , Koch , May , Westerw; -əpErə Duisb , Ess , Mörs Pl.: gedörrte Birnen. RA.: Sei B. sesammesuche sein…

backenbisz

DWB

backenbisz , m. admorsa gena, bisz in den backen.

backen als Zweitglied (30 von 109)

dörchbacken?

KöblerMnd

*dörchbacken? , st. V. nhd. durchbacken (V.), fertig backen Hw.: s. dörchbacken (2) E.: s. dörch (2), backen

gebacken

KöblerMnd

*ge·backen

*gebacken , (Part. Prät.=)Adj. nhd. gebacken Vw.: s. nīe- Hw.: vgl. mhd. gebachen (2) E.: s. backen (1) W.: s. nhd. gebacken, (Part. Prät.=)…

kōkenbacken?

KöblerMnd

*kōkenbacken? , sw. V. nhd. Kuchen backen Hw.: s. kōkenbacken (2) E.: s. kōke, backen

nīebacken?

KöblerMnd

*nīebacken? , sw. V. nhd. neu backen, frisch backen Hw.: s. nīebacken (2), nīegebacken E.: s. nīe (1), backen (1)

sunnebacken?

KöblerMnd

*sunnebacken? , st. V., sw. V. nhd. an der Sonne dörren Hw.: s. sunnebacken (2) E.: s. sunne, backen (1)

tēgelbacken

KöblerMnd

*tēgelbacken , sw. V. nhd. aus Ton (M.) (1) einen flach gewölbten Hohlziegel brennen, Dachziegel brennen Hw.: s. tēgelbackenstēn E.: s. tēge…

abbacken

DWB

abbacken , male pinsi, coqui, nnl. afbakken, von dem brot, dessen rinde und krume sich sondern: ausgewachsenes getraide macht das brot abbac…

altbacken

DWB

alt·backen

altbacken , dudum coctus, gegensatz des neubacken, recens coctus. nnl. oudbakken: oudbakken vrijer.

anbacken

DWB

anbacken , coquendo adhaerescere, ankleben: das brot ist angebacken, der kuchen ans papier angebacken, das haar bei der kopfwunde, zusammeng…

anebacken

KöblerMnd

ane·backen

anebacken , st. V. nhd. „anbacken“, mit Backen (N.) beginnen E.: s. ane (2), backen L.: MndHwb 1, 75 (anbacken)

Arschbacken

Wander

arsch·backen

Arschbacken Es sind die vierzehn Arschbacken. – Sartorius, 156. In den beiden ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts lebte in Würzburg eine …

aufbacken

DWB

auf·backen

aufbacken , verbacken, aufbrauchen, nnl. opbakken: alles mehl aufbacken. dann wieder backen, recoquere, altes gebäck aufbacken; auch wol fes…

ausbacken

DWB

aus·backen

ausbacken , percoquere: das brot bäckt nicht aus, ist nicht ausgebacken; neu ausbacken, recens pistus; was ein magister für ein thier ist, z…

Blattelbacken

Wander

Blattelbacken Sî blattlbach'n. D.i. backen Blattelen (eine Mehlspeise in Tirol). Von weiblichen Personen, die auf Bällen sitzen bleiben, nic…

buttergebacken

DWB

butter·gebacken

buttergebacken , n. scriblita: eine menge kleines butter- und schmalzgebackenes. Felsenb. 4, 39. nnl. botergebak.

dörchbacken

MNWB

doerch·backen

dörchbacken , part. prt. adj. , durchgebacken; °übertragen: fertig, fest; (in Schimpfreden) durch und durch schlecht.

dorchbacken

KöblerMnd

dorchbacken , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. dörchbacken (2)

durchbacken

DWB

durch·backen

durchbacken , niederl. doorbacken. 1 1. untrennbar. ein mit spreu durchbackenes gerstenbrot, mit spreu vermischtes Becker Weltgeschichte 11,…

dörchbacken

KöblerMnd

dörchbacken , (Part. Prät.=)Adj. nhd. durchbacken (Adj.), durchgebacken, fertig, fest, durch und durch schlecht E.: s. dörchbacken (1), dörc…

einbacken

DWB

ein·backen

einbacken 1 1) incoquere, schwed. inbaka, dän. indbage: dem kuchen war ein ring eingebacken; der könig liesz in das brot geld einbacken; ein…

Ableitungen von backen (6 von 6)

bebacken

MeckWB

bebacken auf dem Herde backen: Olljohrsabend muß man den Feuerherd bebacken Wa; Sta Wold.

(ge)backen

MNWB

~(ge)backen, ppt. , frisch gebacken, n. brôt (Stockholm Arzneib. 102); (bildl.:) de nîetbacken medicus der „neugebackene” Arzt, dazu Sprw. ê…

Gebackene

Campe

Х Das Gebackene , des — n , d. Mz . ungew. überhaupt Backwerk, besonders Backwerk von Butterteige, wie bei Kindtaufen und andern Gelegenheit…

missbacken

RhWB

miss-backen MGladb schw.: in der RA.: Der beste Bäcker messbäckt jeder hat einmal ein Unglück.

verbacken

DWB

verbacken , verb. , niederdeutsch gefärbte form neben oberd. verbachen, wie backen neben bachen ( s. theil 1, 1065), mhd. verbachen das häuf…

Zerbacken

Campe

Zerbacken , v. trs . durch zu vieles Backen zerfallen machen, zerstören. Die Backsteine sind in der übermäßigen und anhaltenden Glut zerback…