Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
bewinden stV.
2 ‘etw. umhüllen, verhüllen, verbergen’
2.1 eigentl.
2.2 übertr.
1 ‘jmdn./etw. mit etw. umwickeln, umwinden’ swenne dich daz hoͮbit swer, so salbez mit dirre salbe [...] vnde bewint ez mit eime toͮche Ipocr 65; den hals si ime mit einem velle bewant jouch iewedere hant Gen 1135; ir zöpfe wârn gebunden, / mit golde wol bewunden / unz an des hâres ende Wig 864; Roth 870; BenRez 32; Eracl 1932. – einen Leichnam in Tücher/Gewänder hüllen: mit vil liehten pfellen / wurden si [die Leichen] bewunden Wig 11227; den herren [den toten Hector] sie bewunden / in einen turen blialt Herb 10656. 11087. 13779 u.ö.; Gen 2997; Rol 7612; EvBerl 60,4. – ein Kind in Windeln wickeln: ir sullit vynden eyn kint in tucheren bewonden [ pannis involutum Lc 2,12] EvBerl 5,9; MarlbRh 38,20. 39,12; StatDtOrd 29,18. – refl.: mit des tieres hiute der helt sich bewant Kudr 102,1; als ein kint sich bewindet in den mantel siner muͦter Mechth 6: 7,24; Lanc 156,7. – Part.-Adj.: einen knüttel vuorte er in der hant, / mit riemen wol bewunden Wig 2237; Lanc 64,10; KvWTurn 457 2 ‘etw. umhüllen, verhüllen, verbergen’ 2.1 eigentl.: ir wange vnde ir kinne / legete sie vf ir hant. / ir ougen sie bewant / vnde begunde weinen Herb 10596; do bewnden die ivden ir hoͮbt vnde verhabten irǐ oren Konr 2 W1,133; UvZLanz 7149; Mühlh 154,6; Parad 57,23. 113,9 2.2 übertr.: als er hete vor getriben / sin disputacien manigerwis / nach der itelen eren pris / und sin rede bewunden Pass III 586,87. 634,85; das begin und das ende sinis buchis hat er sere bewunden mit vorborginheit Cranc Vorr. Ez 180,13; NvJer 5212; Hiob 14051
MWB 1 755,14; Bearbeiter: Hoffmann