Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
öhr n.
öhr , n. , spätahd. ôri, mhd. œre, œr; nhd. öhr, nassauisch auch die öhr ( Kehrein 1, 298 , vgl. öse ), abgeleitet von ohr ( wie schon Stieler 1386 bemerkt ): eine ohrartige öffnung woran oder worin ( vgl. öse ). 1 1) an einer nadel zum durchziehen des fadens, mhd. einer nâdel œre ( Lexer 2, 164 ), s. nadelöhr sp. 255: der seiner gebückten mutter .. den zwirn durch das unsichtbare öhr einfädelte. J. Paul jubelsen. 119 ; dieser Ajax hat nicht so viel verstand, dasz er das öhr von Helenas nadel füllen könnte. Tieck Troilus 2, 1 ; wenn ich emsig und schnell nähnadeln sodann einfädelte, fand ich d…